{"id":982,"date":"2017-06-29T22:00:00","date_gmt":"2017-06-29T21:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/blog\/guten-tag-allerseits-im-juni-2017\/"},"modified":"2022-05-17T12:33:31","modified_gmt":"2022-05-17T11:33:31","slug":"guten-tag-allerseits-im-juni-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2017\/06\/29\/guten-tag-allerseits-im-juni-2017\/","title":{"rendered":"Guten Tag allerseits &#8211; im Juni 2017"},"content":{"rendered":"<p>30.06.2017<br \/>\nWeil j\u00fcngst nach langer Zeit mal wieder ein paar Leute <strong>versuch<\/strong>t haben, <strong>mich per Handy zu erreichen<\/strong>: Kinners, das <strong>ist zwecklos<\/strong>! Denn ich habe mich schon vor zwei Jahren f\u00fcr eine mobilfunkfreie Lebens- und Arbeitsweise entschieden und mein Handy damals nach mehrfacher Ank\u00fcndigung aus dem aktiven Dienst genommen. Nummer und Ger\u00e4t existieren zwar noch, werden aber nur zwei- oder dreimal im Jahr reaktiviert, um mich als quasi Notrufs\u00e4ule vorschriftsm\u00e4\u00dfig zum Holzmachen in den Wald zu begleiten.<\/p>\n<hr \/>\n<p>29.06.2017<br \/>\n<strong>Wunderliche Naturph\u00e4nomene<\/strong>: Von der benachbarten Weide t\u00f6nen seltsame Ger\u00e4usche. So eine Art regelm\u00e4\u00dfig sich wiederholendes Schnottergrunzen. Nachdem die letzten Langhaarrinder unl\u00e4ngst abgegangen, sind dort zwei pr\u00e4chtige R\u00f6sser eingezogen. An deren ganz andere Klangwelt muss man sich erst gew\u00f6hnen. Also, was ist jetzt das wieder? Da steht ein Gaul ganz entspannt pennend am Gartenzaun und &#8211; SCHNARCHT. 61 Jahre musste ich alt werden, um erstmals zu erleben: Nicht nur den zartesten Bettgenossinnen entfleuchen nach munterem Becherleeren und lieblichem Getriebe bisweilen lautstark-rauhe Flattergaumenkehllaute; die Pferde tun&#8217;s ihnen schon beim Mittagsschlafe gleich.<\/p>\n<hr \/>\n<p>28.06.2017<br \/>\n<strong>&#8222;Ehe f\u00fcr alle&#8220;<\/strong>: Das ist mal wieder so ein Thema, bei dem ich partout nicht begreife, was es denn da in unserer Gesellschaft der Sache nach heutzutage \u00fcberhaupt noch zu streiten gibt. Wie mein Hirn und Herz die Legitimit\u00e4t homosexueller Orientierung und Beziehungen seit eh und je f\u00fcr v\u00f6llig selbstverst\u00e4ndlich halten, so auch das gleiche Recht auf eheliche Verbindung. Zumal die monogame heterosexuelle Ehe ja so wenig ein Naturgesetz ist wie die Kleinfamilie aus Vater-Mutter-Kindern.<\/p>\n<p>Es handelt sich dabei vielmehr nur um eine von etlichen kulturhistorischen Entwicklungsformen &#8211; auch wenn diese heute weltweit dominant geworden ist. \u00dcber Jahrzehntausende waren zahllose menschliche Gemeinschaften (einige sind es noch) v\u00f6llig anders strukturiert: polygam, matriarchalisch, kollektiv&#8230; Ob die monogame lebenslange Ehe die beste Beziehungsform ist, sei dahingestellt. Es gilt aber: Jeder m\u00f6ge nach eigener Fasson gl\u00fccklich werden &#8211; und muss das Recht dazu haben.<\/p>\n<hr \/>\n<p>26.06.2017<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-977\" style=\"float: right; height: 243px; margin: 5px; width: 230px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Mayer.jpg\" alt=\"\" width=\"230\" height=\"243\" \/>\u201eNun komm schon! Den Rest schaffst du auch noch!