{"id":920,"date":"2018-09-29T23:00:00","date_gmt":"2018-09-29T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/blog\/guten-tag-allerseits-im-august-september-2018\/"},"modified":"2022-05-17T08:02:36","modified_gmt":"2022-05-17T07:02:36","slug":"guten-tag-allerseits-im-august-september-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2018\/09\/29\/guten-tag-allerseits-im-august-september-2018\/","title":{"rendered":"Guten Tag allerseits &#8211; im August\/September 2018"},"content":{"rendered":"<p>30.09.2018<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-909\" style=\"float: right; height: 205px; margin: 5px; width: 220px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Muller-Rogalla-klein.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"205\" \/>Er bleibt. Weitere f\u00fcnf Jahre. G\u00fcnter M\u00fcller-Rogalla, Intendant des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie in Koblenz. Im Juni 2018 war vermeldet worden, er und das Land Rheinland-Pfalz haben sich auf eine Verl\u00e4ngerung seines Vertrages bis ins Jahr 2024 geeinigt. Dann w\u00e4re der geb\u00fcrtige Idar-Obersteiner 62 Jahre alt und h\u00e4tte in zehn dieser Lebensjahre die Geschicke des Orchesters in Koblenz an ma\u00dfgeblicher Stelle mitgepr\u00e4gt. Vier sind bereits vor\u00fcber, als wir uns unl\u00e4ngst, kurz vor Start der Spielzeit 2018\/19, im G\u00f6rreshaus zum Gespr\u00e4ch trafen \u00fcber \u201eWie war\u2018s, wie ist\u2018s, was wird?\u201c.<\/p>\n<p>Mein Artikel <a href=\"\/D7\/node\/110\">&#8222;Wie war&#8217;s, wie ist&#8217;s, was wird?&#8220;<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>27.09.2018<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-910\" style=\"float: right; height: 199px; margin: 5px; width: 220px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Orbit.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"199\" \/>Die erste Tanzproduktion der neuen Spielzeit am Staatstheater Mainz besteht aus zwei schier gegens\u00e4tzlichen St\u00fccken. Da kommt \u201eIm Orbit\u201c zur Urauff\u00fchrung, eine kleine, kurze, leise, zarte Arbeit der britisch-zypriotischen D\u00fcsseldorferin Alexandra Waierstall. Darauf folgt die Wiederauff\u00fchrung der furiosen gro\u00dfen Tempochoreografie \u201eFall Seven Times\u201c, die das libanesisch-spanische Choreografenpaar Guy Nader und Maria Campos 2016 f\u00fcr Mainz kreiert hatte und die 2017 mit dem Theaterpreis \u201eFaust\u201c ausgezeichnet wurde.So unterschiedlich die beiden Teile sind, ist ihnen doch eines gemeinsam: Unisex \u2013 T\u00e4nzerinnen und T\u00e4nzer werden nicht mehr nach Rolle, Funktion, Bewegungsrepertoire, Kost\u00fcm geschlechtlich unterschieden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-klein-leise-zart-ein-tanzabend-ohne-geschlechterrollen-_arid,1874897.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meine Besprechung<\/a><br \/>\n(3400 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>26.09.2018<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-911\" style=\"float: right; height: 220px; margin: 5px; width: 213px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Signieren.jpg\" alt=\"\" width=\"213\" height=\"220\" \/>Artikel in der Rhein-Zeitung auf Basis eines Gespr\u00e4chs mit mir \u00fcber mein Buch zur Geschichte des Koblenzer Musik-Instituts. Das Foto entstand beim Signieren der ersten verkauften Exemplare am Rande des MI-Konzertes am vergangenen Freitag. Der RZ-Beitrag beginnt wie folgt:<\/p>\n<p>Andreas Pecht, Lesern dieser Zeitung als langj\u00e4hriger Kulturredakteur, dann als Autor bestens bekannt, erinnert sich gut an das Wechselbad der Gef\u00fchle, als er erstmals auf ein m\u00f6gliches Buchprojekt zum Musik-Institut angesprochen wurde: \u201eZun\u00e4chst erschrickt man nat\u00fcrlich, wenn man an den gro\u00dfen Zeitraum von 210 Jahren denkt, den es zusammenzufassen gilt\u201c, r\u00e4umt er ein. (&#8230;)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-seit-210-jahren-aus-liebe-zur-musik-andreas-pecht-stellt-die-geschichte-des-musikinstituts-koblenz-v-_arid,1874432.