{"id":726,"date":"2015-09-10T22:00:00","date_gmt":"2015-09-10T21:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2015\/09\/10\/ueber-den-steinigen-weg-zur-mainzer-kultur\/"},"modified":"2015-09-10T22:00:00","modified_gmt":"2015-09-10T21:00:00","slug":"ueber-den-steinigen-weg-zur-mainzer-kultur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2015\/09\/10\/ueber-den-steinigen-weg-zur-mainzer-kultur\/","title":{"rendered":"\u00dcber den steinigen Weg zur Mainzer Kultur"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>ape.<\/strong><\/em> Es ist zum Steinebei\u00dfen, M\u00e4usemelken, Haareraufen &#8211; mit diesem Mainz. Gestern lie\u00df es mir als Ausw\u00e4rtigem (wieder einmal) nicht die geringste Chance, rechtzeitig die (zweite) Auff\u00fchrung der Theatergruppe Rimini Protokoll zum Auftakt des Festivals &#8222;Grenzenlos Kultur&#8220; in seinen Mauern zu erreichen. Man sollte ja meinen, ein mittlerweile vorsorglich auf drei Stunden erweitertes Zeitfenster m\u00fcsste per Auto via A3, A66, MZKastel, Heuss-Br\u00fccke locker hinreichen f\u00fcr die l\u00e4ppischen 98 Kilometer vom Unterwesterwald bis zum Staatstheater der Landeshauptstadt. Mitnichten, Freunde! Bis Abfahrt Kastel ging es trotz zahlloser Baustellen auf der A3 z\u00e4h, aber recht fl\u00fcssig voran. Sobald jedoch auf rechtrheinischem Mainzer Grund angekommen, reduzierte sich das &#8222;Fahrtempo&#8220; auf etwa 50 Meter pro 10 Minuten. Kurzum: Als dr\u00fcben im Theater um 19.30 Uhr die Vorstellung begann, war ich zwar mit den Nerven v\u00f6llig runter, aber noch nicht mal \u00fcber den Rhein. Ergo musste der Theaterkritiker unverrichteter Pflichten und Freuden wieder von dannen ziehn.<\/p>\n<p>Ja, ja, ich wei\u00df inzwischen, dass gestern Firmenlauf in Mainz war und allerhand Mannschaften aus Unternehmen und Ministerien schnaufig sich dahinschleppend die Innenstadtstra\u00dfen verstopften. Tut indes recht wenig zur vermaledeiten Mainzer Verkehrssache, weil der gestrige Ausnahmezustand sich nunmal seit einigen Jahren kaum unterscheidet vom wochent\u00e4glich h\u00e4ufig zu erlebenden Normalzustand. Diesbez\u00fcglich hat Mainz zur Millionenstadt K\u00f6ln aufgeschlossen. Einziger Unterschied noch: Die Rheinl\u00e4nder sind berechenbarer &#8211; in und um K\u00f6ln ist eben immer Stau. Wer von au\u00dfen hinein will zum abendlichen Theater- oder Konzertbesuch, sollte sich bis 16 Uhr schon so weit angen\u00e4hert haben, dass er die Dom-T\u00fcrme sehen kann. Andernfalls wird das nix mit Ankommen zum Vorhangauf um 19.30 Uhr. Die Rheinhessen indes sind unkalkulierbar, g\u00f6nnen einem mitunter v\u00f6llig \u00fcberraschend auch Wochentagsfr\u00fchabende mit g\u00e4nzlich freier Fahrt bis Mitten ins Herz des scheene M\u00e4\u00e4nz &#8211; lassen dich aber anderntags wieder in erbarmungslosem Stra\u00dfenchaos stecken.<\/p>\n<p>Auch auf die Gefahr hin, in Mainz auf ewig persona non grata zu werden, schlage ich vor: Man lege alle hochkar\u00e4tigen Mainzer Kultur-Abendveranstaltungen, die auch f\u00fcr Ausw\u00e4rtige interessant sein k\u00f6nnten, aufs Wochenende. Oder aber, man verlege sie wochentags ins Kurhaus\/Staatstheater Wiesbaden &#8211; denn dahin bin ich seit 25 Jahren noch jedesmal p\u00fcnktlich gekommen.<\/p>\n<p><em>Andreas Pecht<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ape. Es ist zum Steinebei\u00dfen, M\u00e4usemelken, Haareraufen &#8211; mit diesem Mainz. 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