{"id":6156,"date":"2026-04-30T17:07:23","date_gmt":"2026-04-30T16:07:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/?p=6156"},"modified":"2026-04-30T17:10:08","modified_gmt":"2026-04-30T16:10:08","slug":"guten-tag-allerseits-im-april-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2026\/04\/30\/guten-tag-allerseits-im-april-2026\/","title":{"rendered":"Guten Tag allerseits im April 2026"},"content":{"rendered":"<hr \/>\n<p>30.4.2026<\/p>\n<p>Den verehrten Hexenweibern seien diese Nacht genussreiche Walpurgisritte gew\u00fcnscht. Am morgigen 1. Mai wird das Wetter so sein, dass man alles m\u00f6gliche unternehmen kann. Es w\u00e4re freilich die Teilnahme an einer gewerkschaftlichen Mai-Kundgebung nicht die schlechteste Idee. Denn die Soziale Frage ist l\u00e4ngst nicht gel\u00f6st und gerade unsere Epoche von einem nachgerade irrwitzigen sozialen Ungleichgewicht gepr\u00e4gt: Global wie national konzentriert sich inzwischen ein v\u00f6llig absurd gro\u00dfer und schnell wachsender Anteil der gemeinschaftlich erarbeiteten Reicht\u00fcmer in den H\u00e4nden einer winzig kleinen Gruppe von Eigent\u00fcmer.\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/quergedanken-logo.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-875\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/quergedanken-logo.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"167\" \/><\/a>\u00a0 Als Dreingabe meine Monatskolumne &#8222;Quergedanken&#8220;; diesmal begleitet von einem Porti\u00f6nchen Stolz. Grund: Es ist dies die Folge 250. Ein Jubil\u00e4um also. Fast 21 Jahre bildet mein Beitrag am Kopf der Seite 2 den Einstieg ins mittelrheinische Monatsmagazin &#8222;Kulturinfo&#8220;. Nachdem j\u00fcngst Martensteins Kolumne im &#8222;Zeit-Magazin&#8220; eingestellt worden ist, geh\u00f6rt &#8222;Quergedanken&#8220; zu den \u00e4ltesten, durchgehend von einem einzigen Autor geschriebenen Kolumnen in der deutschen Medienlandschaft. Und noch sind wir nicht fertig damit. &gt; <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2026\/04\/30\/himmel-hilf-wir-verbloeden-alle-quergedanken\/\">&#8222;Quergedanken&#8220; Nr. 250: Himmel hilf, wir verbl\u00f6den alle\u00a0<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>28.4.2026<\/p>\n<p>Unerwarteter Besuch einer fremden weiblichen Majest\u00e4t heute im Schlafzimmer: Eine leibhaftige K\u00f6nigin gab uns die Ehre &#8211; <strong>Hornissenk\u00f6nigin<\/strong>. Ergebnis sorgsamer Artbestimmung: Schwarzer R\u00fccken, gelbe Socken, ein gelbes Kreissegment am Hinterleib &#8211; die Dame <strong>geh\u00f6rt zum asiatischem Invasionsheer<\/strong> und hat hier nichts zu suchen, schon gar nicht in unserem Schlafgemach. Entschiedene Gegenma\u00dfnahmen wurden erfolgreich durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<hr \/>\n<p>27.4.2026<\/p>\n<p>Nachzutragen ist noch das Ergebnis meiner Arbeit am zur\u00fcckliegenden Wochenende: Besprechung des letzten Abends der <strong>Anrechtskonzerte beim Musik-Institut Koblenz.