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Seit 210 Jahren aus Liebe zur Musik. Andreas Pecht stellt die Geschichte des Musik-Instituts Koblenz vor<\/a><br \/>\n(4300 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>25.09.2018<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-875\" style=\"float: right; height: 167px; margin: 5px; width: 150px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/quergedanken-logo.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"167\" \/>Es wird wieder Zeit f\u00fcr meine Monatskolumne &#8222;Quergedanken&#8220;. Man h\u00e4tte in der Folge 164 den verklingenden Rekordsommer thematisieren k\u00f6nnen oder die derzeit teils irrwitzigen Verrenkungen auf dem Politparkett. Aber dazu haben ja schon alle alles und noch viel mehr gesagt. Weshalb ich mich lieber den kleinen Fragen mit ihrem f\u00fcrs Individuum so gro\u00dfen Gewicht im immer schneller werdenden allt\u00e4glichen Lebens zuwende &#8211; nebst der Sorge meines Freundes Walter, die f\u00fcr Oktober am Theater Bonn angek\u00fcndigte Urauff\u00fchrung eines St\u00fcckes mit Titel &#8222;Wer ist Walter?&#8220; k\u00f6nne sein Inkognito gef\u00e4hrden. Und hinter all dem steckt ein Gedanke, der in der \u00dcberschrift schon anklingt<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2018\/09\/23\/leute-gebt-acht-auf-euch\/\">Quergedanken Nr. 164: Leute, gebt acht auf euch<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>23.09.2018<\/p>\n<p>Gebt Obacht, wenn ihr jetzt mit dem Auto unterwegs seid, vor allem in der Dunkelheit. Der erste Regen seit vielen Wochen hat eine m\u00e4chtige Kr\u00f6tenwanderung ausgel\u00f6st. Bei der Heimfahrt gestern Abend ging&#8217;s f\u00fcr mich streckenweise nur noch in Slalomschleichfahrt weiter. Das ist das wenigste, was man tun kann\/sollte, um den eigenen Beitrag zum sichtlichen Kr\u00f6tenmassaker so klein wie irgend m\u00f6glich zu halten.<\/p>\n<hr \/>\n<p>21.09.2018<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-912\" style=\"float: right; height: 393px; margin: 5px; width: 300px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Cover-mit-Rand_0.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"393\" \/>Freude, Spannung. Jetzt endlich geht das Ergebnis einer Arbeit an die interessierte \u00d6ffentlichkeit, die mich mehr als drei Jahre neben dem normalen Journalistengesch\u00e4ft auf Trab hielt. Am heutigen Abend beim ersten Saisonkonzert 18\/19 des Musik-Instituts Koblenz: <strong>Erstverkauf meines Buches &#8222;Aus Liebe zur Musik. Das Musik-Institut Koblenz im Lauf der Zeiten 1808 bis 2018&#8220;<\/strong> (Hardcover, 200 S., 25 Euro). Morgen (Sa, 22.09.) beginnt dann der Buchhandelsvertrieb \u00fcber die Niederlassungen und den online-shop der Koblenzer Buchhandlung Reuffel.\u00a0 &gt; Zur Reuffel-Site<\/p>\n<p>Ich selbst bin gespannt wie ein Flitzebogen. Denn ich kenne zwar das elektronische Buch-Layout, bekomme das fertige Druckwerk aber auch erst am Abend in die Hand. Zur Orientierung und als Appetitmacher f\u00fcr die potenzielle Leserschaft m\u00f6ge hier vorab das Buchvorwort dienen (freier Lesetext).