\u201d Auf dem obersten Absatz im Treppenhaus der <strong>Stadthalle Boppard\u00a0<\/strong> teht der \u201eManager\u201d dieser Veranstaltungslocation. Mit verschmitztem Grinsen im gutm\u00fctig-rundlichen Gesicht schaut er dem heranschnaufenden Besucher entgegen. Ich bin verabredet mit <strong>Rolf Mayer<\/strong>. In dessen H\u00e4nden liegen seit 2016 die Geschicke dieser Stadthalle und damit eines nicht unwesentlichen Teils des Bopparder Kulturlebens. Der 52-J\u00e4hrige ist kein Unbekannter in der Region: Mayer war gut zwei Jahrzehnte lang ein tragende S\u00e4ule im Getriebe des Koblenzer Caf\u00e9 Hahn. Jeder treuliche Hahn-Besucher kannte\/kennt \u201eden Rolf\u201d &#8211; der jetzt in der Rhein- und Weinstadt Boppard<strong> Kulturprogramm<\/strong> macht.<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2017\/06\/25\/stadthalle-boppard-nimmt-wieder-fahrt-auf\/\">Stadthalle Boppard nimmt wieder Fahrt auf<\/a><\/strong><br \/>\n(freier Lesetext, 6000 Anschl\u00e4ge)<\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-875\" style=\"float: right; height: 167px; margin: 5px; width: 150px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/quergedanken-logo.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"167\" \/><\/p>\n<p>23.06.2017<br \/>\n\u201eBescheidenheit ist eine Zier\u201d, sagt weiser Volksmund. \u201eDoch besser geht es ohne ihr\u201d, schiebt bauernschlaues Volksmaul seit jeher nach. <strong>Koblenz<\/strong> hatte sich seit der Bundesgartenschau (BUGA) 2011 in tugendsamer Zierde ge\u00fcbt. Nun aber w\u00e4hrt, so scheint es, manchem Einheimischen die Bescheidenheit lange genug. Gleich <strong>zwei erstaunliche Ideen<\/strong> machen hierorts neuerdings die Runde. Beide zielen darauf ab, der kleinen Gro\u00dfstadt am Rhein-Mosel-Eck mal wieder internationale Schlagzeilen zu verschaffen. Na dann: Schaun mer mal. Die Monatskolumne &#8222;Quergedanken&#8220; w\u00e4gt die Chancen.<\/p>\n<p>Quergedanken Nr. 149: <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2017\/06\/14\/koblenz-denkt-wieder-ganz-gross\/\">Koblenz denkt wieder ganz gro\u00df<\/a><br \/>\n(freier Lesetext)<\/p>\n<hr \/>\n<p>22.06.2017<br \/>\n<strong>Schwimmen-k\u00f6nnen<\/strong> geh\u00f6rt in unseren an Fl\u00fcssen, Seen oder Meeresk\u00fcsten reichen Landen zu den grundst\u00e4ndigen Kulturtechniken. Sollte geh\u00f6ren, muss man wohl sagen &#8211; nachdem in den vergangenen Jahren in Deutschland 1200 Schwimmb\u00e4der geschlossen wurden und viele, \u00fcberwiegend nach Privatisierung, in schwimmuntaugliche Spa\u00dfb\u00e4der verwandelt. Ja, Schwimmb\u00e4der sind teuer. Aber das sind Schulen, Stra\u00dfen, Polizei und Feuerwehr auch. Staatliche Daseinsvorsorge eben.<\/p>\n<hr \/>\n<p>21.06.2017<br \/>\nWeil&#8217;s gerade passt, nur mal so zur Erinnerung:<br \/>\nAm 23. Februar 1987 stand im &#8222;Spiegel&#8220; \u00fcber einen Streit zum <strong>Spitzensteuersatz<\/strong> zwischen den Regierungskaolition\u00e4ren CDU, CSU unde FDP dies: &#8222;Stur beharrte CDU Generalsekret\u00e4r Heiner Gei\u00dfler darauf, den geltenden Spitzensteuersatz von 56 Prozent beizubehalten. Als \u00fcber einen Kompromi\u00df von 53 Prozent geredet wurde, blockte Otto Graf Lambsdorff ab. Der FDP-Graf hart: &#8218;Unsere Zahl hei\u00dft 48.