{"id":901,"date":"2018-03-30T22:00:00","date_gmt":"2018-03-30T21:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/blog\/guten-tag-im-maerz\/"},"modified":"2022-05-17T08:18:52","modified_gmt":"2022-05-17T07:18:52","slug":"guten-tag-im-maerz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2018\/03\/30\/guten-tag-im-maerz\/","title":{"rendered":"Guten Tag allerseits &#8211; im M\u00e4rz 2018"},"content":{"rendered":"<p>30.03.2018<\/p>\n<p><strong>Wer war der wichtigste, bedeutendste, gr\u00f6\u00dfte K\u00fcnstler aller Zeiten<\/strong> in dieser oder jener Kunstsparte? Fragt man so kunstsinnige Menschen oder Kunstschaffende, gibt es tausenderlei Nennungen &#8211; aber zugleich doch signifikante H\u00e4ufungen bei ganz wenigen Namen. F\u00fcr die Musik landet mit weitem Abstand ganz vorne Johann Sebastian <strong>Bach<\/strong>, was die &#8222;Zeit&#8220; diese Woche mit einem wunderbaren Dossier unterstreicht. \u00dcber den &#8222;Alten aus Leipzig&#8220; hatte Mozart quasi stellvertretend f\u00fcr alle nachgeborenen Komponisten gesagt: &#8222;Bach ist der Vater, wir sind die Buben. Wer von uns was Rechtes kann, hat&#8217;s von ihm gelernt.&#8220;<\/p>\n<p>\u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich beim Schauspiel. Dort f\u00e4llt William <strong>Shakespeare<\/strong> die Rolle des dramatischen Gottvaters zu. In der Bildenden Kunst teilen sich zwei Vertreter diese Position: <strong>Michelangelo und Leonardo<\/strong>. Das Sch\u00f6ne an diesen Zuweisungen ist, dass sie auch unabh\u00e4ngig vom Genie-Wahn der Romantik oder dem Superstar-Schwachsinn der Gegenwart existieren k\u00f6nnen. Denn ihre herausragend \u00fcberzeitliche Bedeutung auf dem Zeitstrahl &#8211; des im Grunde kollektiven Prozesses &#8211; der Kunstentwicklung erw\u00e4chst aus den ureigenen Qualit\u00e4ten ihres jeweiligen Schaffens. Eines Schaffens, das je nachfolgende Generationen bis heute tief beeindruckt\/ber\u00fchrt sowie deren K\u00fcnstler\/innen beeinflusst, lehrt, inspiriert.<\/p>\n<hr \/>\n<p>29.03.2018<\/p>\n<p>Es gibt in meiner eMail-Verwaltung einen Ordner &#8222;Leserpost&#8220; mit vier Unterordnern: Anregungen, Zustimmung, Kritik und Gemecker. Die j\u00fcngste in Letzterem abgespeicherte Zusendung endet so: &#8222;(&#8230;) <strong>Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein<\/strong>. Das lasse ich mir auch von Ihnen nicht vermiesen.&#8220; Der Schreiber reagierte damit auf meine Quergedanken-Kolumne vom Oktober (freier Lesetext hier) unter der \u00dcberschrift &#8222;Vaterlandslose Gesellen&#8220;\u00a0 um den Kernsatz: \u201eIch bin \u2013 und das mit einiger Freude \u2013 ein vaterlandsloser, aber durchaus kein heimatloser Geselle.&#8220; Da steht zwar fast alles drin, was man dem Herrn h\u00e4tte antworten k\u00f6nnen, ich schrieb ihm dennoch folgende kurze Mail zur\u00fcck: &#8222;Ja, von mir aus; wenn Sie meinen, das zu brauchen. Seien Sie stolz, worauf immer Sie m\u00f6gen &#8211; solange Sie mich nicht zwingen wollen, solchen Unsinn mitzumachen. Denn ich kann nur stolz sein auf tats\u00e4chliche Leistungen, die ich selbst erbracht habe. Manchmal bin ich auch etwas stolz auf Leistungen, die einige Mitmenschen nicht zuletzt dank Ausbildung\/Erziehung\/Anregung durch mich erbringen.