{"id":687,"date":"2021-01-01T23:00:00","date_gmt":"2021-01-01T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2021\/01\/01\/corona-ein-kleiner-vorgeschmack-auf-die-grosse-klimakrise\/"},"modified":"2022-12-26T16:03:38","modified_gmt":"2022-12-26T15:03:38","slug":"corona-ein-kleiner-vorgeschmack-auf-die-grosse-klimakrise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2021\/01\/01\/corona-ein-kleiner-vorgeschmack-auf-die-grosse-klimakrise\/","title":{"rendered":"Neujahrsessay 2021\/ Corona &#8211; ein kleiner Vorgeschmack auf die gro\u00dfe Klimakrise"},"content":{"rendered":"<p class=\"western\"><em><strong>ape.<\/strong><\/em> <em>Man stelle sich f\u00fcr einen Augenblick vor, es w\u00e4re nicht gelungen, wirksame Impfstoffe gegen Sars-CoV-2 zu entwickeln. Was dann, ohne Aussicht auf Beendigung der Corona-Pandemie durch die gr\u00f6\u00dfte Impfkampagne der Geschichte? So abwegig ist die Vorstellung gar nicht. Immerhin w\u00fctet seit vier Jahrzehnten rund um die Erde ein Virus, gegen das es bis heute keine Impfung gibt und dem allj\u00e4hrlich weltweit noch immer mehrere hunderttausend Menschen zum Opfer fallen: das die Aids-Krankheit ausl\u00f6sende HIV. Obendrein geht just beim Schreiben dieses Essays die beunruhigende Nachricht um die Welt: Es sind Mutationen des Corona-Virus aufgetreten, wom\u00f6glich noch ansteckender als das bisherige Sars-CoV-2.<\/em><\/p>\n<p class=\"western\"><em>N<\/em>aturgem\u00e4\u00df lassen sich viele der dr\u00e4ngendsten Fragen zu den neuen Corona-Varianten zun\u00e4chst nicht eindeutig beantworten. L\u00f6sen sie mehr und schwerere Krankheitsverl\u00e4ufe aus? Unklar. Wirken die Impfstoffe auch gegen die Mutationen und wie effektiv? Unklar. Was bedeutet \u201ebis zu 70 Prozent st\u00e4rker ansteckend\u201c f\u00fcr unsere Schutzpraxis? Muss der Sicherheitsabstand auf zwei, drei Meter ausgedehnt werden? Unklar. Sind wir gezwungen, den Shutdown auf das Niveau \u201eMade in China\u201c zu versch\u00e4rfen, also auch Produktionsbetriebe und Grenzen zu schlie\u00dfen, den Nah- und Fernverkehr zu unterbinden, totale Ausgangssperren zu verh\u00e4ngen? Unklar. Wie hoch k\u00f6nnten die Zahlen der Intensivpatienten und Todesf\u00e4lle wachsen? Unklar. Sind weitere, eventuell noch gef\u00e4hrlichere Corona-Mutationen zu erwarten? Unklar.<\/p>\n<p class=\"western\">Das k\u00fcnftige Auftreten weiterer \u201eneuartiger\u201c Kankheitsviren, die sich heutzutage rasend schnell \u00fcber den Planeten verbreiten, sei zeitnah nicht nur m\u00f6glich, sondern gewiss. Dar\u00fcber ist sich die Fachwelt weitgehend einig. Drei von etlichen Gr\u00fcnden seien benannt: Erstens, das Vordringen der Zivilisation auch in letzte bisher vom Menschen unber\u00fchrte Ecken der Erde und dar\u00fcber Kontakt zu g\u00e4nzlich unbekannten Viren und Bakterien. Zweitens das Tauen des Permafrostes infolge des Klimawandels und damit Freisetzung von (Krankheits-)Keimen, mit denen die Menschheit seit Jahrtausenden nichts mehr zu tun hatte. Und drittens: Welche Erreger-Mutationen aus unserer industriellen Lebens- und Produktionweise selbst noch hervorgehen, ist kaum absch\u00e4tzbar \u2013 siehe multiresistente Krankenhauskeime.