Portrait Andreas Pecht

Andreas Pecht – Kulturjournalist i.R.

Analysen, Berichte, Essays, Kolumnen, Kommentare, Kritiken, Reportagen – zu Kultur, Politik und Geistesleben

Archiv Inhaltlich: Kolumnen

  • Guten Tag allerseits im Juli 22

    04.07.2022 Michael Preute alias Jacques Berndorf ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Der „Eifelkrimi-Autor“ darf als eine Art Stammvater des jüngeren deutschen Regionalkrimis gelten, gewissermaßen als Initialzünder für das inzwischen zum Massenphänomen gewordenen Genre. Ich verbrachte vor vielen Jahren – sein Krimi „Eifel-Blues“ hatte völlig unerwartet gerade alle Verkaufsrekorde gebrochen – als frischgebackener Kulturredakteur […]

  • Guten Tag allerseits im Juni

    01.07.2022 Mein Gruß zum Wochenende ohne malerische Dreingabe. Denn auf der Staffelei steht seit Tagen jungfäulich unbeleckt und unberührt die mit 60 x 80 cm größte Leinwand, mit der ich mich bisher zu befassen gedachte. Und sie wartet; wartet, dass dem Herrn Maler die Idee für ein Motiv kommen möge, das ihrer Größe angemessen ist. […]

  • Hitzige Tage, heiße Nächte („Quergedanken“)

    ape. Auch ich gehöre zu jenem Menschenschlag, der den Sommer viel lieber mag als den Winter. Doch käme ich nie auf die Idee, letzterem alljährlich durchgängig in südliche Gefilde entfliehen zu wollen. Wechsel der Jahreszeiten gehört hierzulande halt zum Rhythmus des Daseins. Und wer nie ein bisschen Entsagung erlebt, dem wird nachher auch nicht der […]

  • Inflation ist ein perfides Monster

    ape. Inflation ist ein perfides Monster. Und die jetzige ist besonders übel. Nicht nur, weil sie die aktuellen Lebenshaltungskosten in einem rasanten Tempo mit Steigerungsraten in die Höhe treibt, wie de facto noch keine der Inflationsphasen in Deutschland seit der Währungsreform 1948. Selbst die beiden „Hochinflationen“ der 1970er-Jahre (6 bis 7,1%) wirkten sich auf Otto […]

  • Guten Tag allerseits im Mai

    30.05.2022 Noch bleibt ungewiss, ob er nur eine der vielen kurzzeitigen Moden ist oder eine dauerhafte Entwicklung quasi als kreatürlicher Ausgleich zur Entfremdung des Homo sapiens von seinen Ackerbauer-Wurzeln: der aktuelle Boom des privaten Gärtnerns, nicht zuletzt des eigenen Gemüse- und Obstanbaus. „Urban Gardening“ heißt  auf Neudeutsch für die städtischen Räume, was man auf dem […]

  • Kleiner Garten Eden für jede und jeden („Quergedanken“)

    Nicht nur Russen haben ihre Datsche. Das Gartenstück mit Hütte oder Häuschen auf dem Land ist bei Städtern in ganz Europa seit eh und je beliebt. Die reichen Herrschaften haben ihre „Landsitze“. Die einfachen Leute bescheiden sich mit Kleinerem, um an Wochenenden oder für einige Ferienwochen der urbanen Hektik, Hitze, Stickigkeit in die Sommerfrische zu […]

  • Wir müssen reden! Doch mit wem worüber? („Quergedanken“)

    ape. Ein Gespenst geht um – das Gespenst der Gesellschaftsspaltung. Und nie scheint der 68er-Spruch richtiger gewesen als heute: Das Politische ist immer auch privat und das Private politisch. Denn sämtliche bedeutenden Fragen der Gegenwart betreffen nicht nur Regierungen, befeuern nicht nur Stammtisch- und Talkshow-Pallaver. Vielmehr wirken Klimawandel, Corona, Ukraine-Krieg, Fluchtbewegungen, Plastikverseuchung, Artensterben, Reichtumskluft, Inflation […]

  • Guten Tag allerseits im April 2022

    10.04.2022 Im März geschah nicht viel an der Staffelei. Zu schön weithin das Wetter und also hatten die frühen Gartenarbeiten Vorrang. Auch drückt der Putin’sche Angriffskrieg aufs Gemüt und dämpft die Lust zum frohen Mal-Schaffen – bis es schließlich doch der Seelentröstung durch Schönes bedarf, um das schier Unerträglichen irgendwie auszuhalten. Nur bei einem schnellen […]

  • Wahlsiege für Europa und Demokratie

    ape. In Europa gab es an diesem Wochenende zwei ziemlich bedeutsame Nationalwahlen: eine im großen Frankreich und eine im kleinen Slowenien. Faktum: In beiden Fällen haben die rechtsnationalistischen Freunde unserer hiesigen AfD ihre Wahlziele deutlich verfehlt. Vom gefürchteten/prognostizierten knappen Ausgang der französischen Präsidentschaftswahl kann keine Rede sein – Macron liegt um 17 % vor LePen. […]

  • Der Krieg soll verflucht sein! („Quergedanken“)

    ape. Schluss mit lustig! Schlimmer als 2020/2021 könne es nicht werden, hatten wir geglaubt. Corona-Seuche, katastrophische Klimawandelwirkungen, fanatische Realitätsleugnung nebst Wissenschafts- und Demokratiefeindlichkeit… Doch wir hatten falsch geglaubt, denn es ist noch viel schlimmer gekommen: Das erste Quartal 2022 ist das übelste, das ich in meinen 66 Jahren erlebt habe. Die vorgenannten Weltkrisen dauern an […]

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