{"id":675,"date":"2020-11-10T23:00:00","date_gmt":"2020-11-10T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/11\/10\/am-schlimmsten-ist-die-ungewissheit\/"},"modified":"2020-11-10T23:00:00","modified_gmt":"2020-11-10T22:00:00","slug":"am-schlimmsten-ist-die-ungewissheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/11\/10\/am-schlimmsten-ist-die-ungewissheit\/","title":{"rendered":"&#8222;Am schlimmsten ist die Ungewissheit&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><em>Liebe Leser\/innen, <\/em><\/p>\n<p><em>der nachfolgende Artikel ist dem eben verbreiteten Freundes-Rundbrief des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie beigelegt. Eigentlich war er gedacht als Aufmacher zur Herbst-\/Winterausgabe von &#8222;con moto&#8220;, dem Publikumsmagazin des in Koblenz ans\u00e4ssigen Orchesters. Darin war er bereits als Ersatztext f\u00fcr eine Reportage \u00fcber eine Gastspielreise vorgesehen. Gastspiel und Artikel fielen der ersten Corona-Welle zum Opfer, &#8222;con moto&#8220; f\u00e4llt nun der zweiten Welle zum Opfer. Bei Verk\u00fcndung des November-Lockdowns war der Artikel \u00fcber das Leben des Orchesters und seiner Musiker in Zeiten der Corona-Pandemie bereits einige Tage fertig. \u00dcberholt also, aber zum Wegschmei\u00dfen zu schade und als R\u00fcckblick auf die ersten beiden Pandemiephasen von M\u00e4rz bis Oktober vielleicht doch eine interessante Lekt\u00fcre.&nbsp; &nbsp; <\/em><\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p><strong><em>ape.<\/em><\/strong> Eigentlich h\u00e4tte hier eine Reportage \u00fcber das Gastspiel der Rheinischen Philharmonie am 24. Juli im Concertgebouw zu Amsterdam stehen sollen. Auch h\u00e4tte dieses Magazin schon Monate fr\u00fcher erscheinen sollen. Doch beides waren Planungen aus einer anderen Zeit f\u00fcr eine andere Realit\u00e4t; Planungen, die im M\u00e4rz 2020 durch die Corona-Pandemie vom Tisch gefegt wurden. Stattdessen schreibe ich nun eine Art Geschichte \u00fcber das Leben des Koblenzer Staatsorchesters in Zeiten der Seuche \u2013 wie es begann und sich entwickelt hat. Wohin es noch gehen wird, wei\u00df niemand; die n\u00e4here Zukunft liegt im Ungewissen.<\/p>\n<p>Dieser Text entsteht Mitte Oktober anno coronae 1. Seit Tagen steigen die Infektionsraten quer durch Europa wieder in beunruhigendem Ausma\u00df, schie\u00dfen in vielen L\u00e4ndern quasi durch die Decke. Die f\u00fcr Herbst\/Winter bef\u00fcrchtete \u201ezweite Welle\u201c der Corona-Pandemie ist da \u2013 zeitiger als erwartet, sich deutlich schneller und umfassender aufbauend als angenommen. Die europ\u00e4ischen Krankenh\u00e4user f\u00fcllen sich rasch, reihenweise melden vor allem Kliniken in Ballungsr\u00e4umen das Erreichen oder \u00dcberschreiten ihrer Kapazit\u00e4tsgrenzen. Tendenziell geht es in Deutschland in dieselbe Richtung, wenngleich von einem niedrigeren Ausgangsniveau aus als in vielen anderen L\u00e4ndern. Hier wirkt das \u2013 trotz allerhand \u00e4rgerlicher Unstimmigkeiten \u2013 im Gro\u00dfen und Ganzen vergleichsweise effektive deutsche Seuchenreglement des ersten halben Corona-Jahres noch nach. Wie lange, kann im Moment niemand sagen. Wenn die Leserschaft diesen Artikel vor Augen haben wird, wei\u00df sie vielleicht: \u201eWir sind noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen\u201c oder aber \u201ewir stecken im \u00e4rgsten Schlamassel\u201c. Mitte Oktober jedenfalls steigen die Infektionszahlen t\u00e4glich geh\u00f6rig, ebenso nehmen die schweren klinischen Covid-19-F\u00e4lle zu. Und mit einem Impfstoff ist vor Fr\u00fchjahr\/Sommer 2021 kaum zu rechnen, hei\u00dft es in der Fachwelt. Bis zu einer hinreichenden Durchimpfung der Bev\u00f6lkerung werden hernach nochmal viele Monate vergehen.