{"id":902,"date":"2018-05-30T22:00:00","date_gmt":"2018-05-30T21:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/blog\/guten-tag-im-mai\/"},"modified":"2022-05-17T08:07:46","modified_gmt":"2022-05-17T07:07:46","slug":"guten-tag-im-mai","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2018\/05\/30\/guten-tag-im-mai\/","title":{"rendered":"Guten Tag allerseits &#8211; im Mai 2018"},"content":{"rendered":"<p>Zum <strong>Abschluss der<\/strong> <strong>Artikelserie<\/strong> anl\u00e4sslich des 200. Geburtstages von <strong>Karl Marx<\/strong> in der Rhein-Zeitung, zu der ich mehrere Texte beisteurn durfte, richtet sich der Blick auf eine kleine, je nach Ausgabe nur 40- bis 50-seitige Schrift: das\u00a0 <strong>\u201eKommunistisches Manifest\u201c<\/strong> \u2013 die neben der Bibel meistgedruckte Publikation in der bisherigen Menschheitsgeschichte. Der von Marx und Friedrich Engels gemeinsam verfasste Text wurde seit seinem Erscheinen 1848 in mehr als 100 Sprachen \u00fcbersetzt und 2013 ins Weltdokumentenerbe der Unesco aufgenommen. Das Erstaunlichste an dieser Schrift ist: Die im ersten Teil vorgenommene Analyse des Zustands der Welt und ihrer Entwicklung liest sich streckenweise wie eine Beschreibung heutiger Verh\u00e4ltnisse.<\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-ein-schmales-buechlein-das-die-welt-erschuetterte-_arid,1822225.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Mein Artikel zum Kommunistischen Manifest<\/strong><\/a><\/em><br \/>\n(6000 Anschlage, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>30.05.2018<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"float: right; height: 343px; width: 245px;\" title=\"Raiffeisen als geistiger unz\u00e4hliger genossenschaftlicher Zusammenschl\u00fcsse. Bidl: GDKE\" src=\"http:\/\/pecht.info\/images\/2018\/Raiffeisen.jpg\" alt=\"\" \/>Man muss in Koblenz und am Mittelrhein keinem mehr erkl\u00e4ren, dass auf der <strong>Festung Ehrenbreitstein<\/strong> stets allerhand geboten ist. Festivals, Konzerte, Vortr\u00e4ge, Erlebnisevents f\u00fcr jede Altersklasse sowie Dauer- und wechselnde Sonderausstellungen machen das einstige Preu\u00dfenbollwerk zu einem Ort ebenso des Vergn\u00fcgens wie der lehrreichen Information. Auf Letzteres sei im Folgenden das Augenmerk gerichtet, namentlich auf <strong>zwei gro\u00dfe Sonderausstellungen<\/strong>, denen \u00fcber 2018 hinaus Bedeutung zukommt. Da w\u00e4re, erstens, die Pr\u00e4sentation <strong>\u201evorZEITEN \u2013 Landesarch\u00e4ologie Rheinland-Pfalz<\/strong>\u201c. Mitte Mai er\u00f6ffnet, bietet sie eine Zeitreise durch die hiesige Geschichte vom Urozean bis ins Mittelalter. Da w\u00e4re, zweitens, die am 13. Juni startende Ausstellung <strong>\u201eTradition Raiffeisen: Wirtschaft Neu Denken\u201c<\/strong>. Sie kn\u00fcpft an den diesj\u00e4hrigen 200. Geburtstag Friedrich Wilhelm Raiffeisens und dessen Genossenschaftsidee an.<\/p>\n<p><strong>\u2207 <a href=\"http:\/\/pecht.info\/texte\/2018\/20180530.html\" target=\"haupt\" rel=\"noopener\">Meine Ausstellungsbesprechung<\/a><\/strong><br \/>\n(freier Lesetext, 6100 Anschl\u00e4ge)<\/p>\n<hr \/>\n<p>29.05.2018<\/p>\n<p>Man mag zur seltsamen Koalition aus 5-Sterne und Lega stehen wie man will: Was in Sachen <strong>Italien<\/strong> derzeit exerziert wird oder besser gesagt: das Exempel, das da statuiert wird, zeugt vom quasi direkten Durchgriff des Finanzkapitals auf die italienische Demokratie. Begleitet von einer unglaublichen Propagandakanonade neoliberaler Vor- und Nachbeter, Auguren und Bedenkentr\u00e4ger in