<\/p>\n<p class=\"western\">Was also tun, wenn eine globale Katastrophe \u00fcber uns hereinbricht, gegen die weder Impfungen noch Medikamente zeitnah zu erwarten stehen? Der Blick auf die Aids-Pandemie gibt einen Fingerzeig: \u00c4nderung der eigenen Gewohnheiten im Sinne einer dauerhaften Anpassung an die Gefahrenlage. Hei\u00dft im Falle Aids etwa f\u00fcr einen Teil der Erwachsenen, dass ihr Liebesleben nicht mehr so ungezwungen verlaufen konnte wie es seit Etablierung der Antibabypille verbreitet Usus geworden war. Hei\u00dft inzwischen f\u00fcr fast zwei Generationen Jugendlicher, dass ihr Eintritt ins Liebesleben wieder unter den restriktiveren Vorsichts-Ma\u00dfgaben der Zeiten vor 1961 stattfinden musste. \u201eTina, wat kosten die Kondome?\u201c: Dieser Ruf quer durch den Supermarkt in einem Aids-Aufkl\u00e4rungsspot von 1989 half beispielhaft, das Kondom aus der Schmuddelecke zu holen und zum Kernst\u00fcck einer neuen, Lebensgefahr vermeidenden Art des Sexuallebens zu machen.<\/p>\n<p class=\"western\">Widerst\u00e4nde und Ignoranz gegen\u00fcber der Richtnorm \u201eMach\u2018s nur mit\u201c waren anfangs betr\u00e4chtlich. Obendrein hielt die Mehrheitsgesellschaft Aids f\u00e4lschlich einzig f\u00fcr das Problem einer schwulen Minderheit. Doch als die Zahl der Aids-Toten stieg und stieg, als die Pandemie selbst in viele Durchschnittsfamilien einsickerte, wuchs die Akzeptanz sowohl f\u00fcr die Aufkl\u00e4rungskampagnen wie auch die Maxime vom \u201egesch\u00fctzten Geschlechtsverkehr\u201c. Die Vorg\u00e4nge erinnern an heutige Querelen um Mund-Nasen-Maske und Sicherheitsabstand. Die Ausma\u00dfe sind zwar ungleich gr\u00f6\u00dfer, weil die Bedrohung durch die Corona-Pandemie nun die Bev\u00f6lkerung in ihrer Gesamtheit unmittelbar betrifft. Doch der Mechanismus ist der gleiche: Die Aushebelung gewohnter Abl\u00e4ufe, Praktiken, Strukturen, Selbstverst\u00e4ndlichkeiten, die notgedrungene Ver\u00e4nderung der eigenen Verhaltensweisen st\u00fcrzt uns in tiefe Verunsicherung, zieht uns psychologisch und\/oder ganz handfest den Boden unter den F\u00fc\u00dfen weg.<\/p>\n<p class=\"western\">In der Corona-Pandemie spielen alle auf Zeit: Mit der Hoffnung auf den Impfstoff vor Augen wollen und sollen wir uns durch die verbleibenden Krisenmonate bei\u00dfen \u2013 um mit m\u00f6glichst wenigen m\u00f6glichst schnell heilenden Wunden wieder in einer Normalit\u00e4t anzukommen, wie sie vor Seuchenausbruch bestand. Egal aber, ob es 2021 erst noch schlimmer wird oder ob das Seuchengeschehen abebbt: Beunruhigend ist bereits jetzt, zu welch gewaltigen Verwerfungen die Seuche und ihre Bek\u00e4mpfung in Infrastruktur, Politik, Gesellschaft, Wirtschaft sowie in den K\u00f6pfen vieler Zeitgenossen gef\u00fchrt hat. Corona macht offenkundig: Der modernen Industrie- und Konsumgesellschaft mangelt es f\u00fcr gro\u00dfe Notlagen an Resilienz, an Widerstandsf\u00e4higkeit, Robustheit, Durchhalteverm\u00f6gen, Anpassungsf\u00e4higkeit, auch an Reserven und Vorr\u00e4ten. Solche Lagen waren im Denken und real einfach nicht vorgesehen.