Guten Tag allerseits

03.12.2020

Nächste Woche also soll es losgehen mit der Impferei gegen Covid19 in Europa. Die Briten preschen vor, haben den Mainzer Impfstoff bereits zugelassen und erstmal 40 Millionen Dosen für 20 Millionen Bürger gekauft. Noch nie ist ein Impfstoff so schnell entwickelt und zugelassen worden. Noch nie aber auch standen Einsatz und Wirkung von Impfstoffen unter derart aufmerksamer Beobachtung durch Wissenschaft, Medizin, Politik, Presse, Öffentlichkeit wie die jetzigen gegen Sars-CoV-2. Parellel zum Impfbeginn werden gewiss allerhand Horrorstories über angeblich gravierende Nebenwirkungen im Internet auftauchen. Weshalb auch hinsichtlich der Impfung gilt: Je lauter das Geschrei, je heller die Empörung, je grundsätzlicher die Impf"kritik", umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass man es mit Ammenmärchen (Fakes) zu tun hat. Man prüfe also, so gut es geht, was einem da von wem vorgesetzt wird, und baue auf seriöse Quellen und Medien.


27.11.2020

Stellen wir also folgendes Faktum fest: Es gibt in Deutschland ein paar zehntausend Gestalten, die umso aggressiver provozieren,  gegen den Seuchenschutz generell krakeelen und bewusst verstoßen, je mehr Menschen auf den Intensivstationen ums Überleben ringen und leider auch sterben. Stellen wir zudem fest: Als neuester Schlachtruf dieser Gestalten dient der Gesang "Oh, wie ist das schön", jetzt lauthals aus unbedeckten Mäulern gesungen von rund 400 dieser Gestalten bei einem Marsch just durch das thüringische Städtchen mit dem derzeit höchsten Inzidenzwert (600+) in der ganzen Republik. Sage noch jemand, der Befund "menschenverachtendes Barbarengesindel" sei gar zu krass.


25.11.2020

Die nachfolgend verlinkte Nr. 187 meiner Monatskolumne "Quergedanken" hatte Redaktionsschluss einige Tage bevor bekannt wurde, dass Bundesregierung und Länderchefs das Corona-Virus über Weihnachten und bis Neujahr in den Urlaub schicken würden. Der Text geht also noch davon aus, dass heuer die Feiertage - epidemiologisch vernünftiger Weise - nur im allerkleinsten Kreis begangen werden. Denn dass Feiern mit zehn Erwachsenen plus Kinderscharen zugelassen würden, war zum Zeitpunkt des Schreibens nicht absehbar und für den Autor auch undenkbar. Gleichwohl muss ja nicht jeder alles ausschöpfen, was nun erlaubt ist. Insofern behält der Text dann doch ein gutes Quantum Gültigkeit - und sei es als Empfehlung. > Quergedanken 187: "Die „stille Zeit“ mal auf andere Art feiern


23.11.2020

Heute nun mein letzter Beitrag aus dem Betrachtungsumfeld der aktuellen Mittelalterausstellung "Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht" im Landesmuseum Mainz (im Rahmen des Teillockdowns derzeit geschlossen). Es geht um Bedeutung und Lebenslage der mehr als 90-prozentigen Bevölkerungsmehrheit im Mittelalter: die Bauern -  „jener Millionen Unfreien, die im mittelalterlichen Europa mit ihrer täglichen Arbeit den materiellen Mehrwert schufen, mittels dessen Adel und Kirche, Bischöfe, Könige und Kaiser ihren Prunk entfalten und ihre Machtspiele treiben konnten“, wie der Mittelalterarchäologe Thomas Meier im Begleitbuch zur Ausstellung schreibt. > Lesen "Die bäuerliche Basis des Mittelalters"


