{"id":893,"date":"2018-02-27T23:00:00","date_gmt":"2018-02-27T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/blog\/guten-tag-im-februar\/"},"modified":"2022-05-17T08:21:44","modified_gmt":"2022-05-17T07:21:44","slug":"guten-tag-im-februar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2018\/02\/27\/guten-tag-im-februar\/","title":{"rendered":"Guten Tag allerseits &#8211; im Februar 2018"},"content":{"rendered":"<p>27.02.2018<\/p>\n<p>Mein n\u00e4chster \u00f6ffentlicher <strong>Vortragsabend<\/strong> hat die Frage zum Thema: <strong>&#8222;WAS VERSTEHEN WIR EIGENTLICH UNTER POPULISMUS?&#8220;<\/strong> Beleuchtet werden die verschiedenartigen Bedeutungen, die dem Begriff inzwischen zugeschrieben werden. Zugleich werden diverse Methoden untersucht, derer sich Populismus bedient, um unterschiedliche Ziele zu erreichen. Etwa: Die direkte Ansprache des menschlichen Gef\u00fchlszentrums unter Umgehung der Ratio. Oder: Die unterschwellige Meinungsbeeinflussung durch permanente Benutzung abwertender\/\u00fcberbewertender Sprachbilder. Oder: Die Reduzierung komplexer Wirklichkeit auf grob vereinfachte bis falsche bis unwahre Ursache-Wirkungs-Mechanismen&#8230;<\/p>\n<p><strong>14. M\u00e4rz, 20 &#8211; 22 Uhr, Haus Felsenkeller Altenkirchen.<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>26.02.2018<\/p>\n<p>Vor glei\u00dfendem Scheinwerferlicht tr\u00e4gt ein Mann seine wie tot erschlaffte Frau einen Berggrat hinauf. Als er sie oben hinstellen will, knicken ihre Beine weg, und sie rollt den Weg wieder hinab. Erneut m\u00fcht der Mann sich mit der hilflosen Frau. Jetzt auf allen Vieren kriechend, schleppt er sie huckepack nach oben. Vergeblich \u2013 sie rutscht, purzelt, st\u00fcrzt wieder zur\u00fcck. Und noch einmal&#8230;.. Mit solcher Sisyphusarbeit beginnt die j\u00fcngste <strong>Tanzproduktion am Staatstheater Mainz<\/strong>, die Urauff\u00fchrung <strong>\u201eImpetus\u201c<\/strong>, eine Staunen machende Arbeit der Choreografen Guy Nader und Maria Campos.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-staunen-ueber-70-minuten-mit-und-fuereinander-_arid,1776779.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meine Premierenbesprechung<\/a><br \/>\n(4200 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<p class=\"rtecenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-887\" style=\"height: 254px; width: 455px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Impetus.jpg\" alt=\"\" width=\"455\" height=\"254\" \/><\/p>\n<p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 ***<\/p>\n<p>Neulich Gie\u00dfen, jetzt Bonn: Warum bringt man 2018 <strong>Jean-Paul Sartres \u201eDie schmutzigen H\u00e4nde\u201c<\/strong> auf die B\u00fchne? Das St\u00fcck von 1948 handelt vom J\u00fcngling Hugo aus b\u00fcrgerlichem Hause, der sich als proletarischer Revolution\u00e4r bew\u00e4hren will, aber aufgerieben wird zwischen den Fraktionen der kommunistischen Kaderpartei im Untergrund. Vor 70 Jahren wurde dieser Stoff in der europ\u00e4ischen Linken hei\u00df diskutiert. Was kann Regisseur Marco Storman <strong>in Bonn<\/strong> ihm f\u00fcr heute abgewinnen? Nach 110 Minuten ist zu konstatieren: wenig.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-der-gewollte-transfer-ins-heute-hakt-_arid,1776780.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meine Premierenbesprechung<\/a><br \/>\n(3300 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>25.02.2018<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-875\" style=\"float: right; height: 167px; margin: 5px; width: 150px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/quergedanken-logo.