<\/p>\n<p class=\"western\">Dieser Mangel findet sich auf allen Ebenen \u2013 von politischen Entscheidern \u00fcber Wirtschaftsakteure bis zu Leuten, die den Ausfall einer Urlaubsreise f\u00fcr unertr\u00e4glich halten, gar jenen, die das Tragenm\u00fcssen einer Mund-Nasen-Maske als die ungeheuerlichste Zumutung \u00fcberhaupt empfinden. Der Mangel an Resilienz kommt ebenso zum Ausdruck in der nun schmerzlich sp\u00fcrbaren sachlichen und noch mehr personellen Unterausstattung der Infrastrukturbereiche: Gesundheitswesen, Altenpflege, Kitas\/Schulen, Polizei, Katastrophenschutz, Verwaltung inklusive Gesundheits\u00e4mter und andere Felder sind \u00fcber Jahrzehnte immer weiter auf sparsame Kante gen\u00e4ht worden. Und nicht nur was Medikamente angeht haben sich gro\u00dfe Teile der Wirtschaft aus Gr\u00fcnden der Profitabilit\u00e4t in die Abh\u00e4ngigkeit von eindimensionalen globalen Lieferketten begeben.<\/p>\n<p class=\"western\">Die Corona-Pandemie bricht eine \u00fcber Jahrzehnte oder zeitlebens gewohnte Normalit\u00e4t des geregelten Alltags auf. Das konfrontiert die meisten der heute hier lebenden Menschen mit bislang v\u00f6llig unbekannten Herausforderungen. Das nie ge\u00fcbte, von vielen gar f\u00fcr historisch \u00fcberholt gehaltene Umschalten auf Notverh\u00e4ltnisse \u00fcber eine l\u00e4ngere Zeit, kann nicht reibungslos funktionieren. Weshalb erwartbar war, dass Sekten, Fantasten und politische Extremisten an die \u00d6ffentlichkeit dr\u00e4ngen und sich dort mit etlichen, wegen Einschr\u00e4nkung ihres Normallebens erbosten, Zeitgenossen vereinen zu lauthalsem Protest gegen den Seuchenschutz. Dieses Ph\u00e4nomen ist aus der Geschichte bekannt, es tauchte noch in jeder gro\u00dfen Seuchen-\/Katastrophenlage auf.<\/p>\n<p class=\"western\">Bemerkenswert ist eher, dass ein betr\u00e4chtlicher Teil der Bev\u00f6lkerung aus freiem Willen, vern\u00fcnftiger Einsicht, solidarischer Mitmenschlichkeit und nat\u00fcrlich auch zum Selbstschutz schon \u00fcber Monate die notgedrungene Abkehr von der Normalit\u00e4t mittr\u00e4gt. Manch einer ahnt wohl, was unvermeidlich kommen w\u00fcrde, gel\u00e4nge es nicht, die Seuche einzud\u00e4mmen und schlie\u00dflich auszumerzen: Wir m\u00fcssten mit dem Umbau vieler unserer Zivilisationsysteme beginnen. M\u00fcssten eintreten in eine Epoche ohne Gro\u00dfveranstaltungen, ohne globalen Massentourismus und beliebiges Herumreisen; in eine Epoche der Abstands- und Kleingruppenkultur, der De-Urbanisierung, des Primats von Distanzkommunikation und Mobilit\u00e4tsreduktion, des dezentralen Arbeitens, Lebens, Lernens \u2026<\/p>\n<p class=\"western\">Alles, was gro\u00df ist und\/oder viele Menschen auf engerem Raum