{"id":996,"date":"2017-05-30T22:00:00","date_gmt":"2017-05-30T21:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/blog\/guten-tag-allerseits-im-mai-2017\/"},"modified":"2022-05-17T12:39:32","modified_gmt":"2022-05-17T11:39:32","slug":"guten-tag-allerseits-im-mai-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2017\/05\/30\/guten-tag-allerseits-im-mai-2017\/","title":{"rendered":"Guten Tag allerseits &#8211; im Mai 2017"},"content":{"rendered":"<p>30.05.2017<\/p>\n<p>Fragt mich jetzt ein langj\u00e4hrig treuer Leser meines Geschreibes: &#8222;<strong>Haben Sie den Spa\u00df an der politischen Publizistik verloren?<\/strong> Schlie\u00dflich waren Sie in den 1990ern und im ersten 2000er-Jahrzehnt, neben Ihrem Kulturengagement, einer der meistgedruckten Politkommentatoren\/-analysten in der rheinland-pf\u00e4lzischen Zeitungslandschaft. Und jetzt fast nichts mehr.&#8220; Antwort meinerseits: Ach, Spa\u00df. Wirklich Spa\u00df hat mir das Politgesch\u00e4ft nie gemacht. Seit jeher h\u00e4tte ich mich viel lieber nur mit den K\u00fcnsten befasst. Aber&#8230;<\/p>\n<p>Aber die Kunst selbst wirft einen immer wieder in die Politik, sch\u00fcrt das Interesse vor allem an den Haltungen, Triebfedern, Absichten, die gesellschaftspolitische Prozesse befeuern. Daher der Drang des klassischen Feuilletonisten, sich in den Politdiskurs mit Blickwinkeln einzumischen, die im tagesaktuell gehetzten Mainstream zu Unrecht keine oder kaum eine Rolle spielen.<\/p>\n<p>Dass der Schwerpunkt meiner Arbeit sich seit meinem Ausscheiden aus der Redaktion 2005 dennoch so gravierend in Richtung Kultur verlagert hat, ist einem ganz simplen Umstand geschuldet: dem Broterwerb als freischaffender Autor. Die Arbeitsweise eines tagesaktuellen Politkommentators unterscheidet sich v\u00f6llig von derjenigen eines Kulturjournalisten, der einen nicht unerheblichen Teil seiner Eink\u00fcnfte aus dem Schreiben f\u00fcr Monats- und Quartalsmagazine sowie f\u00fcr Sonderpublikationen und durch Vortr\u00e4ge erzielen muss.<\/p>\n<hr \/>\n<p>29.05.2017<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-875\" style=\"float: right; height: 167px; margin: 5px; width: 150px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/quergedanken-logo.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"167\" \/><\/p>\n<p>\u201eJe \u00e4lter umso laxer. Du bist weich geworden in der Birne!\u201d, schimpft Walter. Obwohl seit Ewigkeit beste Freunde, geraten wir uns j\u00fcngst immer wieder heftig in die Haare. Wor\u00fcber? Ach, es geht jedesmal nur um die leidige Politik. Der Streit von dem in der aktuellen Folge meiner Monatskolumne &#8222;Quergedanken&#8220; die Rede ist, liegt rund eineinhalb Wochen zur\u00fcck &#8211; also in jener schon fast wieder vergessenen Vergangenheit, da alle Welt sich ereiferte \u00fcber Wahlen in Frankreich und NRW. Das Thema kommt wieder, so sicher wie das Amen in der Kirche &#8211; sp\u00e4testens im Herbst.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2017\/05\/28\/flasche-halb-voll-oder-halb-leer\/\">Quergedanken Nr. 148 hier: Flasche halb voll oder halb leer?