Portrait Andreas Pecht

Andreas Pecht – Kulturjournalist i.R.

Analysen, Berichte, Essays, Kolumnen, Kommentare, Kritiken, Reportagen – zu Kultur, Politik und Geistesleben

Guten Tag allerseits

  • Guten Tag allerseits im Februar 2023

    03.02.2023

    Freitag ist’s, kurz nach Mittag. Draußen Schietwetter: Hierorts alles grau verhangen, dazu Regen und Gebläster; andernorts in der Republik, so höre ich, soll es Massen von Pappschnee runterhauen. Man lasse sich darob nicht verdrießen, verlege sich stattdessen aufs faule Genießen des gleich beginnenden Wochenendes. Aus der Malstube diesmal ein Doppelgruß.

    Titel: Tänzerin, halb knieend.
    40 x 50 cm, Acryl auf Leinwand. 3.2.2023 (c) Andreas Pecht
    Titel: Unter der Zuckerkruste.
    40 x 50 cm, Acryl auf Leinwand. 1.2.2023 (c)Andreas Pecht

    Bild 1 zeigt eine im zeitgenössischen Ballett weit verbreitet Tanzfigur; sehr reizvoll, mit allerhand variierenden starken Ausdrucksmöglichkeiten. Bild 2 ist ein kleines, etwas abstrahiertes Sinnbildchen aus dem Themenfeld „Beziehungskisten“. Ich habe ihm den Titel „Unter der Zuckerkruste“ verpasst. Selbiger ist geklaut bei meinem Freund Wolfgang K. Lembach, der jene eigene Erzählung so überschrieben hat, die meine Malarbeit inspirierte.


    02.02.2023

    Noch nix.



    31.01.2023

    Feine Sache. So allmählich finde ich wieder in den alten Bewegungsrhythmus, der mich über Jahrzehnte begleitet hatte, nach meinem elenden Sturz vor fast drei Jahren dann aber leidlich aus dem Tritt gekommen war. Der Rhythmus geht so: Im Schnitt an fünf Tagen pro Woche je ein bis zwei Stunden stramm durch den Wald marschieren. Die neuzeitliche Selbstoptimierungskultur würde solchen Usus wohl als „Training der Ausdauer“ verbuchen und mit allerhand Gerätschaften zeitlich, örtlich, physiologisch vermessen. Ich bin schon einfach losmarschiert, mal diese, mal jene Runde, da war der Begriff Selbstoptimierung noch völlig unbekannt und gab es auch die digital-elektronischen Vermessungsgerätschaften für jedwede Leut‘ noch nicht.

    Nach besagtem Sturz und bis zum Anschlag verdrehten Bändern des rechten Fußes, war ich wochenlang an Krücken und hernach noch einige Monate am Stock gegangen. An vorsichtige Wiedereroberung der Pfade, halbwild unebenen oder geschotterten Wege meines Waldrefugiums konnte ich erst nach Gewöhnung an die Nordic-Walking-Stecken denken. Der Fuß ist inzwischen längst wieder in Ordnung, aber die beiden Stecken mag ich mir nicht mehr abgewöhnen. Der Waldschrat ist nun allemal vierfüßig unterwegs – in nicht minder flottem und schweißtreibendem Gang, selbst querwaldein, als vor dem Unfall.

    Ja, ja, ich seh‘ sie gleich grinsen und höre sie lästern, die lieben Zeitgenoss*innen, ob des vermeintlichen „Altleutesports“ und seines „lächerlichen Aussehens“. Denen, die da grinsen und lästern, sei zugerufen: Ihr habt keine Ahnung – von den wirkmächtigen zusätzlichen Trainingseffekten dieser Vierfüßigkeit für Arm- und Rückenmuskulatur; von der zusätzlichen Tritt- und Gangsicherheit auch in schroffem Gelände. Und was das Aussehen angeht: Das ist mir völlig egal. Denn: Bin ich auf Waldtour oder stolziere ich über den Miss-/Mister-World-Laufsteg?


    29.01.2023

    Zeit meines Lebens die immer gleiche Grundstimmung so Ende Januar und den Februar hindurch: Ungeduld. Keine Lust mehr auf kalt und dunkel. Warten auf den Frühling.


    27.01.2023

    Es sei allseits ein gemächliches, stressfreies Wochenende gewünscht. Diesmal statt eines Grußes aus der Malstube, einer aus der Schreibstube: Folge 211 meiner Monatskolumne „Quergedanken“, heute im mittelrheinischen Magazin „Kulturinfo“ erschienen unter der Überschrift „Nun macht doch mal langsam“. > Ganzer Text hier (freier Lesetext, 3400 Anschläge)   




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