Portrait Andreas Pecht

Andreas Pecht – Kulturjournalist i.R.

Analysen, Berichte, Essays, Kolumnen, Kommentare, Kritiken, Reportagen – zu Kultur, Politik und Geistesleben

Kategorie: Essays

  • Neujahrsessay 2022 / Was nun: Endzeit oder Neuanfang?

    3. Januar 2022 ape. Es gibt Zeiten, da kann es sinnvoll sein, sich des ultimativen Fundaments unserer Lebensweise zu erinnern. Das ist so einfach nicht. Denn je höher entwickelt ein Zivilisation, umso mehr verdecken immer komplexer werdende Realitäten ihre vermeintlich schlichte Basis. Jetzt aber, da eine Zeit heraufzieht, die unverkennbar nach historischen Weichenstellungen verlangt, ist…

  • Neujahrsessay 2021/ Corona – ein kleiner Vorgeschmack auf die große Klimakrise

    ape. Man stelle sich für einen Augenblick vor, es wäre nicht gelungen, wirksame Impfstoffe gegen Sars-CoV-2 zu entwickeln. Was dann, ohne Aussicht auf Beendigung der Corona-Pandemie durch die größte Impfkampagne der Geschichte? So abwegig ist die Vorstellung gar nicht. Immerhin wütet seit vier Jahrzehnten rund um die Erde ein Virus, gegen das es bis heute…

  • Neujahrsessay 2020 / Die Menschheit am Scheideweg

    ape. Seit den 1960ern hängt über dem Homo sapiens ein Damoklesschwert, wie es in der gesamten vorherigen Menschheitsgeschichte noch keines gab: die völlige Selbstvernichtung. Von eigener Hand hat er die Mittel geschaffen, seine ganze Spezies per Knopfdruck binnen Minuten vom Antlitz der Erde zu tilgen – und mit sich selbst auch alles übrige auszurotten, was…

  • Neujahrsessay 2019 / Heimat – Das ewige Sehnen nach Geborgenheit

    ape. Zu Fastnacht, Kirmes, Weinfest kommen sie zurück. Für einen Besuch in der alten Heimat, sagen wir: an Rhein, Mosel und auf den Höhen drumherum. Junge und Ältere, einst in hiesigen Städten, Städtchen, Dörfern geboren und aufgewachsen. Nachher durch Ausbildung, Studium, Beruf oder Liebe in alle Winde zerstreut, haben sie anderwärts eine neue Heimat gefunden.…

  • Neujahrsessay 2018 / Sind denn alle verrückt geworden?

    ape.  Eine der seltsamsten Eigenschaften des Homo sapiens ist sein zwiespältiges Wesen. Es sind ihm zwei Grundzüge völlig gegensätzlicher Wirkung eigen. Da wäre auf der einen Seite seine unbezähmbare Neugier, verbunden mit der Fähigkeit zur Anpassung an fast jedwede Gegebenheit. Seit den frühesten Tagen besteht die Entwicklung der Menschen aus einer endlosen Serie von Aufbrüchen…

  • Neujahrsessay 2017 / Wenn Angst die Seele auffrisst

    ape. Angst: Das war nach dem Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt eines der medial meistbenutzten Worte. Die Berichterstattung rund um die Untat war durchsetzt davon, erst recht der sogleich losbrechende öffentliche Disput über Ursachen, Schuldige, Wirkungen, Folgen. Man hätte den Eindruck gewinnen können, die Hauptstadt, ja das ganze Land sei nun von Angst vor terroristischen…

  • Neujahrsessay 2016 / Veränderung ist der historische Normalzustand

    ape. Der Homo sapiens ist ein eigentümliches Wesen. Einerseits erweist er sich gegenüber veränderten Bedingungen als so anpassungsfähig wie kaum ein Säugetier sonst. Obendrein treiben ihn Wissbegierde und Erfindergeist, ruhelos die Grenzen seiner realen wie gedanklichen Welt immer weiter hinauszuschieben. Andererseits scheint er rasche Veränderungen seiner Lebensumstände nicht zu mögen. Zumindest nicht, wenn er ein…

  • Neujahrsessay 2015 / Vorwärts in die Vergangenheit

    ape. „Der kulturelle Fortschritt ist nicht linear.” Dies sagte unlängst Ali Ahmed Said Esher, bekannter unter dem Pseuodonym Adonis, in einem Interview. Der 85-jährige gilt als wohl bedeutendster Gegenwartsdichter der arabischen Welt. Seine Aussage meint: Die Entwicklung der menschlichen Zivilisation verläuft nicht geradlinig und stetig vom Niederen zum Höheren oder vom Schlechteren zum Besseren. Sie…

  • Neujahrsessay 2014 / Die Neuvermessung des Menschlichen

    ape. 2010 schwappte aus den USA eine neue Lifestyle-Bewegung nach Europa: „Quantified Self“. Ihre  Anhänger streben nach Selbstkontrolle mittels genauer Erfassung eigener Vitalfunktionen und tagtäglichen Tuns. Dafür nutzen sie jede Menge vernetzte Digitaltechnik: Waagen, Schrittzähler, Pulsmesser, Schlafsensoren und mehr. Dazu kommen Apps für Smartphone und Laptop zum akribischen Organisieren, Protokollieren, Analysieren von Arbeit und Freizeit.…

  • Neujahrsessay 2013 / Ohne den Kuss der Musen kann es keinen echten Fortschritt geben

    ape. Mozart wird der Satz zugeschrieben: „Ohne Musik wär‘ alles nichts.“ Nietzsche sagte: „Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.“ Dem Komponisten mag man die radikale Absolutheit seiner Aussage noch nachsehen, Musik war für ihn schließlich Berufung und Beruf gleichermaßen. Beim Philosophen hingegen ist die rationale Moderne geneigt, eher idealistische Schwärmerei anzunehmen. Denn wie könnten…

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