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2018\/09\/20\/zum-erscheinen-meines-buches-ueber-die-210-jaehrige-geschichte-des-musik-instituts-koblenz\/\">Vorwort meines heute erscheinenden Buches \u00fcber die 210-j\u00e4hrige Geschichte des Musik-Instituts Koblenz<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>20.09.2018<\/p>\n<p>Doch ja, ich begreife durchaus die Aufregung und Emp\u00f6rung zur causa Maa\u00dfen. Der Vorgang ist in der Tat uns\u00e4glich. Also muss ich mich nun fragen, weshalb er bei mir nur ein sehr, sehr m\u00fcdes Achselzucken ausl\u00f6st, begleitet von einem kleinen Moment des Staunens. Ergebnis der Selbstbefragung: Wahrscheinlich, weil ich in mehreren Jahrzehnten der Politikbeobachtung hunderte \u00e4hnlicher Vorg\u00e4nge auf allen denkbaren Politebenen hierzulande und anderw\u00e4rts erlebt habe &#8211; und deshalb im Falle Maa\u00dfen von Anfang an mit einer L\u00f6sung in Richtung &#8222;lukrativen Weglobens&#8220; rechnete. Das kleine Staunen gilt diesmal dem Ausma\u00df der Unverfrorenheit Seehofers, dem Ausma\u00df des Merkel&#8217;schen Phlegmas sowie dem Ausma\u00df des taktischen Dilettantismus&#8216; und der politischen Haltlosigkeit auf Seiten der SPD-F\u00fchrung.<\/p>\n<hr \/>\n<p>19.09.2018<\/p>\n<p class=\"rtecenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-913\" style=\"height: 241px; margin-bottom: 5px; margin-top: 5px; width: 455px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Wiese.jpg\" alt=\"\" width=\"455\" height=\"241\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-914\" style=\"height: 254px; margin-bottom: 5px; margin-top: 5px; width: 455px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Weide.jpg\" alt=\"\" width=\"455\" height=\"254\" \/><\/p>\n<p>Unterwesterwald, Sommer 2018, nach fast vier Monaten Trockenzeit. Bild oben: meine &#8222;Blumenwiese&#8220; hinterm Haus. Bild unten: die Pferdeweide nebenan.<\/p>\n<hr \/>\n<p>17.09.2018<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-915\" style=\"float: right; height: 220px; margin: 5px; width: 178px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Richard-III.jpg\" alt=\"\" width=\"178\" height=\"220\" \/>Als im vergangenen Jahr Frankfurt die Spielzeit mit Jan Bosses Inszenierung von \u201e<strong>Richard III.<\/strong>\u201c inmitten der zur Arena umgestalteten Riesenhalle des dortigen Schauspielhauses er\u00f6ffnete, war das ein weithin wahrgenommener Paukenschlag. Im <strong>Staatstheater Wiesbaden<\/strong> geht man das Werk \u00fcber den m\u00f6rderischen Thron-Usurpator jetzt bescheidener an: F\u00fcr die B\u00fchne des Kleinen Hauses hat Ingo Kerkhof Shakespeares Drama fast auf Kammerspieldimension reduziert. Doch die kleine Form braucht hier sehr lange, bis sie ihre Reize ausspielen kann: Erst nach der Pause wird das Tr\u00f6mmelchen richtig ger\u00fchrt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-richard-iii-in-wiesbaden-das-beste-kommt-zum-schluss-_arid,1870580.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meine Kritik der Wiesbadener Premiere<\/a><br \/>\n(3900 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>14.09.2018<\/p>\n<p>Es gibt seit vielen Jahren ein untr\u00fcgliches <strong>Warnzeichen<\/strong>, wenn ich mal wieder dabei bin, abzurutschen in eine ungute Phase der \u00dcberarbeitung, des Genervtseins, des Zuvielwollens, des Mangels an Ruhe: Statt nach der ersten dreiviertel Stunde morgendlichen Waldmarsches im Zustand der Stille angekommen zu sein, w\u00e4lzt das Hirn unaufh\u00f6rlich berufliche und\/oder bedr\u00fcckende Fragen, kreist um Artikel- und Vortragsprojekte, formuliert S\u00e4tze, ja ganze Textabschnitte, sorgt sich um den Weltengang. Dann wird&#8217;s Zeit, die Bremse zu ziehen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>11.09.2018<\/p>\n<p>Weil ich wegen der kulturellen Terminlage derzeit die Wochenenden durcharbeiten muss, liegen die freien Tage eben mitten in der Woche. Sie ganz wegfallen zu lassen, wie fr\u00fcher oft geschehen, kann und mag ich nicht mehr dulden. Heute also den Tag begonnen, wie ich es liebe: mit behaglichem Fr\u00fchst\u00fcck und hernach einem ausgedehnten Waldmarsch. Dabei kam mir eine wahrscheinlich ziemlich alte und eigentlich banale Weisheit in den Sinn, die in der heutigen Gesellschaft indes kaum mehr eine Rolle spielt: <strong>Das Leben wird nicht erf\u00fcllter, wenn du m\u00f6glichst viele Erlebnisse hineinstopfst &#8211; es wird nur voller.