{"id":930,"date":"2017-12-26T23:00:00","date_gmt":"2017-12-26T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/blog\/guten-tag-allerseits-im-dezember-2017\/"},"modified":"2022-05-17T12:17:28","modified_gmt":"2022-05-17T11:17:28","slug":"guten-tag-allerseits-im-dezember-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2017\/12\/26\/guten-tag-allerseits-im-dezember-2017\/","title":{"rendered":"Guten Tag allerseits &#8211; im Dezember 2017"},"content":{"rendered":"<p>27.12.2017<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-875\" style=\"float: right; height: 167px; margin: 5px; width: 150px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/quergedanken-logo.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"167\" \/><\/p>\n<p>So. Weihnachten liegt hinter uns und zumindest mir nun geh\u00f6rig auf den H\u00fcften. Mit der Fastenphase hernach wird das erstmal nichts, denn es stehen noch allerhand T\u00f6pfchen und Tellerchen mit s\u00fc\u00dfem Geb\u00e4ck herum, eingeschleust von Verwandten und Freunden. Sei&#8217;s drum. Mich ruft die Pflicht zum seit 2001 traditionellen Neujahrsessay f\u00fcr die Rhein-Zeitung zur\u00fcck an den Schreibtisch. Die \u00dcberschrift wird tats\u00e4chlich lauten: &#8222;Sind denn alle verr\u00fcckt geworden?&#8220; Zuvor gehen noch die neuen <strong>&#8222;Quergedanken&#8220;<\/strong> raus (s.u.). Die aktuelle Ausgabe meiner <strong>Monatskolumne<\/strong> erz\u00e4hlt von einem Ereignis, das einem den treuen Lesern wohlbekannten Typen widerfahren wird: Freund Walter kommt auf die Theaterb\u00fchne.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2017\/12\/26\/mein-seltsamer-freund-walter\/\">2017-12-27 Quergedanken Nr. 155: Mein seltsamer Freund Walter<\/a><br \/>\n(freier Lesetext)<\/p>\n<hr \/>\n<p>21.12.2017<\/p>\n<h3>Jahresendgr\u00fc\u00dfe.<\/h3>\n<p>Sehr geehrte Damen und Herrn, liebe Kollegen\/innen, Freunde\/innen, Leute und Kinners,<\/p>\n<p>ein Jahr geht zuende, das wohl nicht nur ich hinsichtlich des gro\u00dfen Weltgeschehens mit seinem kleinen Zeitgeist am liebsten so bilanzieren w\u00fcrde: &#8222;Sind denn alle verr\u00fcckt geworden?!&#8220;. Ob 2018 besser wird, l\u00e4sst sich nicht vorhersagen, nur hoffen und w\u00fcnschen.<\/p>\n<p>Ich darf mich bedanken ggf. f\u00fcr gute Zusammenarbeit, f\u00fcr Interesse wie auch Kritik an meiner Arbeit. Es seien allerseits sch\u00f6ne Feiertage gew\u00fcnscht.<br \/>\n(Die Schreibstube geht jetzt bis 27.12. in den Schlafmodus).<\/p>\n<hr \/>\n<p>19.12.2017<\/p>\n<p>&#8222;Zuhause, wieder zuhause &#8211; und mit heilen Knochen!&#8220; Erleichterter Ausruf nach drei endlosen qualvollen Stunden beim <strong>&#8222;Weihnachts-Shopping&#8220;<\/strong> in der gro\u00dfen Stadt. Nur ein H\u00e4ndchen voll klitzekleiner Liebesgaben f\u00fcr die heimische Bagage war mein Begehr. Doch abgesehen von zwei B\u00fcchern aus meiner Hirn- und Herzensbuchhandlung blieb das Einkaufssackerl leer. Warum? Weil das urbane Warenparadies schon nach zwei Viertelstunden meine s\u00e4mtlichen Sinne unter ungeheuren Angebotsbergen von unfassbarem, pardon, immergleichem Schei\u00dfdreck versch\u00fcttet hatte. Als mir dann noch der Werbespruch entgegensprang &#8222;Wir shoppen nicht, wir kaufen uns gl\u00fccklich&#8220;, blieb mir als Rettungsring nur noch Shakespeare: &#8222;Erlaubt, dass ich gehe: Mir ist \u00fcbel.&#8220;<\/p>\n<hr \/>\n<p>18.12.2017<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"http:\/\/pecht.koblenz-net.de\/D7\/sites\/default\/files\/styles\/thumbnail\/public\/Oedipus%20MZ.jpg?itok=LxAe5ni4\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-923\" style=\"float: right; height: 192px; margin: 5px; width: 220px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Oedipus-MZ.