{"id":941,"date":"2017-10-29T23:00:00","date_gmt":"2017-10-29T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/blog\/guten-tag-allerseits-im-oktober-2017\/"},"modified":"2022-05-17T12:24:16","modified_gmt":"2022-05-17T11:24:16","slug":"guten-tag-allerseits-im-oktober-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2017\/10\/29\/guten-tag-allerseits-im-oktober-2017\/","title":{"rendered":"Guten Tag allerseits &#8211; im Oktober 2017"},"content":{"rendered":"<p>29.10.2017<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"http:\/\/pecht.koblenz-net.de\/D7\/sites\/default\/files\/styles\/thumbnail\/public\/siebte%20kreuz.jpg?itok=WxWk_GBS\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-936\" style=\"float: right; height: 220px; margin: 5px; width: 215px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/siebte-kreuz.jpg\" alt=\"\" width=\"215\" height=\"220\" \/> <\/a> Sie ist eine der ber\u00fchmtesten Mainzerinnen, geh\u00f6rte in weiten Kreisen freilich nie zu den beliebtesten: die Kommunistin und Schriftstellerin <strong>Anna Seghers<\/strong> (1900\u20131983). Vor 75 Jahren erschien ihr gro\u00dfer Roman <strong>\u201eDas siebte Kreuz\u201c<\/strong>. Dieser Tage sind dem Text wie seiner Autorin in Mainz und Frankfurt eine F\u00fclle von Veranstaltungen gewidmet. An zentraler Stelle steht dabei die zweite je in Deutschland produzierte Adaption des Werkes f\u00fcr die B\u00fchne; die erste war 1981 in Schwerin zu sehen. An diesem Wochenende gab <strong>Anselm Weber<\/strong> damit seinen Regieeinstand als neuer Intendant des <strong>Schauspiels Frankfurt<\/strong>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-premiere-am-schauspiel-frankfurt-das-siebte-kreuz-als-intensives-buehnenspiel-_arid,1723798.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meine Premierenbesprechung hier<\/a><br \/>\n<em>4000 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>28.10.2017<\/p>\n<p><strong>Nachtrag zu meinen #meToo-Anmerkungen vom 26.10.<\/strong><br \/>\n<em>wer jenen Text noch nicht kennt, kann ihn <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2017\/10\/24\/die-metoo-bewegung-finde-ich-gut\/\">hier<\/a> nachlesen:<\/em><\/p>\n<p>Es wird jetzt der Ruf laut nach neuen gesetzlichen Regelungen wider sexistische \u00dcbergriffigkeit. Man kann das \u00fcberlegen, vielleicht w\u00e4re es im einen oder anderen Bereich sinnvoll bzw. hilfreich. Nach meinem Daf\u00fcrhalten ist das derzeit hierzulande aber nicht der entscheidende Punkt.<\/p>\n<p>Man mag sich das der Einfachheit halber w\u00fcnschen, aber es lassen sich \u00fcber Jahrhunderte des Patriarchats gewachsene Unkultur-Praktiken nunmal kaum mit ein paar formalen Federstrichen aus der Welt schaffen. Dazu bedarf es vielmehr einer Art Kulturrevolution der Geschlechterbeziehung, eines gesellschaftlichen Prozesses hin zur allgemeinen \u00c4chtung sexistischer \u00dcbergriffigkeit in Wort und Tat. (Dass m\u00e4nnliche Macht-, Dominanz- und Privilegstrukturen in Wirtschaft, Politik und \u00f6ffentlichem Leben aufgebrochen und zerbrochen werden m\u00fcssen, habe ich nicht eigens thematisiert, weil: Den Kampf darum betrachte ich als Selbstverst\u00e4ndlichkeit.)<\/p>\n<p>Und dies noch, das auch ich \u00fcber die Jahrzehnte erst lernen musste und alle Tage wieder bedenken muss: Jede Frau hat das Recht, ihre ganz eigenen individuellen Grenzen zu ziehen. Die k\u00f6nnen obendrein in jedem Einzelfall gegen\u00fcber verschiedenen M\u00e4nnern auch noch v\u00f6llig unterschiedlich verlaufen. Im einen Fall erlauben Vertrautheit, Vertrauen, Freundschaft, N\u00e4he, wechselseitige Zuneigung Umarmungen, K\u00fcsschen, geziemendes Anfassen oder sogar mal verspielt frivole Bemerkungen. Im anderen Fall verletzt dies, das oder jenes einige bzw. alle Grenzlinien.