<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>10.09.2018<\/p>\n<p>Wie die \u201e<strong>Kostprobe<\/strong>\u201c jeweils zum Saisonbeginn am <strong>Theater Koblenz<\/strong> eine mehr als 30-j\u00e4hrige Tradition hat, so hat dies auch das Witzeln, wie lange der Abend wohl dauern wird. Wetten werden abgeschlossen. Wer \u201eunter drei Stunden\u201c tippt, hat noch immer verloren. Gleichwohl war und ist das Haus zu diesem Anlass sehr gut gef\u00fcllt. Denn serviert werden da in dichter Folge leckere H\u00e4ppchen unterschiedlichster Art aus den Produktionen der anhebenden Spielzeit.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-20-gruesse-aus-der-theaterkueche-_arid,1867326.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mein Bericht \u00fcber die diesj\u00e4hrige &#8222;Kostprobe&#8220;<\/a><br \/>\n(4250 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>07.09.2018<\/p>\n<p>Langsam wird mir die Sache unheimlich. Wie s\u00e4mtliche in den vergangenen Wochen als gewitter- und\/oder regentr\u00e4chtig angek\u00fcndigten Tiefdruckgebiete, so zog auch das gestrige wieder achtlos \u00fcber unser Dorf und seine Umgebung hinweg. Nur ein paar wirkungslose Tr\u00f6pfchen hat es sich abgerungen.<strong> Bald vier Monate w\u00e4hrt die Trockenzeit<\/strong> hierorts nun schon. Ach, ihr G\u00f6tter, was habe ausgerechnet ich verbrochen, dass ihr die Meinen am langen Arm verdorren lasst?<\/p>\n<hr \/>\n<p>06.09.2018<\/p>\n<p>Inzwischen bin ich &#8211; aus vermehrt eigener Erfahrung &#8211; \u00fcberzeugt, dass die Natur mit einer gewissen, <strong>sich in zunehmendem Alter verst\u00e4rkenden Art der Vergesslichkeit<\/strong> zwei genau erwogene Zwecke verfolgt: a) Das st\u00e4ndige Suchen nach Schl\u00fcssel, Brille, Geldbeutel und anderen Utensilien verschafft dem betroffenen Akteur ein Grundma\u00df an k\u00f6rperlicher Bewegung; b) es st\u00e4rkt ihm\/ihr die Vertrautheit mit dem nahen Lebensraum. Beispiel: Die Suche nach meiner unl\u00e4ngst verschwundenen Sonnenbrille n\u00f6tigt mir anhaltend Hunderte von Gehschritten, B\u00fcck- und Streck\u00fcbungen ab, obendrein entdecke ich l\u00e4ngst vergessene Ecken im Haus wieder. Ergo: Allzu viel Ordnungsdisziplin ist kontraproduktiv.<\/p>\n<p class=\"rtecenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-916\" style=\"height: 370px; margin: 5px; width: 370px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Wir-sind-mehr.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"370\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Wir-sind-mehr.jpg 370w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Wir-sind-mehr-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/p>\n<hr \/>\n<p>04.09.2018<\/p>\n<p>Die erfreulichste Nachricht heute in der Fr\u00fchst\u00fcckszeitung: Statt der erwarteten 20 000 bis 30 000 haben 65 000 plus X Menschen an der Konzertkundgebung &#8222;<strong>#Wir sind mehr<\/strong> &#8211; Aufstehen gegen rechte Hetze&#8220; in Chemnitz teilgenommen. Das ist ein sch\u00f6nes Signal ins Land, dass die rechtsradikale Bewegung nicht DAS Volk vertritt. Eine der traurigsten Nachrichten dieses Morgens ist f\u00fcr mich: Das brasilianische Nationalmuseum in Rio de Janeiro ist mitsamt dem Gros seiner Best\u00e4nde Opfer eines Gro\u00dfbrandes geworden. Die Institution war eines der wichtigsten kulturgeschichtlichen Archive, Dokumentations-, Ausstellungs-, Forschungs- und