Nicht zuletzt auf diesen Amerikanern beruhen die Hoffnungen der freien Welt.
5.2.2026
Küchenprosa.
Zum Abendbrot gibt’s Hausmannskost; buchstäblich, denn von meiner Hand bereitet. Es wird eine zeitgenössische Traditionsspeise, genauer: soll es werden. Der Hefeteig ist angerührt und einmal durchgewalkt, nun „ruhet er“. Doch trifft dies Oma-Wort das Faktum kaum. In Wahrheit nämlich „geht“ der Teig – nur weiß ich nicht, wohin des Weges. So bleibet also vorerst offen: Kommt nachher eine Pizza auf den Tisch oder muss ich Keks mit deftigem Belag kredenzen.
4.2.2026
Was wir befürchtet hatten, hat nun begonnen: Trump/Maga nehmen das US-Wahlrecht und das Prinzip der freien Wahlen in die Zange, um es auszuhebeln resp. zu pervertieren. Es ist angekündigt worden: 1. Es sollen am Wahltag ICE-Kommandos um alle Wahllokale in den USA stationiert werden. (Nachträgliche Konkretisierung: Es handelt sich fürs erste nur um eine Forderu7ng von Steve Brannon). Damit würde, steht zu befürchten, ein Klima von Angst über den Wahlgang gelegt, das vor allem hispanisch, asiatisch, afroamerikanisch aussehende Bürger und weiße Trump-Gegner abschreckt. 2. Die Wahlen sollen „nationalisiert“ werden, also die Zentralregierung in Washington die Kontrolle aller Wahlverfahren übernehmen. Was gegen die Verfassung wäre, die die Hoheit über die Wahl-Durchführung ausdrücklich den Bundestaaten zuschreibt.
Zugleich ist, 3., die Trump-Administration dabei, eine Menge ihn ihrer Breite und Wirkungsweise noch gar nicht vollends überschaubarer bürokratischer Hürden für die Wahlteilnahme aufzubauen. So die Pflicht zur Vorlage einer Geburtsurkunde, um überhaupt eine Wahlberechtigung zu erhalten. Parallel versucht die Trump-Administration mit aller Macht an die Wählerverzeichnisse der Bundesstaaten zu kommen, was ihr (s. 2.) nicht zusteht. Um was damit zu machen? Beispielsweise: Kombiniert mit dem jüngst bekannt gewordenen massiven Einsatz von Gesichtserkennungssoftware durch ICE bei Demonstrationen, ergäbe sich ein Instrument, bereits im Wahlvorfeld erwartbar individuell personlisiertes Wahlverhalten zu prognostizieren. Es wäre das Ende von geheimen Wahlen und würde faschistoider Einschüchterungsmethodik Tür und Tor öffnen.
3.2.2026
Ich bin nicht so der große Fan von Hape Kerkelings Humor-Kunst. Was er allerdings in jüngerer Zeit als auch ernsthafter Zeitgenosse von sich gibt, gefällt mir. Besonders angetan hat es mir diese Aussage von ihm: „Heimat ist dort, wo man keine Angst haben muss, anders zu sein.“
2.2.2026
Oi, oi, oi, das wird aber ganz schlecht fürs Stadtbild, wenn nachher massenhaft Leute mit faulen Zähnen und Gebisslücken rumlaufen, zugleich die Zahl der Bettler*innen explodiert, weil’s keine Grundrente mehr gibt. Und o weh, o weh, die Krankenstände werden ungemein zunehmen, die Produktivität sinken, weil dicke Schmerzbacken immer mehr Zeitgenossen plagen, und so schnell halt kein Barbier oder Hufschmied zu finden ist, der einem den Plagegeist für kleines Geld aus dem Maul reißt. Eine gute Seite hat die Sache immerhin: Männer und Frauen auf Braut- oder Gattenschau können künftig mit schon einem schnellen Blick auf die Beißerchen erkennen, wer da eine lohnende Partie sein dürfte. (Ironie off)
31.1.2026
Faschistischer Umsturz von oben – Anmerkung zur Lage in den USA > Freier Lesetext hier
31.1.2026
Extremwetter vielerorts auf dem Planeten. Portugal ist an diesem Wochenende von einer Sturmfront getroffen worden, die mit Windgeschwindkeiten von teils mehr als 170 km/h vor allem an der Küste mehrere Menschenleben kostete und verheerende Sachschäden großen Ausmaßes verursachte. Russland erlebt derzeit ein Winterextrem, das selbst in Schnee und Kälte gewohnten Regionen mit minus 50 Grad und mehr Rekorde bricht und das Alltagsleben zum Erliegen bringt. Moskau hat so viel Schnee wie seit mindestens 200 Jahren nicht. Zeitgleich leiden weite Landestriche der USA unter einer winterlichen Extremwetterlage ungewöhnlichen bis mancherorts noch nie erlebten Ausmaßes. Viele hunderttausend Menschen haben keine Elektrizität mehr, es ist von bislang mindestens 50 Toten in Folge des Wetters die Rede. Derweil schlägt der Sommer auf der Südhalbkugel im Südwesten Australiens erneut sämtliche bisherigen Hitzerekorde mit großflächig 40 plus X und regional bis 55 Grad.
30.1.2026
Es sei allseits ein angenehmes Wochenende gewünscht. Und wie immer zum Monatswechsel als Dreingabe meine Monatskolumne „Quergedanken“. Folge 247, heute im mittelrheinischen Magazin Kulturinfo abgedruckt, steht unter der Überschrift „Zur Ehrenrettung der Wetterfrösche“ und beginnt folgendermaßen: „Ich muss mal eine Lanze brechen für die ernsthafte meteorologische Zunft, die uns in seriösen Medien das Wetter vorhersagt. Herrgott, was wurde sie jüngst wieder bekrittelt, beschimpft, niedergemacht. Warum? Weil in der ersten Januarhälfte jene große Winterkatastrophe ausblieb, die sie angeblich prognostiziert hatte. (…)“ > Ganzen Text lesen hier (freier Lesetext)
29.1.2026
Aus der New York Times heute:
Bruce Springsteen veröffentlichte einen neuen Song „Streets of Minneapolis“, als Reaktion auf zwei tödliche Schießereien durch Bundesverwaltungsbeamte in der Stadt. Springsteen widmete das Lied „den Menschen von Minneapolis, unseren unschuldigen Einwanderern und in Erinnerung an Alex Pretti und Renee Good. ”