zusammenf\u00fchrt, m\u00fcsste auf den Pr\u00fcfstand und entweder aufgegeben oder in Kleinsegmente zergliedert oder nach Ma\u00dfgabe der Ansteckungsvermeidung v\u00f6llig neu strukturiert werden. Und all das auf Dauer: Es entst\u00fcnde eine neue, andersartige Normalit\u00e4t. Die Alternative dazu w\u00e4re furchtbar: Die Dinge einfach auf fr\u00fchere Art laufen lassen \u2013 und bis zum Erreichen einer nat\u00fcrlichen Herdenimmunit\u00e4t in 15, 20 oder mehr Jahren die zu entsetzlicher Gr\u00f6\u00dfenordnung aufwachsende Zahl der Seuchenopfer abhaken als unvermeidlicher Kollateralschaden. Mit einem solchen Vorgehen w\u00fcrde die Menschheit indes ihre Menschlichkeit aufgeben und ethisch zur\u00fcckfallen hinter die Selbstverst\u00e4ndlichkeit unserer steinzeitlichen Vorfahren, auch f\u00fcr ihre Schwachen, Kranken, Alten zu sorgen.<\/p>\n<p class=\"western\">Unser aller Sehnsucht richtet sich derzeit auf baldige R\u00fcckkehr zur fr\u00fcheren Normalit\u00e4t. Und vielleicht, wahrscheinlich (?) gelingt das ja im Laufe 2021\/2022. Allerdings dr\u00e4ngt sich auch die Frage auf: W\u00e4re das in vollem Umfang \u00fcberhaupt sinnvoll? Mal abgesehen davon, dass nicht zuletzt im Hinblick auf kommende Pandemien die Politik der personellen Unterausstattung gesellschaftlicher Institutionen einer vehementen Kurs\u00e4nderung bedarf oder dass die zur\u00fcckliegenden Monate auch manch positiven Aspekt eines Lebens mit mehr Langsamkeit, Achtsamkeit, Bescheidenheit zu Bewusstsein gebracht haben: M\u00fcsste man die jetzigen Einbr\u00fcche der vormaligen Verh\u00e4ltnisse nicht als Chance nutzen, die angesichts des Klimawandels ohnehin unvermeidliche Richtungs\u00e4nderung der Zivilisationsentwicklung voranzutreiben? Weg von der Raubbau-Wirtschaft, hin zur globalen Nachhaltigkeitskultur.<\/p>\n<p class=\"western\">So sehr die Seuche unsere Lebensart zu ersch\u00fcttern scheint, so wird der Klimawandel doch die ungleich gr\u00f6\u00dfere Herausforderung. Corona-Krise und Klimakrise<\/p>\n<p class=\"western\">sind zwar sehr unterschiedlich, doch handelt es sich bei beiden um \u201eNaturgewalten\u201c, deren Ursache, Entwicklungsgeschwindigkeit und Wirkmacht in direktem Zusammenhang stehen mit der industriellen Zivilisation einer fast acht Milliarden Individuen umfassenden und aufs engste vernetzten menschlichen Weltgemeinschaft. In beiden F\u00e4llen gilt: Ist das Ungl\u00fcck erstmal angesto\u00dfen, folgt es unerbittlichen Naturgesetzen. Sars-CoV-2 brach urpl\u00f6tzlich \u00fcber die Menschenwelt herein und sch\u00fcttelte sie in k\u00fcrzester Zeit durch \u2013 ohne bislang jedoch deren Grundfesten in Frage zu stellen. Dies vor allem, weil alle davon ausgeht, dass die Pandemie eine zwar schmerzhafte, aber doch vor\u00fcbergehende Episode bleibt.