&#8220;<\/p>\n<hr \/>\n<p>28.03.2018<\/p>\n<p>Schlechtwetter steht gl\u00fcckseliger Schinderei im Garten und auf dem Holzplatz im Wege. Ich w\u00e4lze deshalb die Idee, mal wieder Ordnung in den heimischen Regalen zu schaffen. Doch plagt mich geh\u00f6riges Zaudern. Denn es gibt in diesem H\u00e4uschen derzeit rund 110 laufende Meter Regalbretter, prall und teils in Doppelreihe bestellt\/gestopft mit B\u00fcchern, CDs, Rechercheakten, Materialmappen. Nicht, dass blankes Chaos herrschen w\u00fcrde. Die Genre- und Sachthemensegmente sind zumindest noch vage erkennbar. Aber \u00fcber 13 Jahre freischaffende Heimarbeit macht sich doch eine Unsitte bemerkbar, die jeden Archivar in den Wahnsinn treiben w\u00fcrde: Nach Gebrauch habe ich B\u00fccher\/Materialien nicht wieder einsortiert, sondern stapelweise nur ungef\u00e4hr abgelegt &#8211; f\u00fcr dann sp\u00e4tere saubere Einordnung (die bis heute auf sich warten l\u00e4sst).<\/p>\n<hr \/>\n<p>27.03.2018<\/p>\n<p>Gleich wird, ganz simpel, eine ordentliche Portion Spagetti mit Tomatenso\u00dfe reingesogen. Hernach mute ich mir mal Fu\u00dfball zu. Hoffe auf eine sch\u00f6nes Spiel und dass die bessere Mannschaft gewinnt, wer immer das sein mag. Zum Abendschluss dann noch &#8222;Die Anstalt&#8220;. Muss mich erholen &#8211; weniger des Holzhackens wegen, das ich vom Fr\u00fchst\u00fcck bis zum Regenbeginn am Sp\u00e4tnachmittag eifrig betrieb. Richtig fertig gemacht hat mich anschlie\u00dfend erst ein Besuch im <strong>Gartencenter<\/strong>. Das glaubt man nicht, mit was f\u00fcr einem Schei\u00dfdreck die den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Gef\u00fchlt allein 1000 Sorten Rasensamen mit speziellen Erdpackungen f\u00fcr jede Art und eigenem D\u00fcnger bald f\u00fcr jeden einzelnen Halm.<\/p>\n<hr \/>\n<p>26.03.2018<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-894\" style=\"float: right; height: 333px; margin: 5px; width: 230px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Dagobert_0.jpg\" alt=\"\" width=\"230\" height=\"333\" \/>Anbei eine kurze Besprechung der aktuellen <strong>Sonderausstellung\u00a0 \u201eWalt Disney \u2013 Mickey, Donald &amp; Friends\u201c im Landesmuseum Mainz<\/strong>. Die Schau konzentriert sich auf zwei zentrale Str\u00e4nge aus dem Hause Walt Disney: die Welt von Mickey Mouse und das Duck-Universum. Das Gros der 300 Exponate besteht aus &#8222;Flachware&#8220;, aus auf Papier gezeichneten Comics in unterschiedlichsten Entstehungsphasen. Das ist m.E. eine interessante wie auch schmunzeln machende Pr\u00e4sentation vor allem f\u00fcr Erwachsene, die das geduldige Betrachten kleinteiliger Ph\u00e4nomene noch beherrschen. Wer KInder mitbringt, sollte diese der F\u00fchrung\/Bespielung durch die Museump\u00e4dagogen anvertrauen &#8211; sonst k\u00f6nnten sie sich schnell langweilen oder vor den beiden Film-\/TV-Stationen festwachsen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2018\/03\/25\/gruesse-aus-entenhausen\/\">Meine Ausstellungsbesprechung<\/a> (freier Lesetext)<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Einmal mehr macht das <strong>Theater Bonn<\/strong> aus einem literarischen Werk ein B\u00fchnenst\u00fcck. Diesmal wird allerdings nicht, wie hier und andernorts mehrfach gesehen, einfach die Handlung des erw\u00e4hlten Buches in kompakt verk\u00fcrzter Form szenisch nachgestellt. Vielmehr findet Regisseurin Sandra Strunz einen bemerkenswert eigenwilligen Zugang zu den Tiefenschichten von <strong>Hans Falladas<\/strong> letztem <strong>Roman \u201eJeder stirbt f\u00fcr sich allein\u201c<\/strong>, den er kurz vor seinem Tod 1947 binnen vier Wochen schrieb. Die wichtigste Komponente des Spiels in den Godesberger Kammerspielen ist eine beim Tanztheater entliehene Intensit\u00e4t des K\u00f6rperausdrucks.