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"192\" \/> <\/a> So. Letzte Kritik im alten Jahr. Jetzt schaltet die Schreibstube in den langsamen Gang, bevor sie ab Donnerstag dann bis nach Weihnachten ganz stillesteht. Premiere hatte in Mainz das Antikenst\u00fcck <strong>&#8222;Oedipus&#8220;<\/strong>. Allerdings nicht in der bekannten Sophokles-Fassung, sondern in der f\u00fcnf Jahrhunderte j\u00fcngeren <strong>Version des Seneca<\/strong>. Nach den 90 Minuten im <strong>Mainzer Staatstheater<\/strong> kann ich recht gut nachvollziehen, warum Letztere fast nie gespielt wird.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-oedipus-am-staatstheater-mainz-vom-ringen-mit-einem-antiken-stoff-_arid,1745889.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meine Premierenkritik<\/a><br \/>\n3600 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent<\/p>\n<hr \/>\n<p>15.12.2017<\/p>\n<p><strong>Aus der Schreibstube.<\/strong><br \/>\nImmer wieder werde ich gefragt: <strong>Wie lange arbeitest du<\/strong> eigentlich an so einer Theaterkritik oder der Quergedanken-Kolumne oder dem Neujahrsessay? Das ist kein Betriebsgeheimnis und berechnet sich &#8211; unter Ber\u00fccksichtigung, dass ich ein recht langsamer Denker und Schreiber bin &#8211; bei Theaterkritiken im Durchschnitt etwa so: Angenommen den Fall, im Mainzer Staatstheater hat ein mir unbekanntes St\u00fcck Premiere, dann fallen 2 bis 4 Stunden Vorablekt\u00fcre an (diese Phase entf\u00e4llt bei altbekannten St\u00fccken). Hinzu kommen gut 3 Std. f\u00fcr Hin-\/R\u00fcckfahrt. Aufenthaltszeit im Theater ca 3 Std. Schreibzeit am n\u00e4chsten Tag 4 bis 5 Std. Das macht in summa 13 bis 15 Stunden.<\/p>\n<p>An den &#8222;Quergedanken&#8220; sitze ich durchschnittlich 2 Tage. Das Feilen, Schleifen, Schmirgeln des glossierenden Textchens braucht seine Zeit. Und meist geht erst die vierte oder f\u00fcnfte Fassung in den Druck. Ganz anders die Arbeitsweise beim Neujahrsessay: Recherche und Materialsammlung laufen schon ab September\/Oktober als permanenter Prozess nebenher. Das Schreiben selbst erstreckt sich dann \u00fcber gut eine Woche.<\/p>\n<hr \/>\n<p>14.12.2017<\/p>\n<p class=\"rtecenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-924\" style=\"height: 215px; margin-left: 5px; margin-right: 5px; width: 215px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Monet.jpg\" alt=\"\" width=\"230\" height=\"230\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Monet.jpg 230w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Monet-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 230px) 100vw, 230px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-925\" style=\"height: 215px; margin-left: 5px; margin-right: 5px; width: 230px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Manga-klein.jpg\" alt=\"\" width=\"230\" height=\"215\" \/><\/p>\n<p>Noch drei Wochen besteht Gelegenheit, die Ausstellung zum Schaffen von Henry Moore im <strong>Arp Museum Remagen-Rolandseck<\/strong> zu besuchen. Am 8. Januar r\u00fccken dann Kr\u00e4ne und Tieflader an, um die teils tonnenschweren Gro\u00dfskulpturen des britischen K\u00fcnstlers zur\u00fcck auf ihre Stammpl\u00e4tze in Gro\u00dfbritannien zu schaffen. Blickwinkel \u00f6ffnen, Br\u00fccken schlagen, Verbindungen deutlich machen: Diese in Rolandseck verfolgte kuratorische Linie pr\u00e4gt auch die jetzt\u00a0 vorgestellten Ausstellungspl\u00e4ne des Museums f\u00fcr 2018. Stand das jetzt endende Jahr mit Moore ganz im Zeichen der Bildhauerei, so ist das kommende leitmotivisch \u00fcberschrieben mit \u201eRausch der Farbe\u201c. Malerei und ihre unterschiedliche Nutzung der Farben vom Mittelalter bis in die j\u00fcngste Gegenwart tritt ins Zentrum dreier gewichtiger Pr\u00e4sentationen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-vorschau-aufs-ausstellungjahr-arp-museum-ist-im-rausch-der-farbe-_arid,1745090.