{"id":799,"date":"2021-08-25T22:00:00","date_gmt":"2021-08-25T21:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2021\/08\/25\/feuchtsommer-2021-bringt-eine-pilzschwemme\/"},"modified":"2021-08-25T22:00:00","modified_gmt":"2021-08-25T21:00:00","slug":"feuchtsommer-2021-bringt-eine-pilzschwemme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2021\/08\/25\/feuchtsommer-2021-bringt-eine-pilzschwemme\/","title":{"rendered":"Feuchtsommer 2021 bringt eine Pilzschwemme"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>ape.<\/strong><\/em> Wie zu erwarten und dieser Tage beim Waldgang bereits wiederholt best\u00e4tigt gefunden: Der Feuchtsommer 2021 bringt in vielen Regionen eine regelrechte Pilzschwemme hervor. Kein&nbsp; Zufall also, dass bereits jetzt die Anzahl der erfassten Pilzvergiftungen 50 % \u00fcber der gesamten Vorjahresbilanz liegen soll. Kapieren tu ich das nicht. Ich selbst bin seit Kindestagen passionierter Pilzsammler, doch keineswegs ein Pilzsortenkenner. Mir sind nur jene f\u00fcnf Pilzarten bekannt, die ich als Bub schon mit der Gro\u00dfmutter sammelte und im Familienrund verspeiste. Von zweien wei\u00df ich nichtmal die richtigen Namen. Was allerdings belanglos ist, solange ich sie nur eindeutig als zu meinen f\u00fcnf Speisepilzsorten geh\u00f6rig identifizieren kann. KEIN St\u00fcck kommt mir in den Korb, von dem das nicht zu 100% klar ist. Verengte Auswahl schafft so erweiterte Sicherheit.<\/p>\n<p>In meinem Revier vermehren sich derzeit Pfifferlinge schier explosionsartig in einer F\u00fclle wie zuletzt vor acht oder neun Jahren &#8211; jedenfalls an jenen abgeschiedenen Stellen (ihr w\u00fcrdet sie kaum finden!), wo Boden-, Wasser-, Bewuchs- und Lichtstruktur passen. Meine \u00fcber Jahre und Jahrzehnte bew\u00e4hrten Suchpl\u00e4tze in den \u00dcbergangszonen zwischen Nadel- und Mischwald sind inzwischen wegen brachialen Masseneinschlags von Schadfichten erheblich reduziert. Also machte ich mich quer durchs noch verwachsene Gel\u00e4nde auf die Suche nach anderen Stellen mit pilzad\u00e4quaten Vegetationsbedingungen &#8211; fand hier und da dies oder das.<\/p>\n<p>Doch pl\u00f6tzlich stand ich nach \u00dcbewindung von allerhand Geb\u00fcsch, Gestr\u00fcpp, Gematsche mitten in einer, wie ich es nenne, &#8222;Pfifferlings-Bonanza&#8220;. Orange-gelbe Placken in einer kleinen Senke auf zwei, drei Dutzend Quadratmetern in solch gro\u00dfer Menge, dass man eine 10-k\u00f6pfige Fresstafel damit pappsatt bek\u00e4me &#8211; w\u00fcrde man den ganzen Bestand aufklauben. Wer das in solch einem Gl\u00fccksfall tut, den aber hole der w\u00e4ldische Klabautermann! F\u00fcr anst\u00e4ndige Pilzesucher mit Naturfreunde- und Nachaltigkeits-Ethos gilt hier hingegen als oberstes Gebot: Die eigene Gier eind\u00e4mmen und der Natur ihren Anteil lassen! Mir ist dabei die selbstauferlegte eiserne Regel (f\u00fcr gute wie f\u00fcr schlechte Jahre) hilfreich: Jeder dritte gesichtete Pilz bleibt stehen.<\/p>\n<p>Die zweite Regel f\u00fcr den passionierten Pilzesucher hei\u00dft dann: Suche dir best\u00e4ndige Orientierungpunkte, damit du die Stelle angelegentlich demn\u00e4chst oder in den Folgejahren wiederfindest. Es soll Leute geben, die das mit Hilfe von Smartphone und GPS machen. Aber, verdammich, wie banal, ja nachgerade ehrenr\u00fchrig ist das denn?!<\/p>\n<p><em>Andreas Pecht<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ape. Wie zu erwarten und dieser Tage beim Waldgang bereits wiederholt best\u00e4tigt gefunden: Der Feuchtsommer 2021 bringt in vielen Regionen eine regelrechte Pilzschwemme hervor. 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