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"167\" \/><\/p>\n<p>Lassen Sie mich eine kleine <strong>Geschichte aus fernen Jugendtagen<\/strong> erz\u00e4hlen. \u201eOch n\u00f6\u00f6!\u201c, mault Freund Walter. \u201eNicht schon wieder eine Lehrparabel, bei der man den Hintersinn erst ergr\u00fcbeln muss. Red\u2018 Tacheles!\u201c Das ist ein alter Streitpunkt zwischen uns. Denn ich bin der Ansicht, man darf den Lesern was zutrauen. Deshalb hier nun als Folge 157 meiner <strong>Monatskolumne &#8222;Quergedanken&#8220;<\/strong> eine Story aus jener Zeit, da in einer Kleinstadt das Fremdartigste, das der damaligen Mehrheitsb\u00fcrgerschaft dort je begegnete, wir waren: am Ort geborene Kinder, herangewachsen zu Jugendlichen, die mit der Lebensart ihrer Eltern fast gar nichts mehr verband.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2018\/02\/24\/die-fremdeste-fremdartigkeit\/\">Quergedanken 157: Die femdeste Fremdartikgeit<\/a><br \/>\n(freier Lesetext, 3400 Anschl\u00e4ge)<\/p>\n<hr \/>\n<p>22.02.2018<\/p>\n<p>Es ist mal wieder die Jugend, die Hoffnung macht. Die besten Nachrichten aus den <strong>USA<\/strong> seit langem sind die jetzigen \u00fcber <strong>Abertausende von Sch\u00fclern<\/strong>, die in zahlreichen St\u00e4dten dort demonstrieren: f\u00fcr eine durchgreifende Versch\u00e4rfung der Waffengesetze. Und gegen den Einfluss der bis dato scheinbar allm\u00e4chtigen Lobbybande der US-Waffenindustrie &#8211; die nach dem j\u00fcngsten Amoklauf an einer Schule als bestes Mittel gegen solche &#8222;Katastrophen&#8220; vorschlug, nun &#8222;endlich auch&#8220; die Lehrer zu bewaffnen. Erfreulich: Bei j\u00fcngsten Umfragen spachen sich 66 % der Amerikaner &#8211; wie die Sch\u00fcler &#8211; <strong>f\u00fcr deutlich versch\u00e4rfte Waffengesetze<\/strong> aus.<\/p>\n<hr \/>\n<p>21.02.2018<\/p>\n<p>PUNKT. FINIS. Knirsch &#8211; rumpel &#8211; krach! Felsbrocken st\u00fcrzen mir vom Herzen, denn das<strong> Manuskript f\u00fcr mein Buch &#8222;Musik-Institut Koblenz 1808 bis 2018&#8220; ist fertig<\/strong>. Mit rund 300 000 Anschl\u00e4gen ist es zwar kein Riesenw\u00e4lzer, aber doch ein ordentlicher Brocken. Sch\u00f6nes Gef\u00fchl, es geschafft und etwas geschaffen zu haben. Was nun? 20 Stunden am St\u00fcck schlafen, dann die \u00fcber Monate aufgelaufene Bugwelle aus Unerledigtem durchmisten. Hernach wieder zur F\u00fcnf-Tage-Woche zur\u00fcckfinden. Und vor allem den K\u00f6rper wieder in Form bringen. Weil: Die Muskulator ist v\u00f6llig abgeschlafft, der Arsch breitgesessen und die Wampe aufgedunsen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>19.02.2018<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"http:\/\/pecht.koblenz-net.de\/D7\/sites\/default\/files\/styles\/thumbnail\/public\/Loreley.jpg?itok=V8jvPsCM\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-888\" style=\"float: right; height: 199px; margin: 5px; width: 220px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Loreley.