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mein Vorbericht auf die Ausstellungen 2018 hier<\/a><br \/>\n4000 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent<\/p>\n<hr \/>\n<p>13.12.2017<\/p>\n<p>Ewiges Geschlechterr\u00e4tsel zur Winterszeit: Bei den Damen gelten die langen Beinkleider f\u00fcr untendrunter &#8211; Strumpfhosen, Nylons, Leggins, Wadenbundh\u00f6schen &#8211; als derart attraktiv, ja sexy, dass sie bisweilen sogar offen sichtbar getragen werden. Bei den M\u00e4nnern hingegen wird die lange Unterhose schn\u00f6de als <strong>&#8222;Liebest\u00f6ter&#8220;<\/strong> diskriminiert. Da geschieht gro\u00dfes Unrecht!<\/p>\n<hr \/>\n<p>12.12.2017<\/p>\n<p>Das letzte<strong> Konzert beim Koblenzer Musik-Institut<\/strong> im alten Jahr hatte nur zwei Programmpunkte. Beides indes dicke Brocken, die mit 50 und 55 Minuten Spieldauer den Abend in der Rhein-Mosel-Halle prall f\u00fcllten: das Klavierkonzert Nr. 1 von Johannes Brahms und die 1. Sinfonie von Edward Elgar. Es spielte das Staatsorchester Rheinische Philharmonie unter Garry Walker, Solist am Fl\u00fcgel war Steven Osborne.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-orchester-und-pianist-als-gefuehlvolles-gesamtkonstrukt-anrechtskonzert-des-musikinstituts-_arid,1742925.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meine Konzertbesprechung<\/a><br \/>\n4000 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent<\/p>\n<hr \/>\n<p>09.12.2017<\/p>\n<p><strong>Samstagsfr\u00fchst\u00fcck<\/strong>: Wohlschmeckende Einfachheit auf dem Tisch, <strong>Gedanken d\u00fcmpeln tr\u00e4ge dahin<\/strong>, Blicke durchs Fenster hinaus in wei\u00dfe Winterlandschaft, auf die leise der Schnee rieselt. Der wahre Luxus sei Langsamkeit, lange Weile, Muse, erkl\u00e4rte Lesch diese Woche. Ich schwelge im Luxus. Schnee ward in der Fr\u00fch geschippt, Brennholzlager und Vorratskammer sind gut gef\u00fcllt. Spaziergang entf\u00e4llt, denn im Wald da knallt&#8217;s: Treibjagd ist &#8211; man bleibt besser weg. Beobachte das j\u00fcngst von eigener Hand gebaute Vogelh\u00e4uschen. Eifriger Zuspruch ginge anders: Nur zwei Meisen, Frau Amsel und Herr Buntspecht schauen mal kurz vorbei. Lese in der Zeitung von Freudent\u00e4nzen bei der Deutschen Bahn \u00fcber neue ICE-Schnellstrecke M\u00fcnchen\/Berlin, auch von Kritik, die Anbindung des Nahverkehrs sei noch nicht optimal. Das l\u00e4ndliche Hirn fragt irritiert: Was f\u00fcr ein Nahverkehr?<\/p>\n<hr \/>\n<p>08.12.2017<\/p>\n<p>Seit ich mich in jungen Jahren mal eingehend mit der Geschichte der <strong>deutschen Sozialdemokratie<\/strong> befasste und von da an ihre jeweils aktuelle Entwicklung aufmerksam verfolge, ist mein Verh\u00e4ltnis zur SPD ein sehr distanziertes. Von eben dieser Warte aus komme ich hinsichtlich der gestrigen Debatte auf dem Parteitag zu dem Eindruck: Diese war erstmals seit langer, langer Zeit wieder ein wirkliches Lebenszeichen der PARTEI.<\/p>\n<p>Was die schlussendlich zu erwartenden Ergebnisse angeht, bleibe ich skeptisch. Denn der angestammte Zustand der SPD ist de facto einer der Unentschlossenheit und des Schlingerns: Wollen wir f\u00fcr einen demokratischen Sozialismus eintreten ODER bleiben wir blo\u00df Reparaturkolonne des Kapitalismus? Immerhin: Solche Zwiesp\u00e4ltigkeit ist noch das kleinere \u00dcbel, verglichen mit dem Agieren der SPD-F\u00fchrung zB 1914 (Zustimmung zu Kriegskrediten), 1918-21 ( &#8222;Bluthund&#8220; Noske) oder in der \u00c4ra Schr\u00f6der (neoliberaler Durchmarsch und Hartz IV).<\/p>\n<hr \/>\n<p>07.12.2017<\/p>\n<p><strong>Sind wir eitel?