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-koerper-sprechen-wo-worte-nichts-vermoegen-gelungene-falladaadaption-am-schauspiel-bonn-_arid,1790515.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meine Premierenkritik<\/a><br \/>\n(3300 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>25.03.2018<\/p>\n<p>Gute Laune nach den gestrigen Abendnachrichten. Denn: Die Welt ist offenkundig doch nicht vollends bekloppt. Angef\u00fchrt von Sch\u00fclern <strong>demonstrieren Hunderttausende in den USA<\/strong> f\u00fcr sch\u00e4rfere Waffengesetze. Angef\u00fchrt von Rentnern protestieren <strong>Zehntausende in Madrid<\/strong> gegen den von der Regierung verfolgten Verarmungskurs f\u00fcr \u00c4rmere. Im s\u00fcdpf\u00e4lzischen \u00d6rtchen <strong>Kandel<\/strong> bietet ein B\u00fcndnis aus der Mitte der Gesellschaft heraus Rechtsradikalen und Braunen Paroli.<\/p>\n<hr \/>\n<p>23.03.2018<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-895\" style=\"float: right; height: 203px; margin: 5px; width: 230px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/KuSo-NR-klein.jpg\" alt=\"\" width=\"230\" height=\"203\" \/>Von 27. bis 29.4. wird der <strong>Kultursommer Rheinland-Pfalz 2018 <\/strong>er\u00f6ffnet.\u00a0 Passend zum diesj\u00e4hrigen Motto<strong> &#8222;Industrie-Kultur&#8220;<\/strong> des landesweiten Projekt- und Veranstaltungsreigens (bis 31.10.) ist das einstige mittelrheinische Industriezentrum Neuwied Austragungsort des Startwochenendes. Zugleich wird damit der 200. Geburtstag des Westerw\u00e4lder\/Neuwieder\u00a0 Sozialreformers Friedrich Wilhelm Raiffeisen begangen. &#8222;Industrie-Kultur&#8220; im &#8222;Land der Reben und R\u00fcben&#8220;? Mit diesem (scheinbaren?) Widerspruch befasst sich mein seit 2005 allj\u00e4hrlich traditioneller Artikel zum KuSo f\u00fcrs mittelrheinischen Monatsmagazin &#8222;Kulturinfo&#8220;, der auch auf meiner website publiziert wird. Dort ist zudem am Ende ein Text von 2016 verlinkt, der die bei Ausw\u00e4rtigen und auch vielen Einheimischen nie verstummende Frage beantwortet, was dieser KuSo eigentlich sei und wie er funktioniert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2018\/03\/22\/was-einer-allein-nicht-schafft-das-schaffen-viele\/\">Vorbericht:<br \/>\nZum Kultursommer RLP 2018 und seinem Jahresmotto &#8222;Industrie-Kultur&#8220;<\/a> (freier Lesetext)<\/p>\n<hr \/>\n<p>22.03.2018<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-875\" style=\"float: right; height: 167px; margin: 5px; width: 150px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/quergedanken-logo.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"167\" \/><\/p>\n<p>Mit der aktuellen Folge 158 meiner Monatskolumne <strong>&#8222;Quergedanken&#8220;<\/strong> k\u00f6nnte selbst manche\/r mir sonst wohlgesonnene Leser\/in einige Probleme haben. Das Textchen steht unter der \u00dcberschrift <strong>&#8222;Blutsbande? V\u00f6llig \u00fcberbewertet!&#8220;<\/strong>. Es befasst sich allerdings nicht etwa mit der neuerdings von etlichen Braunk\u00f6pfen wiedererweckten rassisch-v\u00f6lkischen Blutsbande-Ideologie. Mich mit fantasiertem Komplettunfug zu befassen, sind mir Lebenszeit und Arbeitskraft zu schade.