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"199\" \/> <\/a> Im Kleinen Haus des <strong>Mainzer Staatstheaters<\/strong> hatte jetzt eine mit Weimar co-produzierte sogenannte St\u00fcckentwicklung unter dem Titel<strong> &#8222;Drei Mal die Welt&#8220;<\/strong> Premiere. St\u00fcckentwicklung meint: Aus einer nur vagen Idee entsteht erst w\u00e4hrend der Proben ein St\u00fcck. Ausgangspunkt hier: Georg Forster &#8211; Forschungsreisender und Gesicht der Mainzer Republik, die 1793 von den Preu\u00dfen niederkart\u00e4tscht wurde. Ergebnis auf der B\u00fchne: Vier schr\u00e4ge Typen von heute schippern per Flo\u00df &#8218;gen Br\u00fcssel, um mit EU-Politikern Tacheles zu reden. Der 110-min\u00fctige Abend ist ein gro\u00dfer Spa\u00df &#8211; von zugleich bemerkenswert ernsthafter zeitkritischer Kraft.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-zeitkritik-schlau-als-klamauk-mit-substanz-verpackt-_arid,1773173.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meine Premierenbesprechung<\/a><br \/>\n(4200 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>17.02.2018<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"http:\/\/pecht.koblenz-net.de\/D7\/sites\/default\/files\/styles\/thumbnail\/public\/Schwitters.jpg?itok=Ue-H70dz\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-889\" style=\"float: right; height: 220px; margin: 5px; width: 169px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Schwitters.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"220\" \/> <\/a> Mit einem Tag der offenen T\u00fcr bei freiem Eintritt und der Er\u00f6ffnung zweier neuer Ausstellungen startet das <strong>Arp Museum<\/strong> in Remagen-Rolandseck an diesem Sonntag in seine <strong>Saison 2018<\/strong>. Nachdem das Haus 2017 mit Henry Moores Gro\u00dfplastiken die erfolgreichste Einzelpr\u00e4sentation (75 000 Besucher) seiner zehnj\u00e4hrigen Geschichte verzeichnen konnte, steht das neue Jahr unter dem Leitmotto \u201eFarbenrausch\u201c. Eines der Zentren bildet dabei ganzj\u00e4hrig die jetzt beginnende Schau <strong>\u201eGotthard Graubner. Mit den Bildern atmen\u201c<\/strong>. Bis Mitte des Jahres widmet sich parallel eine kleine Kabinettausstellung der kreativen Freundschaft zwischen <strong>Kurt Schwitters<\/strong> und Hans Arp.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-im-rausch-der-farben-arp-museum-startet-in-die-neue-saison-_arid,1772475.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meine Ausstellungsbesprechung<\/a><br \/>\n(4200 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<p class=\"rtecenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-890\" style=\"height: 370px; width: 455px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Graubner.jpg\" alt=\"\" width=\"455\" height=\"370\" \/><\/p>\n<hr \/>\n<p>15.02.2018<\/p>\n<p>Von Hause aus und den Urspr\u00fcngen her ist <strong>Olympia eigentlich ganz ungeeignet, als Wettkampf zwischen Nationen behandelt zu werden<\/strong>. Denn in den meisten Kerndisziplinen messen im Winter wie im Sommer nicht (National-)Mannschaften, sondern Einzelsportler ihre F\u00e4higkeiten. Ich wei\u00df aus meinen (wenigen) Jugendjahren als Leistungsportler in der Leichtathletik (Hochsprung): Bei unseren Regionalwettk\u00e4mpfen waren es meist nur Trainer und Funktion\u00e4re, die nach Vereinsflaggen anfeuerten und ggf. jubelten. Von den Staffell\u00e4ufen abgesehen, z\u00e4hlten f\u00fcr uns Sportler und manchen Zuschauer allein die Einzelleistungen &#8211; v\u00f6llig unabh\u00e4ngig davon, was f\u00fcr ein Vereinswappen jemand auf dem Trikot hatte.