Politik, Wirtschaft, Finanzwesen und Medien Europas wird da umstandslos ein Ergebnis freier Wahlen einfach in den Staub getreten. Und wir sehen beklommen die Staatspolitik am langen Arm der B\u00f6rsen, Banken und Mogule gehen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>28.05.2018<\/p>\n<p><strong>Angriff der Unterirdischen. <\/strong>Von drei Seiten nehmen sie mich in die Zange. Erkennbar an zahllosen h\u00fcgelf\u00f6rmigen Erdaufsch\u00fcttungen treiben sie H\u00f6hlen-und Bunkersysteme ihres Dunkelreiches a) Jungpflanzen unterpfl\u00fcgend quer durch den Gem\u00fcsegarten, b) verstopfend den Regenflutgraben entlang der Grundst\u00fccksgrenze und c) unterminierend in die Hauswiese rund ums Holzlager. Die alten Qu\u00e4lgeister, W\u00fchlm\u00e4use, sind ausgewandert; den Freiraum erobert nun:<strong> Talpa europaea<\/strong>, der Maulwurf &#8211; eine blinde, fleischfressende, unerm\u00fcdliche Grabemaschine. Mein Waffenschrank bleibt geschlossen, Gegenwehr scheint sinnlos, f\u00fcr jeden abgetragenen H\u00fcgel entstehen sofort zwei neue. Ich nehme das Treiben der talpae positiv als Lockerungskampagne f\u00fcr den Erdboden (hin), hoffe auf nachherige Abwanderung der Unteriridischen &#8211; und betreibe Rasenm\u00e4hen bis dahin als Slalomsport. umpf.<\/p>\n<hr \/>\n<p>27.05.2018<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"float: right; height: 208px; width: 230px;\" title=\"Szene aus &quot;Small Places&quot; mit tanzmainz im Kloster Eberbach. Foto: Andreas Etter\" src=\"http:\/\/pecht.info\/images\/2018\/Small%20places%20tanzmainz.jpg\" alt=\"\" \/>Mainz\/Eltville. Das <strong>Staatstheater Mainz<\/strong> ist f\u00fcr seine j\u00fcngste <strong>Tanzproduktion<\/strong> in die l\u00e4ndliche Sommerfrische gezogen. Es l\u00e4dt das Publikum zur Vorstellung in den Rheingau. <strong>\u201eSmall Places\u201c<\/strong>, kleine Pl\u00e4tze, hei\u00dft der 90-min\u00fctige Abend, den das Choreografenpaar Guy Weizmann und Roni Haver mit der Compagnie von tanzmainz eigens f\u00fcrs ehrw\u00fcrdige <strong>Kloster Eberbach<\/strong> erarbeitet hat. Im Laienrefektoriums und im Kapitelsaal kommt es zur mal befremdlichen, mal hinrei\u00dfenden Urauff\u00fchrung des zweigeteilten Werkes.<\/p>\n<p><a style=\"font-style: italic;\" href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-tanzen-wo-es-nicht-ueblich-ist-tanzmainz-erobert-kloster-eberbach-_arid,1820100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Meine Besprechung der Premiere am Samstag <\/strong><\/a><br \/>\n(3900 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>25.05.2018<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"float: right; height: 189px; width: 230px;\" title=\"Die drei B\u00e4nde des Marx'schen &quot;Kapitals&quot; in der Marx-Engels-Gesamtausgabe aus dem Dietz Verlag\" src=\"http:\/\/pecht.info\/images\/2018\/Marx%20Kapital.jpg\" alt=\"\" \/>Dass dies Unterfangen ziemlich irrwitzig ist, war von vornherein klar: Auf 200 Zeitungszeilen das Wesentliche von <strong>Karl Marx Hauptwerk &#8222;Das Kapital&#8220;<\/strong>\u00a0 m\u00f6glichst allgemeinverst\u00e4ndlich vorstellen zu wollen. Reduktion war angesagt, Konzentration auf zwei oder drei &#8211; zudem extrem verk\u00fcrzt dargestellte &#8211; Kernaspekte. Ich habe f\u00fcr meinen heutigen &#8222;Kapital&#8220;-Beitrag zur Marx-Serie der Rhein-Zeitung die Mehrwert-Analyse ins Zentrum gestellt.\u00a0 Andere Autoren h\u00e4tten wom\u00f6glich andere Aspekte gew\u00e4hlt. Aber so oder so kann jeder Zeitungsartikel wohl doch nur ein fl\u00fcchtiger Blick auf diese nach wie vor bedeutsame wissenschaftliche Grundlagenanalyse der kapitalistischen Wirtschaftsweise sein.