<\/p>\n<p>Gewiss, es ist nicht immer einfach, herauszufinden, was, wann bei wem gilt. Aber: Selbst chauvenistische Dickh\u00e4uter k\u00f6nnten &#8211; wenn sie mannhaft genug w\u00e4ren, es zu wollen &#8211; Distanzverhalten, abwehrende Blicke und Gesten, missbilligende Bemerkungen als das verstehen, was sie sind: ein NEIN. Und nein hei\u00dft nein &#8211; ist das genaue Gegenteil von Ja.<\/p>\n<hr \/>\n<p>26.10.2017<\/p>\n<p>So, Feierabend. Kleiner Schnitt zum Wochenende &#8211; f\u00fcr ein paar Tage raus aus der Arbeit am Buch \u00fcber 210 Jahre Geschichte des Koblenzer Musik-Instituts und rein in aktuelle Kritikerpflichten: Am Freitag im Schauspiel Frankfurt Regieeinstand des neuen Intendanten Anselm Weber mit einer B\u00fchnenadaption von Anna Seghers &#8222;Das siebte Kreuz&#8220;; am Samstag Premiere &#8222;Soul Chain&#8220;, neue Produktion der Tanzsparte am Mainzer Staatstheater.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Bucharbeit grabe ich mich seit einigen Tagen durch das Teilthema <strong>&#8222;Koblenzer Kulturleben 1933 bis 1945&#8220;<\/strong>. Einmal mehr wird mir dabei deutlich: Gleichschaltung und Unterwerfung (nicht nur) des Kulturlebens vollzogen sich f\u00fcr damalige Zeitgenossen vielfach weniger im schlagzeilentr\u00e4chtigen Gro\u00dfen, sonder als schleichende Prozesse im Kleinen. Da wirkt ein Mix aus auf den den ersten Blick oft wenig spektakul\u00e4ren Verwaltungsakten, diversen Personalrochaden sowie peu a peu fortschreitender, anfangs fast unscheinbarer ideologischer Beeinflussung der \u00f6ffentlichen Stimmung und Meinung. Bis schlie\u00dflich die Nazis pl\u00f6tzlich s\u00e4mtliche Kulturapparate beherrschen und organisatorisch wie inhaltlich die NSDAP-Kommandowirtschaft das Regiment \u00fcbernommen hat.<\/p>\n<hr \/>\n<p>25.10.2017<\/p>\n<p>Diese aktuelle <strong>#metoo-Bewegung<\/strong> finde ich gut &#8211; auch wenn ich \u00fcber die Jahrzehnte sehr viele Frauen getroffen habe, bei denen Mannsversuche verbaler oder gar h\u00e4ndischer \u00dcbergriffigkeit keinesfalls ungestraft blieben. Aber es kann ja selbst im Falle solch starker Frauen nicht sein, dass sie in permanenter Bereitschaft leben m\u00fcssen, sich zu wehren oder zur\u00fcckzuschlagen. Da chauvenistische \u00dcbergriffigkeit, wie #metoo zeigt, leider und unertr\u00e4glicherweise offenkundig anhaltend ein Massenph\u00e4nomen ist, bleibt wohl gerade auf M\u00e4nnerseite noch einiges zu tun.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2017\/10\/24\/die-metoo-bewegung-finde-ich-gut\/\">Weitere Anmerkungen zu diesem Thema<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>23.10.2017<\/p>\n<p>\u201eDas Orchester hier hat mit einer Wollust ge\u00fcbt und gespielt und mich gelobt, wie es mir noch nie passiert ist.\u201c Derart freute sich Johannes <strong>Brahms<\/strong> \u00fcber die triumphale Urauff\u00fchrung seiner <strong>2. Sinfonie<\/strong> anno 1877. \u00c4hnliche Anwandlungen durchzucken den Zuh\u00f6rer jetzt mehrfach w\u00e4hrend der Realisation desselben Werkes durch die <strong>Rheinische Philharmonie<\/strong> beim Koblenzer Musik-Institut. Wie damals im Wiener Musikverein das Publikum gespannt war auf die neueste Komposition von Brahms, so jetzt das Auditorium in der Rhein-Mosel-Halle auf die Leistung des hiesigen Staatsorchesters beim <strong>zweiten Anrechtskonzert <\/strong>unter Stabf\u00fchrung seines neuen Chefdirigenten Garry Walker.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-anrechtskonzert-im-musikinstitut-hinreissender-dialog-zwischen-dirigent-und-orchester-_arid,1720452.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meine Konzertbesprechung hier<\/a><br \/>\n<em>3900 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent<\/em><\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p>S\u00e4mtlichen Gratuliererinnen und Gratulanten meinen allerherzigliebsten Dank &#8211; f\u00fcr die guten W\u00fcnsche sowie den Zuspruch, auch f\u00fcrderhin die mal ernsthaft, mal schalkhaft spitzige Feder nicht stillestehen zu lassen. Ich bin ob der Alterung mit ihrem steten Zugewinn an Erfahrung und Erkenntnis nicht gram. Allenfalls etwas irritiert \u00fcber den Umstand, dass ich nun ein Jahr \u00e4lter bin als der Gro\u00dfvater geworden ist &#8211; den mein Kindheitsged\u00e4chtnis nur als ururalten Greis zeigt.