&#8216; &#8220;<\/p>\n<hr \/>\n<p>20.06.2017<br \/>\nLaut Wetterfr\u00f6schen steckt der <strong>S\u00fcdwesten<\/strong> Deutschlands jetzt 2 bis 3 Tage in einem <strong>Hitzekern<\/strong>, der von Karlsruhe bis K\u00f6ln <strong>bis zu 40\u00b0<\/strong> bringen soll. Manche Zeitgenossen tauen da erst richtig auf. F\u00fcr andere ist solche Witterung eine Qual, weil sie Hitze nicht gut vertragen. F\u00fcr viele sind Klimaanalagen &#8211; als Verursacher von Augenentz\u00fcndungen, Blubbernase, Dauerhusten &#8211; kein Ausweg. Da gibt&#8217;s nix zu sp\u00f6tteln: Die menschlichen Naturelle sind halt unterschiedlich. Wenn die Natur mit Extremwetter das Regiment \u00fcbernimmt, ist &#8222;Anpassung&#8220; das Gebot der Stunde. Im Hitze-Fall hei\u00dft die oberste von vielen Verhaltensregeln: <strong>Macht langsam!<\/strong> Jetzt maximale Arbeitsleistung zu fordern oder erbringen zu wollen, hat mit Flei\u00df und Strebsamkeit wenig zu tun, mehr mit Unvernunft oder Dummheit.<\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-978\" style=\"float: right; height: 225px; margin: 5px; width: 230px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/FKK.jpg\" alt=\"\" width=\"230\" height=\"225\" \/>19.06.2017<br \/>\n<strong>&#8222;Das Grundgesetz&#8220;<\/strong> hei\u00dft ein hochinteressantes <strong>B\u00fchnenprojekt<\/strong>, das jetzt am <strong>Theater Koblenz Urauff\u00fchrung<\/strong> hatte. Das sind acht Szenen von acht Jungautoren, verkn\u00fcpft zu einer vagen Handlung \u00fcber: die praktischen Schwierigkeiten mit Geist und Buchstaben der &#8222;vorl\u00e4ufigen Verfassung&#8220;, sobald neue Herausforderungen auf langj\u00e4hrige Gepflogenheiten treffen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/nachrichten\/magazin\/newsundleute_artikel,-fkkklub-neben-fluechtlingsheim-wo-gewohnheiten-mit-herausforderungen-kollidieren-_arid,1665239.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meine Premierenbesprechung<\/a><br \/>\n(3900 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>18.06.2017<br \/>\nNachgedacht:<br \/>\n<strong>Die Kunst ist nicht dazu da<\/strong>, fertige Antworten, absolute Gewissheiten, Sicherheit f\u00fcr Geist, Seele und Weltwahrnehmung zu liefern. Es gilt eher das Gegenteil: Die Kunst wirft vor allem Fragen auf, stellt altgewohnte Selbstverst\u00e4ndlichkeiten unter Vorbehalt, irritiert mit ungew\u00f6hnlichen bis fremdartigen Blickwinkeln und Darstellungsweisen. Kurzum: Die Kunst sucht immerfort nach Alternativen zur scheinbaren Alternativlosigkeit. Und sie wird damit niemals zuende kommen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>15.06.2017<br \/>\n<strong>Nachgedacht:<\/strong><br \/>\nErstmals seit gut drei Jahrzehnten habe ich heute wieder mal einen Fotoapparat zum Ausflug mitgenommen. Wollte in meinem Wald-Refugium ein paar Impressionen &#8222;schie\u00dfen&#8220;. Ergebnis waren h\u00fcbsche, nette, sogar zwei\/drei recht raffinierte Bilder &#8211; die ich s\u00e4mtliche wieder l\u00f6schte. Denn was sie vermittelten, war alles nur Oberfl\u00e4che, hatte so gar nichts zu tun mit meiner Art des Walderlebens. Es ist schwer zu beschreiben. K\u00f6nnte es sein, dass passionierte Fotografierer gewisse Umgebungen ziemlich oder ganz anders wahrnehmen als (aufmerksame) Leute, die nie an Fotomotive denken? Nicht besser oder schlechter, nur anders eben.<\/p>\n<hr \/>\n<p>14.06.2017<br \/>\n<strong>&#8222;Schlabbertag&#8220;<\/strong> nennen Tageszeitungsredakteure so einen Werktag vor einem Feiertag mitten in der Woche. Es ginge auch &#8222;schlapper Tag&#8220;. Weil: Im traditionellen Regelfall gibt&#8217;s am Feiertag keine Tageszeitung. Also macht man frei oder erledigt ganz ohne Produktionsdruck, was zur Erledigung ansteht. Nun bin ich zwar seit 12 Jahren kein angestellter Zeitungsredakteur mehr und h\u00e4tte heute f\u00fcr ein Monatsmagazin auch dringend zu schreiben. Aber die alten Gewohnheiten sitzen halt tief und sowieso sind mir Traditionen heilig. Ergo: Ich mache Schlabbertag.