{"id":840,"date":"2022-01-01T23:00:00","date_gmt":"2022-01-01T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2022\/01\/01\/neujahrsessay-endzeit-oder-neuanfang\/"},"modified":"2022-12-26T17:58:42","modified_gmt":"2022-12-26T16:58:42","slug":"neujahrsessay-endzeit-oder-neuanfang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2022\/01\/01\/neujahrsessay-endzeit-oder-neuanfang\/","title":{"rendered":"Neujahrsessay 2022 \/ Was nun: Endzeit oder Neuanfang?"},"content":{"rendered":"<div class=\"copytextwrapper\">3. Januar 2022<\/div>\n<div class=\"copytextwrapper\">\n<em><em><strong>ape. <\/strong><\/em><\/em><span style=\"font-size: large;\"><em>Es gibt Zeiten, da kann es sinnvoll sein, sich des ultimativen Fundaments unserer Lebensweise zu erinnern. Das ist so einfach nicht. Denn je h\u00f6her entwickelt ein Zivilisation, umso mehr verdecken immer komplexer werdende Realit\u00e4ten ihre vermeintlich schlichte Basis. Jetzt aber, da eine Zeit heraufzieht, die unverkennbar nach historischen Weichenstellungen verlangt, ist es geradezu unabdingbar, sich die prim\u00e4re materielle Grundlage unseres Daseins bewusst zu machen: Essen und trinken.<\/em> <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\"><span style=\"font-size: large;\">\u00dcber Jahrzehntausende erjagten und sammelten unsere fernen Altvorderen die zum \u00dcberleben ihrer 8 bis 20 K\u00f6pfe z\u00e4hlenden Gemeinschaften n\u00f6tigen Nahrungsmittel. Sie sch\u00f6pften ab, was Natur an einem Ort bot. Wurde das Angebot an jagbaren Tieren und wilden Nahrungspflanzen zu gering, zogen sie weiter. Sie suchten sich in den weithin menschenleeren Landen neue Gr\u00fcnde. Die zur\u00fcckgelassenen Gegenden konnten sich erholen. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\"><span style=\"font-size: large;\">Das ging so bis zum Ende der letzten Kaltzeit vor 12 000 Jahren. Dann verschob sich das Erdklima aus nat\u00fcrlichen Gr\u00fcnden in Richtung W\u00e4rme. Weite Teile der auch die Binnenr\u00e4ume bedeckenden Eispanzer schmolzen ab. Das zuvor \u00fcber 100 000 Jahre in den noch eisfreien Regionen vorherrschende kalt-trockene Klima mit seiner sp\u00e4rlichen Tundra-Vegetation wurde abgel\u00f6st von w\u00e4rmeren, feuchteren, eine reiche Flora und Fauna f\u00f6rdernden Umweltbedingungen. Es konnte jener Prozess einsetzen, den wir \u201eneolithische Revolution\u201c nennen: Der Homo sapiens entwickelte in den jetzt fruchtbaren Klimazonen eine v\u00f6llig neue Art der Nahrungsbeschaffung: Ackerbau und Viehzucht. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\"><span style=\"font-size: large;\">Damit begann die Geschichte der \u201emodernen\u201c Zivilisationen. Deren Entwicklung kennt seither nur eine Richtung: \u201eSeid fruchtbar und mehret euch und f\u00fcllet die Erde und machet sie euch untertan.\u201c Es folgten mehr als 10 000 Jahre allumfassenden Wachstums \u2013 von der Sesshaftwerdung bis zu Staaten und Megametropolen; vom Grabstock \u00fcber den vom Pferd gezogenen Pflug bis zu computerisierten Gro\u00dfmaschinen; vom Holzfeuer zum Kohle- und \u00d6lzeitalter; vom einfachsten Dorfhandwerk zu weltumspannenden Industrien; von weniger als 1 Million Menschen auf Erden im zehnten Jahrtausend vor Christus zu etwa 300 Millionen im Jahre 0 auf 1000 Millionen anno 1800. Hernach explodierte die Weltbev\u00f6lkerung in nur 200 Jahren auf knapp 8000 Millionen Individuen derzeit. Wobei die Kopfzahl nur die halbe Wahrheit ist. Fast noch mehr ins Gewicht f\u00e4llt, dass der heutige Mensch im Durchschnitt gegen\u00fcber seinem Vorfahren ein Vielfaches an Ressourcen verbraucht, inklusive Verschmutzung, Verm\u00fcllung, Zerst\u00f6rung. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\"><span style=\"font-size: large;\">Dass der reichere Teil der Weltbev\u00f6lkerung dazu erheblich mehr beitr\u00e4gt als der arme, liegt auf der Hand. Dass gleichwohl der \u00e4rmere Teil die verheerenden Folgen zuerst und am h\u00e4rtesten zu sp\u00fcren bekommt, ist unschwer erkennbar. Dieses perfide Verh\u00e4ltnis birgt jede Menge Sprengstoff f\u00fcr die menschliche Weltgesellschaft. Wof\u00fcr sich die Natur freilich wenig interessiert; sie reagiert stets nur darauf, was die Menschen ihr in summa antun. Weshalb der Weg unserer Zivilisationsgeschichte vom neolithischen Anfang bis heute ges\u00e4umt ist von den Ruinen zahlreicher Gesellschaften, die am eigenen Wachstumsdrang zugrunde gingen. Und es mehren sich heute die Anzeichen, dass nunmehr f\u00fcr die gesamte Menschheit der zehntausendj\u00e4hrige Wachstumsweg nicht l\u00e4nger gangbar ist. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\"><span style=\"font-size: large;\">Seit 350 Generationen lebt das Gros der Weltbev\u00f6lkerung auf der Grundlage von Ackerbau und Viehzucht. Dies gilt auch noch f\u00fcr die globalisierte, urbanisierte, digitalisierte Gegenwart. Denn selbst die fortschrittlichste Wissenschaft und Technik kann aus Steinen, Sand und Luft keine Nahrung machen. Damit Menschen, auch Tiere, leben k\u00f6nnen, m\u00fcssen Pflanzen wachsen. Damit sehr viele Menschen leben k\u00f6nnen, m\u00fcssen viel mehr essbare Pflanzen wachsen, als die Natur von sich aus zur Verf\u00fcgung stellen w\u00fcrde. Dazu bedarf es des Ackerbaus, der auf der Natur abgetrotzten Fl\u00e4chen die Wachstums- und Vermehrungsf\u00e4higkeit der Pflanzen ausnutzt und f\u00f6rdert. Was aber ben\u00f6tigen ihrerseits kultivierte wie auch wildwachsende Pflanzen, um diese F\u00e4higkeiten zu entfalten? Antwort: Ein gem\u00e4\u00dfigtes Klima mit gen\u00fcgend W\u00e4rme und Feuchtigkeit. Dazu ein Milliardenheer tierischer Helfer von gro\u00dfen S\u00e4ugern und V\u00f6geln \u00fcber Insekten und W\u00fcrmer bis hinunter zu den kleinsten Bodenbakterien.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\"><span style=\"font-size: large;\">Der Klimakorridor f\u00fcr gutes Pflanzenwachstum ist schmal. Seit dem Neolithikum war er im Gro\u00dfenganzen recht stabil, erm\u00f6glichte so die Entwicklung der Zivilisationen. Gleichwohl brachten bereits kleine Schwankungen oft gro\u00dfes Elend mit sich. Ein bisschen zu kalt und\/oder zu nass, ein bisschen zu hei\u00df und\/oder zu trocken: Schon brechen die Feldertr\u00e4ge ein. Verst\u00e4rkt durch Spekulation mit dem dann knappen Gut Nahrung, greifen Preissteigerungen und Hungersn\u00f6te um sich, setzt Massenmigration ein, kommt es zu Kriegen und Revolutionen. Zur Erinnerung: Z\u00fcndfunke f\u00fcr die Franz\u00f6sische Revolution war die Explosion des Brotpreises. Den Reichen konnte sie nichts anhaben, das einfache Volkes st\u00fcrzte sie in nacktes Elend.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\"><span style=\"font-size: large;\">Heute ist der Homo sapiens mit etwas konfrontiert, das es seit mehr als zehn Jahrtausenden nicht mehr gab: Der gesamte Klimakorridor verschiebt sich. Das ist keine der schon \u00f6fter erlebten vor\u00fcbergehenden Schwankungen, sondern eine von der industriellen Zivilisation selbst verursachte Klimaver\u00e4nderung grundlegenden und weltumspannenden Charakters. Sie wird Jahrhunderte, wahrscheinlich Jahrtausende anhalten \u2013 wird die menschliche Lebensart so oder so umw\u00e4lzen. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\"><span style=\"font-size: large;\">Der Prozess l\u00e4uft bereits \u2013 die H\u00e4ufung extremer Wetterereignisse sowie langer Phasen ungew\u00f6hnlicher Witterungen rund um den Planeten belegt es. Offen ist noch das Ausma\u00df, das die Ver\u00e4nderung annehmen wird: Sind es \u201enur\u201c die kaum mehr verhinderbaren 1,5 bis 2 Grad Aufheizung? Oder werden es drei Grad, gar vier und mehr? Da die Ver\u00e4nderung menschengemacht ist, hat es die Menschheit auch selbst in der Hand, das Ausma\u00df der Ver\u00e4nderung zu bestimmen: auf einen \u201eniedrigen\u201c 2-Grad-Level mit gleichwohl tausenderlei katastrophischen und die Lebensbedingungen ver\u00e4ndernden Wirkungen, oder auf einen h\u00f6heren Level, der den Bestand bisheriger Menschheitskultur als Ganzes bedroht. