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Malheur am Sonntagmorgen (Verzählche)
Sapperlottement! Da hat mich doch am heiligen Sonntag in aller Herrgottsfrüh von draußen her ein kurzes, aber intensiv giftiges Zischen mit direkt darauf folgendem gewaltigem Krachen aus der letzten, der kuscheligen Schlafphase gerissen. Blitz und Donner – eine kleine Gewitterzelle direkt überm Haus. Sie öffnet ihre Schleusen und es prasselt so heftig hart auf die…
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Warum ich am Himmelfahrtstag an Fronleichnam denke (Ein Verzählche)
ape. Warum denke ich – der seit mittleren Jugendjahren bekennende Atheist – am heutigen Himmelfahrtstag plötzlich an Fronleichnam? Der Grund für diesen gedanklichen Salto findet sich in keiner noch so vertrackten Philosophie oder Theologie, sondern in der Botanik. Als ich am Mittag ummantelt und winterbemützt mal kurz ums Haus schlendere springt mir ins Auge: Die…
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Himmel hilf, wir verblöden alle („Quergedanken“)
Monatskolumne Nr. 250, 30. April 2026 Ältere erinnern sich vielleicht an Dispute in den 1970ern: Sollen im Schulfach Mathematik Taschenrechner erlaubt werden? Als dieser Streit damals losbrach, war die Sache allerdings längst entschieden, denn die Maschinchen hatten da den Alltag bereits erobert. Die Welt ist von dieser Neuerung zwar nicht untergegangen, aber sie hat uns…
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Verzählche über „seniorengerechte Nutzerfreundlichkeit“
Ein Verzählche aus der realen Welt moderner Kommunikationstechnik und der „zielgruppenspezifischen Nutzerfreundlichkeit“ von Herstellern, Anbietern, Netzbetreibern: Vor der Tür steht die 87-jährige Nachbarin mit einem Päckchen in der Hand. Das hat ihr die Telekom geschickt. Es enthält ein von der Telekom so genanntes „Seniorernhandy“. Es wurde ihr angeboten als vorübergehender (kostenpflichtiger) Ersatz für ihren Festnetzanschluss,…
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Wintersport ist nicht so meine Sache (Verzählche)
ape. Eine Menge Zeitgenossen*innen werden nun wohl in eine Phase der Sportlichkeit eintreten: Olympia in Italia gucken. Ich muss zugeben, mein Interesse hält sich arg in Grenzen. Nicht wegen Italia, sondern wegen Winterolympia. Während ich Sommerolympiaden stets intensiv verfolge, gilt für ihr jahreszeitliches Gegenstück: Wie ich seit Jugendtagen ein Wintermuffel bin, so auch ein Wintersportmuffel,…
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Die Liebe ist eine Himmelsmacht („Quergedanken“)
Monatskolumne Nr. 246, 29.Dezember 2025 „Du spinnst wohl!“ Walter sieht die Überschrift und schimpft wie ein Rohrspatz: „Die Welt brennt an allen Ecken, du aber kommst uns zum Jahreswechsel mit was? Mit romantischem Gesäusel.“ Das sei ein Unding zetert der Freund, rattert die internationalen und nationalen Furchtbarkeiten „unseres neuen Zeitalters der Unvernunft“ herunter, wie er…
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Zu viel, zu viel – von allem viel zu viel („Quergedanken“)
Monatskolumne Nr. 245, 28. November 2025 Wenn ein Jahr sich dem Ende zuneigt, überlege ich mit Walter oft: Was haben uns persönlich die vergangenen Monate gelehrt, das wir fürs Wohlempfinden am nötigsten hätten? Der Freund wirft einen Begriff auf den Tisch, mit dem ich erstmal gar nichts anfangen kann: Inputreduzierung. „Versuch mal deinem Gehirn bei…
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(K)ein Lobgesang aufs Altwerden und Altsein („Quergedanken“)
Monatskolumne Nr. 244, 30.Oktober 2025 „Hey, alter Mann, wie is et?“ Derart begrüßt mich Freund Walter bisweilen, und das seit vielen Jahren. Vor ein paar Tagen schob er grinsend nach: „Jetzt bist du endlich so alt, wie du seit langem aussiehst. Glückwunsch.“ Na danke für solch einen Gruß zum 70. Geburtstag. Aber um ehrlich zu…
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Für wie glaubwürdig halten die Deutschen hiesige Medien
ape. Nur mal so zur Info und zum Drandenken. Wenn man in den letzten Jahren – und dieser Tage – durch die sog. Sozialen Netzwerke surfte, konnte man leicht den gefühlten Eindruck gewinnen, die ordentlichen Pressemedien, insbesondere der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk (ÖRR), hätten es beim Gros der Bevölkerung in Deutschland völlig verschissen, hätten Vertrauen und Glaubwürdigkeit…
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Anmerkung anlässlich Weltalphabetisierungstag
ape. Anlässlich des heutigen Weltalphabetisierungstages las ich in der Zeitung: Hierzulande gibt es knapp 11 Millionen Analphabeten oder Menschen mit signifikanter Lese- und Schreibschwäche im Deutschen. Gut die Hälfte davon seien Deutsch-Muttersprachler; die anderen hätten Deutsch als nachgelernte Zweit- oder Drittsprache, Zugewanderte also. Ohne irgendein politisches Fass aufmachen zu wollen, habe ich nun einfach mal…