<\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-979\" style=\"float: right; height: 199px; margin: 5px; width: 230px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Marimba.jpg\" alt=\"\" width=\"230\" height=\"199\" \/>13.06.2017<br \/>\nS\u00e4le f\u00fcr 300 bis 500 Konzertbesucher mit guten bis sehr guten Klangbedingungen sind in der Mittelrheinregion rar. Seit Kurzem l\u00e4sst eine bald 200 Jahre alte Industriehalle den Musikfreund aufhorchen: die historische <strong>Gie\u00dfhalle <\/strong>auf dem Denkmalareal <strong>Sayner H\u00fctte<\/strong> in Bendorf. Dort startete jetzt das <strong>Mittelrhein Musik Festival<\/strong> seine diesj\u00e4hrige Reihe eigener Veranstaltungen. Das <strong>Doppelkonzert<\/strong> mit dem akustischen Wave Marimba Quartet und dem Elektronik-Trio von Johannes Motschmann wurde auch zum Test der raumklanglichen M\u00f6glichkeiten wie Grenzen im aufwendig restaurierten Industriedenkmal.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-mittelrhein-musik-festival-testet-es-aus-wie-gut-klingt-die-sayner-huette-_arid,1662964.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Meine Konzertbesprechung<\/em><\/a><br \/>\n(3300 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/mittelrheinfestival\/videos\/vb.146289629083821\/428364714209643\/?type=2&amp;theater\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Kleine Videosequenz vom Konzert hier <\/em><\/a><br \/>\n(kostenfrei)<\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-980\" style=\"float: right; height: 188px; margin: 5px; width: 230px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Kabale.jpg\" alt=\"\" width=\"230\" height=\"188\" \/>12.06.2017<br \/>\nMit Jochen Heyses Inszenierung von <strong>\u201eKabale und Liebe\u201d<\/strong> begannen 1988 die <strong>Burgfestspiele Mayen<\/strong> und dessen langj\u00e4hrige Intendanz. 30 Jahre sp\u00e4ter markiert Friedrich Schillers \u201eb\u00fcrgerliches Trauerspiel\u201d nicht nur das Jubil\u00e4um des Theaterfestivals. Zugleich kam es am Wochenende als <strong>erste abendliche Hauptpremiere<\/strong> der neuen Intendanz unter Daniel Ris im Hof der Genovevaburg zur Auff\u00fchrung. R\u00fcdiger Pape hat den Klassiker von 1784 inszeniert \u2013 als ernsthafte Bearbeitung ernsten Theaters, mit dem sich auch eine ernsthaft kritische Auseinandersetzung lohnt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-schiller-funktioniert-1784-1988-und-heute-_arid,1662474.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Meine Premierenkritik<\/em><\/a><br \/>\n(4000 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>09.06.2017<br \/>\nAls ans Verh\u00e4ltniswahlrecht gew\u00f6hnter Zeitgenosse muss ich bei Wahlergebnissen in L\u00e4ndern mit Mehrheitswahlrecht immer mehrmals hinschauen. Andernfalls \u00fcbersehe ich, was mich fast noch mehr interessiert als die Optionen der Regierungsbildung: Was k\u00f6nnte das Ergebnis \u00fcber die Stimmung im betreffenden Land verraten? ZB liegen bei den <strong>britischen Wahlen<\/strong> jetzt Konservative und Labour nach W\u00e4hlerstimmen viel, viel n\u00e4her beisammen als das Verh\u00e4ltnis nach gewonnenen Wahlkreisen (318 : 261) vermuten l\u00e4sst: Konservative 42,4 % : Labour 40,0 %.