<\/a><\/p>\n<p>(freier Lesetext, 3400 Anschl\u00e4ge)<\/p>\n<hr \/>\n<p>25.05.2017<\/p>\n<p class=\"rtecenter\"><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"http:\/\/pecht.koblenz-net.de\/D7\/sites\/default\/files\/styles\/vollbild\/public\/Moore%20Titel.jpg?itok=SaLXHK0c\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-986\" style=\"height: 341px; width: 455px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Moore-Titel.jpg\" alt=\"\" width=\"455\" height=\"341\" \/> <\/a><\/p>\n<p>Das <strong>Arp Museum<\/strong> in Remagen-Rolandseck feiert 2017 sein 10-j\u00e4hriges Bestehen. Zum Jubil\u00e4um hat es sich und dem Publikum ein \u201dschwergewichtiges\u201d Geschenk gemacht: die am Sonntag er\u00f6ffnende Ausstellung <strong>&#8222;Henry Moore &#8212; Vision. Creation. Obsession&#8220;<\/strong>. Acht Monumentalwerke, dazu 38 kleinere Arbeiten, wurden vom britischen Perry-Green-Areal der Moore Foundation aufs Museumsgel\u00e4nde an der rheinland-pf\u00e4lzischen Nordgrenze transferiert \u2013 und vereinen sich hier mit 80 Expontanen aus hauseigenen Sammlungen bis 8. Januar 2018 zu einer hinrei\u00dfenden Pr\u00e4sentation.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2017\/05\/24\/arp-museum-zeigt-nicht-nur-die-giganten-des-henry-moore\/\">Meine Ausstellungsbesprechung hier<\/a><br \/>\n(freier Lesetext, 6400 Anschl\u00e4ge, dazu etliche Fotos)<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"http:\/\/pecht.koblenz-net.de\/D7\/sites\/default\/files\/styles\/vollbild\/public\/Mayen%20Intendant_0.jpg?itok=fDxIgm5u\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-987\" style=\"float: right; height: 220px; margin: 5px; width: 220px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Mayen-Intendant_0.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"220\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Mayen-Intendant_0.jpg 220w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Mayen-Intendant_0-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/> <\/a> An diesem Sonntag (28.5.) startet mit der Premiere des Kinderst\u00fccks &#8222;Ronja R\u00e4ubertochter&#8220; das Hauptprogramm der <strong>Burgfestspiele Mayen 2017<\/strong>. Es folgen auf der Hauptb\u00fchne im Burghof Schillers &#8222;Kabale und Liebe&#8220; sowie das Musiical &#8222;Der kleine Horrorladen&#8220;. Mit nun 30 Jahren auf dem Buckel sind die mayener Festpiele eines der \u00e4ltesten Theaterfestivals in Rheinland-Pfalz. Heuer hat mit Daniel Ris ein neuer und der jetzt f\u00fcnfte Intendant seit Gr\u00fcndung 1987 die Leitung \u00fcbernommen. Der 52-J\u00e4hrige kann und will das Burgfestspiel-Rad nicht neu erfinden &#8211; macht aber doch allerhand anders als seine Vorg\u00e4nger.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2017\/05\/24\/im-30-jahr-der-burgfestspiele-wird-einiges-anders\/\">Mehr dar\u00fcber und zur Geschichte des Festivals hier<\/a><br \/>\n(freier Lesetext, 6000 Anschl\u00e4ge)<\/p>\n<hr \/>\n<p>24.05.2017<\/p>\n<p class=\"rtecenter\"><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"http:\/\/pecht.koblenz-net.de\/D7\/sites\/default\/files\/styles\/vollbild\/public\/Moore%20an%20B9.jpg?itok=FhAltgBD\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-988\" style=\"height: 311px; width: 455px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Moore-an-B9.jpg\" alt=\"\" width=\"455\" height=\"311\" \/> <\/a><\/p>\n<p>Zur\u00fcck von der Presse-Vorbesichtigung der <strong>Ausstellung &#8222;Henry Moore &#8211; Vision. Creation. Obsession&#8220;<\/strong> im Arp Museum Remagen-Rolandseck. Diese Schwerpunktschau anl\u00e4sslich des 10-j\u00e4hrigen Bestehens des Museums wird an diesem Sonntag er\u00f6ffnet,dauert bis 7. Januar 2018 &#8211; und ist ein Hammer. Im Zentrum stehen