22.11.2020

"Um Weihnachten im Jahre des Herrn 1105 geschah nahe Mainz Bemerkenswertes: Heinrich IV. aus dem Geschlecht der Salier, seit 1084 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches wurde auf Burg Böckelheim gefangen gesetzt. Auf wessen Befehl? Den des eigenen Sohnes, Heinrich V. (...)" So beginnt mein vorletzter Artikel aus dem historischen Betrachtungsumfeld der aktuellen Mittelalterausstellung "Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht" im Landesmuseum Mainz (die ausgezeichnete Schau ist derzeit im Zuge des Teillockdowns natürlich geschlossen). > Weiterlesen "Grenzen der absoluten Herrschaft"


21.11.2020

Aber nein, ich denke keineswegs den ganzen Tag an die Covid-Seuche. Eher die meiste Zeit nicht, denn da lebe ich einfach mein Leben und bin damit durchaus ordentlich beschäftigt. Wie in Sachen Klimawandel auch, versuche ich selbiges möglichst gut nach den gegebenen Erfordernissen auszurichten. > Weiterlesen: Gedanken zur "kleinen" Covid- und großen Klimakrise


19.11.2020

So, und heute klatsche ich mal Beifall für einen Corona-Protest. Nein, gewiss nicht für die Aufmärsche der Quarkdenker und Umstürzler a la neulich Leipzig und gestern Berlin. Vielmehr gilt die Sympathie dem gestern ausgerufenen Streik von Schülern an einer Wormser Schule. Sie machen sich gegen die (auch m.E. zweifelhafte) Linie der Bildungsminister auf kategorischen Präsenzunterricht stark, fordern Halbierung der Klassen und Wechselunterricht präsent/home. Wie die Schülervertretung erklärt, fürchten die jungen Leute wegen voller Klassenzimmer und Schulbusse um ihre Gesundheit; mehr noch, dass sie das Virus dann hineintragen in die Familien. Das nenne ich eine verantwortungsbewusste Solidarhaltung. Und es sollte mich wundern, wenn diese Art Protest an deutschen Schulen nicht sehr rasch ein recht breites Echo fände.


18.11.2020

Ihnen sind 1,3 Millionen Corona-Tote völlig gleichgültig, und das Leid auf den Intensivstationen interessiert sie nicht die Bohne. Sie haben nur ein einziges Ziel: Chaos stiften. Mit diesem kleinen Haufen menschenverachtenden Barbarengesindels gibt es nichts mehr zu reden. Diese Leute haben sich aus dem Kreis zivilisierter Humangemeinschaft verabschiedet.

Was ist das Gegenteil von Zivilisation? Naturzustand oder eben qua Definition: Barbarei. Wer um des eigenen Vorteils willen - sei er politisch/ideologischer oder privater/persönlicher Art - bereit ist, Mitmenschen leiden und unnötig verfrüht sterben zu lassen, hat sich vom kleinsten gemeinsamen Nenner einer humanzivilisierten Gesellschaft verabschiedet. Der da lautet: Menschenleben retten und menschliches Leid mindern ist das oberste aller Gebote. Diesen Konsens aufzukündigen ist barbarisch, und wer es tut ist qua Definition ein Barbar. Leute, die darüber hinaus sich zusammenrotten, um obendrein bewusst aktiv den Schutz von Menschenleben zu unterminieren, sind nach allgemeinen Sprachgebrauch Gesindel. Das Mindeste, was man für eine wehrhafte Humanzivilisation tun kann, ist, im gebotenen Moment die Dinge klipp und klar beim wahren Namen zu nennen.