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-das-kapital-in-erster-linie-ein-werk-der-wissenschaft-_arid,1819282.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Mein Beitrag \u00fcber &#8222;Das Kapital&#8220; von Karl Marx<\/em><\/a><br \/>\n(6100 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>24.05.2018<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"float: right; height: 167px; width: 150px;\" src=\"http:\/\/pecht.info\/images\/2018\/quergedanken%20logo.jpg\" alt=\"\" \/>Auch wenn das Wetter \u00f6rtlich wieder allerhand katastrophische Kapriolen schl\u00e4gt, so stecken wir im Gro\u00dfenganzen doch \u00fcberwiegend mit Freude im genussreicheren Sommerhalbjahr. Eigentlich wollte ich diesem angenehmen Umstand die aktuelle Folge 160\u00a0 meiner <strong>Monatskolumne &#8222;Quergedanken&#8220;<\/strong> widmen. Doch hat ein grantelnder Einwurf von Freund Walter dem Text schlie\u00dflich eine etwas andere Richtung gegeben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2018\/05\/23\/sommer-in-stadt-und-land-geil\/\"><strong>Quergedanken 160: Sommer in Stadt und Land. Geil!<\/strong><\/a><br \/>\n(freier Lesetext)<\/p>\n<hr \/>\n<p>23.05.2018<\/p>\n<p>Eben sehe ich: <strong>Philip Roth ist 85-j\u00e4hrig gestorben.<\/strong> Er war ein ganz Gro\u00dfer der amerikanischen Gegenwartsliteratur. Sein Roman &#8222;Der menschliche Makel&#8220; geh\u00f6rt zu den besten, wichtigsten und bewegendsten Lekt\u00fcren in meiner zweiten Lebensh\u00e4lfte. Ich war nicht so oft einer Meinung mit Marcel Reich-Ranicki selig. Dass aber zuvorderst Roth h\u00e4tte den Literaturnobelpreis bekommen m\u00fcssen, darin hatten sich unsere Kommentare so manches Jahr gedeckt. RiP Philip Roth<\/p>\n<hr \/>\n<p>22.05.2018<\/p>\n<p>Der Pfingstgeist meinte: <strong>&#8222;Steig mal wieder auf die Waage!&#8220;<\/strong> Ich folgte. Und siehe, das sonst so verlogene Maschinchen sprach diesmal wahr: 93. Damit h\u00e4tte ich seit Jahresbeginn rund 10 Kilo abgenommen, l\u00e4ge nur noch 5 \u00fcber meinem langj\u00e4hrigen Wohlf\u00fchlgewicht. Und das ganz ohne brachiale Ern\u00e4hrungsumstellung oder Trainingsfolter. Einfach so: An 4 von 7 Tagen das Kuchenst\u00fcck\/Teilchen zum Nachmittagskaffee weggelassen und die Zuckers\u00fc\u00dfhappen am Sp\u00e4tabend h\u00e4lftig durch N\u00fcsse und Obst ersetzt. Dann, wohl das Wirkunsvollste: Reaktivierung eines Prinzips, dem ich bis 2016 \u00fcber fast drei Jahrzehnte gefolgt war = an 5 Tagen die Woche mindestens je eine Stunde schwei\u00dftreibende k\u00f6rperliche Arbeit oder eine entsprechende sportive Bet\u00e4tigung (letzteres ist bei mir in der Regel ein strammer Waldmarsch). Wohlf\u00fchlgewicht ist das Ziel der Operation, denn h\u00fcbsch genug bin ich mir ja sowieso. Und das Sch\u00f6ne daran: F\u00fcr den Selbstversorgungsanteil unseres Hausstandes bringt das allerhand, f\u00fcr mich obendrein jede Menge Spa\u00df an der Freud und von puristischer Selbstqu\u00e4lerei findet sich kaum eine Spur.<\/p>\n<hr \/>\n<p>18.05.2018<\/p>\n<p><strong>Im Rahmen der Rhein-Zeitungs-Serie<\/strong> \u00fcber Leben und Werk von <strong>Karl Marx<\/strong> heute mal etwas Ungew\u00f6hnliches: Eine pers\u00f6nliche <strong>Erinnerung an meine Erstbegegnung mit dem Marx-Oeuvre anno 1970.