<\/p>\n<hr \/>\n<p>19.10.2017<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-875\" style=\"float: right; height: 167px; margin: 5px; width: 150px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/quergedanken-logo.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"167\" \/><\/p>\n<p>Eigentlich ist es noch viel zu fr\u00fch f\u00fcr meine Monatskolumne &#8222;Quergedanken&#8220;. Aber die aktuelle Folge ist &#8222;Vaterlandslose Gesellen&#8220; betitelt und handelt vom Thema &#8222;Heimat&#8220;. Weil das eben jetzt in allen Medien rauf und runter diskutiert wird, droht mir das Thema &#8211; wie es in der Journalistenzunft hei\u00dft &#8211; &#8222;wegzulaufen&#8220;. H\u00e4ufig ist es aus organisatorischen Gr\u00fcnden unvermeidlich, die &#8222;Quergedanken&#8220; schon zwei bis vier\u00a0 Wochen vor Abdruck im mittelrheinischen Monatsmagazin &#8222;Kulturinfo&#8220; zu schreiben. Die jetzige Nr. 153 entstand bereits in der ersten Oktoberwoche. Damit es nachher nicht hei\u00dft, der Autor bete blo\u00df den medialen Mainstream nach, habe ich mich f\u00fcr die vorgezogene Publikation im Netz entschieden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2017\/10\/18\/vaterlandslose-gesellen\/\">&#8222;Quergedanken&#8220; 153: Vaterlandslose Gesellen<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>13.10.2017<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"http:\/\/pecht.koblenz-net.de\/D7\/sites\/default\/files\/styles\/thumbnail\/public\/Winterreise.jpg?itok=u2qJa7Ar\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-937\" style=\"float: right; height: 211px; margin: 5px; width: 220px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Winterreise.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"211\" \/> <\/a> Es kommt seltener vor als gemeinhin angenommen, dass mehrere (professionelle) Kritiker eine B\u00fchnenproduktion v\u00f6llig gegens\u00e4tzlich bewerten. Viel \u00f6fter neigen sie &#8211; freilich mit verschiedenen Abstufungen, Blickwinkeln, Gewichtungen &#8211; in gemeinsamer Grundtendenz zur einen oder anderen Urteilsrichtung. Hinsichtlich der j\u00fcngsten Produktion des<strong> Hessischen Staatsballetts, &#8222;Eine Winterreise&#8220;<\/strong> ist nun allerdings der Extremfall eingetreten: Volker Milch (Rhein-Main-Presse) schreibt vom Besten, das die Wiesbadener Tanzsparte seit Jahrzehnten geboten h\u00e4tte. Ich hingegen komme, wie auch Sylvia Staude (Frankfurter Rundschau), zu dem Ergebnis, dass dies eine der schw\u00e4chsten Choreographien von Tim Plegge ist.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-neue-tanzproduktion-in-wiesbaden-staatsballet-verlaeuft-sich-bei-seiner-winterreise-_arid,1716091.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meine Besprechung des &#8222;Winterreise&#8220;balletts&#8220; hier<\/a><br \/>\n<em>3600 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>09.10.2017<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"http:\/\/pecht.koblenz-net.de\/D7\/sites\/default\/files\/styles\/thumbnail\/public\/Hamlet%20MZ.jpg?itok=_lyVu6g8\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-938\" style=\"float: right; height: 192px; margin: 5px; width: 220px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Hamlet-MZ.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"192\" \/> <\/a> Einer der gr\u00f6\u00dften Klassiker auf kleines Format reduziert: Regisseur K. D. Schmidt l\u00e4sst \u201e<strong>Hamlet<\/strong>\u201c stramm in nur zwei Stunden auf einem kaum zwei Meter tiefen B\u00fchnenstreifen vor dem eisernen Vorhang spielen. Das ist der sehenswerte Beitrag des Staatstheaters Mainz zum ringsumher opulenten Shakespeare-Reigen in der Theatersaison 2017\/18.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-was-sie-auch-tun-sie-tun-es-einander-an-staatstheater-feiert-hameltpremiere-_arid,1714239.