Portrait Andreas Pecht

Andreas Pecht – Kulturjournalist i.R.

Analysen, Berichte, Essays, Kolumnen, Kommentare, Kritiken, Reportagen – zu Kultur, Politik und Geistesleben

Archiv-chronologisch: 2015-09

  • Aufrührender Start in die Koblenzer Klassiksaison

    ape. Koblenz. Großes Aufgebot auf der Bühne: die Rheinische Philharmonie in Vollbesetzung, erweitert noch um einige Kollegen des Staatsorchesters Mainz. Große Kulisse im Saal: die Koblenzer Rhein-Mosel-Halle vollends ausverkauft; im Auditorium auch 116 Neulinge in der heuer auf 893 angewachsenen Abonnentenschar des Musik-Instituts. Dessen Reihe der Anrechtskonzerte startete am Wochenende im 207. Jahr nach Institutsgründung […]

  • Das Schwerste zuerst: Faust II

    ape. Koblenz. Am geschlossenen Eisernen Vorhang des Theaters Koblenz hängt ein schnödes Pappschild mit der Aufschrift „Ist gerettet!”. Mit diesem Anfangsbild knüpft jetzt die Inszenierung von Goethes „Faust – Der Tragödie zweiter Teil” an den Schluss des ersten Teils an. Dort rief die sterbende Grete aus „Heinrich! Mir graut’s vor dir.”, darauf feixte der Teufel […]

  • Gemeinsamkeiten in der Syrien-Krise?

    ape. Der folgende Befund mag seltsam, ja zynisch klingen: Das scheinbar unaufhaltsame Vordringen der fundamentalistischen Terrorbande IS (Islamischer Staat) im Irak, in Syrien und Kurdistan birgt die Chance, einem Ende des Syrienkrieges und damit auch einer Entspannung des aktuellen Flüchtlingsproblems näher zu kommen. Mehr noch, es könnte sogar hilfreich sein, die Ukraine-Krise zu entschärfen. Wie […]

  • Kleider machen keine Leute

    ape. Zugegeben, Mode ist nicht meine stärkste Seite. Von Frauenmode verstehe ich nur ein klein wenig, von Männermode gar nichts. Das mag manche/r für einen seltsamen Widerspruch halten, ist aber leicht zu erklären. Was die Damen angeht, kann ich zumindest erkennen, welche mir in welchem Outfit warum gefällt. Bei den Herren gelingt mir nicht mal […]

  • Mit J.S. Bach durch die kalte Großstadtnacht

    ape. Mainz. Schmutzig-weiß gekachelte Wände. Daran ein paar grüne Plastiksitze. Ein Besoffener torkelt umher. Eine Frau im Trenchcoat schaut unsicher herüber, ein Mann in Jeans und Schlabberjacket angewidert. In dieser tristen U-Bahn-Station sitzt im Eck ein Musikant mit seinem Akkordeon. Was spielt er? Johann Sebastian Bach, Goldberg-Variationen; meisterlich, es klingt sonderbar und wunderbar zugleich. So […]

  • „Pecht hat es zu tun mit streitlustigem Publikum“

    Nachfolgend ein kleiner Bericht aus dem Lokalteil Oberwesterwald/Sieg der Rhein-Zeitung vom 21. September 2015 über meine Vortragsveranstaltung „Wir fangen schon mal an mit dem Postwachstumsleben“ in Altenkirchen: *** „Altenkirchen. Es ist wohl so: Das weltweite Wachstum wird früher oder später kollabieren. Dann ist es Zeit für den Rückweg, für die Besinnung auf eine ressourcenschonende Lebensweise, […]

  • Hilfe ist richtig, Abschottung inhuman und nutzlos

    ape. Außerordentliche Situationen erfordern außerordentliche Maßnahmen. Es ist gut und richtig, dass die rheinland-pfälzische Landesregierung jetzt auch Besitzer von größeren Gewerbehallen und Freiflächen aufgerufen hat, solche sehr schnell zur Erweiterung der primären Notaufnahmekapazität für Flüchtlinge im Land zur Verfügung zu stellen. Gerne sei deshalb auch an dieser Stelle die Meldeadresse für derartige Hallen und Flächen […]

  • Über den steinigen Weg zur Mainzer Kultur

    ape. Es ist zum Steinebeißen, Mäusemelken, Haareraufen – mit diesem Mainz. Gestern ließ es mir als Auswärtigem (wieder einmal) nicht die geringste Chance, rechtzeitig die (zweite) Aufführung der Theatergruppe Rimini Protokoll zum Auftakt des Festivals „Grenzenlos Kultur“ in seinen Mauern zu erreichen. Man sollte ja meinen, ein mittlerweile vorsorglich auf drei Stunden erweitertes Zeitfenster müsste […]

  • Endzeitstimmung im Staate Dänemark

    ape. Wiesbaden. Was die Länge von Klassiker-Inszenierungen angeht, gibt es im Sprechtheater schon eine Weile zwei gegenläufige Abweichungen von der  langjährigen Durchschnittsnorm zwei- bis dreistündiger Abende. Da ist einerseits die Neigung zu radikaler Reduktion der Stückvorlage, wie unlängst etwa in Mainz erlebt mit einer 75-minütigen  Eindampfung von Lessings „Miss Sarah Sampson”. Andererseits gibt es verstärkt […]

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