<\/strong> Bin ich eitel? <strong>Aber ja, nat\u00fcrlich.<\/strong> Alle sind eitel, mal mehr das \u00c4u\u00dfere, mal eher Charakter und innere Werte betreffend; meist beides. Die wenigen Ausnahmen best\u00e4tigen nur die Regel &#8211; sofern f\u00fcr einige F\u00e4lle nicht sogar gilt: &#8222;Bescheidenheit ist die schlimmste Form der Eitelkeit&#8220;. Man zeige mir eine Wohnung ohne Spiegel, oder ein Naturvolk, dessen Mitglieder sich nicht schm\u00fccken. Die &#8222;sozialen Netzwerke&#8220; sind ein weltumspannendes Panoptikum der Eitelkeiten; was fr\u00fcher den Flaniermeilen, Marktpl\u00e4tzen, Sonntagsgottesdiensten vorbehalten war. Hand aufs Herz: Wer wollte nicht Wohlgefallen wecken und Anerkennung finden im Auge des Gegen\u00fcbers? Wer wollte sich nicht wertgesch\u00e4tzt, interessant, gemocht, bisweilen begehrenswert f\u00fchlen? Es ist auch bei der Eitelkeit erst die Dosis, die das Gift macht.<\/p>\n<hr \/>\n<p>05.12.2017<\/p>\n<p>Doch, ja: <strong>Seit dem gestrigen Nachmittag bin ich \u00fcbellaunig<\/strong>. Dabei hatte der Tag so sch\u00f6n begonnen &#8211; mit der Fertigstellung des 8. Kapitels (1933-45) meines Buches \u00fcber die 210-j\u00e4hrige Geschichte des Musik-Instituts Koblenz. Hernach waren ein paar Dinge im Supermarkt zu besorgen. Und wieder wollte es mir nicht gelingen, herauszufinden, was in den Packungen wirklich drin ist. Weil: Aufschriften unleserlich oder v\u00f6llig unverst\u00e4ndlich. Ich: Sooo einen Hals. Anschlie\u00dfend 3 Stunden herumge\u00e4rgert mit dem elektronischen Meldesystem der VG Wort. Dann Postdurchsicht mit folgenden Eing\u00e4ngen: 1. zw\u00f6lfseitiger Pr\u00fcfbescheid der Rentenversicherung \u00fcber Beitr\u00e4ge zur K\u00fcnstlersozialkasse; verstanden haben ich davon nix, au\u00dfer dass 39 Euro nachzuzahlen sind. 2. Meldebogen der Berufsgenossenschaft, bei dem ich nichtmal begriffen habe, was \u00fcberhaupt gemeldet werden soll. Schlie\u00dflich 3., unverlangte Zusendung einer neuen Bankcard ohne Info, ob die alte PIN g\u00fcltig bleibt. Und da soll man nicht die Kr\u00e4tze kriegen? Mit Verlaub, egal ob staatlich, privatwirtschaftlich oder verbandlich: Unsere B\u00fcrokratien sind eine Pest!<\/p>\n<hr \/>\n<p>03.12.2017<\/p>\n<p>Es haben mich heute ein paar Fotos erreicht, von Godehard Juraschek aufgenommen im Koblenzer Theater w\u00e4hrend meiner Laudatio auf Olaf Theisen, den Kuturpreistr\u00e4ger 2017 der Stadt Koblenz. Eine kleine Rednerstudie &#8230;<\/p>\n<p class=\"rtecenter\"><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"http:\/\/pecht.koblenz-net.de\/D7\/sites\/default\/files\/styles\/thumbnail\/public\/Preis1.jpg?itok=bxgBy8lm\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-926\" style=\"height: 188px; margin-left: 5px; margin-right: 5px; width: 248px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Preis1.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"167\" \/> <\/a> <a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"http:\/\/pecht.koblenz-net.de\/D7\/sites\/default\/files\/styles\/thumbnail\/public\/Pecht2.jpg?itok=XbmRTVgi\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-927\" style=\"height: 188px; margin-left: 5px; margin-right: 5px; width: 210px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Pecht2.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"197\" \/> <\/a> <a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"http:\/\/pecht.koblenz-net.de\/D7\/sites\/default\/files\/styles\/thumbnail\/public\/preis3.jpg?itok=DKXV0IuC\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-928\" style=\"height: 188px; margin-left: 5px; margin-right: 5px; width: 220px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/preis3.