Bildungszentren Lateinamerikas &#8211; und wurde in den vergangenen Jahren von gravierenden Sparma\u00dfnahmen gebeutelt, die auch dringende bauliche Sanierungsma\u00dfnahmen betrafen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>03.09.2018<\/p>\n<p>Wie j\u00fcngst das Staatstheater Mainz (s.u.), so startete jetzt auch das <strong>Theater Koblenz mit einem scharfen politischen Statement in die neue Spielzeit<\/strong>. Die Mainzer w\u00e4hlten f\u00fcr ihre dringliche Warnung vor fortschreitender Zersetzung von Demokratie und Humanismus den Interimsplenarsaal des Landtages und brachten dort Bj\u00f6rn Bickers \u201eDas letzte Parlament\u201c zur Urauff\u00fchrung. Koblenz ging am Wochenende mit gleicher Absicht einen anderen Weg: Es lud das Deutsche Theater Berlin ein, an zwei Abenden seine Produktion \u201eIt Can\u2018t Happen Here\u201c zu spielen &#8211; \u00fcber die Machtergreifung Rechtsradikaler via Wahlmehrheit.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-theaterstueck-als-denkanstoss-zur-zeit-wenn-die-demokratie-in-gefahr-ist-_arid,1864286.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mein Artikel zum Berliner Gastspiel in Koblenz<\/a><br \/>\n(4400 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>31.08.2018<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-917\" style=\"float: right; height: 224px; margin: 5px; width: 230px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Parlament.jpg\" alt=\"\" width=\"230\" height=\"224\" \/>Dieses Schauspiel st\u00fcrzt den Zuseher, zumal den \u00fcberzeugten Demokraten, in tiefe Nachdenklichkeit. Das <strong>Staatstheater Mainz<\/strong> hat f\u00fcr die<strong> Urauff\u00fchrung von Bj\u00f6rn Bickers St\u00fcck \u201eDas letzte Parlament (Ghost Story)\u201c<\/strong> einen ungew\u00f6hnlichen Spielort gew\u00e4hlt: den <strong>realen Plenarsaal des rheinland-pf\u00e4lzischen Landtages<\/strong>, derzeit wegen Sanierung des Stammhauses untergebracht im Mainzer Landesmuseum. Dort sitzt nun das Theaterpublikum auf Abgeordnetenpl\u00e4tzen und Trib\u00fcne \u2013 erlebt 90 Minuten schieren Abgesangs auf den heutigen Parlamentarismus.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-urauffuehrung-an-ungewoehnlichem-ort-aufruf-zur-liebe-im-mainzer-landtag-_arid,1862779.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meine Premierenkritik hier<\/a><br \/>\n(4200 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>30.08.2018<\/p>\n<p>Wieder mal gr\u00fcble ich \u00fcber ein seltsames Ph\u00e4nomen: Warum lassen s\u00e4mtliche Elektronikunternehmen &#8211; die sich sonst um jeden noch so kleinen Absatzmarkt das wildeste Hauen und Stechen liefern &#8211; eine durchaus gute Gesch\u00e4fte versprechende Marktnische seit jeher v\u00f6llig unbeachtet? Ich spreche von dem Bed\u00fcrfnis nach leicht zu bedienenden, einfachen, funktionell auf EINEN zentralen Anwendungszweck konzentrierten Ger\u00e4ten.<\/p>\n<p>Ich spreche von Telefonen, die nichts anderes k\u00f6nnen m\u00fcssen, als Anrufen und Angerufenwerden zu erm\u00f6glichen. Von Fernsehern, deren Bestleistung darin besteht, dem Zuseher aktuell laufende Sendungen zug\u00e4nglich zu machen. Von Waschmaschinen, die man nicht programmieren muss, sondern die waschen, wenn man sie einschaltet. Von K\u00fchlschr\u00e4nken, die nur k\u00fchlen, und Musikanlagen, die vor allem umstandslos Tontr\u00e4ger abspielen&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>F\u00fcr solche Ger\u00e4te w\u00fcrde ich gerne Geld ausgeben. Und da ich so furchtbar einmalig nicht bin, d\u00fcrfte es etliche hunderttausend Gleichgesinnte geben. Das w\u00e4re kein Mainstream-Markt, aber doch eine lukrative Nische. Dass kein Unternehmen sich daf\u00fcr interessiert, liegt wom\u00f6glich an den auch privat technikbegeisterten Typen in den Entwicklungs- und Marketingabteilungen. Die k\u00f6nnen sich gar nicht vorstellen, dass es Menschen geben k\u00f6nnte, die keinen Spa\u00df an tagelangem Konfigurieren und Einrichten haben, denen das permanente Herumjonglieren mit dutzenden oder hunderten Funktionsm\u00f6glichkeiten allenfalls Verdruss bereitet.