\u00a0 Vielmehr steht im Zentrum der Betrachtung &#8222;die heiligste der heiligen K\u00fche&#8220; der gegenw\u00e4rtigen Epoche: die Familie.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2018\/03\/21\/blutsbande-voellig-ueberbewertet\/\">Quergedanken Nr. 158: Blutsbande? V\u00f6llig \u00fcberbewertet!<\/a><br \/>\n(freier Lesetext)<\/p>\n<hr \/>\n<p>21.03.2018<\/p>\n<p>Ein kleines Textchen \u00fcber einen gestern stinknormalen Tag floss mir eben aus der Feder. Knapp erz\u00e4hlt wollte\/sollte sein von ganz gew\u00f6hnlichen Ereignissen, die gerade in ihrer Allt\u00e4glichkeit zum angenehmen Kerngehalt meines Begriffes von Heimat geh\u00f6ren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2018\/03\/20\/wie-an-diesem-stinknormalen-tag-so-mag-ich-sie-meine-heimat\/\">Verz\u00e4hlche:<br \/>\nWie an diesem stinknormalen Tag erlebt, so mag ich sie &#8211; meine Heimat<\/a><br \/>\n(freier Lesetext)<\/p>\n<hr \/>\n<p>20.03.2018<\/p>\n<p>Einerseits ist es so: Meine Sympathie f\u00fcr <strong>Putin<\/strong>s autorit\u00e4res Oligarchensystem liegt ziemlich genau bei Null. Woran auch die Tatsache nichts \u00e4ndert, dass etliche Momente heutiger russischer Politik Folge der arrogant-brachialen Nato-Osterweiterung seit der Wende sind. Andererseits ist es so: Die jetzige Emp\u00f6rungswelle des Westens gegen Putin wegen des <strong>Giftgas-Attentats von Salisbury<\/strong> erinnert mich fatal an die US-Verfahrensweise gegen\u00fcber Saddam Hussein im Vorfeld der Irak-Intervention wg. angeblicher Massenvernichtungswaffen: All die vehementen Beschuldigungen basieren blo\u00df auf <strong>&#8222;mutma\u00dflich&#8220; und &#8222;wahrscheinlich&#8220;<\/strong>, Beweise f\u00fcr eine Aktion des russischen Geheimdienstes gibt es derzeit einfach keine. Also wird Weltpolitik auf Verdacht hin gemacht.<\/p>\n<p>Selbst wenn sich herausstellen sollte, dass der verwendete Giftstoff aus russischer Produktion stammt, w\u00e4re das noch kein Beweis. Denn wir wissen doch alle, dass im Chaos w\u00e4hrend des Zusammenbruchs der UdSSR und der nachfolgenden Jahre kleptokratische Funktion\u00e4re und mafiose Privatiers jedweden Armeebestand, dessen sie habhaft werden konnten, auf dem internationalen (Schwarz-)Markt in klingende M\u00fcnze verwandelt haben. Obendrein erschlie\u00dft sich mir der politische Nutzen nicht, den das Putin-System aus einem Anschlag ziehen sollte, dessen Signatur vermeintlich direkt auf den Kreml als Urheber verweist.<\/p>\n<hr \/>\n<p>19.03. 2018<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-896\" style=\"float: right; height: 195px; margin: 5px; width: 230px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Nathan.jpg\" alt=\"\" width=\"230\" height=\"195\" \/>Wenn Rechtspopulisten und Rechtsextremisten fordern, man m\u00fcsse die Behandlung der &#8222;urdeutschen Klassiker&#8220; st\u00e4rker f\u00f6rdern, dann sage man ihnen dieses: Aber gerne, denn da bekommt ihr es mit jeder Menge gro\u00dfer Geister zu tun, die gegen euch die Rede f\u00fchren. Zu ihnen geh\u00f6rt an vorderer Stelle etwa <strong>Gotthold Ephraim Lessing<\/strong> mit seinem Theaterst\u00fcck <strong>&#8222;Nathan der Weise&#8220;<\/strong>. Das schreibt uns, euch, allen ins Stammbuch, dass Menschlichkeit und Vernunft unendlich bedeutsamer sind als jedwede Anma\u00dfung von Religionen, Politideologien, Rasselehren oder Nationalchauvenismen. Am <strong>Staatstheater Wiesbaden<\/strong> ist der &#8222;Nathan&#8220; jetzt wieder auf die B\u00fchne gekommen<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-nathan-der-weise-die-gegenwart-verweigert-ein-happy-end-_arid,1786638.