<\/strong> Es war ein Fiasko. Denn als 15-j\u00e4hriger hippiesk-antiautorit\u00e4rer J\u00fcngling hatte ich mir in ma\u00dfloser Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung bei v\u00f6lliger Ahnungslosigkeit zur Einstiegslekt\u00fcre ausgerechnet erkoren: &#8222;Das Kapital&#8220;. Wie kommt ein Bub auf solch eine Idee? In meiner damaligen Heimatstadt, dem studentenbewegten Heidelberg, wurde seinerzeit immer und \u00fcberall \u00fcber Marx gesprochen\/gestritten. Da wollte ich wissen, was es mit dem Kerl auf sich hat &#8211; und scheiterte im ersten Anlauf kl\u00e4glich, sein &#8222;Hauptwerk als Originaltext&#8220; lesen zu wollen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-autor-andreas-pecht-erinnert-sich-wie-ich-im-alter-von-15-jahren-an-marx-scheiterte-_arid,1816161.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Zum Zeitungsartikel &#8222;Wie ich als 15-J\u00e4hriger an Karl Marx scheiterte&#8220;<\/em><\/a><br \/>\n6200 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>17.05.2018<\/p>\n<p>J\u00fcngst sa\u00df ich mit einigen Leuten beisammen, die alle als aufgekl\u00e4rte, weltoffene Demokraten gelten d\u00fcrfen &#8211; die indes reihum (von mir abgesehen) zu deutlich gehobenen Einkommensklassen geh\u00f6ren. Wir plauderten querbeet \u00fcber Politik, den Zustand der Welt, Alltag und Soziales. Und wieder mal fiel mir auf: Weltwahrnehmung und Lebenshaltungen wohlhabender Mitmenschen unterscheiden sich vielfach betr\u00e4chtlich von denjenigen sozial weniger gut und sicher gestellter Zeitgenossen. Was mich in der Ansicht best\u00e4rkt hat: Wer Wein trinkt, soll nicht Wasser predigen. Oder: Wer sich um sein Auskommen keine Sorgen machen muss, sollte sich bei Urteilen \u00fcber weniger Bemittelte und Armut tunlichst zur\u00fcckhalten.<\/p>\n<hr \/>\n<p>10.05.2018<\/p>\n<p>F\u00fcr alle<strong> Vatertagsausfl\u00fcger <\/strong>tut es mir ja leid. Sonst aber ist die heutige <strong>regennasse<\/strong> Unterbrechung der Fr\u00fchhochsommertrockenzeit ein Segen. Die Luft mal durchgeputzt, Erde und Pflanzen bew\u00e4ssert, die seit zwei Wochen schon leeren Regenf\u00e4sser wieder gef\u00fcllt. Prima.<\/p>\n<hr \/>\n<p>08.05.2018<\/p>\n<p>Gestern im Fernsehen etwas gelernt \u00fcber den j\u00fcngsten Stand der wissenschaftlichen Forschung in Sachen <strong>Pollenallergie<\/strong>. Daraus lie\u00dfe sich die Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit ableiten: Die Natur macht die Menschen stetig kr\u00e4nker, weil die Menschen die Natur krank machen. Der Befund: a) Die Pollensaison beginnt immer fr\u00fcher und dauert immer l\u00e4nger; b) vor allem im urbanen Umfeld steigt die Pollenmenge drastisch an und werden die Pollen in ihrer Chemie deutlich aggressiver. Die Ursachen: ad a) Klimawandel; ad b) Reaktion der Pflanzen auf Einwirkung erh\u00f6hter Luftkonzentrationen von CO2, Stickoxiden und Ozon.<\/p>\n<hr \/>\n<p>07.05.2018<\/p>\n<p>Schreibt mir das heutige Horoskop der Fr\u00fchst\u00fcckszeitung doch diesen ehrenwerten Satz aufs Panier: &#8222;Auch wenn Ihre Besch\u00e4ftigung mit h\u00f6herem Wissen nicht auf einhellige Begeisterung st\u00f6\u00dft, sollten Sie sich nicht von Ihrem Weg der Weisheit abbringen lassen.&#8220; Ergo: Erstens liege ich bei der aktuellen Befassung mit Karl Marx wohl richtig; und zweitens scheint es ein weiser Entschluss, jetzt zwecks Verschnaufen und Batterienaufladen <strong>mal ein paar Vertr\u00f6deltage einzulegen<\/strong>.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"float: right; height: 225px; width: 230px;\" title=\"Garry Walker, Chefdirigent der Rheinischen Philharmonie.