<\/p>\n<p class=\"western\">Anders liegen die Dinge im Fall Klimawandel. Da hat die Industriezivilisation einen langwierigen allumfassenden Prozess in Gang gesetzt, der selbst dann an den Grundstrukturen unseres Wirtschaftens und Lebens nicht spurlos vorbeigeht, w\u00fcrden wir ad hoc weltweit die CO2-Emissionen auf Null zur\u00fcckfahren; wovon bekanntlich gar keine Rede sein kann. Es gingen viele Jahrzehnte, wom\u00f6glich Jahrhunderte ins Land, bis die laufende Erderw\u00e4rmung zum Stillstand k\u00e4me, und sich, vielleicht, umkehrte. Folglich steht die Zivilisation in doppelter Weise vor der unumg\u00e4nglichen Notwendigkeit, ihre bisherige Entwicklungsrichtung und damit unsere Lebensart ziemlich rigoros zu \u00e4ndern: Erstens, um die Erderw\u00e4rmung zu stoppen, bevor sie ein Ausma\u00df erreicht, das die gesamte planetare \u00d6kosph\u00e4re durcheinander wirbelt und gro\u00dfe Teile der Erde unbewohnbar macht. Zweitens, um mit den jetzt schon nicht mehr abwendbaren Folgen des bereits angesto\u00dfenen Erw\u00e4rmungsausma\u00dfes fertig zu werden.<\/p>\n<p class=\"western\">Nach den Ma\u00dfst\u00e4ben der Natur verlief bereits der bisherige menschengemachte Klimawandelprozess rasend schnell. Nach menschlichen Wahrnehmungs-Ma\u00dfst\u00e4ben freilich recht langsam. Doch allm\u00e4hlich, aber viel rascher als erwartet, wird selbst hierzulande erlebbar, dass der Klimawandel nicht erst unsere Urenkel hart treffen wird. Und allm\u00e4hlich macht sich auch die Ahnung breit, dass es beim Klimaschutz mit ein bisschen Elektromobilit\u00e4t, Hausd\u00e4mmung und B\u00e4umepflanzen nicht getan sein wird, sondern wesentlich umfassendere Eingriffe in die bisherige Normalit\u00e4t unvermeidlich sind. Gerade an diesem Punkt k\u00f6nnen die aktuellen Erfahrungen aus der Corona-Pandemie als Anhalt dienen f\u00fcr das, was im Zuge des Klimawandels und Klimaschutzes schon zeitnah auf uns zukommt: Tiefe Eingriffe in gewohnte Strukturen und Verhaltensweisen, in wirtschaftliche, politische und private Daseinsmaximen.<\/p>\n<p class=\"western\">Kurzum: Im Falle des Klimawandels steht uns nicht weniger ins Haus, als der Generalumbau des Hauses selbst \u2013 mit gesellschaftlichen Verwerfungen, Unsicherheiten, auch Unwilligkeiten bis hin zur blindw\u00fctigen Verweigerung weit \u00fcber das jetzt in der Corona-Pandemie zu erlebende Ma\u00df hinaus. Denn beim Klimawandel gibt es keine Aussicht auf Impfstoff und baldige Wiederherstellung der gewohnten Normalit\u00e4t. Da m\u00fcssen die Ver\u00e4nderungen auf Dauerhaftigkeit angelegt sein, auf lebensl\u00e4nglich f\u00fcr uns und hilfreich f\u00fcr Generationen von Nachgeborenen.<\/p>\n<p><em>Andreas Pecht<\/em><\/p>\n<p><em>12 000 Anschl\u00e4ge. Erstpublikation am 3.1.2022 in Rhein-Zeitung<\/em><\/p>\n<p class=\"western\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ape. Man stelle sich f\u00fcr einen Augenblick vor, es w\u00e4re nicht gelungen, wirksame Impfstoffe gegen Sars-CoV-2 zu entwickeln. Was dann, ohne Aussicht auf Beendigung der Corona-Pandemie durch die gr\u00f6\u00dfte Impfkampagne der Geschichte? So abwegig ist die Vorstellung gar nicht. 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