<\/p>\n<p>Die Frustration \u00fcber den schon so lange anhaltenden und sich nun neuerlich versch\u00e4rfenden Ausnahmezustand des Lebens ist auch in Kreisen des Koblenzer Staatsorchesters deutlich sp\u00fcrbar. Manch eine\/r hatte im Fr\u00fchjahr noch fest damit gerechnet, die Sache werde bis nach der Sommerpause ausgestanden sein, hatte gehofft, dass die Spielzeit 2020\/21 wieder nach vertrauter Manier ablaufen kann. Dass also Orchestermusiker dann endlich wieder das tun, was ihre Profession und auch Freude ist: Gemeinsam proben, musizieren, als gro\u00dfer Klangk\u00f6rper vor und f\u00fcr Publikum spielen. Auf meine Erkundigung per e-Mail, ob es hinsichtlich der erlaubten Spielm\u00f6glichkeiten der Rheinischen Philharmonie etwas Neues g\u00e4be, schreibt mir Intendant G\u00fcnter M\u00fcller-Rogalla am 16. Oktober: \u201eIn diesem Augenblick nicht. Aber mal sehen, was uns im Angesicht der allgemeinen Entwicklung noch so erwartet. Sehr unsch\u00f6n w\u00e4re, wenn wir bereits geplante und zumeist auch schon gut verkaufte Veranstaltungen, die ja eh schon reduziert sind, wieder neu zusammenstreichen m\u00fcssten. Ich mag gar nicht dran denken und bleibe optimistisch, dass dieser Fall nicht eintritt.\u201c<\/p>\n<h5>R\u00fcckblende I<\/h5>\n<p>Treffen mit zwei Musikern aus dem Orchestervorstand Ende Juni 2020. Wir setzen uns bei strahlendem Sonnenschein im Innenhof des G\u00f6rreshauses zum Gespr\u00e4ch zusammen. Genauer gesagt: Wir sitzen Corona-gem\u00e4\u00df ordentlich auseinander auf Parkb\u00e4nken und sprechen \u00fcber das nun sehr eigent\u00fcmlich gewordene Dasein der Orchestermitglieder. Frage: Wie ging das zu damals Mitte M\u00e4rz beim Lockdown, hat euch jemand angerufen und gesagt \u201eleg dich wieder ins Bett, Feierabend, es passiert nichts mehr\u201c?&nbsp; Der Bratscher Jan F\u00f6rster erinnert sich: \u201eMan ahnte ja schon, dass was kommt. Wir hatten eine Sitzung, um \u00fcber die folgenden Tage zu sprechen. Da war dann pl\u00f6tzlich klar: Proben k\u00f6nnen die n\u00e4chste Woche nicht stattfinden; dann war auch klar, dass es zun\u00e4chst keine Konzerte mehr geben w\u00fcrde.\u201c Wie F\u00f6rster und der Posaunist Istv\u00e1n Kov\u00e1cs erz\u00e4hlen und Intendant G\u00fcnter M\u00fcller-Rogalla bei einer sp\u00e4teren Unterredung best\u00e4tigt, erfolgte aber nicht etwa eine Generalverordnung, wonach nun f\u00fcr einen l\u00e4ngeren Zeitraum der Orchesterbetrieb zu ruhen habe. Vielmehr wurde anfangs Woche f\u00fcr Woche die Lage erneut analysiert. Hier die Ansage, dass gem\u00e4\u00df der Pandemieregeln die Anrechtskonzerte des Koblenzer Musik-Instituts nicht mehr durchf\u00fchrbar sind. Dort die Einstellung des Opernbetriebs, schlie\u00dflich des gesamten Spielbetriebes am Theater der Stadt. \u201eZug um Zug kamen auch die Konzertabsagen der ausw\u00e4rtigen Veranstalter herein, die