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meine Premierenkritik<\/a><br \/>\n(4200 Anschl\u00e4ge, RZ-Text f\u00fcr 49 Cent)<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-897\" style=\"float: right; height: 204px; margin: 5px; width: 230px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Dufy.jpg\" alt=\"\" width=\"230\" height=\"204\" \/>Im <strong>Arp-Museum Remagen<\/strong> sch\u00e4umt das diesj\u00e4hrige Ausstellungsmotto <strong>\u201eFarbenrausch\u201c<\/strong> jetzt so richtig auf. Bereits seit Mitte Februar l\u00e4uft im gro\u00dfen Saal des Meier-Baus eine Pr\u00e4sentation mit zeitgen\u00f6ssisch abstrakten Farbraumk\u00f6rpern von Gotthard Graubner. Jetzt kommen in der Kunstkammer Rau des Museums <strong>62 Werke aus mehreren Jahrhunderten<\/strong> und vielen Stilrichtungen hinzu. Sie entfalten ein irrlichterndes Spiel aus Farbe und Licht, erhellen zugleich auf spannende Weise die sich \u00fcber die Zeitalter wandelnden Bedeutungen und Rollen der Farben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-arpmuseum-im-farbenrausch-mit-tiepolo-und-ko-goetz-_arid,1786616.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meine Ausstellungsbesprechung<\/a><br \/>\n(4400 Anschl\u00e4ge, RZ-Text f\u00fcr 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>17.03.2018<\/p>\n<p>Statt behaglichem Samstagsfr\u00fchst\u00fcck, heute nur die schnelle franz\u00f6sische Werktagsnummer. Denn der Kerl ist im Stress wg. Deadline f\u00fcr vier Artikel bis Sonntagabend. Und sein Hirn ist genervt, <strong>weil der Rechtskonservatismus<\/strong> im demokratischen Spektrum (Seehofer) <strong>mal wieder rechtspopulistisch z\u00fcndelt<\/strong> (&#8222;Islam geh\u00f6rt nicht zu Deutschland&#8220;) und so dem Rechtsextremismus de facto ideologisch die Steigb\u00fcgel h\u00e4lt. Dabei geht es im Kern gar nicht um den Islam. Der ist nur das (xenophobische) Vehikel\/Werkzeutg: Mit dessen Hilfe wollen beide die ihnen seit den 1960ern Zug um Zug entglittene normative Hegemonie \u00fcber die immer vielgestaltiger werdende Lebensarten und Kulturen der deutschen Zivilgesellschaft zur\u00fcckerobern.<\/p>\n<hr \/>\n<p>12.03.2018<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-898\" style=\"float: right; height: 225px; margin: 5px; width: 230px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Ghetto.jpg\" alt=\"\" width=\"230\" height=\"225\" \/>Das <strong>Theater Koblenz <\/strong>erlebte jetzt die Premiere einer in mehrfacher Hinsicht gro\u00dfen Produktion. Mit <strong>\u201eGhetto\u201c<\/strong> des israelischen Dramatikers<strong> Joshua Sobol <\/strong>kam ein bedeutendes Schauspiel auf die B\u00fchne: \u00fcber den Zwiespalt zwischen Moralit\u00e4t und \u00dcberlebenskampf im Juden-Ghetto von Wilna 1941 bis 1943. Markus Dietze hat es mit 20 Schauspielern, Klezmer-Quartett, Kinderchor und allerhand Statisten als opulenten dreist\u00fcndigen Abend inszeniert \u2013 der in seiner klugen, einf\u00fchlsamen Machart ber\u00fchrt und nachdenklich stimmt wie kaum ein anderer der bisherigen Spielzeit.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-ghetto-am-theater-koblenz-vom-zwiespalt-zwischen-moral-und-Ueberlebenswille-_arid,1783157.