<\/p>\n<hr \/>\n<p>29.08.2018<\/p>\n<p><strong>W\u00fcrde man der Logik rechtsradikaler<\/strong>, rassistischer, neonazistischer <strong>Hassprediger<\/strong>, Migrantenj\u00e4ger und ihrer Versteher <strong>folgen<\/strong>, so m\u00fcssten auch alle wei\u00dfen deutschst\u00e4mmigen V\u00e4ter und Onkel eingesperrt, fortgejagt oder totgeschlagen werden. Denn unter ihnen gibt es welche, die Kinder qu\u00e4len und missbrauchen. Ebenso w\u00e4re mit allen wei\u00dfen, deutschst\u00e4mmigen Ehem\u00e4nnern zu verfahren, denn etliche von ihnen vergewaltigen ihre Frauen. Nach besagter Logik m\u00fcssten auch s\u00e4mtliche wei\u00dfen, deutschst\u00e4mmigen Frauen gehetzt werden, da immer wieder manche von ihnen ihre Gatten ermorden oder ihre Babys t\u00f6ten&#8230;. Doch gl\u00fccklicherweise steht die Entv\u00f6lkerung des Landes nicht zur Debatte. Denn noch gelten die zivilisierten Prinzipien des Rechtsstaates. Und der macht nicht auf ganze Bev\u00f6lkerungsgruppen Jagd, nur weil einige Einzelt\u00e4ter aus diesen schwere Verbrechen begehen. Er verfolgt vielmehr den tats\u00e4chlichen Verbrecher, ahndet ggf. dessen individuelle Schuld. Und das ist gut so.<\/p>\n<hr \/>\n<p>27.08.2018<\/p>\n<p>Da wird das Gesicht von Elisabeth I. zur Fratze, und sie kreischt mit sich hysterisch \u00fcberschlagender Stimme: \u201eSie ist die Furie meines Lebens. Maria Stuart hei\u00dft jedes Ungl\u00fcck, das mich niederschl\u00e4gt.\u201c In diesem Moment zeigt die englische K\u00f6nigin im <strong>Mainzer Staatstheater<\/strong> jene Z\u00fcge, die sie ihrer schottischen Kontrahentin anh\u00e4ngt uind unterschreibt deren Todesurteil. Wir sind bei Friedrich Schiller und seinem Trauerspiel <strong>\u201eMaria Stuart\u201c<\/strong>, uraufgef\u00fchrt anno 1800 in Weimar, jetzt neu inszeniert als Er\u00f6ffnungsst\u00fcck der Mainzer Spielzeit 2018\/19.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-zwei-frauen-im-kampf-um-macht-und-liebe-schillers-trauerspiel-maria-stuart-eroeffnet-spielzeit-am-sta-_arid,1861057.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meine Premierenkritik hier<\/a><br \/>\n(4500 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>26.08.2018<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-918\" style=\"float: right; height: 220px; margin: 5px; width: 162px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Japan.jpg\" alt=\"\" width=\"162\" height=\"220\" \/>Im Hang zwischen Bundesstra\u00dfe und Haupteingang zum <strong>Arp Museum Remagen-Rolandseck<\/strong> hat der Gartendesigner Peter Berg einen Felsengarten angelegt. Das Areal ist Teil der jetzt er\u00f6ffneten <strong>neuen Ausstellung<\/strong> unter dem Titel <strong>\u201eIm Japanfieber. Von Monet bis Manga\u201c<\/strong>. Die Schau erstreckt sich von der Kunstkammer Rau des Museums im Richard-Meier-Bau bis in die Ausstellungsetage des historischen Bahnhofes \u2013 und endet oder beginnt eben in besagtem Garten vor der T\u00fcr.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-das-arp-museum-ist-im-japanfieber-_arid,1861072.