{"id":641,"date":"2020-08-16T22:00:00","date_gmt":"2020-08-16T21:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/08\/16\/grosses-entsetzen-und-kleine-freude-in-sachen-natur\/"},"modified":"2020-08-16T22:00:00","modified_gmt":"2020-08-16T21:00:00","slug":"grosses-entsetzen-und-kleine-freude-in-sachen-natur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/08\/16\/grosses-entsetzen-und-kleine-freude-in-sachen-natur\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfes Entsetzen und kleine Freude in Sachen Natur"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>ape.<\/strong><\/em> Wechselbad der Gef\u00fchle am gestrigen Abend: Entsetzen und Freude, die Natur betreffend, in dichter Folge.<\/p>\n<p><strong>Das (gro\u00dfe) ENTSETZEN.<\/strong> Forstleute und etwas kundige Waldfreunde rechnen schon eine Weile damit, haben seit 2018 und vermehrt in diesem Fr\u00fchjahr Anzeichen eines fortschreitenden Schadprozesses in Folge des Klimawandels auch bei den in unseren Breiten seit Jahrtausenden beheimateten Eichen und besonders Buchen ausgemacht. Zu ahnen oder zu wissen, dass nach dem Eintritt der Fichten ins finale Aussterbe-Stadium, sich die n\u00e4chste Waldkatastrophe bereits anbahnt, ist aber noch etwas anderes, als es aus F\u00f6rsters Mund akut festgestellt zu h\u00f6ren und in der SWR-Landesschau (gestern, 16.8. 2020) in aktuellen Bildern aus dem vorderen Hunsr\u00fcck zu sehen.<\/p>\n<p>Besonders schockiert hat mich die Luftaufnahme einer gro\u00dfen Laubwaldfl\u00e4che: Mit zahllosen braunen Flecken jetzt, Mitte August, schon (und damit viel zu fr\u00fch) im Laubdach, sah das aus wie die heuer toten oder notgeschlagenen Fichtenbest\u00e4nde vor zwei\/drei Jahren. Die (eingef\u00fchrte) Baumart Fichte hat es in unseren Breiten zuerst erwischt, weil sie einer genetischen Linie entstammt, deren Eigenschaften sich in k\u00fchleren nordischen Regionen entwickelten. Dieses Prinzip gilt, wie sich nun zeigt, nat\u00fcrlich auch f\u00fcr unsere heimischen Buchen und Eichen: Deren Genetik\/Eigenschaften entstammen einem hiesigen Umfeld, das mindestens 10 000 Jahre lang im Durchschnitt k\u00fchler und feuchter war, als es in j\u00fcngster Zeit mit fortschreitendem Klimawandel geworden ist.<\/p>\n<p><strong>Die (kleine) FREUDE.<\/strong> Erstmals seit vielen Wochen hat auch unser Trockenloch im Unterwesterwald endlich eine halbwegs nennenswerte Menge Regen abbekommen. Am sp\u00e4ten Abend brachte das erste Gewitter eine kurze Sturzflut mit sich. Diese drei Minuten reichten immerhin, um meine vier Regentonnen voll zu machen. Obendrein \u00f6ffnete der Platsch die obersten Bodenporen, sodass der im Laufe der Nacht folgende, teils ergiebige Landregen in die Erde eindringen konnte. Ergebnis meiner Spatenprobe am Morgen im abger\u00e4umten Kartoffelfeld: Die Scholle ist etwa 5 cm tief befeuchtet. Das sind gewisserma\u00dfen f\u00fcnf Tropfen auf den hei\u00dfen Stein.<\/p>\n<p><em>Andreas Pecht<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ape. Wechselbad der Gef\u00fchle am gestrigen Abend: Entsetzen und Freude, die Natur betreffend, in dichter Folge. Das (gro\u00dfe) ENTSETZEN. 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