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meine Premierenkritik<\/a><br \/>\n(4500 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>07.03.2018<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-899\" style=\"float: right; height: 214px; margin: 5px; width: 230px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Grohe-klein.jpg\" alt=\"\" width=\"230\" height=\"214\" \/>Er ist in Koblenz eine jener engagierten Pers\u00f6nlichkeiten der Zivilgesellschaft, ohne die auch und gerade im Bereich der Kultur so manches nicht laufen w\u00fcrde: <strong>Herbert Grohe<\/strong> &#8211;\u00a0 seit 2002 <strong>Vorstandsvorsitzender des Vereins &#8222;Freunde der Rheinischen Philharmonie&#8220;<\/strong> und Mitglied in fast einem Dutzend weiterer Kulturvereine.\u00a0 Basierend auf einem langen Gespr\u00e4ch mit dem heute 76-J\u00e4hrigen und vielen Begegnungen in den Vorjahren, bin ich im nachfolgenden Artikel den Motiven dieses Mannes sowie seiner und des von ihm geleiteten Vereins Bedeutung f\u00fcr das Koblenzer Staatsorchester nachgegangen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2018\/03\/06\/des-koblenzer-staatsorchesters-guter-freund-und-helfer\/\">Des Orchesters guter Freund und Helfer<\/a><br \/>\n(freier Lesetext)<\/p>\n<hr \/>\n<p>05.03.2018<\/p>\n<p>1996 hatte eine 20-k\u00f6pfige Gruppe von Koblenzer B\u00fcrgern um den Gymnasiallehrer Dieter Servatius die<strong> Kulturfabrik (Kufa) Koblenz<\/strong> von deren Gr\u00fcndern aus den 1980ern \u00fcbernommen. So wurde die damals gef\u00e4hrdete Fortexistenz dieses Kulturzentrums gesichert und zugleich dem 1991 ebenfalls von Servatius ins Leben gerufenen Koblenzer Jugendtheater die Spielst\u00e4tte erhalten. Jetzt, 22 Jahre sp\u00e4ter, haben die\u00a0 Kufa-GmbH-Gesellschafter des Servatius-Kreises in einem konzertierten Akt die <strong>Verantwortung in die H\u00e4nde einer j\u00fcngeren Generation<\/strong> gelegt. Der Altersdurchschnitt der Gesellschaftergruppe sank damit von 70 auf 45 Jahre, der Frauenanteil stieg von zwei auf sieben. Im Rahmen des gestrigen Festabends anl\u00e4sslich dieses Generationenwechsel hielt ich eine knapp 25-min\u00fctige Rede, die hier im Wortlaut ver\u00f6ffentlicht sei.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2018\/03\/04\/neue-generation-uebernimmt-verantwortung-fuer-koblenzer-kulturfabrik\/\">Redemanuskript meiner Ansprache beim Festabend am 5. M\u00e4rz 2018 in der Koblenzer Kulturfabrik<\/a><br \/>\n(freier Lesetext)<\/p>\n<hr \/>\n<p>02.03.2018<\/p>\n<p><strong>\u00c4ltere Zeitgenossen erleben dieser Tage ein D\u00e9j\u00e0-vu nach dem anderen.<\/strong> Die NPD kehrt als AfD in die Parlamente zur\u00fcck; drau\u00dfen tobt wieder ein Mob aus Geh-doch-r\u00fcber-, Ab-ins-Arbeitslager- und Gaskammer-Schreiern. Nixon ist als idiotischer Trump wiedergeboren, Chruschtschow als smarter Putin; der Kalte Krieg ist wieder da und das atomare Wettr\u00fcsten ebenfalls. In den Regierungssitzen wuseln neuerlich Spione herum, diesmal weniger in den Fluren, mehr in Kabelnetzen . Die Unions-Kanzlerin hat, wie dereinst Adenauer und Kohl, bleiernen Ewigkeitswert. Der meisten Deutschen Hauptsorge gilt wie ehedem ihrer heiligsten Kuh, dem Automobil. Und die dominante Kultur im Land ist wieder die der Schweinsbraten, Buttercremetorten, Russisch-Eier-Platten des Wirtschaftswunders. Alles noch einmal, alles von vorn? Allm\u00e4hlich verfl\u00fcchtigt sich mein Glaube an die Vernunftf\u00e4higkeit des Menschen als Spezies.