{"id":736,"date":"2015-06-18T22:00:00","date_gmt":"2015-06-18T21:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2015\/06\/18\/andreas-pecht-eroerterte-die-frage-was-ist-fortschritt\/"},"modified":"2015-06-18T22:00:00","modified_gmt":"2015-06-18T21:00:00","slug":"andreas-pecht-eroerterte-die-frage-was-ist-fortschritt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2015\/06\/18\/andreas-pecht-eroerterte-die-frage-was-ist-fortschritt\/","title":{"rendered":"&#8222;Andreas Pecht er\u00f6rterte die Frage: Was ist Fortschritt?\u201c"},"content":{"rendered":"<p><em>Der nachfolgende Text ist ein Bericht in der Lokalsausgabe Altenkirchen der Rhein-Zeitung (18.06.2015) <\/em><\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p>&#8222;Von unserer Mitarbeiterin<br \/>\nJulia Hilgeroth-Buchner<\/p>\n<p><em><strong>Altenkirchen.<\/strong><\/em> Zwanglos, humorvoll und inspirierend: Der Abend mit dem Kulturjournalisten Andreas Pecht sprengte in vieler Hinsicht die Konventionen des modernen Pr\u00e4sentationswesens. Pecht war der Einladung von Rebecca Staal vom Kulturb\u00fcro Haus Felsenkeller gefolgt, die dem im August anstehenden Stra\u00dfentheaterfestival \u201eAsphaltVisionen\u201c zurzeit eine Reihe von unkonventionellen Veranstaltungen vorschaltet. Erstmals stellte nun \u201eDie T\u00e4towiererin\u201c Katja Manz-Schumann ihre angenehmen R\u00e4umlichkeiten als Veranstaltungsraum zur Verf\u00fcgung. Ein mutiges Experiment oder eine \u00dcberforderung f\u00fcr das Altenkirchener Kulturpublikum?<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich fand sich doch noch ein kleiner Kreis \u00e4u\u00dferst verschiedener, aber offenbar am selben Thema interessierter Menschen ein, die zwei ungezwungene, heitere und interaktive Stunden mit Pecht und seinen Ausf\u00fchrungen zum Thema \u201eFortschritt\u201c verbrachten. Entspannt auf dem Sofa hockend, unternahm der viel besch\u00e4ftigte Journalist und Theaterkritiker einen Rundumschlag, der nach eigener Aussage \u201efrei von der Leber weg\u201c entstanden war und trotzdem einem fein gesponnenen roten Faden folgte.<\/p>\n<p>So stellte er zun\u00e4chst fest, dass der Begriff \u201eFortschritt\u201c trotz verschiedener Gegenbewegungen seit 250 Jahren von der Vorstellung des technischen und naturwissenschaftlichen Fortschritts gepr\u00e4gt sei. In Bezug auf Kunst, Kommunikation und Soziale Medien sprach Pecht von einer bedenklichen, schnelllebigen H\u00e4ppchenkultur. In puncto Alcopops, geschmacksmanipuliertes Essen, sprachgesteuerte Fernseher oder bewusstes Preisgeben von Daten stellte er die Frage, ob \u201euns das tats\u00e4chlich weiterbringen\u201c w\u00fcrde: \u201eDer Nutzen steht dem Schaden, den die Lebensweise nimmt, gegen\u00fcber.\u201c<\/p>\n<p>Kontrovers diskutiert wurde die Frage, ob offene Pogrome gegen Volksgruppen in Deutschland heute noch denkbar w\u00e4ren. Einigkeit herrschte dagegen dar\u00fcber, dass in der Verteilung der weltweiten Reicht\u00fcmer, der Ausbeutung von Arbeits- und damit Lebenskraft und beim Raubbau an Ressourcen bisher keine Ver\u00e4nderung erreicht worden ist.<br \/>\nZur finalen Frage, was unter diesen Umst\u00e4nden denn noch \u201eGl\u00fcck\u201c bedeuten k\u00f6nne, rief Pecht zur Toleranz f\u00fcr unterschiedliche Lebensentw\u00fcrfe auf: \u201eJeder wird nach eigener Facon gl\u00fccklich.\u201c Zwar war nicht alles neu an diesem Abend, es machte aber trotzdem viel Spa\u00df, dem ge\u00fcbten Rhetoriker mit der starken K\u00f6rpersprache beim \u201elaut denken\u201c zuzuh\u00f6ren.&#8220;<\/p>\n<p><em>(In den Artikel eingeblocktes Zitatelement):<\/em><\/p>\n<p>&#8222;Schickt mal den gesamten Billiglohnsektor 14 Tage streiken &#8211; die gesamte Volkswirtschaft w\u00fcrde nicht mehr funktionieren.&#8220; Andreas Pecht prangerte die Ausbeutung der Arbeitskraft als nicht fortschrittlich an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der nachfolgende Text ist ein Bericht in der Lokalsausgabe Altenkirchen der Rhein-Zeitung (18.06.2015) *** &#8222;Von unserer Mitarbeiterin Julia Hilgeroth-Buchner Altenkirchen. 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