\" src=\"http:\/\/pecht.info\/images\/2018\/Walker.jpg\" alt=\"\" \/>Mit einem aufr\u00fchrenden Ausrufezeichen zum Saisonschluss entlie\u00df das <strong>Koblenzer Musik-Institut<\/strong> am Wochenende sein Publikum in den Sommer. Begl\u00fcckung, G\u00e4nsehaut hier, gar ein Tr\u00e4nchen da. \u201eDas gro\u00dfe Tor von Kiew\u201c, finaler Teil von Modest Mussorgskis \u201eBilder einer Ausstellung\u201c, setzte mit seiner zu Herzen gehenden, jubilierend-harmonischen Klangpracht (hier in der Orchestrierung von Maurice Ravel gegeben) den <strong>Anrechtskonzerte<\/strong>n des Instituts 2017\/18 den rechten <strong>Schlussakkord<\/strong>. Denn es war eine starke Spielzeit.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-beglueckendes-finale-starke-saison-kroenender-abschluss-der-anrechtskonzerte-_arid,1809785.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Meine Konzertbesprechung<\/em><\/a><br \/>\n3700 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Es ist nicht ohne Risiko, <strong>Tony Kushner<\/strong>s Schauspiel <strong>\u201eEngel in Amerika<\/strong>\u201c von 1991 heute auf die B\u00fchne zu bringen. Noch bei der Koblenzer Erstauff\u00fchrung 1997 lag \u00fcber dem St\u00fcck die reale Drohung: Fast jede Aidsdiagnose ist ein sich zeitnah vollstreckendes Todesurteil. 21 Jahre sp\u00e4ter muss die jetzige <strong>Neuinszenierung am Theater Koblenz <\/strong>ohne diese das Publikum umtreibende finale Brisanz in der Wirklichkeit auskommen. Es ist dennoch ein weithin sehenswerter Abend von bleibender Relevanz herausgekommen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-engel-in-amerika-in-koblenz-von-wegen-es-war-einmal-_arid,1809813.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Meine Premierenkritik<\/em><\/a><br \/>\n4300 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent<\/p>\n<hr \/>\n<p>05.05.2018<\/p>\n<p>Am 5. Mai 1818, also heute vor 200 Jahren, wurde in <strong>Trier Karl Marx <\/strong>geboren. Aus diesem Anlass beleuchten dort mehrere &#8211; allesamt sehenswerte &#8211; <strong>Ausstellungen<\/strong> dessen Leben und Werk. In der Rhein-Zeitung ist heute auf einer Marx-Sonderseite meine Besprechung der Hauptausstellung zum Werk im Rheinischen Landesmuseum abgedruckt<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-auftakt-in-trier-karlmarxjubilaeumsschauen-mit-eindeutigem-tenor-_arid,1809159.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Ausstellungsbesprechung<\/em><\/a><br \/>\n(6300 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent).<\/p>\n<p>Beigef\u00fcgt ist dort mein Kommentar &#8222;Marx neu zu denken &#8211; das ist notwendig&#8220;, aus dem ein paar Passagen hier zitiert seien:<\/p>\n<p class=\"rtecenter\"><img decoding=\"async\" style=\"height: 341px; width: 455px;\" src=\"http:\/\/pecht.info\/images\/2018\/Marx2.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><em>&#8222;Wo immer der Name Karl Marx f\u00e4llt, tauchen sofort auch zwei Reflexe auf: vehemente Ablehnung und vorbehaltlose Verehrung. Beide behindern eine angemessene Befassung mit dem vielschichtigen Werk eines der bedeutendsten Denker des 19. Jahrhunderts. (&#8230;)<\/em><\/p>\n<p><em>Leider wissen viele Marx-Gegner oft herzlich wenig bis gar nichts \u00fcber das Werk des Angefeindeten. Stattdessen wird Karl Marx quasi pers\u00f6nlich daf\u00fcr verantwortlich gemacht und abgeurteilt, was im Jahrhundert nach seinem Ableben unter dem Etikett \u201esozialistisch\u201c oder \u201ekommunistisch\u201c alles verbrochen wurde.