<\/p>\n<hr \/>\n<p>08.06.2017<br \/>\n<strong>Zwei aktuelle Beispiele<\/strong> f\u00fcr das eigent\u00fcmliche Verfahren in der Politik, das mich manchmal schier fassungslos macht: a) <strong>Theresa May<\/strong> hat als Innenministerin in GB fast 20 000 Polizeistellen abgebaut, erkl\u00e4rt aber jetzt, zwecks entschlossener <strong>Terrorbek\u00e4mpfung<\/strong> die Menschenrechte einschr\u00e4nken zu wollen. b) In D hatte die Schr\u00f6der\/Fischer-Regierung wesentliche Weichenstellungen zur Aufweichung unseres Rentensystem vorgenommen. Jetzt aber geriert sich die <strong>SPD-F\u00fchrung<\/strong> als Retterin der <strong>Rente<\/strong> &#8211; indem sie deren Absinken auf unter 48 % bis 2030 auszuschlie\u00dfen verspricht.<br \/>\nIch bin sehr gespannt wie die GB-Wahlen heute ausgehen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-981\" style=\"float: right; height: 232px; margin: 5px; width: 230px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Rough-lines.jpg\" alt=\"\" width=\"230\" height=\"232\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Rough-lines.jpg 230w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Rough-lines-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 230px) 100vw, 230px\" \/>06.06.2017<br \/>\nHofesh Shechter lebt heute in London, Itamar Serussi in Amsterdam. Beide stammen aus Israel, sind in der dortigen Tanzkunstszene gro\u00df und im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts als Choreografen auf dem internationalen Parkett bekannt geworden. Das <strong>Hessische Staatsballett <\/strong>hat nun zwei ihrer Arbeiten zu einem bemerkenswerten Abend unter dem Titel <strong>\u201eRough Lines\u201d<\/strong> (Grobe Linien) vereint. Die Premiere im Kleinen Haus des Staatstheaters <strong>Wiesbaden<\/strong> beginnt mit Shechters \u201eIn your rooms\u201d aus dem Jahr 2007; es folgt als Urauff\u00fchrung \u201eFall\u201d, von Serussi f\u00fcr die hessische Compagnie choreografiert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-zwischen-ordnung-und-unordnung-staatsballett-feiert-mit-rough-lines-die-einheit-der-gegensaetze-_arid,1660207.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meine Premierenbesprechung hier<\/a><br \/>\n(3700 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>05.06.2017<br \/>\nEin ganz einfacher, aber <strong>zentraler sicherheitsstrategischer Satz in dieser Zeit des wachsenden barbarischen Terrors<\/strong>: Solange nicht begriffen wird, dass unser wichtigster Verb\u00fcndeter im Kampf gegen IS, Al Kaida und Co. hunderte Millionen Muslime sind, die auch nur ihr Leben in Frieden leben wollen, werden wir beim Kampf zwischen Zivilisation und Barbarei in der Defensive bleiben.<\/p>\n<p>Manch einer versteht die Dimension des Problems und den Ernst der Lage nicht. Es ist sicherheitstrategisch v\u00f6llig belanglos, ob einem die Religion Islam gef\u00e4llt oder nicht. Wer es wirklich ernst meint mit dem Kampf gegen die terroristischen Barbaren MUSS den Schulterschluss mit der \u00fcbergro\u00dfen und von den Barbaren am meisten bedrohten friedliebenden oder vern\u00fcnftigen oder gem\u00e4\u00dfigten Mehrheit der Muslime suchen. Anderfalls bleibt alles \u00fcbrige Bem\u00fchen defensiv und das Heft des Handelns f\u00fcr lange Zeit in den H\u00e4nden der Terroristen.