17.11.2020

Wenn ein Journalist in den Ruhestand geht, also vom Leben mit ständig drängenden Dauerpflichten in den Zustand frei gewählter gelegentlicher Kür-Arbeiten wechselt, steht er, so wie ich jetzt, bald auch vor folgender Frage: Soll ich die zahllosen Stränge meiner beruflichen Info-Vernetzung alle kappen oder einige beibehalten? Wenn ja, welche? Und wozu? In meinem Fall ist das so: Ich stecke u.a. in den Presseverteilern von 7 Bundes- und Landesministerien, 15 Theatern, 17 Museen, von 2 bis 3 Dutzend anderen Kulturveranstaltern/-institutionen, einer unbekannten Zahl von Buch- und Musikverlagen, hänge obendrein an etlichen Presse- und PR-Agenturen...  An Zusendungen in meinen vormals dienstlichen E-mail-Kasten herrscht also kein Mangel. Was davon brauche ich nun noch? Eigentlich kaum etwas. Aber das Gefühl, einen gewissen Überblick über das Geschehen im vorpublizistischen Raum zu haben/zu benötigen hat mich mehr als drei Jahrzehnte begleitet. Ohne dieses Info-Gewebe käme ich mir womöglich nackisch vor - mit ihm komme ich aber vielleicht niemals richtig zur Ruhe. Ach, schwierig.


16.11.2020

Als bekanntlich großer Freund echten, der Menschheit wirklich nützlichen Technikfortschritts darf ich (bildlich) präsentieren: die seit jeher bedeutendste Innovation auf dem Gebiet der Herbstlaub-Räumgeräte. Technische Daten: Energieverbrauch = 0; Emissionswerte = 0; Lärmentwicklung = 0,4 Dezibel in 1 bis 3 Meter Entfernung, weiter weg = 0; Räumeffizienz (im ersten Durchgang) = 95%. Nebeneffekte: Fitness- und Gesundheitssteigerung beim Bedienpersonal; nachhaltige Verbesserung der sozialen Nachbarschgaftsverhältnisse. Anschaffungspreis: Unschlagbar niedrig. Haltbarkeit: Mehrere Jahrzehnte.


15.11.2020

Derzeit wird von der Quarkdenker-Bewegung oft als quasi  Zusammenrottung von "Irren" gesprochen. Es ist wohl ein bisschen komplizierter, was sich da als Randphänomen zusammengebraut hat. Der Anteil von psychopathologischen Fällen und "Wutbürgern" an dieser Extzrembewegung ist m.E. erheblich kleiner als man gemeinhin denkt (wie auch die ganze "Bewegung" viel kleiner ist, als ihre Lautstärke und Provokationsenergie den Eindruck erweckt). Und sie besteht auch nicht einfach bloß aus AfD-Parteigängern. > Weiterlesen: Kleine Analyse einer politischen Destabilisierungsfront


14.11.2020

Einmal mehr erweist sich: Das im Netz wie auf der Straße immer lauter, provokanter, aggressiver werdende Auftreten der Corona-Leugner, -Verharmloser und prinzipiellen Widerständler gegen den Seuchenschutz erzeugt ein falsches Bild. Die Zahl dieser Herrschaften nimmt NICHT zu und ihr Einfluss auf die Bevölkerung offenbar auch nicht. Das geht hervor u.a. aus dem jüngsten ZDF-Politbarometer (Umfrage erfolgte in der zweiten Woche nach Beginn des November-Teillockdown). Danach halten erneut 84% die jetzigen Corona-Maßnahmen für richtig (58%) oder noch nicht weitgehend genug (26%). Lediglich 14% meinen, die Maßnahmen seien übertrieben.


13.11.2020

Leseempfehlung! Ein hinreißend einfühlsamer und auch tröstlicher Text mit Blick auf eine Adventszeit im Zeichen der Seuche von Schriftstellerin Eva Menasse > "Licht an" auf sueddeutsch.de (freier Zugang)


11.11.2020

Liebe Leser/innen,

mein nachfolgend verlinkter Artikel ist dem eben verbreiteten Freundes-Rundbrief des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie beigelegt. Eigentlich war er gedacht als Aufmacher zur Herbst-/Winterausgabe von "con moto", dem Publikumsmagazin des in Koblenz ansässigen Orchesters. Darin war er bereits als Ersatztext für eine Reportage über eine Gastspielreise vorgesehen. Gastspiel und Artikel darüber fielen der ersten Corona-Welle zum Opfer, "con moto" fällt nun der zweiten Welle zum Opfer. Bei Verkündung des November-Lockdowns war der Artikel über das Leben des Orchesters und seiner Musiker in Zeiten der Corona-Pandemie bereits einige Tage fertig. Überholt also, aber zum Wegschmeißen zu schade und als Rückblick auf die ersten beiden Pandemiephasen von März bis Oktober vielleicht doch eine interessante Lektüre.  >Zum Text "Am schlimmsten ist die Ungewissheit"


