Portrait Andreas Pecht

Andreas Pecht – Kulturjournalist i.R.

Analysen, Berichte, Essays, Kolumnen, Kommentare, Kritiken, Reportagen – zu Kultur, Politik und Geistesleben

Archiv Inhaltlich: Themen

  • Freud und Leid der Einsamkeit („Quergedanken“)

    Monatskolumne Nr. 219 Oktober 2023 „Dünnes Eis“, brummt Freund Walter, als er die Überschrift sieht. „Schon das Wort Einsamkeit ist doch heutzutage negativ besetzt.“ Ich weiß, und das hat ja auch Gründe. Dauerhaftes Alleinsein ist für viele Zeitgenossen ein übles Schicksal. Denn der Mensch ist als soziales Wesen angelegt. Es war schließlich die Fähigkeit zur…

  • Emilia Galotti muss in Koblenz nicht sterben

    Koblenz. ape. Gäbe es sonst nichts zu vermelden, so doch dies: Es sind 100 Minuten fein gearbeitete Schauspielkunst zu genießen. Es ist da freilich noch viel mehr des Nachdenkens, Diskutierens, auch Streitens Würdiges an Stück und Inszenierung, die am Wochenende zur Startpremiere des Theaters Koblenz in seine Spielzeit 2023/24 aufgerufen waren. Gotthold Ephraim Lessings bürgerliches…

  • Bedächtiger Start in neue Saison der Anrechtskonzerte Koblenz

    Koblenz. ape. Nähme man das Anfangsstück als programmatischen Prolog für die gesamte neue Spielzeit beim Musik-Institut Koblenz: Es stünden Konzerterlebnisse zwischen aufwühlender Dramatik, schicksalhafter Tragik und zugleich schäumender Sinnlichkeit ins Haus. Eben diese Elemente hat Richard Wagner in seiner “Tannhäuser“-Ouvertüre verwoben, mit der am Wochenende das erste Anrechtskonzert begann und damit die aus zehn Abenden…

  • Als ich einmal verloren ging (Ein Verzählche aus der Kindheit)

    ape. Erinnerungen an die eigene frühe Kindheit (vor Schuleintritt) hat wohl jede und jeder. Oft sind sie vage und meist über die Jahrzehnte mehrfach verfärbt, verändert, variiert. Oft auch ist unklar, ob es tatsächlich eigene Erinnerungen sind oder eher Erinnerungen an von älteren Verwandten dutzendfach erzählte Familienanekdoten. Ob so oder so, mir kam heute beim…

  • Nachtgedanken: Was ich an Menschen nicht verstehe

    ape. Es geht auf Vollmond. Da schrumpft mein Nachtschlafpensum traditionell etwas. Und das Hirn geht nächtens ungelenkt auf Wanderschaft. Diesmal hin zur Abteilung „Was ich ums Verrecken an Menschen nicht verstehe, eigentlich seit recht frühen Jugendtagen nie verstanden habe“: Männerherrschaft, Rassismus, Antisemitismus, Homophobie, Nationalismus, Religionszentrismus. Gewiss, rational-theoretisch kann ich mir diese Phänomene irgendwie erklären –…

  • 365 Jahre Koblenzer Orchestergeschichte

    Am 1. Juli 2023 jährt sich die Verstaatlichung der in Koblenz ansässigen Rheinischen Philharmonie und ihre Umwandlung in ein Staatsorchester des Landes Rheinland-Pfalz zum 50. Mal. Aus diesem Anlass habe ich zwei im Herbst 2019 und im Frühjahr 2020 im Publikumsmagazin „con moto“ der Rheinischen Philharmonie   erschienene Artikel von mir aus der Versenkung geholt…

  • Vor 50 Jahren wurde die Rheinische Philharmonie Staatsorchester

    Koblenz. ape. Verstaatlichung. Gemeinhin haftet diesem Begriff hierzulande kein besonders guter Klang an. Als jedoch im Sommer 1973 in Koblenz die Kunde umging „Wir werden verstaatlicht“, brachen die Mitglieder der Rheinischen Philharmonie und Musikfreunde am Ort in Jubel aus. Denn mit der Umwandlung des Orchesters vom selbstverwalteten Verein in ein Staatsorchester des Landes Rheinland-Pfalz endeten…

  • Vom Mehrwert des Gemüsegartens

    ape. Fragt mich heute ein Bekannter, ob denn aus all meinen Mühen in unserem Gemüsegarten auch ein Mehrwert, eine Entlastung, für die Haushaltskasse herauskomme. Oder ob es sich am Ende doch bloß um eine nette und gesunde hobbymäßige Passion handle, die womöglich zusätzliches Geld kostet. Darüber hatte ich mir bis dato noch nie den Kopf…

  • Ein Leben für den Tanz – Zum Tod von Barbara Pietjou

    ape. Trauer um Barbara Pietjou. Die einstige Tänzerin und nachher Tanzpädagogin, Mitbegründerin des „Tanztheaters Regenbogen“, der Koblenzer Kulturfabrik und des Koblenzer Jugendtheaters ist diese Woche nach schwerer Krankheit 71-jährig gestorben. Sie war eine interessante, liebenswerte, engagierte und für die Kulturszene in Koblenz oft wichtige Persönlichkeit. Ich durfte mit ihr im Verlauf mehrerer Jahrzehnte manch spannendes…

  • Erinnerung an schulfernen Studieneifer

    ape. Dieser Tage war ich mal wieder am Bücherregal hängengeblieben. Absichtslos, zufällig, versonnen. Genauer: Ich dachte mich fest vor der Abteilung mit Klassikerschwarten zur politischen Theorie, Philosophie, Gesellschafts- und Kulturgeschichte. Meterweise Kluges wie auch Allzu-Kluges, zugleich Bücher, die Erinnerungsschlüssel ans eigene Dunnemals sind. Ein Menge davon kam zwischen dem 15. und 21. Lebensjahr auf mich…

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