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Sorry, fast h\u00e4tte ich vergessen, ihn hier anzuzeigen: meinen bereits gestern im lokalen Kulturteil Koblenz der Rhein-Zeitung erschienenen <strong>Artikel anl\u00e4sslich des kollektiven Generationenwechsels in der Gesellschaftergruppe der Koblenzer Kulturfabrik (Kufa).<\/strong> W\u00e4hrend ein Text von Kollegin Melanie Schr\u00f6der sich mit den Zukunftsvorstellungen der nun neuen, j\u00fcngeren Gesellschafter f\u00fcr die Kufa befasst, blicke ich vor allem zur\u00fcck auf Herkunft und Geschichte der Institution. Gerade jetzt schreibe ich an einer lieblich-kratzigen Rede, die ich am Sonntag im Rahmen der kleinen \u00dcbergabefeier vor beiden Gesellschaftergenerationen halten werde.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-kulturfabrik-von-pioniergeist-und-engagement-getragen-_arid,1778123.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mein Artikel hier<\/a><br \/>\n(4200 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<p class=\"rtecenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-900\" style=\"height: 268px; width: 455px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Kufa.jpg\" alt=\"\" width=\"455\" height=\"268\" \/><\/p>\n<hr \/>\n<p>01.03.2018<\/p>\n<p><strong>Es gibt in der leidigen Sache &#8222;Diesel-Autos&#8220; m.E. zwei Hauptt\u00e4ter und zwei Opfergruppen.<\/strong> Die T\u00e4ter: 1. Autoindustrie als Verursacher. Insofern Abschalteinrichtungen benutzt wurden, handelt es sich um Betrug von hoher kriminieller Energie aus niedrigen Gr\u00fcnden. Daneben haben alle Hersteller die \u00d6ffentlichkeit\/Kunden (teils mit Flankenschutz durch die Politik) systematisch get\u00e4uscht und belogen, was Umweltvetr\u00e4glichkeit, Verbrauchs- und Abgaswerte ihrer Diesel angeht. 2. Die regierende Politik: Sie hat &#8211; lobbygetrieben oder im vorauseilenden Gehorsam &#8211; ein Umfeld geschaffen, das die De-facto-T\u00e4uschung de jure legitimiert. Die Opfer: 1. Anwohner im Umfeld von Verkehrszentren der Gro\u00dfst\u00e4dte (wg. Gesundheit). 2. Die Diesel-Fahrer, die belogen\/betrogen wurden und jetzt wahrscheinlich in doppelter Hinsicht die Gelackmeierten sind (Fahrverbot + Wertverlust).<\/p>\n<p>Das Verwaltungsgericht geh\u00f6rt zu keiner der beiden Fraktionen. Zudem: Die hiesige Politik h\u00e4tte es in der Hand, die Kluft zwischen de facto und de jure wieder halbwegs zu scfhlie\u00dfen &#8211; indem sie die Autoindustrie, die mit Lug oder gar Betrug Abermilliarden verdient hat, zu Hardware-Nachr\u00fcstung, Ersatzbeschaffung oder Entsch\u00e4digung der Diesel-Fahrer per Gesetz zwingt. Im \u00dcbrigen bin ich der Meinung, dass dem Managment von VW\/Audi in aller gesetzlichen Strenge der Prozess gemacht werden muss und die Staatsanwaltschaften mit Nachdruck dem anhaltend im Raum stehenden Abschalt-Verdacht gegen BMW, Mercedes u.a. nachgehen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>30.03.2018 Wer war der wichtigste, bedeutendste, gr\u00f6\u00dfte K\u00fcnstler aller Zeiten in dieser oder jener Kunstsparte? Fragt man so kunstsinnige Menschen oder Kunstschaffende, gibt es tausenderlei Nennungen &#8211; aber zugleich doch signifikante H\u00e4ufungen bei ganz wenigen Namen. 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