etliche der ber\u00fchmten riesengro\u00dfen und tonnenschweren Skulpturen Moores. Dies Foto habe ich am heutigen Vormittag vom Haupteingang des Arp Museums geschossen. Es zeigt die neun Meter Breite Moore-Skulptur &#8222;Large Reclinig Figure&#8220;, die neben der Bundesstra\u00dfe 9 und vis-a-vis des Rheinf\u00e4hrenanlegers aufgestellt ist. (Meine ausf\u00fchrliche Ausstellungsbesprechung folgt am Donnerstag, 25.05., gegen Abend)<\/p>\n<hr \/>\n<p>22.05.2017<\/p>\n<p>Wie schon beim 20. <strong>Geburtstag der &#8222;Marienberger Seminare&#8220;<\/strong> 2007, so wurde mir auch beim jetzt 30. des Bildungsvereines im Westerwald die Ehre zuteil, eine <strong>Festrede<\/strong> zu halten. Gew\u00fcnscht war ausdr\u00fccklich wieder eine launig-freche Ansprache, um den staatstragenden Ernst aufzubrechen, der solche Veranstaltungen gerne umw\u00f6lkt. Hier nun f\u00fcr alle, die es interessiert, das Redemanuskript. Obacht! Das ist kein knappes Gru\u00dfw\u00f6rtchen, sondern eine ausgewachsene Ansprache, deren Vortrag 25 Minuten dauerte &#8211; und deren Lekt\u00fcre also auch ein bisschen Zeit beansprucht. Den Zuh\u00f6rern vorort wurde gleichwohl alles andere als langweilig dabei.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2017\/05\/21\/was-auch-mal-gesagt-werden-muss\/\">Mein Redemanuskript (freier Lesetext)<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>21.05.2017<\/p>\n<p><strong>SONNTAGSVERSLEIN<\/strong><br \/>\nJetzt eben sprach mich \/ am Bierstand in freier Natur \/ mit wedelnder Hand \/ eine Dame an: &#8222;Wie k\u00f6nnen Sie nur \/ so schaden mir mit Ihrem Qualmen.&#8220; \/\/ Ich returierte in braver Manier: \/ Werte Keife, \/ acht Monat im Jahr \/ tanzen die Wirte nach Ihrer \/ trockenen Pfeife, \/ Doch w\u00e4hrend der \u00fcbrigen vier \/ dienen sie (auch) meinem Plaisier. \/\/ Aber sei&#8217;n Sie versichert, \/ dies duftend Tabaksrollengl\u00fchn \/ gef\u00e4hrdet Sie weniger als mich \/ Ihr stinkisch Parf\u00fcm.<\/p>\n<hr \/>\n<p>19.05.2017<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"http:\/\/pecht.koblenz-net.de\/D7\/sites\/default\/files\/styles\/vollbild\/public\/G%C3%B6nnersdorf.jpg?itok=ki7q7JLn\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-989\" style=\"float: right; height: 220px; margin: 5px; width: 219px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Goennersdorf.jpg\" alt=\"\" width=\"219\" height=\"220\" \/> <\/a> Wer auch nur eine vage Vorstellung hat, was in rheinland-pf\u00e4lzischen Museen und Depots an arch\u00e4ologischen Fundst\u00fccken gebunkert ist, der musste bef\u00fcrchten, dass eine \u00dcberblicksausstellung dazu in schierer Masse ertrinkt. Gute Nachricht deshalb von der <strong>Gro\u00dfausstellung \u201evorZeiten \u2013 Arch\u00e4ologische Sch\u00e4tz an Rhein und Mosel\u201d<\/strong> im Landesmuseum Mainz (21. Mai bis 29. Oktober 2017): Mit 400 sorgsam ausgew\u00e4hlten Artefakten, alle gefunden w\u00e4hrend der letzten 70 Jahre, vermittelt diese Schau einen knappen, exzellenten Blick \u00fcber 400 Millionen Jahre Erd- und etliche zehntausend Jahre Menschengeschichte auf dem Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-ausstellung-in-mainz-rheinlandpfalz-praesentiert-schaetze-aus-seiner-erde-_arid,1652173.