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meine Premierenkritik hier<\/a><br \/>\n<em>4300 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>08.10.2017<\/p>\n<p>Ein sch\u00f6nes Zitat:<\/p>\n<p><em>&#8222;Wer dem Hass mit <strong>Hass<\/strong> begegnet, hat sich schon verformen lassen, hat sich schon jenem angen\u00e4hert, von dem die Hassenden wollen, dass man es sei. Dem Hass begegnen l\u00e4sst sich nur durch das, was dem Hassenden abgeht: genaues Beobachten, nicht nachlassendes Differenzieren und Selbstzweifel.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><strong>Carolin Emcke<\/strong> <em>(gefunden gestern im Programmheft zu &#8222;Hamlet&#8220; am Staatstheater Mainz)<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>06.10.2017<\/p>\n<p>Diesj\u00e4hriger Tr\u00e4ger des <strong>Literaturnobelpreises<\/strong> ist also <strong>Kazuo Ishiguro<\/strong>. Die \u00fcblichen Irritationen und die Einspr\u00fcche gegen den Entscheid halten sich diesmal in Grenzen, denn der japanische Brite ist kein Unbekannter. Er steht seit drei Jahrzehnten hierzulande und in vielen anderen L\u00e4ndern immer wieder auf den Bestenlisten, gelegentlich sogar Bestsellerlisten. Selbst wem der Name nicht gel\u00e4ufig ist, hat wom\u00f6glich die ziemlich bekannten Romanverfilmungen \u201eWas vom Tage \u00fcbrig bleibt\u201c und \u201eAlles, was wir geben mussten\u201c gesehen. Das Stockholmer Komitee hat eine gute Wahl getroffen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2017\/10\/05\/eine-gute-wahl-literaturnobelpreis-fuer-kazuo-ishiguro\/\">Mein Kommentar zum Literaturnobelpreis 2017 hier<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>05.10.2017<\/p>\n<p>p&gt;<a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"http:\/\/pecht.koblenz-net.de\/D7\/sites\/default\/files\/styles\/thumbnail\/public\/Walker.jpg?itok=XLZtEMH1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-158\" style=\"float: right; height: 220px; margin: 5px; width: 103px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Walker.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"533\" \/> <\/a><\/p>\n<p>Wenn der verehrten Leserschaft der nachfolgende Text vor Augen kommt, wird <strong>Garry Walker<\/strong> sein Einstandskonzert am Mittelrhein bereits dirigiert haben. Der Terminplan wies es f\u00fcr den 22. September als erstes Anrechtskonzert 2017\/18 beim Musik-Instituts Koblenz aus. F\u00fcr diesen Artikel jedoch trafen wir uns zum Gespr\u00e4ch schon am 3. September, dem diesj\u00e4hrigen Tag der offenen T\u00fcr im G\u00f6rreshaus, der Koblenzer Heimstatt der <strong>Rheinische Philharmonie<\/strong>. Es galt, einer Pers\u00f6nlichkeit n\u00e4her zu kommen, die in den n\u00e4chsten Jahren diesen Klangk\u00f6rper als <strong>Chefdirigent<\/strong> k\u00fcnstlerisch pr\u00e4gen wird.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2017\/10\/04\/willkommen-in-koblenz-mister-garry-walker\/\">Das ganze Gespr\u00e4chfeature hier<\/a><br \/>\n<em>freier Lesetext, 12 600 Anschl\u00e4ge, 8 &#8211; 10 Minuten Lesezeit<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>02.10.2017<\/p>\n<p>Es ist f\u00fcr den Au\u00dfenstehenden nicht ganz einfach zu begreifen, was so viele <strong>Katalanen<\/strong> ein so starkes<strong> Bed\u00fcrfnis nach Unabh\u00e4ngigkeit<\/strong> empfinden l\u00e4sst. Wie bei anderen regionalen Bestrebungen zur Losl\u00f6sung von bisherigen Nationalstaaten muss man wohl auch in diesem Fall tief in die Regional-\/Volksgeschichte eintauchen, um verstehen zu k\u00f6nnen, <strong>woher das kommt<\/strong>. Beim Nachlesen \u00fcber Katalonien stie\u00df ich zuerst darauf: Diese Region stand im spanischen B\u00fcrgerkrieg an der Seite der Republik gegen Franco, wurde heftig bombardiert und blutig niedergeworfen. Die katalanische Sprache wurde hernach von der francistischen Zentralregierung verboten, ihre Benutzung mit Gef\u00e4ngnis bestraft. Dies ist nur eines der Kapitel einer sehr problematischen Beziehung zwischen Madrid und Katalonien, deren meist d\u00fcstere Geschichte wohl bis auf die Reconquista zur\u00fcckgeht. Die \u00dcberheblichkeit des spanischen Oberparagrafenreiters Mariano Rajoy &#8211; der noch immer nicht verstanden hat, dass er Pr\u00e4sident nicht einer Nation, sondern eines Vielv\u00f6lkerstaates ist &#8211; f\u00fcgt dem jetzt leider ein weiteres Kapitel hinzu.