uns f\u00fcr Fr\u00fchjahr\/Sommer gebucht hatten. Und allm\u00e4hlich wurden die Abst\u00e4nde zwischen unseren Krisensitzungen l\u00e4nger, umfassten die Feststellungen des Stillstandes gr\u00f6\u00dfere Zeitr\u00e4ume\u201c, erz\u00e4hlt Kov\u00e1cs. Der Intendant merkt nachher an: \u201eMan will ja die Hoffnung nie fahren lassen. Weshalb wir von Besprechung zu Besprechung \u00fcberlegten, ob nicht vielleicht dies oder das doch m\u00f6glich sein k\u00f6nnte. Schlie\u00dflich aber bilanzierten wir nur noch Absagen.\u201c<\/p>\n<p>Tja, und was machen die Musiker\/innen mit all ihrer pl\u00f6tzlich zur Verf\u00fcgung stehenden Zeit ohne Orchesterproben, Theaterdienste, Konzerte? Im Unterschied zu ihren freischaffenden Kollegen m\u00fcssen die meisten sich als Landesbedienstete wenigstens keine Geldsorgen machen. \u201ePrivat war nat\u00fcrlich erstmal im famili\u00e4ren Umfeld allerhand zu organisieren; und vor allem besch\u00e4ftigte uns die Frage, wie es denn schulisch mit den Kindern weitergeht\u201c, erinnert sich Kov\u00e1cs. \u201eHier bei der Philharmonie herrschte f\u00fcr einen Moment quasi Schockstarre. Was k\u00f6nnen wir tun? Niemand hatte Erfahrung mit einer solchen Situation; es gab \u00fcberhaupt nirgends in der Musikwelt Erfahrungswerte.\u201c Und F\u00f6rster erkl\u00e4rt: \u201eAllm\u00e4hlich wurde uns bewusst, dass wir als Orchester, das gewisserma\u00dfen f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere und gro\u00dfe Veranstaltungen lebt, dieser Kernaufgabe auf l\u00e4ngere Sicht nicht mehr w\u00fcrden nachkommen k\u00f6nnen. Wom\u00f6glich ein ganzes Jahr lang, jedenfalls bis ein Impfstoff zur Verf\u00fcgung steht. Eine bittere Erkenntnis.\u201c<\/p>\n<p>Weil man aber Berufsmusiker ist, legt sich niemand auf die faule Haut. Stattdessen hei\u00dft das pers\u00f6nliche Arbeitscredo jetzt: \u00fcben, \u00fcben, \u00fcben \u2013 allein, daheim, oder mal mit zwei, drei Kollegen bei geb\u00fchrendem Abstand. Und zwar meist weit \u00fcber jene Heim\u00fcbezeit hinaus, die im Arbeitsvertrag ohnehin festgelegt ist. Erstaunlich, dass die Akteure dem f\u00fcr eine gewisse Zeit sogar einiges abgewinnen k\u00f6nnen. Da n\u00e4mlich keine konkreten Konzertprojekte mehr anstanden, also vornehmlich das Einstudieren bestimmter St\u00fccke das \u00dcbepensum dominiert h\u00e4tte, durfte man sich mal wieder ausgiebig den Basics, dem Fundament der eigenen Spieltechnik zuwenden.<\/p>\n<p>Zeitgleich verfolgten alle intensiv, was an jeweils neuen Studien hinsichtlich der Virus-Verbreitung beim Musizieren f\u00fcr die diversen Instrumentengruppen ver\u00f6ffentlicht wurde. Leichtes Aufatmen etwa bei den Blechbl\u00e4sern, als sich andeutete, dass die \u00dcbertragungsentfernung wegen der vielfach gewundenen Bauart ihrer Instrumente wohl doch kleiner sei als urspr\u00fcnglich bef\u00fcrchtet. Allgemeines Aufmerken, als erste Nachrichten die Runde machten, dass hier und dort in der deutschen Orchesterlandschaft Versuche mit kleinen Konzerten unter besonderen Sicherheitsbedingungen f\u00fcr reduziertes Publikum und reduzierte Klangk\u00f6rper unternommen w\u00fcrden. Ein Lichtstreif am Horizont? Denn was sich mit fortschreitender Dauer der Seuchensituation nicht nur bei den Koblenzer Musikern immer schmerzlicher bemerkbar macht: \u201eWir wollen unbedingt spielen, f\u00fcr Publikum spielen. Das ist es, was uns am meisten fehlt.