Portrait Andreas Pecht

Andreas Pecht – Kulturjournalist i.R.

Analysen, Berichte, Essays, Kolumnen, Kommentare, Kritiken, Reportagen – zu Kultur, Politik und Geistesleben

Der gemäßigte Teillockdown ist gescheitert

ape. Es ist nun an der Zeit, (sich) einzugestehen: Die im November verhängten Maßnahmen des gemäßigten Teillockdowns erzielen NICHT die Wirkung, auf die man gehofft hatte. Zwar haben sie einen Beitrag geleistet, den exponentiellen Zuwachs der Neuinfektionsrate im Oktober zu brechen, doch von der Rückführung des Infektionsgeschehens auf das niedrige Niveau des Sommers ist weit und breit keine Spur zu erkennen. Vielmehr verharrt die „zweite Welle“ mit derzeit 20 000 + X erfassten Neuansteckungen täglich quasi auf dem bisherigen Höchststand der Seuche in Deutschland. Mit 400 bis 500 Corona-Toten jeden Tag liegt sie sogar deutlich darüber.

So muss denn leider festgestellt werden: Die deutsche Strategie der asymetrischen Seuchenbekämpfung ( = regional und zeitlich differenzierte respektive ausgefranste Salamitaktik mit dem Ziel möglichst sanften oder gar keinen Durchgriffs auf möglichst weite Wirtschafts- und Gesellschaftsbereiche) ist gescheitert. Weshalb wir nun mit einem  sehr hohe Seuchenniveau im Gepäck durch die Phase vorweihnachtlichen Einkaufstrubels sowie in die Kontaktlockerungen für die Festtage gehen. Die wahrscheinlichen Folgen aus dieser Situation – richtig virulent werdend gleich mit Beginn des neuen Jahres – möge sich jeder selbst denken. Dies ist mein Befund, und er ist nicht gut.

Folgendes wäre nach meinem Dafürhalten der jetzt bessere Weg hinein in die womöglich letzte Etappe der Corona-Durststrecke bis zum Wirksamwerden von Massenimpfungen: Verhängung eines zeitlich eng begrenzten (2 bis 4 Wochen), aber radikalen Generallockdowns; also ALLES dicht machen (außer lebensnotwendige Geschäfte/Einrichtungen), auch Betriebe, Schulen/Kitas, Shoppingmeilen etc. Dazu stramme Ausgangs- und Kontaktbschränkungen. Ziel dieser vorübergehend harten Maßnahmen (wie sie in vielen anderen Ländern schon praktiziert wurden/werden): Das Infektio Es ist nun an der Zeit, (sich) einzugestehen: Die im November verhängten Maßnahmen des gemäßigten Teillockdowns erzielen NICHT die Wirkung, auf die man gehofft hatte. Zwar haben sie einen Beitrag geleistet, den exponentiellen Zuwachs der Neuinfektionsrate im Oktober zu brechen, doch von der Rückführung des Infektionsgeschehens auf das niedrige Niveau des Sommers ist weit und breit keine Spur zu erkennen. nsgeschehen richtig runterzudrücken, um hernach von möglichst niedrigem Seuchenniveau aus und bei rigoroser Durchsetzung der AHA-Regeln für SÄMTLICHE Lebens- und Arbeitsbereiche in einen vorsichtigen Öffnungsprozess eintreten zu können – der uns ohne große Verluste an Menschenleben und Gesundheit durch die Monate bis zum Wirksamwerden der Impfkampagnen trägt.

Andreas Pecht

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