<\/p>\n<hr \/>\n<p>02.10.2017<\/p>\n<p>Ein pralles Theaterwochenende liegt hinter mir. Es f\u00fchrte den Kritiker erst ins Schauspiel Frankfurtk, hernach zum Ballett am Theater Koblenz.<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"http:\/\/pecht.koblenz-net.de\/D7\/sites\/default\/files\/styles\/thumbnail\/public\/Richard.jpg?itok=VO6ZmoaZ\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-939\" style=\"float: right; height: 196px; margin: 5px; width: 220px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Richard.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"196\" \/> <\/a> Aufregende Raumsituation mit nach vier Seiten offenem Arena-Spiel, darin mit<strong> Wolfram Koch<\/strong> ein enorm starker Titelheld: So gelingt dem Regisseur <strong>Jan Bosse<\/strong> mit Shakespeares d\u00fcsterem Drama &#8222;<strong>Richard III.<\/strong>&#8220; \u00fcber den b\u00f6sesten B\u00f6sewicht der\u00a0 Theatergeschichte ein gro\u00dfer, mitrei\u00dfender Abend.\u00a0 Das ist am <strong>Schauspiel Frankfurt<\/strong> ein <strong>Spielzeitauftakt<\/strong> nach Ma\u00df. Der markiert zugleich den dortigen Beginn der Intendanz von Anselm Weber in der Nachfolge Oliver Reeses, der seinerseits Claus Peymann als Chef des Berliner Ensembles abl\u00f6st.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-shakespeare-traegt-auch-ohne-plakativen-gegenwartsbezug-_arid,1711351.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meine Premierenkritik hier<\/a><br \/>\n<em>4000 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent<\/em><\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"http:\/\/pecht.koblenz-net.de\/D7\/sites\/default\/files\/styles\/thumbnail\/public\/Helden.jpg?itok=0R200-tu\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-940\" style=\"float: right; height: 191px; margin: 5px; width: 220px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Helden.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"191\" \/> <\/a> Zweite Premiere auf dem Einsatzplan am zur\u00fcckliegenden Wochenende: &#8222;<strong>Gefallene Helden<\/strong>&#8222;, erste <strong>Ballettproduktion<\/strong> am <strong>Theater Koblenz<\/strong> in der Saison 2017\/18. Das kleine Haus bietet daf\u00fcr einiges auf: Drei Choreografen, zwei Dirigenten und einen leibhaftigen Komponisten, im Graben die Rheinische Philharmonie in unterschiedlichen Besetzungen, auf der B\u00fchne zwei Schauspieler und nat\u00fcrlich die gesamte Tanzcompagnie. An Abwechslung herrscht kein Mangel bei diesem 135-min\u00fctigen Abend aus drei eigenst\u00e4ndigen Teilen &#8211; zu dem auch die Urauff\u00fchrung einer fulminanten Auftragskomposition des bei der umjubelten Premiere anwesenden Marijn Simons geh\u00f6rt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-wechselfaelle-der-liebe-dreimal-durch-tanz-erzaehlt-_arid,1711350.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meine Premierenkritik hier<\/a><br \/>\n<em>5000 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent<\/em><\/p>\n<hr \/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>29.10.2017 Sie ist eine der ber\u00fchmtesten Mainzerinnen, geh\u00f6rte in weiten Kreisen freilich nie zu den beliebtesten: die Kommunistin und Schriftstellerin Anna Seghers (1900\u20131983). Vor 75 Jahren erschien ihr gro\u00dfer Roman \u201eDas siebte Kreuz\u201c. Dieser Tage sind dem Text wie seiner Autorin in Mainz und Frankfurt eine F\u00fclle von Veranstaltungen gewidmet. 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