\u201c<\/p>\n<h5>R\u00fcckblende II<\/h5>\n<p>\u201eAm schlimmsten ist die Ungewissheit\u201c, sagt G\u00fcnter M\u00fcller-Rogalla beim Vier-Augen-Gespr\u00e4ch im Hochsommer 2020. \u201eWas heute nicht geht, k\u00f6nnte morgen klappen, aber \u00fcbermorgen schon wieder unm\u00f6glich sein.\u201c Auch wir beide sitzen im Hof des G\u00f6rreshauses unter freiem Himmel mit angemessenem Abstand auf einer Bank. Immerhin, und dar\u00fcber ist der Koblenzer Philharmonie-Intendant ebenso froh wie daf\u00fcr dankbar: \u201eEs hat aus den Kreisen unseres Publikums noch kein einziges b\u00f6ses Wort gegeben wegen der endlosen Reihe von Konzertabsagen. Im Gegenteil, die Leute versichern uns volles Verst\u00e4ndnis und bekr\u00e4ftigen oft ihre anhaltende Verbundenheit mit der Rheinischen Philharmonie.\u201c Seit man im Zuge der allgemeinen \u00d6ffnungspolitik mit ersten wenigen Sonderkonzerten ganz vorsichtig vor extrem verkleinertes Publikum tritt, \u201eist auch noch kein Unmut aufgekommen, obwohl die Nachfrage deutlich gr\u00f6\u00dfer ist, als wir Zuh\u00f6rer einlassen d\u00fcrfen.\u201c Nur 40 (statt 160) waren es jeweils im Saal des G\u00f6rreshauses bei den von Kammerensembles aus den Reihen der Rheinischen bestrittenen pausenlosen 45-Minuten-Matineen unter dem Titel \u201eSonntags halb zw\u00f6lf\u201c.&nbsp; Mittlerweile ist hier die erlaubte Besucherzahl auf 60 gestiegen. Nur 150 Personen inklusive der Ausf\u00fchrenden durften in die normalerweise gut 1200 Pl\u00e4tze bietende Koblenzer Rhein-Mosel-Halle zu den seit Ende Juni in unregelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden angebotenen Sonderkonzerten des Staatsorchesters. Auch hier wurde allerdings vor kurzem die m\u00f6gliche Zahl der Besucher im Rahmen einer weiteren Lockerung leicht erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Wobei \u201eStaatsorchester\u201c in diesem Fall nur Teile desselben meint. Denn auch f\u00fcr die Musiker gelten Abstandsregeln, weshalb anfangs nur jeweils 25 auf der Hallenb\u00fchne Platz fanden. Wie kommt man ausgerechnet auf 25? Durch Arbeit nicht mit dem Takt-, sondern mit dem Zollstock. Und das ging so: Der Saal des G\u00f6rreshauses ist ungef\u00e4hr so gro\u00df wie die B\u00fchne der Rhein-Mosel-Halle. Also wurde im Domizil der Philharmonie probegesessen, nachgemessen, gerechnet, umgesetzt, wieder gemessen \u2013 bis die Sicherheitsabst\u00e4nde zwischen den Musikern den Vorschriften entsprachen. Ergebnis: Auf diese Fl\u00e4che passen 25. Was auch bedeutet: Nicht die Orchesterbesetzung folgt den gew\u00fcnschten Programmst\u00fccken, sondern die St\u00fccke m\u00fcssen ausgew\u00e4hlt werden nach den eingeschr\u00e4nkten M\u00f6glichkeiten der zahlenm\u00e4\u00dfigen Besetzung.<\/p>\n<p>\u201eDas meiste, was wir urspr\u00fcnglich f\u00fcr die zweite H\u00e4lfte der Spielzeit 2019\/2020 geplant hatten, ist unter solchen Gegebenheiten nat\u00fcrlich v\u00f6llig ausgeschlossen\u201c, bedauert M\u00fcller-Rogalla. \u201eAber wir sind schon froh, dass \u00fcberhaupt wieder ein bisschen was geht. Auch wenn diese wenigen Konzerte in kleiner und kleinster Besetzung vor sehr sp\u00e4rlicher Zuh\u00f6rerkulisse eigentlich vor allem ein Signal sind, das zeigen soll \u201aWir sind noch da\u2018, das zugleich den Verbindungsfaden zum Kernbestand unseres Publikums aufrecht erh\u00e4lt.