Egal wie der sachsen-anhaltinische Sonntag ausgeht: Ich wünsche, trotz jeder Menge Spannung im Äther, allseits ein angenehmes und nicht zuletzt furchtloses Wochenende. Et kütt, wie et kütt – und sollten am Ende die Braunen in der Regierung sitzen, müssen wir eben sehen, wie wir sie da wieder wegkriegen. Ich drücke jetzt erstmal ganz pragmatisch die Daumen, dass die sich aus der Wahl ergebende Sitzverteilung die tatsächlichen Mehrheitsverhältnisse zum Ausdruck bringt. Die da nach allen Umfragen sind und wohl real auch sein werden: Selbst in Sachsen-Anhalt steht die Mehrheit der Wählenden NICHT hinter der AfD. Was nachher mit der Regierungsbildung wird, werden wir nachher sehen.
02.09.2026
Derzeit stehe ich mehrmals am Tag in unserem Garten und schaffe – nichts. Stattdessen schaue ich gespannt wie ein Flitzebogen aufwärts ‚gen Südosten. Dort ist in Luftlinie etwa drei KM Entfernung auf der bewaldeten Bergkuppe zwischen uns und dem Nachbarort Ransbach-Baumbach Interessantes zu sehen: Endmontage eines himmelhohen Windrades. (…)
Es ist ja so: In nahezu allen Ländern der Erde wächst der Energiebedarf und das teils drastisch. Weshalb es auch in fast allen Ländern einen erheblichen Zubau an Anlagen zur Energieerzeugung gibt. Und nun die gute Nachricht: Überall hat dabei die Stromgewinnung aus Sonne und Wind die mit Abstand höchsten Zuwachsraten, neuerdings ebenso nahezu überall flankiert vom massiven Ausbau der Speichereinheiten. (…)
Es sei allseits ein angenehmes Wochenende gewünscht. Nachdem die für vergangene Nacht avisierten Gewitter diesmal Gott sei Dank harmlos an uns hier im Unterwesterwald vorbeigezogen sind, sagen die Wetterfrösche fürs Wochenende eine eher maßvolle Mischung voraus. Bestwünsche gehen von mir an den Koblenzer Kulturclub Café Hahn, der am morgigen Samstag (29.8.26) mit einer öffentlichen Riesenfete und sattem Programm auf vier Bühnen in der Festung Ehrenbreitstein seinen 45. Geburtstag feiert. (Ab 18 Uhr, Eintritt frei).
Dreingabe zum Monatswechsel wie immer: Meine Kolumne „Quergedanken“. Die Folge 254 ist heute im mittelrheinischen Monatsmagazin „Kulturinfo“ erschienen. Worum es darin geht, kann sich jede/r angesichts der Überschrift wohl sogleich selbst denken. -> „… DENN DAS FASS VOM VATER RHEIN WIRD NIEMALS LEER“??? (Freier Lesetext auf meiner website. Lesezeit ca 2,5 Minuten)
27.8.2026
So, Zug um Zug trudeln nun die letzten Umfragen für die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt ein. Sie sehen die AfD – als leider sehr starke Minderheit – bei 41 bis 43 Prozent. Festzuhalten bleibt aber: Selbst in diesem Bundesland (wie in den anderen Ost-Bundeländern ebenfalls) steht danach die Mehrheit der wahlberechtigten Bevölkerung NICHT im Lager der rechtsextremen Einheitspartei, sondern würde mit 50+X Prozent Parteien des demokratischen Lagers wählen. Die für den Augenblick wichtigste Frage hierbei lautet: Wie kann dieses Mehrheitsverhältnis auch in Parlamentssitzen zum Ausdruck kommen? Entscheidend ist dafür nicht die Stimmverteilung unter den demokratischen Parteien, sondern dass dem demokratischen Lager nicht große Stimmkontingente völlig verloren gehen, weil eine oder gar zwei davon knapp an der 5-%-Hürde scheitern. Was heißt das fürs Wahlverhalten der Demokraten? Um die Voraussetzung dafür zu schaffen, dass nicht eine 42/43-Prozent-Minderheit an die Macht gelangt, müssen wohl etliche Demokraten „taktisch wählen“. Vielleicht hilft dabei der Gedanke: Der Hauptfeind für unsere Gesellschaft sind die Blaunen, nicht die womöglich ungeliebten Grünen, Roten, Schwarzen.