{"id":828,"date":"2021-11-28T23:00:00","date_gmt":"2021-11-28T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2021\/11\/28\/nun-singet-liebet-und-seid-froh-auch\/"},"modified":"2022-05-27T15:19:38","modified_gmt":"2022-05-27T14:19:38","slug":"nun-singet-liebet-und-seid-froh-auch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2021\/11\/28\/nun-singet-liebet-und-seid-froh-auch\/","title":{"rendered":"Nun singet, liebet und seid froh \u2013 auch"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p>\n<a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/ape-fuer-Quergedanken.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-827\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/ape-fuer-Quergedanken.jpg\" style=\"float:left; height:213px; margin:1px 5px; width:220px\" width=\"220\" height=\"213\"> <\/a> Schlechte Laune, die hat man mal ein paar Stunden, gelegentlich sogar den einen oder anderen Tag lang. Das geh\u00f6rt dazu. Denn des Lebens Umst\u00e4nde sind nicht nur Zuckerschlecken und die Mitmenschen nicht allemal liebens-w\u00fcrdig. Freund Walter ist eher der Tagelang-Typ, w\u00e4hrend ich Miesepetrigkeit blo\u00df stundenweise aushalten kann, eigentlich nur ein paar Minuten. Das sind so Unterschiede, mit denen man leben muss; kein Beinbruch, der wiegt schwerer.<\/p>\n<p>Dann aber gibt es Zeitgenossen, bei denen dauern Phasen schlechter Laune viele Wochen, gar etliche Monate an. Das kann nicht gesund sein. Aus mieser Stimmung wird da im Laufe der Zeit Griesgr\u00e4migkeit und Verbiesterung, die sich im ungl\u00fccklichsten Fall zu einem regelrechten (unsympathischen) Charakterzug verfestigen. Wir alle kennen solche Leute, manchmal schauen sie uns sogar aus dem Spiegel an.<\/p>\n<p>Walter und ich haben mehrfach besprochen, dass wir es so weit nie kommen lassen wollen. Daran erinnern wir einander, wenn mal wieder Entwicklungen eintreten, die seine, meine oder beider Laune in tiefste K\u00e4ltezonen respektive h\u00f6chste Zornesh\u00f6hen treiben. Wenn wir uns also s\u00e4mtliche Z\u00e4hne an der Tischkante ausbei\u00dfen oder aus dem Fenster springen k\u00f6nnten \u2013 jetzt wieder angesichts der Corona-Lage und all des damit verbundenen neuerlichen Unfugs (Stand 19. November 2021). Komme er nun von Seiten der Hinterherlauf-Politik oder von der kleinen Gruppe weltfremder Impfgegner, die sich als Opfer auff\u00fchren, objektiv jedoch T\u00e4ter sind und die ganze Gesellschaft quasi in Geiselhaft nehmen. Nicht weniger frustrierend die Nicht-Ergebnisse der Klimakonferenz von Glasgow.<\/p>\n<p>Gr\u00fcnde f\u00fcr schlechte Laune gibt es also reichlich. Schon ohne Corona war es schwierig, sich den Charakter der \u201ebesinnlichen Zeit\u201c und des \u201eFestes der Liebe\u201c zu bewahren gegen Konsumr\u00e4usche und der in Bild, Ton, Druck schlimmsten Werbeflut im Jahr. Weihnachten \u2013 egal ob als Christfest, Wintersonnwende, Raun\u00e4chte-Feier oder einfach behagliches Zusammenkommen gedacht \u2013 ist real zur schieren Stresswalze mutiert. Es k\u00f6nnen die Gl\u00f6ckchen noch so selig klingen, kann ein Ros\u2019 noch so pr\u00e4chtig entspringen: Zu keiner Zeit sonst gehen Familienkr\u00e4che und Nervenzusammenbr\u00fcche derart auf H\u00f6henflug wie eben vor und \u00fcber Weihnachten. Jetzt nochmal die Seuche obendrauf. Prost, Mahlzeit.<\/p>\n<p>Walter, meine Wenigkeit und unsere Bagage versuchen, dagegen mit der Methode \u201egutes Kabarett\u201c anzugehen. Die geht so: Da werden einem die bittersten Wahrheiten um die Ohren gehauen, freilich in einer Manier, bei der sich das Lachen kaum verkneifen l\u00e4sst. Derart sollte es uns (hoffentlich) auch heuer und allen aktuellen Unbilden zum Trotz gelingen, dem \u201eFest\u201c seine angenehmsten Seiten abzuringen: Ma\u00dfvolle Vorbereitung; in kleiner \u2013 durchgeimpfter und getesteter \u2013 Runde gut essen und trinken; gem\u00fctlich plaudern; ein paar bescheidene Liebesgaben austauschen, deren Bedeutung sich gerade nicht nach Geldwert bemisst; zu fortgeschrittener Stunde heiter ein paar Takte schr\u00e4g singen sowie des Nachts ein bisschen dies und das. Braucht man mehr? N\u00f6.<\/p>\n<p>Wer noch nicht hat, sollte sich endlich impfen lassen. Auf dass er zu Weihnachten nicht wom\u00f6glich im Spital liege und wie jetzt so viele von Seinesgleichen sich erstaunt frage: \u201eHuch, wieso bin ich sterbenskrank?\u201c. Bedenket: Niemand kann immer nur schlechte Laune aushalten, und froh zu sein, bedarf es wenig. In diesem Sinne sei ein angenehmes Fest gew\u00fcnscht.<\/p>\n<p><em>Andreas Pecht<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schlechte Laune, die hat man mal ein paar Stunden, gelegentlich sogar den einen oder anderen Tag lang. Das geh\u00f6rt dazu. Denn des Lebens Umst\u00e4nde sind nicht nur Zuckerschlecken und die Mitmenschen nicht allemal liebens-w\u00fcrdig. Freund Walter ist eher der Tagelang-Typ, w\u00e4hrend ich Miesepetrigkeit blo\u00df stundenweise aushalten kann, eigentlich nur ein paar Minuten. 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