<\/p>\n<hr \/>\n<p>14.02.2018<\/p>\n<p>Sollte die Groko doch eines der gro\u00dfen stillstehenden R\u00e4der drehen wollen, und auch noch in die richtige Richtung? Die Umsetzung der jetzt von drei Bundesministern ausgebr\u00fcteten Idee <strong>&#8222;Kostenloser \u00d6PNV f\u00fcr alle&#8220; <\/strong>w\u00e4re eine v\u00f6llig richtige Weichenstellung zur Rettung\/Verbesserung von Luft-, Lebens- und Verkehrsqualit\u00e4t in unseren Ballungsr\u00e4umen. Mag sein, dass man mit der Idee\/Absichtserkl\u00e4rung erstmal nur Br\u00fcssel und hiesige Richter ruhig stellen will. Deshalb bleibt die Idee doch gut &#8211; und stehen die vorschlagenden Minister im Wort.<\/p>\n<p>Die Kosten w\u00e4ren kein Pappenstiel, aber \u00fcberschaubar und verglichen mit den in der Vergangenheit ausgegebenen Summen f\u00fcr die automobile Zurichtung der St\u00e4dte nur Peanuts: 12 Milliarden p.a. Betriebskostenzuschuss f\u00fcr entgangene Ticketeinnahmen plus einige Milliarden Anschubfinanzierung f\u00fcr zus\u00e4tzliche Busse\/Bahnen. Im Gegenzug fiele etwa der Unterhalt der gesamten Ticketverkaufs- und -kontrolllogistik weg. F\u00fcr Unfug halte ich die Unkenrufe der Bedenkentr\u00e4ger, wonach von jetzt auf gleich die \u00d6PNV-Kapazit\u00e4ten verdoppelt werden m\u00fcssten. Denn so grottenschlecht wie der \u00d6PNV auf dem Land ist, w\u00fcrde das Kostenlos-Angebot f\u00fcrs erste \u00fcberwiegend von Innenstadt- und Nahraumpendlern genutzt werden.<\/p>\n<p>Wie ernst die Sache gemeint ist oder eben nicht, wird man noch in diesem Jahr de facto daran erkennen k\u00f6nnen: Gibt es Anwerbekampagnen f\u00fcr die Ausbildung zum Bus- und Stra\u00dfenbahnfahrer? Gibt es Bestellorders an Bus- und Tramhersteller? Falls nicht, h\u00e4tten wir es nur einmal mehr mit einem Hei\u00dfe-Luft-Duett von St. B\u00fcrokratius und St. Nimmerlein zu tun.<\/p>\n<hr \/>\n<p>12.02.2018<\/p>\n<p>Ei, guck emol! Wie seit Tagen das Internet meterweise, so bietet jetzt auch der Lokateil meiner Fr\u00fchst\u00fcckszeitung seitenweise <strong>fotografische Fastnachtsimpressionen<\/strong> von Sitzungen und Umz\u00fcgen. Das geht in Ordnung, schlie\u00dflich bewegt die Narretei hierzulande jede Menge Leute geh\u00f6rig. Eingestanden sei, dass auch ich das eine oder andere Bild mit Vergn\u00fcgen betrachte. Allerdings interessieren mich pers\u00f6nlich szenische Totalen von Korps oder Motivwagen ebenso wenig wie Kost\u00fcme oder Orte des Geschehens. Mein Hinschauen gilt vor allem Nahaufnahmen von Gesichtern.<\/p>\n<p>Das finde ich wirklich spannend, was da manchmal zu sehen ist oder sich interpretieren l\u00e4sst. Hier der spontane, nat\u00fcrliche, frei aus der Mimik purzelnde Spa\u00df an der Freud. Da die f\u00fcr den Fotografen hergezeigte k\u00fcnstliche und oft \u00fcberzogene Fr\u00f6hlichkeit. Dort das sich etwas genierende, von Scheu vor dem \u00f6ffentlichen Foto angehauchte L\u00e4cheln oder Lachen. Dann wieder ein verf\u00fchrerisches Turteln in die Kamera hinein, gelegentlich auch ein nur mit M\u00fche aufgeh\u00fcbschtes, weil eigentlich verfrorenes oder genervtes oder schon ersch\u00f6pftes Antlitz &#8230;.. Es ist unglaublich viel Menschliches und Allzumenschlichen zu sehen, wenn man genauer hinschaut.<\/p>\n<hr \/>\n<p>11.02.2018<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"http:\/\/pecht.koblenz-net.de\/D7\/sites\/default\/files\/styles\/thumbnail\/public\/Trilogie%20WI.jpg?itok=jefVFU27\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-891\" style=\"float: right; height: 210px; margin: 5px; width: 220px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Trilogie-WI.