<\/em><\/p>\n<p><em>Das ist eine etwas eigent\u00fcmliche Position. Niemand k\u00e4me auf die Idee, etwa den Erfinder Rudolf Diesel f\u00fcr den VW-Dieselskandal verantwortlich zu machen oder Martin Luther f\u00fcr den Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg. Keiner w\u00fcrde den Verfassern des Neuen Testaments oder gar Jesus Christus selbst die Schuld an den Metzeleien der Kreuzz\u00fcge und der Hexenverfolgung zuschieben. Dem Karl Marx indes wird angelastet, dass Lenin, Stalin, Mao Tse Tung, Pol Pot, die nordkoreanischen Kim-Diktatoren oder Ulbricht, Honnecker und Co. sich auf ihn beriefen.(&#8230;)<\/em><\/p>\n<p><em>Unter dieser Last, f\u00fcr die der Mann aus Trier nichts kann, ist das Marx\u2018sche Originalwerk fast v\u00f6llig versch\u00fcttet worden. Sollten die Ausstellungen und Veranstaltungen jetzt zum 200. Geburtstag es so weit von diesem Schutt befreien, dass eine sachlich-kritische Auseinandersetzung mit dem Ouevre selbst wieder m\u00f6glich wird: Es w\u00e4re ein Gewinn f\u00fcr das Geistesleben der Gegenwart \u2013 nicht zuletzt als interessanter Impuls f\u00fcr die Diskussion dar\u00fcber, was warum am globalen Turbokapitalismus heute falsch l\u00e4uft und eventuell dagegen getan werden kann. &#8222;<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>02.05.2018<\/p>\n<p>Eine kleine, feine, sehr kluge Produktion kam jetzt auf der Probeb\u00fchne 2 des <strong>Theaters Koblenz<\/strong> zur Premiere. <strong>Uraufgef\u00fchrt<\/strong> wurde der Auftragstext <strong>&#8222;Das 20. Jahrhundert in Kartons&#8220; <\/strong>von Jungautorin Deborah K\u00f6tting. B\u00fchne und Zuschauerraums sind eins. Man sitzt in der Wohnzimmerwohnung einer verschwundenen Greisin, zwischen deren \u00fcber das gesamte zur\u00fcckliegende Jahrhundert angesammeltem Mobiliar und Krimskrams &#8211; und sinniert \u00fcber das, was drei Schauspieler aus dem Krempel an vergangenem bis eben jetzt vergehendem Denken, Tun, Erleben herausziehen. Die 95 Spielminuten werfen mit ihrer geradezu intim ausgestalteten Betrachtung des 20. Jahrhunderts zugleich die gr\u00f6\u00dften Fragen f\u00fcr das 21. auf.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-nachdenken-ueber-gestern-und-morgen-_arid,1807332.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Meine Premierenbesprechung<\/strong><\/a><br \/>\n(4200 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Abschluss der Artikelserie anl\u00e4sslich des 200. Geburtstages von Karl Marx in der Rhein-Zeitung, zu der ich mehrere Texte beisteurn durfte, richtet sich der Blick auf eine kleine, je nach Ausgabe nur 40- bis 50-seitige Schrift: das\u00a0 \u201eKommunistisches Manifest\u201c \u2013 die neben der Bibel meistgedruckte Publikation in der bisherigen Menschheitsgeschichte. Der von Marx und Friedrich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[286],"tags":[],"archiv":[19,27],"archiv_inhaltlich":[259,258],"class_list":["post-902","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-guten-tag-allerseits","archiv-19","archiv-2018-05","archiv_inhaltlich-guten-tag-allerseits","archiv_inhaltlich-kolumnen"],"acf":{"bild":"","anhang":""},"wps_subtitle":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/902","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=902"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/902\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=902"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=902"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=902"},{"taxonomy":"archiv","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/archiv?post=902"},{"taxonomy":"archiv_inhaltlich","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/archiv_inhaltlich?post=902"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}