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mein erster Artikel dazu<\/a><br \/>\n(5200 Anschl\u00e4ge + Fotostrecke, kostenpfl. RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>18.05.2017<\/p>\n<p><strong>Landesarch\u00e4ologie Rheinland-Pfalz<\/strong> feiert als Institution jetzt ihren 70. Geburtstag. Aus diesem Anlass sind besondere und besonders aussagekr\u00e4ftige Fundst\u00fccke aus allen Landesteilen und Epochen zur sehenswerten <strong>Ausstellung &#8222;vorZeiten&#8220; im Landesmuseum Mainz<\/strong> zusammengef\u00fchrt (21.5. bis 29.10.2017). Die Arch\u00e4ologen finden, sichern, bewahren, sch\u00fctzen, erforschen und vermitteln erhebliche Teile unseres kulturellen Erbes. Und das ist gut so. Im Bild: Teil einer aktuellen Gro\u00dfgrabung beim Eifel\u00f6rtchen Polch.<\/p>\n<p class=\"rtecenter\"><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"http:\/\/pecht.koblenz-net.de\/D7\/sites\/default\/files\/styles\/vollbild\/public\/Polch.jpg?itok=Ib-22Eqp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-990\" style=\"height: 232px; width: 455px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Polch.jpg\" alt=\"\" width=\"455\" height=\"232\" \/> <\/a><\/p>\n<p>Ja, ja, ich wei\u00df, dass viele Zeitgenossen Arch\u00e4ologie f\u00fcr eine todlangweile Kr\u00fcmelz\u00e4hlerei halten. Ging mir bis vor einigen Jahren auch noch so. Doch je n\u00e4her man diesem Fachgebiet tritt, umso deutlicher wird einem, welch spannende Geschichten und interessante Erkenntnisse \u00fcber Menschen, ihr Werden und Sein, ihr Leben und Wesen in den \u00dcberbleibseln aus j\u00fcngerer Vergangheit bis grauer Vorzeit stecken. Viel dummes Gerede etwa \u00fcber v\u00f6lkische Eigenarten oder \u00fcber die Nachrangigkeit der Kunst gegen\u00fcber der \u00d6konomie oder die angeblich nat\u00fcrliche kriegerische Neigung des Menschenen k\u00f6nnte uns erspart bleiben &#8211; z\u00f6ge man nur die objektive Beweiskraft arch\u00e4ologischer Funde ernsthaft zu Rate.<\/p>\n<p>Dann f\u00e4nde man n\u00e4mlich, dass V\u00f6lker- und Kulturvermischung ein Grundprinzip der Geschichte seit jeher ist. Dass k\u00fcnstlerisches Tun seit Urzeiten ein der Nahrungssuche gleichgestelltes menschliches Grundbed\u00fcrfnis ist. Dass kriegs\u00e4hnliche Auseinandersetzungen h\u00f6chstwahrscheimlich erst vor 7000 bis 8000 Jahren zusammen mit territorialen Machtanspr\u00fcchen in die Zivilisationsentwicklung eingezogen sind &#8211; und also der Krieg dem Menschen nicht etwa im Blut liegt. Was nicht hei\u00dft, dass er je frei von Aggressionen gewesen w\u00e4re.\u00a0 Aber der Krieg als kollektiver Waffengang zwischen verschiedenen menschlichen Gro\u00dfgruppen, das ist nach bisherigem Erkenntnisstand eine &#8222;Erfindung&#8220;\u00a0 der neolithischen Revolution (= \u00dcbergang von der J\u00e4ger- und Sammlerkultur zur Sesshaftigkeit).<\/p>\n<hr \/>\n<p>17.05.2017<\/p>\n<p>Wieder zur\u00fcck von der Reise in die thematischen Weiten und zeitlichen Tiefen der rheinland-pf\u00e4lzischen Arch\u00e4ologie, grabe ich mich jetzt durch Berge von Infomaterial, Notizen, Eindr\u00fccken &#8211; um einen ersten schnellen Zeitungsartikel zur am 21.5. im Landesmuseum Mainz er\u00f6ffenden Ausstellung &#8222;vorZeiten&#8220; zu schreiben. Dar\u00fcber hatte ich v\u00f6llig vergessen, hier meine Kritik der Koblenzer Inszenierung von <strong>Tschechows &#8222;Die M\u00f6we&#8220;<\/strong> durch den fr\u00fcheren Mainzer Intendanten Matthias Fontheim anzuzeigen. Was hiermit nachgeholt sei.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/nachrichten\/magazin\/newsundleute_artikel,-die-moewe-ein-abend-der-gegensaetze-_arid,1650387.