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"210\" \/> <\/a> \u201eWenn Demokratie sich nicht st\u00e4ndig ver\u00e4ndert, verbessert und selber korrigiert, wird sie irgendwann hinweggefegt. Laut Shakespeare.\u201c Dies sagt <strong>John von D\u00fcffel<\/strong> in einem Interview und unterstreicht damit den hochpolitischen und aktuellen Charakter seiner j\u00fcngsten Arbeit. Der einstige Bonner Dramaturg, renommierte Romancier und St\u00fcckebearbeiter hat jetzt dem <strong>Staatstheater Wiesbaden<\/strong> die drei Shakespeare-Werke \u201eCoriolan\u201c, \u201eJulius C\u00e4sar\u201c sowie \u201eAntonius und Cleopatra\u201c f\u00fcr einen dreieinhalbst\u00fcndigen, sehr interessanten Abend unter dem Titel <strong>\u201eR\u00f6mische Trilogie\u201c<\/strong> zugeschnitten und geb\u00fcndelt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-mensch-und-demokratie-sind-allzeit-gefaehrdet-premiere-von-roemische-trilogie-in-wiesbaden-_arid,1769697.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meine Premierenkritik hier<\/a><br \/>\n(4500 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>10.02.2018<\/p>\n<p>Dank moderner Wissenschaft wissen wir inzwischen: Unser Hirn l\u00e4uft dann zu kreativer Hochform auf, wenn wir es NICHT mit zielgerichteten Denkaufgaben behelligen; also im Zustand der Muse\/Mu\u00dfe. Weshalb mein Oberst\u00fcbchen seine Sternstunde stets beim behaglichen Samstagsfr\u00fchst\u00fcck hat &#8211; da lasse ich es frank und frei nach Belieben durchs Universum vagabundieren. Heute kaprizierte es sich nicht etwa auf Groko\/Schulz\/SPD, auch nicht auf Fassenacht, sondern \u00fcberraschte mit folgendem Gedankengang:<\/p>\n<p>Neuzeitliche Menschen haben die seltsame Angwohnheit, <strong>Kindheit\/Jugend blo\u00df als Vorbereitungsphase auf das &#8222;richtige Leben&#8220;, das Erwachsenendasein, zu verstehen<\/strong>. Ebenso wird das Alter nur als Nachklangphase, als schw\u00e4chlicher Epilog zum &#8222;richtigen Leben&#8220; betrachtet. Interessanterweise \u00e4ndert sich das Bild grundlegend, sobald die Alten auf ihre eigene Kindheit\/Jugend zur\u00fcckblicken: Da wird jene Fr\u00fchphase pl\u00f6tzlich als eigenst\u00e4ndige Lebensform mit einem sehr hohen Wert an sich empfunden, Umgekehrt betrachten vor allem kleinere Kinder ihre Gro\u00dfeltern selten als morsch gewordene Erwachsene, sondern als Menschen, die blo\u00df eine andere Lebensart haben als die Eltern. Mein Hirn meint: Es w\u00e4re an der Zeit, dass wir sowohl Kindheit\/Jugend wie auch das Alter als v\u00f6llig gleichwertige eigenst\u00e4ndige Formen des &#8222;richtigen Lebens&#8220; verstehen und behandeln.<\/p>\n<hr \/>\n<p>09.02.2018<\/p>\n<p><strong>Die Kulturszene horcht auf<\/strong>, hatte doch im Groko-Tohuwabohu bislang noch niemand ein Wort \u00fcber Kunst\/Kultur verloren. Jetzt \u00e4u\u00dfert sich die alte und wohl auch neue <strong>Kulturstaatsministerin Monika Gr\u00fctters<\/strong>. Sinngem\u00e4\u00df so: Groko will Neuausrichtung der Kulturpolitik. Kulturangebote sollen auch in der Region st\u00e4rker gef\u00f6rdert und leichter zug\u00e4nglich gemacht werden. Sogar ein <strong>Einstieg in den kostenfreien Eintritt zu wichtigen Kultureinrichtungen<\/strong> sei geplant. Zumindest klingen tut das gut; schaun mer mal, was kommt. Hinsichtlich der Eintrittsfreiheit bei staatlichen Museen m\u00fcsste es \u00fcbrigens &#8222;Wiedereintritt&#8220; hei\u00dfen. Denn in meiner Kindheit\/Jugend (50er bis 70er) war freier Eintritt zu den meisten v\u00f6llig selbstverst\u00e4ndlich.