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meine Ausstellungsbesprechung hier<\/a><br \/>\n(4200 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>23.08.2018<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-919\" style=\"float: right; height: 182px; margin: 5px; width: 230px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/ION-klein.jpg\" alt=\"\" width=\"230\" height=\"182\" \/>In <strong>Neuwied<\/strong> haben jetzt die Vorarbeiten f\u00fcr eine\u00a0 sich \u00fcber den ganzen September hinziehende Kunstaktion begonnen, die schon von der Anlage her au\u00dfergew\u00f6hnlich ist und Spannendes verspricht. Mit Zustimmung, ja im Auftrag des Pfarrers wird mit St. Matthias die gr\u00f6\u00dfte <strong>katholische Gemeindekirche<\/strong> am Ort <strong>f\u00fcr das &#8222;Projekt ION&#8220;<\/strong> mitsamt Kirchenb\u00e4nken fast v\u00f6llig <strong>ausger\u00e4umt<\/strong>.\u00a0 Es entsteht eine\u00a0 19 000 Quadratmeter gro\u00dfer Leerraum. Der steht drei Wochen lang\u00a0 sechs K\u00fcnstlern verschiedener Sparten als &#8211; jederzeit auch\u00a0 f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglicher &#8211; Inspirationsort, als Kreativwerkstatt, B\u00fchne und Gestaltungsraum zur freien Verf\u00fcgung. Kunst und Kirche auf neuen Wegen?! Ich sprach im Vorfeld am Ort des Geschehens mit dem ION-Projektleiter, Kaplan Oliver Seis.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2018\/08\/22\/neuwieder-gotteshaus-wird-freier-kunstraum\/\">Mein Vorbericht &#8222;Neuwieder Gotteshaus wird f\u00fcr einen Monat Kunstraum&#8220;<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>22.08.2018<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-875\" style=\"float: right; height: 167px; margin: 5px; width: 150px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/quergedanken-logo.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"167\" \/>Mit dem heutigen Druck beginnt die Erscheinensspanne f\u00fcr die Septemberausgabe des mittelrheinischen<strong> Monatsmagazins &#8222;Kulturinfo&#8220;<\/strong>. Damit kommt zugleich meine dort seit 2005 regelm\u00e4\u00dfig auf\u00a0 Seite 2 platzierte launig-glossierende <strong>Kolumne &#8222;Quergedanken&#8220;<\/strong> in Printform wie elektronisch unters Volk. Wieso Erscheinungsspanne und nicht -tag?\u00a0 Das k\u00f6nnte der interessierte Leser von ausw\u00e4rts fragen. Weil die Verbreitung dieses \u00e4ltesten Veranstaltungsmagazins am Mittelrhein sich \u00fcber mehrere Tage hinzieht. Verleger G\u00fcnther Schmitz f\u00e4hrt zuerst etliche tausend Exemplare des in einer Gesamtauflage von gut 80 000 erscheinenden Heftes h\u00f6chstselbst zu Verteil-\/Auslagestellen wie Kneipen\/Caf\u00e9s, Gesch\u00e4ften, Kulturinstitutionen, Bildungszentren &#8230; Ende August liegt das Heft dann hiesigen Lokalausgaben der Rhein-Zeitung bei. In den &#8222;Quergedanken&#8220; geht es diesmal um den <strong>Trockensommer 2018<\/strong>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2018\/08\/21\/klimawandel-laeuft\/\">Quergedanken Nr. 163: Klimawandel? L\u00e4uft.<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>21.08.2018<\/p>\n<p>Stecke im Augenblick bis \u00fcber beide Ohren in der Vorbereitung f\u00fcr eine mehrst\u00fcndige Veranstaltung bei den <strong>Marienberger Seminaren<\/strong>. Am kommenden Samstag (25.08.) werde ich dort (Bad Marienberg\/Westerwald) von 10.30 Uhr bis 16 Uhr \u00fcber die beiden rheinland-pf\u00e4lzischen Hauptjubilare 2018 sprechen: den Westerw\u00e4lder Friedrich <strong>Wilhelm Raiffeisen und den Trierer Karl Marx<\/strong> &#8211; beide geboren anno 1818, beide &#8211; auf ganz verschiedene Weise &#8211; von der Sozialen Frage umgetrieben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/marienberger-seminare.de\/marx-und-raiffeisen-der-eine-missbraucht-der-andere-vergessen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Infos zur Veranstaltung und Anmeldung hier<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>20.08.2018<\/p>\n<p>Es kommt nun an Wegrainen, Waldr\u00e4ndern und auf verbliebenen Streuobstwiesen das allj\u00e4hrliche Trauerspiel wieder zur Auff\u00fchrung: <strong>Tonnenweise verderben gute Fr\u00fcchte, weil sie niemand mehr von den Obstb\u00e4umen pfl\u00fcckt<\/strong>. Der Trag\u00f6die ersten Teil gaben im Fr\u00fchsommer die Kirschen. Den zweiten Teil geben dieser Tage Zwetschgen\/Pflaumen und Mirabellen. Zum Finale folgt alsbald die F\u00e4ulnis von \u00c4pfeln und Birnen.