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Premierenkritik &#8222;Die M\u00f6we&#8220; am Theater Koblenz<\/a><br \/>\n(4000 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>15.05.2017<\/p>\n<p>Freude, Neugierde. Jetzt geht&#8217;s auf Tour zu bedeutenden <strong>arch\u00e4ologischen Grabungsst\u00e4tten in Rheinland-Pfalz<\/strong>. Das ist Vorrecherche zur gewichtigen Ausstellung &#8222;vorZeiten &#8211; Arch\u00e4ologische Sch\u00e4tze an Rhein und Mosel&#8220; im Landesmuseum Mainz. Die wird am kommenden Wochenende er\u00f6ffnet, ich kriege sie schon morgen zu sehen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>14.05.2017<\/p>\n<p><strong>Mein Aufruf zur heutigen NRW-WAHL<\/strong>. Leute, die ihr an Rhein und Ruhr, in Eifel, Siebengebirge, Westfalen oder sonstwo lebt: Geht w\u00e4hlen! Prim\u00e4res Ziel: Die rechtsradikale AfD klein halten. Sekund\u00e4res Ziel: Das mag jeder f\u00fcr sich selbst entscheiden.<\/p>\n<hr \/>\n<p>11.05.2017<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"http:\/\/pecht.koblenz-net.de\/D7\/sites\/default\/files\/styles\/vollbild\/public\/Murmel.jpg?itok=_mq1--B9\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-991\" style=\"float: right; height: 182px; margin: 5px; width: 220px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Murmel.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"182\" \/> <\/a> Die M\u00fchen des Textlernens blieben den elf Schauspielern erspart bei dieser umwerfenden, wunderlichen, seit der Erstauff\u00fchrung 2012 fast legend\u00e4r gewordenen Theaterproduktion. Denn gesprochen wird w\u00e4hrend 80 Auff\u00fchrungsminuten nur ein einziges Wort: \u201emurmel\u201d. Umso mehr hatten die Akteure zu ackern an dessen Aussprache in tausenderlei Wiederholungen, Betonungsvarianten, Sprechrhythmen. <strong>Die Wiesbadener Maifestspiele hatten jetzt die Berliner Volksb\u00fchne mit &#8222;Murmel Murmel&#8220; zu Gast<\/strong> &#8211; das Publikum und meine Wenigkeit grinsten, glucksten, prusteten, jauchzten ob des perfekt und kunstvoll schnurrenden Vergn\u00fcglichkeitsmaschinchens scheinbar blo\u00df dadaistisch verspielter Leichtigkeit.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-theater-mit-sinnbefreiter-leichtigkeit-_arid,1648650.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meine Besprechung<\/a><br \/>\n(3100 Anschl\u00e4ge, RZ-Text, 49 Cent).<\/p>\n<hr \/>\n<p>10.05.2017<\/p>\n<p><strong>Man wird halt doch \u00e4lter<\/strong>. Als j\u00fcngerer Zeitungsredakteur schrieb ich h\u00e4ufig zwei ausgewachsene Kritiken am Tag oder eine Kritik und anschlie\u00dfend einen Politikkommentar. Am Abend ging&#8217;s dann munter noch zu Veranstaltungen ein bis zwei Fahrstunden entfernt. Und nun: Nach dem Schreiben nur eines Artikels ist der Kerl am Ar&#8230;. und reif f\u00fcrs Sofa. Folgt dann noch ein Abendtermin, wird sp\u00e4testens die R\u00fcckfahrt zur Qu\u00e4lerei. &#8222;Nimm&#8217;s an, isso&#8220;, sagt die Fee &#8211; und gibt keine drei W\u00fcnsche frei.