<\/p>\n<hr \/>\n<p>08.02.2018<\/p>\n<p><strong>Schwerdonnerstag<\/strong>. Allen N\u00e4rrinnen und Narrhalesen, Fastelovenfr\u00fcnds und Jeckinesinnen seien spa\u00dfige, aufm\u00fcpfige, hintersinnige und sinnenfroh erquickliche Dolltage gew\u00fcnscht. Ich selbst werde vom Sofa aus per Television gelegentlich vorbeischauen, was ihr da so treibt &#8211; das eine oder andere Gl\u00e4schen schl\u00fcrfend und Krebelcher mampfend. Obwohl ein durchaus fr\u00f6hlicher, allerlei Humorigkeiten zugetaner ganzj\u00e4hriger Narr, ist die leibhaftige Teilnahme an Sitzungen und Umz\u00fcgen nicht so mein Ding.<\/p>\n<p>Doch ja, ich mag etliche gute B\u00fcttenredner und Spa\u00dfmacher sehr gern, seien sie von K\u00f6lscher oder Meenzer Art. Das Colonia Duo selig oder der charmante Humor von Mark Metzger, der hysterische Krischer mit seinen wei\u00dfen Handschuhen oder der betuliche Oberlehrer Guddi: Sie und andere waren\/sind mir meist ein Vergn\u00fcgen &#8211; selbst wenn man wegen des Inhalts mancher Bemerkung bisweilen in die Tischkante bei\u00dfen m\u00f6chte. Des g&#8217;h\u00f6rt so; und sofern es gut gemacht ist, gilt die alte Kabarettregel: da muss ein jeder durch, durch den Kakao. In diesem Sinne: <strong>helolaulaaf<\/strong>!<\/p>\n<hr \/>\n<p>07.02.2018<\/p>\n<p>Als Ausfluss einer Diskussion auf meiner Facebook-Seite habe ich einen kleinen Aufsatz geschrieben, der wie folgt beginnt:<\/p>\n<p>Es liegt glasklar auf der Hand: <strong>Deutschland braucht mehr Kranken- und Altenpfleger, mehr Facharbeiter und Ingenieure, mehr Lehrer, Handwerker, Polizisten, Richter &#8230;<\/strong> Und zwar nicht nur ein paar Hundert mehr, sondern etliche Hunderttausend. Es liegt ebenso auf der Hand, dass dieser Bedarf insbesondere an jungen Nachwuchskr\u00e4ften aus dem heimischen Bev\u00f6lkerungspool nicht mehr gedeckt werden kann. (&#8230;)<\/p>\n<p>Der ganze Text hier<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2018\/02\/06\/ein-trockener-befund-zur-sache-migranten-in-deutschland\/\">Anmerkung:<br \/>\nEin trockener Befund zur Sache &#8222;Migranten in Deutschland&#8220; <\/a><br \/>\n(freier Lesetext)<\/p>\n<hr \/>\n<p>05.02.2018<\/p>\n<p>Theaterbesucher w\u00fcrden manchmal gern M\u00e4uschen spielen, um zu spicken, wie es w\u00e4hrend der Vorstellung hinter der B\u00fchne zugeht. Dies vor allem, wenn vorn erkennbar ein paar Dinge anders laufen, als sie wohl gedacht waren. Was im Theater sonst tunlichst vertuscht wird, stellt die Farce <strong>\u201eDer nackte Wahnsinn\u201c<\/strong> von Michael Frayn in den Mittelpunkt: Pannen. <strong>Ansehnliche Neuinszenierung jetzt im Theater Koblenz<\/strong>. Das Kom\u00f6dienmaschinchen schnurrt munter, reihum wird knuffig gespielt. Selbst der Kritiker hat sich \u00fcber weite Strecken gut am\u00fcsiert, wenngleich zwischendurch den Affen auch mal zu viel Zucker verpasst wird.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/kultur_artikel,-der-nackte-wahnsinn-am-theater-koblenz-wenn-hinter-den-kulissen-gar-nichts-klappt-_arid,1766234.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meine Premierenkritik<\/a><br \/>\n(4200 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<p class=\"rtecenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-892\" style=\"height: 269px; width: 455px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Nackter-Wahnsinn.jpg\" alt=\"\" width=\"455\" height=\"269\" \/><\/p>\n<hr \/>\n<p>03.02.2018<\/p>\n<p>Ich hab&#8217;s pers\u00f6nlich zwar nicht so mit der Nation\/den Nationen, aber dieser Spruch gef\u00e4llt mir:<\/p>\n<p><strong>Das Problem mit den Nationalisten ist<\/strong>, sie wollen partout nicht begreifen, dass der Nationalismus der \u00e4rgste Feind der Nation ist. Denn immer wenn der Nationalismus die Herrschaft \u00fcbernahm, war am Ende die Nation am Arsch.