<\/p>\n<p>Also, liebe Naturfreunde, Bio- und Gesundk\u00f6stler, Resilienzanh\u00e4nger, Selbstversorgungstr\u00e4umer und\/oder Freunde bodenst\u00e4ndiger Traditionen: Gehet hin und erntet! Dann esst, backt Kuchen, friert ein, kocht ein, legt ein, saftet, marmeladisiert. Das bringt eine Menge Lebensfreude. ( Vorweg aber fragt Einheimische, F\u00f6rster, Gemeinden, wem dieser oder jener Baum geh\u00f6rt. Dann fragt den Besitzer, ob sie die Fr\u00fcchte selbst ernten oder euch \u00fcberlassen wollen. Viele werden froh sein, wenn &#8222;jemand das Zeug abmacht&#8220;.)<\/p>\n<hr \/>\n<p>14.08.2018<\/p>\n<p><strong>&#8222;Aus Liebe zur Musik. Das Musik-Institut Koblenz im Lauf der Zeiten 1808 bis 2018&#8220;<\/strong>. Unter diesem Titel wird mein 210-seitiges Buch in der letzten Septemberwoche erscheinen. Habe eben die letzte Kontrolldurchsicht der j\u00fcngsten Layout-Fassung abgeschlossen &#8211; und mich dabei gewaltig am Riemen rei\u00dfen m\u00fcssen, das Paket nicht nochmal aufzuschn\u00fcren. Alle Autoren kennen wohl das Ph\u00e4nomen: Am Ende meint man immer, dies, das und jenes doch wieder anders und vermeintlich noch besser machen zu k\u00f6nnen\/m\u00fcssen. Irgendwann allerdings muss Schluss sein. So jetzt bei mir, denn der Drucktermin dr\u00fcckt.<\/p>\n<hr \/>\n<p>13.08.2018<\/p>\n<p>Doch ja, es w\u00e4re mir lieb, wenn der hierorts seit 20 Minuten niedergehende sanfte <strong>Schn\u00fcrlregen<\/strong> einige Tage andauern w\u00fcrde. Man kann f\u00f6rmlich sehen, wie Garten, Wiesen, Wald das viele Wochen entbehrte Nass einsaugen, gierig saufen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>12.08.2018<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Zeitungslekt\u00fcre beim behaglichen Samstagsfr\u00fchst\u00fcck geht mir dies durch den Kopf: Da l\u00e4sst jemand eine Kaffeetasse fallen. Bald verbreiten nachbarliche Ger\u00fcchtem\u00e4uler, dieser Jemand habe die ganze Wohnung verw\u00fcstet. Im Volksmund nennt man das: <strong>Aus einer M\u00fccke einen Elefanten machen<\/strong>. So \u00e4hnlich funktioniert der derzeitige <strong>Streit um Kindergeldzahlungen<\/strong> des deutschen Staates an im EU-Ausland lebende Kinder, deren Eltern(teile) hierzulande leben\/arbeiten.<\/p>\n<p>Die realen Zahlen sagen: Wir sprechen \u00fcber 1,6 % (sic!) der 15 Millionen Spr\u00f6sslinge, f\u00fcr die deutsches Kindergeld gezahlt wird. Die allermeisten dieser 1,6% bekommen es v\u00f6llig zurecht, denn Vater und\/oder Mutter arbeiten in Deutschland, zahlen die hierorts \u00fcblichen S\u00e4tze an Steuern und Sozialabgaben. Was bleibt tats\u00e4chlich \u00fcbrig an vermeintlichem oder kriminellem Kindergeldmissbrauch &#8211; 0,2 oder 0,3 %? Der \u00f6ffentliche Furor indes klingt danach, als habe man es mit Abermillionen Betrugsf\u00e4llen zu tun. Aus der M\u00fccke ist eine ganze Elefantenherde (gemacht) geworden, die nun vorgeblich durch Deutschlands Sozialsystem tobe wie durch ein Porzellankaufhaus. Irre!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>30.09.2018 Er bleibt. Weitere f\u00fcnf Jahre. G\u00fcnter M\u00fcller-Rogalla, Intendant des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie in Koblenz. Im Juni 2018 war vermeldet worden, er und das Land Rheinland-Pfalz haben sich auf eine Verl\u00e4ngerung seines Vertrages bis ins Jahr 2024 geeinigt. 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