<\/p>\n<hr \/>\n<p>10.05.2017<\/p>\n<p>Heute als &#8222;Tages-Thema&#8220; in der Zeitung: Meine <strong>Analyse<\/strong> zur Frage warum die Bundeswehr seit ihrer Gr\u00fcndung immer wieder von Skandalen um <strong>F\u00e4lle von Rechtsradikalismus und Verhaltensextremismus<\/strong> heimgesucht wird. Eine der zentralen Feststellungen lautet:<\/p>\n<p><em>&#8222;Es wird im nun 62. Jahr der Bundeswehr h\u00f6chste Zeit, dass sich Politik und Offizierskorps dem \u2013 \u00fcbrigens nicht nur in Deutschland \u2013 immerw\u00e4hrenden Problem stellen, dass die Streitkr\u00e4fte auf Rechtsradikale oder auf junge Leute, die mit dem Zivilleben nicht klar kommen, eine besondere Anziehungskraft aus\u00fcben. Um nicht missverstanden zu werden: Diese Klientel stellt innerhalb der Bundeswehr gewiss eine kleine Minderheit dar. Gleichwohl \u00f6ffnet laxer Umgang mit den Grunds\u00e4tzen der Inneren F\u00fchrung, falsch verstandener Korpsgeist oder ein altbackenes Verst\u00e4ndnis von soldatischer Tradition ihr immer wieder allerhand Spielr\u00e4ume. Dann gibt es Platz f\u00fcr das Ausleben vermeintlicher Mannhaftigkeit oder des Rechts des St\u00e4rkeren, f\u00fcr die Pflege von Waffenfetischismus und krudem Kriegertum, f\u00fcr das Abstreifen zivilisatorischer Normen, f\u00fcr die Hingabe an F\u00fchrerprinzip und radikalen Nationalismus, f\u00fcr Verehrung alter Wehrmachtsgr\u00f6\u00dfe und -helden &#8230;. &#8222;<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/nachrichten\/tagesthema_artikel,-lebt-die-wehrmacht-heimlich-weiter-_arid,1648117.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Der ganze Artikel hier<\/a><br \/>\n(6300 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>09.05.2017<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"http:\/\/pecht.koblenz-net.de\/D7\/sites\/default\/files\/styles\/vollbild\/public\/Nijinski.jpg?itok=Oj8XFg0x\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-992\" style=\"float: right; height: 189px; margin: 5px; width: 220px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Nijinski.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"189\" \/> <\/a> Es ist eine der angenehmsten Seiten \u00fcberregionaler Theaterfestivals, dass man Arbeiten zu sehen bekommt, f\u00fcr die man sonst weit reisen m\u00fcsste oder ihnen eben nie begegnet. Deshalb stehen auf meinem Kritiker-Dienstplan seit mehr als 25 Jahren auch jeweils mehrere Besuche bei den Internationalen <strong>Maifestspielen Wiesbaden<\/strong>. Und stets gerne berichte ich der interessierten Leserschaft hernach, was andernorts und in der Ferne mehr oder minder Interessantes entstanden ist. Heute ist nochmal die Tanzsparte dran. Es sei vom Choreografen <strong>Marco Goecke<\/strong> die Rede, der als \u00fcberragender wie eigent\u00fcmlicher <strong>Erneuerer des Balletts<\/strong> im fr\u00fchen 21. Jahrhundert gilt. Er stellte beim Wiesbadener Gastspiel sein 2016 in Stuttgart uraufgef\u00fchrtes St\u00fcck &#8222;<strong>Nijinski<\/strong>&#8220; vor.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-marco-goecke-tanz-mit-umgekehrten-verhaeltnissen-_arid,1647651.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meine Gastspielbesprechung hier<\/a><br \/>\n(3900 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>08.05.2017<\/p>\n<p class=\"rtecenter\"><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"http:\/\/pecht.koblenz-net.de\/D7\/sites\/default\/files\/styles\/vollbild\/public\/Frankreich.jpg?itok=n6BQwCs5\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-993\" style=\"height: 268px; width: 455px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Frankreich.jpg\" alt=\"\" width=\"455\" height=\"268\" \/> <\/a><\/p>\n<p>Die beiden bedeutsamsten Ergebnisse des <strong>gestrigen Wahlsonntags<\/strong> sind f\u00fcr mich: 1. Es haben 2\/3 bis 3\/4 der <strong>franz\u00f6sischen W\u00e4hler<\/strong> gegen die rechtsradikale Marine Le Pen gestimmt. 