Portrait Andreas Pecht

Andreas Pecht – Kulturjournalist i.R.

Analysen, Berichte, Essays, Kolumnen, Kommentare, Kritiken, Reportagen – zu Kultur, Politik und Geistesleben

Mein persönlicher Öffnungsplan

ape. Weil ich dem neuen regierungsamtlichen Corona-Öffnungsstufenplan zwar alle Daumen drücke, aber sachlich doch eher überzeugt bin, dass dieser uns schnurstracks in die 3. Welle führt, habe ich mir jetzt einen ganz persönlichen Öffnungsplan gestrickt.

Prämissen dabei:
1. Was für meine Haltung zur obersten Priorität des Seuchenschutzes generell gilt, gilt auch für mich selbst: Gesundheits- und Lebensschutz haben absluten Vorrang. Mit meinen 65 Jahren will ich diese Scheißkrankheit partout nicht bekommen, nicht womöglich jahrelang an den Folgen herumdoktern und erst recht nicht vorfristig unnötig daran sterben.
2. Daraus folgt: Es wird sich an meinem persönlichen Verhalten gar nichts ändern, bevor ich nicht geimpft bin – egal, welche mehr oder minder guten Hygienekonzepte diverse Gesellschaftsbereiche auflegen. Denn: Diffuses Infektionsgeschehen ist eben diffus, weil es sich auch aus tausenderlei oft ungewollten, zufälligen, unbedachten Nahbegegnungen und/oder Aerosolwolken-Effekten im belebten öffentlichen Raum speist.

Persönliche Konsequenz:

So sehr mich der Mangel vor allem an Live-Theater, -Konzerten und Museumstouren, an Wirtshausrunden und Freundesumarmungen nun seit Monaten schon quält: Ich gehe vorerst davon aus, dass – wenn es gut läuft und die 3. Welle bis dahin halbwegs durchgestanden ist – die Befriedigung dieser Bedürfnisse bis zum Beginn der Spielzeit 2021/2022 im Herbst wird warten müssen. Sollte dann hierzulande eine Durchimpfungsrate von 50+X Prozent erreicht sein und ich dazugehören, würde ich auf Basis von Schnelltests sowie den AHA-Regeln im Kreuz mich liebend gerne wieder hineinstürzen ins kulturelle und gesellige Geschehen. Bis dahin gilt für mich: Geduldig sein und stets daran denken, dass die Seuche der Hauptfeind ist.

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