10.11.2020

Individuelle Impfvorsicht oder Impfangst ist eine Sache, m.E. durchaus verständlich und ernst zu nehmen, selbst wenn man sie für falsch hält. Anti-Impf-Agitation aber ist eine ganz andere Sache. Es wird nun ausgerechnet ein beträchtlicher Teil derer, die seit Beginn der Pandemie prinzipiell gegen jedwede Seuchenschutzmaßnahme gewettert haben, nicht etwa froh sein über ein Instrument, das auf längere Sicht womöglich viele Schutzmaßnahmen überflüssig machen könnte. Im Gegenteil werden diese Leute nun lauthalses Geschrei auch gegen eine Covid19-Impfung erheben. Womit dann klar wäre, dass ihnen in Verkennung oder bewusster Verleugnung der Realität Seuche, Krankheit und deren Opfer als Belanglosigkeit gelten.


07.11.2020

ER ist abgewählt, aber weg ist er noch nicht. Mehrere Presseagenturen und US-Fernsehsender melden: Biden habe Pennsylvania gewonnen und damit jetzt 273 Wahlmänner, also die Mehrheit. Bevor nun das allgemeine Analysieren, Abwägen,  Bedenkenvortragen, Problemeformulieren und in den USA womöglich der große Zoff beginnt, darf man sich einem Moment auch einfach mal freuen darüber und anstoßen darauf, dass dem unsäglichen Lügenmaul auf dem US-Präsidentenstuhl selbiger unterm Arsch weggewählt worden ist. Prosit zusammen!


05.11.2020

Zweiter Morgen "danach" (Donnerstag 5.11.): Die Sache ist noch immer nicht entschieden. Stand 6.49 Uhr MEZ: Biden 253, Trump 213. Letzterer sieht "böse Magie" am Werk, die an entscheidenden Stellen "plötzlich" seinen Vorsprung "auf geheimnisvolle Art verschwinden lässt". Trumps Unterstellung: Wahlbetrug. Tatsächlich sind Briefwähler die "Magier". Davon gibt es diesmal exorbitant viele, und sie haben, wie sich Zug um Zug herausstellt, mit teils exorbitanten Mehrheiten für die Demokraten gestimmt. Warum ist das so? > weiterlesen mein Zwischenruf am zweiten Morgen nach der US-Wahl


04.11.2020

Vormittag: Ich geh' jetzt lieber Holz hacken und schau am Abend nochmal rein, was das bei den Amis so geworden ist oder vielleicht noch wird oder womöglich auch nicht oder halt irgendwie.


02.11.2020

Montag, 2. November, anno coronae1. Ich schließe mich aus freien Stücken den unzähligen Mitmenschen in Deutschland, Europa und vielen Ländern der Erde an, die in dieser Seuchenzeit einfach daheim bleiben, wo und wie es ihnen im Einzelfall möglich ist. Denn wie sie kann ich keinen besseren persönlichen Beitrag zur Wiedereindämmung des explodierenden Infektionsgeschehens leisten. Es ist nur ein winziger Beitrag, doch in der summierten Masse lassen alle diese Winzigkeiten Abermillionen physische Kontakte und hunderttausende Ansteckungen gar nicht erst stattfinden. Ergo: Stay at home und mach' das Beste daraus. Je mehr Menschen so verfahren, umso höher die Chance, dass  hierzulande der - m.E. in vielerlei Hinsicht nicht optimal ausgelegte - Teil-Lockdown doch eine spürbar die Seuchenausbreitung hemmende Wirkung entfaltet. Ich mag mich jetzt auch nicht mehr über das Verhalten anderer aufregen und mich mit Klagen über deren Unvernunft aufhalten. MACHEN ist angesagt, jede/r das Maximum dessen, was seine persönliche Lage erlaubt. Und im Kreis der Verwandten, Freunde, Bekannten, Nachbarn fürs Mitmachen am Daheimbleiben werben - millionenfach.


