Portrait Andreas Pecht

Andreas Pecht – Kulturjournalist i.R.

Analysen, Berichte, Essays, Kolumnen, Kommentare, Kritiken, Reportagen – zu Kultur, Politik und Geistesleben

Archiv Inhaltlich: Themen

  • Erinnerung an schulfernen Studieneifer

    ape. Dieser Tage war ich mal wieder am Bücherregal hängengeblieben. Absichtslos, zufällig, versonnen. Genauer: Ich dachte mich fest vor der Abteilung mit Klassikerschwarten zur politischen Theorie, Philosophie, Gesellschafts- und Kulturgeschichte. Meterweise Kluges wie auch Allzu-Kluges, zugleich Bücher, die Erinnerungsschlüssel ans eigene Dunnemals sind. Ein Menge davon kam zwischen dem 15. und 21. Lebensjahr auf mich…

  • Abend der bildschönen Tanzminiaturen in Koblenz

    Und so beginnt meine Besprechung des aktuellen Ballettabends am Theater Koblenz: Die Eigenart der neuen Ballettproduktion lässt sich gut mit einem Blick auf den dominanten Kostümtypes umreißen: Dorit Lievenbrück hat dem Gros des Ensembles den Oberkörper eng und streng umfassende Tops schneidern lassen, die – bei Männern und Frauen gleichermaßen – von der Hüfte an…

  • Schludrigkeit beim (auch eigenen) Lesen und Schreiben

    ape. Es ist zwar kein rätselhaftes, sondern leicht erklärliches Phänomen, bemerkenswert, leidig, zäh ist es doch: Du kannst dir noch so viel Mühe geben, mit entsprechender Wortwahl und Formulierung ein Textchen als Humoreske, Späßchen, Witz, Augenzwinkerei, Ironie zu charakterisieren – es gibt dennoch immer wieder eine Menge Leute, die das beim Lesen nicht wahrnehmen. Weshalb…

  • Mein Vorsatz für 2023: Nicht mit dem Altern hadern

    ape. Tach zusammen. Ich hoffe, es sind alle halbwegs wohlbehalten im neuen Jahr angekommen. Dann packen wir’s mal an, dieses 2023. Mein erster Tag begann mit einem zweistündigen strammen Waldmarsch (neudeutsch heißt das wohl powerwalking). Was nicht etwa einem Neujahrsvorsatz geschuldet war, sondern mir bei Temperaturen über 3 Grad, mäßiger Windlage und von oben her…

  • „Kaputtgespart“ = vieles kaputt, gespart nix

    ape. Gäbe es ein „Wort des Jahrzehnts“, sollte nach meinem Dafürhalten die Wahl auf „kaputtgespart“ fallen. Denn die Resultate der damit bezeichneten, überwiegend seit den späten 1980ern mit Verve in Gang gesetzten Prozesse schlagen nun in fast allen Bereichen des deutschen Gemeinwesens schmerzhaft bis katastrophal durch. Wobei man dem direkten Sinn des Wortes „kaputtgespart“ als…

  • Ein donnerndes „Hurra“ auf die Kernfusion! Oder?

    ape. Gewiss, in Sachen Wissenschaftserkenntnis ist ziemlich interessant, was da kleinexperimentell in einem kalifornischen Labor für ein paar Sekunden funktioniert hat: Kernfusion, die ein bisschen mehr Energie geliefert hat als die gewaltige Menge an Energie, die man zuvor hineinsteckte, um den Fusionsprozess in Gang zu setzten und für einen Moment aufrechtzuerhalten. Bei allen ähnlichen Versuchen…

  • Nachtgedanken zum Zeitgeist: Unterwäsche im Winter

    ape. Doch, doch, muss man anerkennen: Sie erfüllen ihre Aufgabe mit Bravour. Wer? Die in der Mode- und Klamottenbranche Zuständigen für verkaufsfördernde Erziehung, Gehirnwäsche, Geschmackslenkung, Motivation, Manipulation, Zeitgeistbeeinflussung. Beispiel: Da plädiert jemand für witterungsangemessene Unterkleidung in der kalten Jahreszeit, bekennt sich zu langen Unterhosen, Kniestrümpfen, dicken Wollsocken. Und ein beträchtlicher Teil des Publikums – darunter…

  • Besinnliches Verzählche zum 6. Dezember

    ape. Bei mir war Schuhputztag. Das ist eine der ganz wenigen Traditionen, die ich – allerdings erst nach Erreichen eines gewissen weit postjugendlichen Alters – aus dem Kulturerbe meines Vaters und Großvaters dann doch übernommen habe. Zumindest in Ansätzen, denn die Altvorderen hatten jede Woche einen Schuhputztag, während mir ein Zweimonatsrhythmus Tradition genug ist. Zumal…

  • 2022: Himmel hilf, was ein beschissenes Jahr! („Quergedanken“)

    Sonst fordert Freund Walter von mir für diese Kolumne immer: „Kein Schmus, Tacheles reden!“ Doch diesmal meint er: „Wäre schön, wenn du etwas Hoffnung machen könntest.“ Denn miese Nachrichten, Tiefschläge und schlechte bis ganz üble Prognosen hätte es überreichlich gegeben anno domini 2022. Woher aber Hoffnung und Zuversicht nehmen, ohne zu lügen? Spontan fallen mir…

  • Von der Strohwitwerschaft

    ape. Während draußen erstmals in dieser Dunkelsaison Streuwagen ihre Bahnen ziehen, hier einige betulich dahinplätschernde Gedanken zum Einstieg in einen gemütlichen Abend nach völlig ereignislosem, behaglich stillem – also stinkfaul vertrödeltem – Tag im Hause. Ein kleines, aber nicht ganz so kurzes Verzählche. „Strohwitwer“, oder die seit jeher weniger gebrauchte weibliche Form „Strohwitwe“: Kennt ihr…

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