2. Es haben die <strong>W\u00e4hler in Schleswig-Holstein <\/strong>der rechtsradikalen AfD einen Platz als kleine Randfraktion zugewiesen. Ergo: Es tut erstmal gut, zu sehen, dass die Welt nicht v\u00f6llig verr\u00fcckt geworden ist. Ein Durchmarsch der nationalistisch-reaktion\u00e4ren Rechtsstr\u00f6mungen an die Hebel der Macht ist in Westeuropa bis auf Weiteres abgesagt. Darauf l\u00e4sst sich aufbauen.<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"http:\/\/pecht.koblenz-net.de\/D7\/sites\/default\/files\/styles\/vollbild\/public\/schlafen.jpg?itok=HI9gXe5O\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-994\" style=\"float: right; height: 199px; margin: 5px; width: 220px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/schlafen.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"199\" \/> <\/a> Bei der Ruhrtriennale 2016 haftete der <strong>Choreografie \u201enicht schlafen\u201d von Alain Platel<\/strong> f\u00fcr seine Br\u00fcsseler Compagnie noch ein Hauch von Skandal an. Das Publikum beim <strong>Gastspiel<\/strong> jetzt in <strong>Wiesbaden<\/strong> nahm indes weder Ansto\u00df an einer B\u00fchnenskulptur aus pr\u00e4parierten Pferdekadavern noch am teils r\u00fcden Umgang der T\u00e4nzer miteinander. Wir sahen Tanzkunst bei der etwa das Nijinski-Stampfen von 1913 zusammenw\u00e4chst mit Pina Bauschs Fr\u00fchlingsopfer-Orgiastik von 1975, oder neoklassische Zierde zerbricht unter Forsythe&#8216; ruckenden Verkr\u00fcmmungen &#8211; und vieles mehr, das sich in diesem Rausch aus Aspekten gef\u00e4hrdeter und sich doch wieder aufrichtender Menschlichkeit kaum zuordnen l\u00e4sst oder das von Platel neu kreiert wurde.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-eigenwilliger-ritt-durch-die-ballettgeschichte-_arid,1647003.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meine Besprechung des Gastspiels<\/a><br \/>\n(3900 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text)<\/p>\n<hr \/>\n<p>03.05.2017<\/p>\n<p>Habe mir den <strong>10-Punkt-Leitkultur-Katalog des Innenministers<\/strong> nochmal genauer angesehen. Ergebnis: Das ist allenfalls der Wertekanon eines halbwegs aufgekl\u00e4rten Konservatismus. Den darf sich die CDU gerne zwecks Eigendefinition in ihr Parteiprogramm schreiben. Hinsichtlich der Gesamtgesellschaft aber muss festgestellt werden: a) sind Teile des Katalogs v\u00f6llig \u00fcberfl\u00fcssig, weil nur anders formulierte Grundgesetzartikel; b) enthalten Teile des Katalogs &#8211; etwa bei den Themen Religion, Patriotismus, Leistungsprinzip &#8211; Verk\u00fcrzungen, Interpretationen, Implikationen, Maximen, die nicht einmal zwischen &#8222;biodeutschen&#8220; Gesellschaftsgruppen Konsens sind; c) zeugen Teile des Katalogs (zB Handschlagbegr\u00fc\u00dfung) von Weltfremdheit bzw. weitreichender Unkenntnis \u00fcber die Vielfalt unterschiedlicher Gepflogenheiten und Lebensweisen (auch bei &#8222;biodeutschen&#8220; Milieus), die den realen Status quo im modernen Deutschland kennzeichnen.