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>Beim betulichen Samstagsfr\u00fchst\u00fcck<\/strong> treiben die Gedanken in ferne Jugendtage ab und mir ein &#8211; wahrscheinlich recht bl\u00f6des &#8211; Grinsen ins Gesicht. Anno 70 oder 71 hatte ich mal kurz was mit einem Funkenmariechen; einer aufgeweckten, lebenslustigen Altersgenossin, reizend anzuschauen in ihrem Unif\u00f6rmchen. Vor jedem Auftritt zitterte sie wie Espenlaub und bedurfte meiner St\u00fctze. Nachher verstr\u00f6mte sie jedesmal allerhand Hitze. Des Mariechens Tross schleppte mich zwei Wochen lang von einer Kappensitzung zur n\u00e4chsten mit \u00fcber die D\u00f6rfer. Woher wohl r\u00fchrt, dass mein Drang, an solchen Veranstaltungen livehaftig teilzunehmen, sich seither in Grenzen h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Meine gew\u00f6hnliche Freundesclique &#8211; damals lebensartlich ganz anders orientiert und der organisierten Spa\u00dfhaftigkeit v\u00f6llig abhold &#8211; hielt mich wegen dieser Eskapade f\u00fcr komplett meschugge. Nur der \u00c4lteste im Kreis mahnte zu Nachsicht: &#8222;Geht vorbei, sind blo\u00df die Hormone.&#8220; Einige M\u00e4dels allerdings waren stinkig: &#8222;Im K\u00fcrzestrock die Beine schmei\u00dfen und H\u00f6schen zeigen &#8211; das ist keine Kunst, k\u00f6nnen wir schon lange und besser.&#8220; Zwecks Demonstration wurde eigens ein Happening anberaumt &#8211; das dann ziemlich gruselig war. Denn h\u00fcbsche Beine allein, obendrein ansonsten fast nur Jeans-gewohnte, machen noch keinen Garde-Esprit. Sie anmutig zu werfen, will gelernt sein. Die Sache blieb Episode, wie auch mein Techtelmechtel mit Mariechen: Am Aschermittwoch war buchst\u00e4blich alles vorbei.<\/p>\n<hr \/>\n<p>02.02.2018<\/p>\n<p>Da soll sich nun mal keiner was vormachen: Der gestrige <strong>Bundestagsbeschluss zum Familiennachzug<\/strong> ist nur ein weiterer Schritt auf dem Weg &#8222;Fl\u00fcchtlings- und Migrantenabwehr&#8220;, \u00fcber den die AfD die einstmals gro\u00dfen Volksparteien vor sich hertreibt. 12 000 Familiennachz\u00fcgler plus ein paar Dutzend Notf\u00e4lle j\u00e4hrlich: Berechnet auf eine 80-Millionen-Bev\u00f6lkerung ist das eine g\u00e4nzlich irrelevante 0,0X-Gr\u00f6\u00dfe. Der Beschluss passt in die Linie all der Tendenzen und Schritte, die den hinsichtlich \u00f6konomischer und sozialer M\u00f6glichkeiten objektiv v\u00f6llig richtigen Satz &#8222;Wir schaffen das&#8220; ausgehebelt hat durch die Haltung &#8222;Wir wollen das nicht schaffen&#8220;. Mit Verlaub: Ich bezeichne das als <strong>inhumane Idiotie<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>27.02.2018 Mein n\u00e4chster \u00f6ffentlicher Vortragsabend hat die Frage zum Thema: &#8222;WAS VERSTEHEN WIR EIGENTLICH UNTER POPULISMUS?&#8220; Beleuchtet werden die verschiedenartigen Bedeutungen, die dem Begriff inzwischen zugeschrieben werden. Zugleich werden diverse Methoden untersucht, derer sich Populismus bedient, um unterschiedliche Ziele zu erreichen. Etwa: Die direkte Ansprache des menschlichen Gef\u00fchlszentrums unter Umgehung der Ratio. 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