{"id":682,"date":"2020-11-24T23:00:00","date_gmt":"2020-11-24T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/11\/24\/black-friday-in-corona-zeiten-ein-unding\/"},"modified":"2020-11-24T23:00:00","modified_gmt":"2020-11-24T22:00:00","slug":"black-friday-in-corona-zeiten-ein-unding","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/11\/24\/black-friday-in-corona-zeiten-ein-unding\/","title":{"rendered":"&#8222;Black Friday&#8220; in Corona-Zeiten: ein Unding"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>ape.<\/em><\/strong> &#8222;Jetzt schl\u00e4gt&#8217;s aber 13! Das kann ja wohl nicht angehen!&#8220; Ausruf zwischen v\u00f6lligem Unverst\u00e4ndnis und Emp\u00f6rung heute am Fr\u00fchst\u00fcckstisch bei Durchsicht der Werbebeilagen in Tageszeitungen und Anzeigenbl\u00e4ttern. Da posaunen Gesch\u00e4fte, ja ganze Gewerbegebiete und\/oder innerst\u00e4dtische Bereiche f\u00fcr den 27.\/28.11 zum &#8222;Black Friday&#8220;, &#8222;Black Weekend&#8220;, &#8222;Black Sale&#8220;&#8230; . Nat\u00fcrlich, man g\u00f6nnt dem \u00f6rtlichen Einzelhandel gerade jetzt jeden Umsatz-Euro. Und selbstredend bin auch ich (schon immer) entschieden daf\u00fcr, am Ort einzukaufen, statt Amazon und Co. die Taschen voll zu machen. Aber mitten in der epidemiologisch bislang schwierigsten Phasen der Corona-Seuche eine zweit\u00e4gige Sch\u00e4ppchenjagd anzublasen, das ist einfach ein Unding.<\/p>\n<p>Wir wissen doch, was bei solchen Sonderverkaufsaktionen passiert, zwangsl\u00e4ufig immer und \u00fcberall: Es str\u00f6men gro\u00dfe Menschenmassen zusammen, deren Aufmerksamkeit sich vor allem darauf richtet, irgendwas tats\u00e4chlich oder vermeintlich besonders Preisg\u00fcnstiges zu ergattern. Man mag davon halten, was man will, aber es ist halt de facto so, dass die \u00fcber Jahrzehnte gezielt bef\u00f6rderte Schnappchenj\u00e4gerei inzwischen wohl mehr als der halben Bev\u00f6lkerung quasi ein tief eingewurzeltes Grundbed\u00fcrfnis geworden ist. Im jetzigen Augenblick mit einer Black-Friday-Kampagne auf die Mobilisierung dieses Bed\u00fcrfnisses in einem engen Zeitrahmen zu setzen, wird das genaue Gegenteil von Kontaktbeschr\u00e4nkung zur Folge haben. Da mag sich dann anschlie\u00dfend f\u00fcr so manchen und die Gemeinschaft der Black Friday als schmerzhaft real schwarzer Freitag erweisen.<\/p>\n<p>Eigentlich sollte man von einem verst\u00e4ndigem Einzelhandel Kl\u00fcgeres erwarten. Etwa eine Kampagne nach der Devise: &#8222;Sie m\u00fcssen sich nicht am Freitag oder an den Samstagen in den Einkaufsmeilen dr\u00e4ngen. Wir haben die ganze Adventszeit \u00fcber gleichwertig attraktive Angebote f\u00fcr sie &#8211; an jedem Wochentag von XX bis XX Uhr. Helfen sie mit bei der Kontaktreduzierung und genie\u00dfen sie dennoch ihren Einkauf.&#8220; Und\/oder: &#8222;Wenn sie in Corona-Zeiten nicht pers\u00f6nlich zu uns kommen wollen, nutzen sie unser Internet-Angebot. Auch wir liefern prompt zu ihnen nach Hause, was sie bei uns bestellen.&#8220;&nbsp; Wenn es schon Internet-Einkauf sein soll, dann schaue man sich im Netz ein bisschen das lokale\/regionale Umfeld an. Dort n\u00e4mlich findet sich: Wie fast alle Buchh\u00e4ndler, so betreiben inzwischen auch etliche andere \u00f6rtliche Gesch\u00e4fte eigene Online-Shops nebst Versandservice.<\/p>\n<p><em>Andreas Pecht<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ape. &#8222;Jetzt schl\u00e4gt&#8217;s aber 13! Das kann ja wohl nicht angehen!&#8220; Ausruf zwischen v\u00f6lligem Unverst\u00e4ndnis und Emp\u00f6rung heute am Fr\u00fchst\u00fcckstisch bei Durchsicht der Werbebeilagen in Tageszeitungen und Anzeigenbl\u00e4ttern. 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