01.11.2020

Wäre ich religiös, würde ich spätestens jetzt anfangen, zu beten - der liebe Gott möge Sorge tragen, dass der beschlossene Teil-Lockdown wenigstens halbwegs erbringe, was man sich erhofft. Falls nämlich nicht, werden wir zu Weihnachten niemanden aus dem Kreis des dann noch gesunden Klinikpersonals daheim bei seinen Lieben vorfinden. Mehr noch: Sollte der Teil-Lockdown seine Wirkung verfehlen, könnten wir alle Weihnachten unter den Notstandsbedingungen eines Generallockdowns "feiern" müssen .... > weiterlesen meinen Kommentar "Die Neuinfektionen laufen aus dem Ruder"



 30.10.2020

Aus meiner persönlichen Erklärung "Warum ich zur Kultur stehe, aber dennoch den Teil-Lockdown für richtig halte": (...) In der Tat ist ein Kernpunkt der jetzigen Tragödie, dass nun vor allem diejenigen den Schlamassel ausbaden müssen, die der Seuche mit größtem Ernst und in größter Sorge um die Gesundheit der Mitmenschen begegnet sind, deshalb mit größter Sorgfalt bestmögliche Sicherheitskonzepte in ihrem Schaffensbereich praktiziert haben. Gleichwohl mag ich mir das - verständliche - Verlangen der Kulturszene nach Offenhaltung ihrer Einrichtungen nicht umstandslos zu eigen machen (...) > Ganze Erklärung (hier)

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FÄLLT AUS (vorerst):
Mein für 10. November im Kuppelsaal der Koblenzer Festung Ehrenbreitstein angekündigter öffentlicher Vortrag „Heimat – Sehnsuchtsraum und Kampfbegriff“ muss Corona-bedingt ausfallen.


29.10.2020

Achtung, wichtige Info aus dem Bundesfinanzministerium zu den neuen Corona-Hilfen. Soloselbstständige (zB freie Kulturschaffende und freie Journalisten) in der Leserschaft: Beachtet besonders den letzten Satz der folgenden Ministeriumsmitteilung:

"Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten können eine einmalige Kostenpauschale in Höhe von bis zu 75 Prozent ihres Umsatzes von November 2019 erhalten. Die Höhe errechnet sich aus dem durchschnittlichen wöchentlichen Umsatz des Vorjahresmonats, gezahlt wird sie für jede angeordnete Lockdown-Woche. Bei jungen Unternehmen, die nach November 2019 gegründet wurden, gelten die Umsätze von Oktober 2020 als Maßstab. Soloselbständige haben das Wahlrecht, als Bezugsrahmen für den Umsatz auch den durchschnittlichen Vorjahresumsatz 2019 zugrunde zu legen."


28.10.2020

*nachdenklich*    Vielleicht sollten wir alle Diskussionen über staatliche Antiseuchen-Maßnahmen in Deutschland, die in den letzten Tagen geführt wurden, heute und morgen geführt werden, noch einmal führen. Dies allerdings mit der Annahme als Hintergrund, die Infektionszahlen seien deutschlandweit auf 50 000, 80 000, 100 000 oder mehr täglich angestiegen, in entsprechender Relation auch die Zahl der Schwerstkranken und Corona-Toten; zudem habe sich das Infektionsgeschehen von Hotspots weg zum diffusen Flächenbrand entwickelt. Man lasse sich dieses Szenario und seine Wirkweise mal in Ruhe durch den Kopf gehen. (Unrealistisch ist es jedenfalls nicht, wie ein aufmerksamer Blick in die europäische Nachbarschaft zeigt).