Portrait Andreas Pecht

Andreas Pecht – Kulturjournalist i.R.

Analysen, Berichte, Essays, Kolumnen, Kommentare, Kritiken, Reportagen – zu Kultur, Politik und Geistesleben

Erst helfen, dann analysieren und die Lehren diskutieren

ape. AB JETZT VOR ALLEM GELD SPENDEN (bitten die Kommunen im Katastrophengebiet Ahr/Eifel/RLP/NRW).

Jeden Tag höhere Zahlen von Todesopfern der Sturzflutkatastrophe im Westen (aktuell 169 in RLP und NRW), neue Bilder und Hiobsbotschaften über das Ausmaß der Infrastruktur-Zerstörungen dort sowie der Verluste an privatem Hab und Gut. Die realen Dimensionen sind für Außenstehende schwer fassbar, die Wirkungen auf das Leben der Betroffenen kaum begreiflich. Doch allerorten ahnen die Menschen: Das ist schlimmer, als sich irgendjemand aus den Nachkriegsgenerationen ein Ereignis hier im heutigen Deutschland vorstellen kann. Und wir alle hier am Mittelrhein sind uns bewusst: Wäre das Unwetter auch nur ein paar Kilometer weiter nach Westen oder Süden gedriftet, es hätte den Westerwald und die Lahn-Gegend, den Hunsrück und die Nahe-Region getroffen. Es könnte jeden treffen.

Natürlich, die entsetzlichen Ereignisse haben unzählige Aspekte und Seiten, werfen in großer Menge wichtige Fragen auf, die zeitnah zu besprechen, auch kontrovers zu diskutieren sind, die rascher Antworten und deren wirkmächtiger Umsetzung bedürfen – hinsichtlich Klimaschutz zur Verhinderung noch ärgerer Entwicklungen als den bereits laufenden; hinsichtlich Anpassung an Letztere vom Katastrophenschutz über neue, erweiterte Hochwasserschutz-Konzepte bis hin zu kommunalen Bebauungsplänen und privaten Baumaßnahmen. Da sind gleichzeitig furchtbar viele Felder zu beackern, kommunal, regional, national, kontinental und global.

Doch im Augenblick noch hat etwas anderes praktischen wie existenziellen Vorrang: retten, bergen, räumen, zupacken, helfen, unterstützen – ein jeder wie er am besten kann, zugleich wie es von den Menschen und Einsatzkräften vor Ort gebraucht, gewünscht, angefordert wird und in ihre Bemühungen am besten einbezogen werden kann. Heißt für die riesige Welle der Hilfsbereitsschaft von außerhalb im Moment auch: Sammelstellen, Sortier- und Zwischenlager für Kleider-, Hygiene- und Haushaltsartikel-, Spielzeug- und andere Sachspenden sind im Augenblick weithin prall gefüllt. Weshalb die Spendenwilligen allüberall aufgerufen sind, ihre Hilfsbereitschaft in Geldüberweisungen an einen der zahlreichen vertrauenswürdigen Unterstützungsfonds umzumünzen.

Hier die von der Rhein-Zeitung zusammengestellte Liste entsprechender Spendenkonten. Sie wird wohl nicht sämtliche lokal und regional entstandenen Initiativen erfassen, gibt aber einen guten Anhalt‌.
> Spendenkonten und Hotlines: Eine Übersicht

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