<\/p>\n<p>Das Elend der Leitkultur-Diskussionen ist, dass ihre jeweiligen Initiatoren seit anno 2000 sie vordergr\u00fcndig an Migrationsproblemen aufh\u00e4ngen, w\u00e4hrend es im Kern jedoch um etwas ganz anderes geht: Diverse konservative Kreise, politische Str\u00f6mungen und ver\u00e4ngstigte Geister haben entweder nicht verstanden oder wollen partout nicht akzeptieren, dass eine offene, liberale, demokratische, moderne Gesellschaft in einem globalisierten Umfeld sich mit der normativen Dominanz der b\u00fcrgerlich-konservativen Lebensart nicht vertr\u00e4gt. Es ist ihnen unbegreiflich oder ein Dorn im Auge, dass eine solche moderne Gesellschaft ihrem Wesen nach vom Nebeneinander unterschiedlicher Kulturen\/Lebensarten unter dem Dach des Grundgesetzes lebt und seine eigentliche Kraft auch nur aus dem toleranten Nebeneinander beziehen kannt. Deshalb rufen sie immer wieder nach einer Leitkultur, die letztlich in der Substanz das Primat der b\u00fcrgerlich-konservativen Lebensart erhalten bzw. wieder durchsetzen soll. Migrantenprobleme sind daf\u00fcr nur ein Aufh\u00e4nger &#8211; sofern n\u00f6tig, lie\u00dfen die sich ohnehin auf Basis der bestehenden Gesetze mit einer ordentlichen Sozial-, Integrations- und Bildungspolitik l\u00f6sen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>02.05.2017<\/p>\n<p><strong>Jetzt geht der Leitkultur-Zirkus schon wieder los<\/strong>. Es kann keine deutsche Leitkultur geben, weil allein schon die diversen &#8222;biodeutschen&#8220; Milieus fast nichts gemeinsam haben, au\u00dfer eben dem Grundgesetz.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2017\/05\/01\/jetzt-geht-der-leitkultur-zirkus-schon-wieder-los\/\">Eine Anmerkung hierzu<\/a><br \/>\n(freier Lesetext)<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p class=\"rtecenter\"><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"http:\/\/pecht.koblenz-net.de\/D7\/sites\/default\/files\/styles\/vollbild\/public\/Hochzeit%20MZ.jpg?itok=XID6M8pa\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-995\" style=\"height: 234px; width: 450px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Hochzeit-MZ.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"234\" \/> <\/a><\/p>\n<p>Die<strong> j\u00fcngste Produktion der Tanzsparte am Mainzer Staatstheater<\/strong> ist mehr ein Vergn\u00fcgen f\u00fcrs breite Publikum als Herausforderung f\u00fcr passionierte\u00a0 Liebhaber der reinen, hohen Tanzkunst. Diesmal darf das Auditorium im Gro\u00dfen Haus rhythmisch mitklatschen und sogar lauthals den alten Knef-Song mitsingen \u00fcber rote Rosen, die es regnen soll. \u201e<strong>Hochzeit<\/strong>\u201d ist der gut zweieinhalbst\u00fcndige Abend betitelt, und prim\u00e4r tats\u00e4chlich angelegt als ausgelassene, volkstanzfreudige Hochzeitsfeier. Wie bei \u00e4hnlichen Anl\u00e4ssen in der Realit\u00e4t, ereignen sich auch am Rande des B\u00fchnenfestes ein paar kleine Trag\u00f6dien, die etwas Ernsthaftigkeit ins sch\u00e4umende Geschehen flechten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-populaeres-vergnuegen-mit-etwas-tiefsinn-staatstheater-mainz-feiert-ausgelassen-die-premiere-von-hochz-_arid,1644329.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meine Premierenkritik hier<\/a><br \/>\n(kostenpflichtiger RZ-Text, 3900 Anschl\u00e4ge, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>30.05.2017 Fragt mich jetzt ein langj\u00e4hrig treuer Leser meines Geschreibes: &#8222;Haben Sie den Spa\u00df an der politischen Publizistik verloren? Schlie\u00dflich waren Sie in den 1990ern und im ersten 2000er-Jahrzehnt, neben Ihrem Kulturengagement, einer der meistgedruckten Politkommentatoren\/-analysten in der rheinland-pf\u00e4lzischen Zeitungslandschaft. 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