<\/p>\n<p>Dieses fast globale Problem ist zu gewichtig, als dass man damit nach den einge\u00fcbten Reflexen weltanschaulicher Ressentiments umgehen k\u00f6nnte. Es geht nicht um irgendwelche Weltanschauungen\/Religionen, sondern um ein STRATEGISCHES B\u00dcNDNIS der zivilisierten Menschen gegen die Barbaren. Dazu m\u00fcssen die B\u00fcndnispartner sich weder lieben noch bei allem und jedem einer Meinung sein. Amerikaner und Russen sind im 2. Weltkrieg ein B\u00fcndnis gegen Hitler-Deutschland eingegangen, obwohl sie sich schon damals im Grunde spinnefeind waren. Zum Zwecke der gemeinsamen Bek\u00e4mpfung des alle bedrohenden gemeinsamen Hauptfeindes sprangen beide, Amerikaner und Russen, \u00fcber eigene Schatten.<\/p>\n<hr \/>\n<p>03.06.2017<br \/>\n<strong>Rock am Ring<\/strong> hier im Westerw\u00e4lder Wohnzimmer. Die Bude wackelt und ich schwofe mit diesen wunderbaren jungen Menschen im TV um die Wette. Verr\u00fcckt? Klar, aber so soll es sein.<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p>Sehe eben, <strong>Rock am Ring<\/strong> l\u00e4uft wieder. Sicherheit ist laut Polizei festgestellt. Man wird nachher auseinanderklab\u00fcstern k\u00f6nnen, ob das Procedere optimal war oder nicht. Jetzt sei erstmal allen, die oben auf dem Ring sind, doppelte Freude gew\u00fcnscht.<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p>Nur ein bisschen <strong>Zeitung gelesen beim Samstagsfr\u00fchst\u00fcck<\/strong>. Gleich summt das Hirn wieder wie ein Bienenschwarm und will sich (vor-)schnelle Meinungen bilden. ZU: Unterbrechung von Rock am Ring wg. Terrorgefahr. Ergo: Alles schwer zu beurteilen im Moment, weshalb erstmal als oberste Regel richtig ist, Gefahr f\u00fcr Leib und Leben abzuwenden. ZU: Trumps Ausstieg aus dem Klimaabkommen. Ergo: Dann muss die \u00fcbrige Welt halt die USA vorerst &#8211; bis die Americaner selbst die Trumpfarce beenden &#8211; links liegen lassen und tun, was n\u00f6tig ist. ZU &#8230;<\/p>\n<p>ZU: Suchtgefahr durch \u00fcberm\u00e4\u00dfige Facebook-Nutzung. Ergo: Ich wei\u00df nur, dass FB f\u00fcr mich ein heftiges Hirnjogging ist, sobald ich bem\u00fcht bin, den Themenspr\u00fcngen in der Timeline und vor allem den Gedankenspr\u00fcngen in den Diskussionen zu folgen. ZU der Lachnummer bei diesem Fr\u00fchst\u00fcck, meinem Horoskop, das da sagt: &#8222;Mit Ihrer berauschenden Freundlichkeit bereiten Sie vielen Menschen Freude. Wie sch\u00f6n, dass Sie davon auch etwas zur\u00fcckbekommen.&#8220;<\/p>\n<hr \/>\n<p>01.06.2017<\/p>\n<p>Wenn ich es richtig \u00fcberblicke, gehen <strong>an diesem Pfingstwochenende die drei \u00e4ltesten musikalisch orientierten Open-air-Festivals<\/strong> Deutschlands, wom\u00f6glich Europas, vielleicht der Welt \u00fcber die B\u00fchnen. Und alle drei in Rheinland-Pfalz. Das j\u00fcngste Glied im Trio ist mit 32 Jahren ROCK AM RING, gefolgt vom 42-j\u00e4hrigen Mainzer OPENOHR. Senior im Bunde, freilich mit mehrfach gebrochener Geschichte, ist das WALDECK LIEDERFESTIVAL, erstmals veranstaltet 1964. Den K\u00fcnstlern und Veranstaltern sei gutes Gelingen gew\u00fcnscht, dem Publikum viel Freude &#8211; und allen zusammen, dass Blitz, Donner, Regenflut und Hagelschlag m\u00f6glichst ferne bleiben.<\/p>\n<hr \/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>30.06.2017 Weil j\u00fcngst nach langer Zeit mal wieder ein paar Leute versucht haben, mich per Handy zu erreichen: Kinners, das ist zwecklos! Denn ich habe mich schon vor zwei Jahren f\u00fcr eine mobilfunkfreie Lebens- und Arbeitsweise entschieden und mein Handy damals nach mehrfacher Ank\u00fcndigung aus dem aktiven Dienst genommen. 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