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"188\" \/> <\/a> <a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"http:\/\/pecht.koblenz-net.de\/D7\/sites\/default\/files\/styles\/thumbnail\/public\/Preis4.jpg?itok=HhsbycdJ\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-929\" style=\"height: 188px; margin-left: 5px; margin-right: 5px; width: 210px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Preis4.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"197\" \/> <\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>02.12.2017<\/p>\n<p>Man soll ja Fragen nicht mit Gegenfragen beantworten. Aber manchmal hilft das zum besseren Verst\u00e4ndnis. Frage also neulich (wieder mal) an mich: &#8222;<strong>Warum schreibst du<\/strong> &#8211; nicht nur beruflich f\u00fcr die Zeitung, sondernauch noch in der Freizeit, obendrein \u00f6ffentlich \u00fcber Pers\u00f6nliches?&#8220; Gegenfrage meinerseits: Warum fotografieren unz\u00e4hlige Zeitgenossen stets und st\u00e4ndig Landschaften, Sonnenauf- und -unterg\u00e4nge, Hund-Katze-Maus, sich selbst, ihre F\u00fc\u00dfe, ihre Mitmenschen, ihre Urlaubsorte, ihr Essen etc.pp. und verbreiten ihre Bilder hier und \u00fcberall? Gr\u00fcnde und Antworten mag nun jeder selbst finden und bedenken.<\/p>\n<p>Was meine Schreiberei angeht: Ich schreibe, weil ich eben ein Schreiber bin &#8211; ein prim\u00e4r schreibender (und lesender) Mensch, kein fotografierender, musizierender, malender, bildhauernder, schauspielender &#8230;. Ich schreibe, weil ich gar nicht anders kann (vielleicht auch nichts Anderes richtig kann). Ich schreibe, weil ich auf diesem Weg am klarsten denken und mich am besten mitteilen kann. Das war schon in Kindertagen so; da lie\u00df mich eine verst\u00e4ndige Lehrerin im 3. Volksschuljahr regelm\u00e4\u00dfig den ganzen Vormittag an meinem Aufsatz werkeln, w\u00e4hrend die \u00fcbrige Klasse schon l\u00e4ngst wieder beim Rechnen oder sonstwas war.<\/p>\n<hr \/>\n<p>01.12.2017<\/p>\n<p>Hinter dem aktuellen Glyphosat-Streit &#8211; wie hinter fast allen strittigen Themen im Bereich Agrarwesen und Lebensmittelproduktion &#8211; steckt die Frage: Was ist\/w\u00e4re eine &#8222;fortschrittliche Landwirtschaft&#8220; im 21. Jahrhundert? Hierzu sind derzeit zwei kontr\u00e4re Grundsatzantworten im Umlauf.<\/p>\n<p>1.) Fortschrittlich seien m\u00f6glichst gro\u00dffl\u00e4chig und quasi industriell zu bewirtschaftende Monokulturen, bepflanzt mit eigens daf\u00fcr genetisch konstruierten Fr\u00fcchten und auf dem Acker produziert mit Hilfe daf\u00fcr eigens entwickelter chemischer &#8222;Optimierungsstoffe&#8220;.<\/p>\n<p>2.) Fortschrittlich sei eine moderne B\u00e4uerlichkeit, die auf kleiner gehaltenen Wechsel- und Mischparzellen den gesamt\u00f6kologischen Erfordernissen gerechter wird und zugleich die mittel-\/langfristig entscheidende Produktivkraft des Agrarwesens bewahrt sowie aktuell optimal nutzen kann: die Biodiversit\u00e4t.<\/p>\n<p>Es wird nun kaum jemanden wundern, dass ich selbst zu Antwort Nr. 2 neige und hinzuf\u00fcge: Nr. 1 ist m.E. in Wahrheit eine r\u00fcckst\u00e4ndige Produktionsweise, weil sie a) alle modernen wissenschaftlichen Erkenntnisse \u00fcber die Funktionsweise der lokalen wie globalen \u00d6kosph\u00e4ren ignoriert. Und weil sie b) mittel- und langfristig selbst hinsichtlich der erforderlichen Nahrungsmittelmengen kontraproduktiv ist.<\/p>\n<hr \/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>27.12.2017 So. Weihnachten liegt hinter uns und zumindest mir nun geh\u00f6rig auf den H\u00fcften. Mit der Fastenphase hernach wird das erstmal nichts, denn es stehen noch allerhand T\u00f6pfchen und Tellerchen mit s\u00fc\u00dfem Geb\u00e4ck herum, eingeschleust von Verwandten und Freunden. Sei&#8217;s drum. 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