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\"><span style=\"font-size: large;\">Ein Blick auf die \u00e4rmeren Weltgegenden mit klimatischen Verh\u00e4ltnissen ohnehin im Randbereich des Klimakorridors zeigt, was vielen Teilen der Erde droht: Die Verschiebung des Korridors beraubt schon jetzt etwa in Afrika Millionen Menschen ihrer Lebensgrundlage, weil dauerhafte D\u00fcrre Ackerbau und Viehzucht unm\u00f6glich machen. Vormalige Kleinbauern werden zu Klimafl\u00fcchtlingen; die dortigen Gemeinschaften zerfallen; s\u00e4mtliche ethnischen, politischen, sozialen Reibungen versch\u00e4rfen sich, beschleunigen ihrerseits gesellschaftliche Destabilisierung. Anarchie und existenzielles Elend breiten sich aus. Und wo noch nicht die direkten Wirkungen des Klimawandels vor allem die \u00e4rmeren Menschen maltr\u00e4tieren, ist es der immense Hunger internationaler Agrarindustrien nach Anbaufl\u00e4chen: F\u00fcr Nahrungsmitteln, die nachher au\u00dfer Landes geschafft werden sowie f\u00fcr Viehfutter f\u00fcr den Weltmarkt, um das globale st\u00e4ndig wachsende \u00dcberma\u00df an Fleischkonsum zu bedienen. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\"><span style=\"font-size: large;\">Es ist einer der gro\u00dfen Irrt\u00fcmer \u201emoderner\u201c Landwirtschaft, man k\u00f6nne ohne Einbindung in die nat\u00fcrliche Biosph\u00e4re der Erde dauerhaft den ertragreichsten Ackerbau betreiben. Man k\u00f6nne fast problemlos sogar eine zehn, zw\u00f6lf oder mehr Milliarden K\u00f6pfe z\u00e4hlende Weltbev\u00f6lkerung ern\u00e4hren \u2013 wenn nur die Anbaufl\u00e4che gro\u00df genug ist und so intensiv wie m\u00f6glich bewirtschaftet wird. Auf Grundlage dieser Denkart entstanden seit dem sp\u00e4ten 19. Jahrhundert und schlie\u00dflich mit der Erfindung des chemischen Kunstd\u00fcngers riesige, monokulterell bebaute Felder. Die von zahllosen Bauerngenerationen praktizierte Kompromisslinie aus Fruchtwechselwirtschaft auf eher kleinteiligen Ackerparzellen zwischen naturnahem Rain- und Inselbewuchs war perdu. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\"><span style=\"font-size: large;\">Der Hunger nach immer neuen Anbau-&nbsp;und Weidefl\u00e4chen unterwirft immer gr\u00f6\u00dfere Teile von Naturr\u00e4umen der \u201eKultivierung\u201c. Sodass in der Gegenwart die irdischen Biosph\u00e4re von f\u00fcnf Seiten in die Mangel genommen wird: 1. Fl\u00e4chenforderung durch expandierende Landwirtschaft. 2. Fl\u00e4chenforderung durch expandierende Bebauung mit H\u00e4usern, Fabriken, Gesch\u00e4ften, Stra\u00dfen. 3. Sch\u00e4digung durch chemische Hilfsmittel in der Landwirtschaft. 4. Planetare und atmosph\u00e4rische Sch\u00e4digung durch Abfallstoffe expandierender Produktion und Konsumption. Schlie\u00dflich 5. durch den Klimawandel. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\"><span style=\"font-size: large;\">Ein Ergebnis all dieser Faktoren ist eine Gro\u00dfkrise, die ebenso schwer wiegt wie der Klimawandel: das Artensterben. Fast im Stundentakt verschwinden ganze Insektenpopulationen endg\u00fcltig. Es vergeht kaum eine Woche, in dem nicht auch h\u00f6here Lebensformen dieses Schicksal teilen. Und jede untergehende Art rei\u00dft neuerlich eine L\u00fccke in das \u00fcber Jahrhunderttausende entstandene Funktions-Netzwerk der Biodiversit\u00e4t, der auf ausgewogene Vielfalt gebauten Natur. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\"><span style=\"font-size: large;\">Muss uns das, abgesehen von naturliebendem Bedauern, beunruhigen? Ja. Denn auch die Existenz des Homo sapiens h\u00e4ngt ab vom Funktionieren der biologischen Vielfalt. Ohne sie keine Urw\u00e4lder und belebten Ozeane; ohne sie keine CO2-Bindung und letztlich auch keine Sauerstoffproduktion. Und wenn beispielsweise Bakterien, W\u00fcrmer, Pilze keinen Humus mehr bilden, verkommt die Ackerkrume zu toter Masse, auf der ohne Zuf\u00fchrung energieaufw\u00e4ndig hergestellter Hilfsstoffe bald nichts mehr w\u00e4chst. Wenn die best\u00e4ubenden Insekten ausbleiben, muss Menschenhand Abermilliarden Bl\u00fcten befruchten. So mittlerweile auf Obstplantagen in China. Oder es m\u00fcssen, wie in den USA, lastwagenweise Bienenv\u00f6lker von Plantage zu Plantage kutschiert werden. Alternativen f\u00fcr die Ern\u00e4hrung von Millarden Menschen sind das nicht, bestenfalls vor\u00fcbergehende Notl\u00f6sungen. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\"><span style=\"font-size: large;\">Der r\u00fccksichtlose Zugriff des Menschen auf die Biosph\u00e4re beschert uns dieser Tage eine weitere weltumspannende Gro\u00dfkrise: die Corona-Pandemie. Getrieben von Fl\u00e4chen- und Ressourcenhunger dringen wir auch in die letzten urt\u00fcmlichen Naturrefugien vor und begegnen dort uns krank machenden Organismen. Aus ihrer weltabgeschiedenen Isolation gerissen, durchseuchen sie in Windeseile die Weltbev\u00f6lkerung. Unser K\u00f6rper hat von sich aus den \u201efremden\u201c Erregern so wenig entgegenzusetzen wie dereinst die indigenen V\u00f6lker Amerikas den aus Europa eingeschleppten Pocken. Der Mensch muss nun k\u00fcnstliche Gegenmittel entwickeln, um Gefahren zu bannen, die er selbst heraufbeschworen hat. Der gleiche Mechanismus steht uns mit dem Auftauen der Permafrost-B\u00f6den ins Haus: Viren und Bakterien, mit denen unsere Spezie seit Jahrzehntausenden nicht mehr oder noch nie zu tun hatte, werden in die heutige Welt entlassen. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\"><span style=\"font-size: large;\">Es sind die vom Menschen zu lange missachteten oder missbrauchten Naturgesetze selbst, die uns heute vor eine in letzter Konsequenz sehr simple, aber unausweichliche Wahlm\u00f6glichkeit stellen: Entweder den Weg des vermeintlich \u201eewigen\u201c Wachstums verlassen und die menschliche Lebensart z\u00fcgig so grundlegend umformen, dass sie zu einer nachhaltigen Partnerschaft mit der Natur wird. Oder dies nicht zu tun und hinzunehmen, dass die Menschheit weiter in eine Epoche hineinschlittert, die noch in diesem Jahrhundert von geordneter Zivilisation kaum mehr etwas \u00fcbriglassen d\u00fcrfte.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\"><span style=\"font-size: large;\">Entscheiden wir uns gegen Letzteres, w\u00e4re das die Entscheidung f\u00fcr eine \u00c4nderung der Zivilsationsentwicklung hin zur Schrumpfung, hin auch zur Wohlstandssuche jenseits des blo\u00df Materiellen. Weniger Ressourcen- und Fl\u00e4chenverbrauch, weniger Luxuskonsum, weniger Abf\u00e4lle \u2013 ja, auch weniger Geburten. Und weil bei den Armen viel weniger gar nicht geht, wird es auch nicht m\u00f6glich sein, dass die Superreichen zu deren Ungunsten weiter immer umfassbare Finanzkr\u00e4fte in ihren H\u00e4nden konzentrieren. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\"><span style=\"font-size: large;\">Die Devise hei\u00dft: Neuanfang mit Anpassung aller an die Erfordernisse von Klimawandel und Artenschutz, zugleich Entsch\u00e4rfung der gewaltigen sozialen Kluft zwischen reichen und armen L\u00e4ndern wie zwischen reichen und armen Individuen. Die Menschheit kann sich bem\u00fchen, das halbwegs geordnet und vern\u00fcnftig auf den Weg zu bringen. Andernfalls werden die Naturgesetze und die sozialen Widerspr\u00fcche alsbald auf brutalste Art zwangsweise die Endzeit bisheriger Zivilisation einl\u00e4uten.<\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><em>Andreas Pecht<\/em><\/p>\n<\/div>\n<p><em>12 100 Anschl\u00e4ge. Erstpublikation am 3.1.2022 in Rhein-Zeitung<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>3. Januar 2022 ape. Es gibt Zeiten, da kann es sinnvoll sein, sich des ultimativen Fundaments unserer Lebensweise zu erinnern. Das ist so einfach nicht. Denn je h\u00f6her entwickelt ein Zivilisation, umso mehr verdecken immer komplexer werdende Realit\u00e4ten ihre vermeintlich schlichte Basis. 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