\u201c Die Orchestermitglieder selbst rei\u00dfen sich quasi darum, zu einer der wechselnden reduzierten Besetzungen zu geh\u00f6ren, um wenigstens alle paar Wochen mal wieder in etwas gr\u00f6\u00dferem Kreis vor Publikum spielen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Beim Sommergespr\u00e4ch im Hof des G\u00f6rreshauses berichtet der Intendant auch von allseits frustrierenden Unterredungen mit heimischen wie ausw\u00e4rtigen Konzertveranstaltern in der ersten Pandemiephase. Denn die Veranstalter wurden von derselben Ungewissheit geplagt wie das Orchester und seine Verantwortlichen. Unz\u00e4hlige Telefonate mit den Partnern an diversen Konzertorten drehten sich von Tag zu Tag neu um Fragen wie: \u201eSollen wir den Vorverkauf fortf\u00fchren oder einstellen?\u201c; \u201eKann das Konzert stattfinden oder m\u00fcssen wir absagen?\u201c; \u201eGehen wir auf Totalausfall oder Verschiebung?\u201c \u2026.&nbsp; Tagelanges, teils wochenlanges Hoffen und Bangen \u2013 bis es schlie\u00dflich doch hei\u00dfen musste: Nichts geht mehr! \u201eAuch in diesem Bereich gab es kaum je ein b\u00f6ses Wort gegeneinander, obwohl die Nerven wirklich blank lagen\u201c, sagt M\u00fcller-Rogalla. \u201eDie Veranstalter und wir sind einander entgegengekommen, haben gemeinsam gerungen und sind dann eben auch gemeinsam vorerst an Bedingungen gescheitert, die wir nicht beeinflussen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<h5>Ausblick<\/h5>\n<p>Die Spielzeit 2020\/2021 hat als Notsaison unter Seuchenbedingungen begonnen. Doch haben die Erfahrungen, die man im Sommer mit den Versuchen reduzierter Konzerte bei strammem Hygienekonzept in G\u00f6rreshaus und Rhein-Mosel-Halle machte, zu einer Stabilisierung, Verdichtung und vorsichtigen Erweiterung solcher Angebote gef\u00fchrt. Auch f\u00fcr Gastspiele ausw\u00e4rts laufen wieder Verhandlungen, in welcher Corona-gem\u00e4\u00dfen Form das eine oder andere Konzert durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnte. Weil aber heute unklar ist, in welcher Gr\u00f6\u00dfe die Rheinische Philharmonie morgen vor wieviel Zuh\u00f6rern spielen darf, geht die Intendanz mit alternativen Programmen in die Gespr\u00e4che: Etwa eines mit Werken f\u00fcr opulente Besetzungen, ein anderes mit St\u00fccken f\u00fcr deutlich weniger Musiker. Hoffnungsvolle bis ambitionierte Ans\u00e4tze in diese Richtung gibt es jetzt, Mitte Oktober, einige. Doch ob sie schlie\u00dflich zur Realisierung kommen, steht gerade jetzt, Mitte Oktober, wieder g\u00e4nzlich in den Sternen. Es ist die Seuchenentwicklung, die Takt und Richtung beim Gang der Dinge vorgibt.&nbsp;<em>&nbsp;<\/em><\/p>\n<p><em>Andreas Pecht<\/em> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Leser\/innen, der nachfolgende Artikel ist dem eben verbreiteten Freundes-Rundbrief des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie beigelegt. Eigentlich war er gedacht als Aufmacher zur Herbst-\/Winterausgabe von &#8222;con moto&#8220;, dem Publikumsmagazin des in Koblenz ans\u00e4ssigen Orchesters. Darin war er bereits als Ersatztext f\u00fcr eine Reportage \u00fcber eine Gastspielreise vorgesehen. 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