<\/strong>\u00a0Mit den finalen Triumphkl\u00e4ngen von Gustav Mahlers 1. Sinfonie und jubelndem Applaus endete diese Spielzeit. Es war eine Interimssaison, Warten auf den Dienstantritt von Marzena Diakun als neuer Chefdirigentin der Rheinischen Philharmonie. Die Zwischensaison war freilich gut gef\u00fcllt nicht nur mit niveauvollen Konzertprogrammen. Als Besonderheit bot sie einen spannenden Einblick in die internationale Szene von Dirigentinnen der j\u00fcngeren Generation, die sich \u00fcberzeugend in der vorherigen M\u00e4nnerdom\u00e4ne etablieren. Alle sieben reinen Orchesterkonzerte der Rheinischen im Rahmen der Anrechtsreihe haben Frauen geleitet. Die Letzte in dieser Runde war nun die Estin Anu Tali. &gt; <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2026\/04\/27\/konzertkritik-saisonfinale-bei-anrechtsreihe-koblenz\/\">Ganze Besprechung lesen hier<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>26.4.2026<\/p>\n<p>Aus dem Leitartikel der aktuellen &#8222;Die Zeit&#8220;-Printausgabe unter der \u00dcberschrift &#8222;Nicht mit diesem Mann&#8220;. T<strong>hema Iran-Krieg &#8211; Trump und die Europ\u00e4er:<\/strong><\/p>\n<p><em>&#8222;(&#8230;) Die Welt, in der dieser Krieg stattfindet, ist anarchisch. Was derzeit geschieht, wird bestimmt von einem Mann, Donald Trump, der gerade vor aller Augen den Verstand verliert (&#8230;). Der Oberste Befehlshaber der m\u00e4chtigsten Streitkr\u00e4fte der Welt verheddert sich immer st\u00e4rker in seinen narzisstischen Kr\u00e4nkungen, tobt, w\u00fctet, droht mit Kriegsverbrechen. Das l\u00e4sst sich nicht l\u00e4nger in n\u00fcchternem Nachrichtenton wegnormalisieren. Denn das. Ist nicht. Normal! <\/em><\/p>\n<p><em>Daraus folgt: Kein deutscher, kein europ\u00e4ischer Soldat sollte unter dem Kommando dieses Pr\u00e4sidenten sein Leben riskieren m\u00fcssen. Donald Trump ist nicht b\u00fcndnisf\u00e4hig. Er kennt keine Alliierten. Er h\u00e4lt sich an keine Absprachen. Wer an seiner Seite Krieg f\u00fchrt, darf weder eine Strategie noch die Einhaltung des V\u00f6lkerrechts erwarten. Deutschland und Europa w\u00fcrde sich der Willk\u00fcr eines Getriebenen unterwerfen. Um es klar zu sagen: Ein Einsatz der Bundeswehr w\u00fcrde einen Parlamentbeschluss erfordern, den Trump schon hinf\u00e4llig gemacht haben w\u00fcrde, bevor die deutsche Mafrine auch nur den Hafen verlassen h\u00e4tte. (&#8230;)&#8220;<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>24.4.2026<\/p>\n<p>Es sei &#8211; wieder trotz alledem und alledem &#8211; ringsum ein \u00e4u\u00dferlich und innerlich sonniges Wochenende gew\u00fcnscht. Laut Wetterfr\u00f6schen d\u00fcrfte das zumindest in der S\u00fcdh\u00e4lfte Deutschlands bei fr\u00fchsommerlichen Tagesverh\u00e4ltnissen kaum ein Problem sein.<\/p>\n<p>Was mich selbst betrifft, so steht f\u00fcr dem Ruhest\u00e4ndler mal wieder einer der seltenen Abstecher in den alten Beruf an: Kritikerdienst beim letzten Anrechtskonzert des Musik-Instituts Koblenz in dieser Saison. Ich bin gespannt auf die Rheinische Philharmonie unter Gastdirigentin Anu Tali und ein Programm aus Dvoraks &#8222;Scherzo capriccioso&#8220;, Thomas Ad\u00e8s&#8216; &#8222;Concentric Paths&#8220; (Solovioline: Ilya Gringolts) und Mahlers 1. Sinfonie\u200c.<\/p>\n<hr \/>\n<p>23.4.2026<\/p>\n<p>Eigentlich hatte ich am heutigen &#8222;Welttag des Buches&#8220; die abendliche Primetime bis zum Beginn der extra3-Kabarettsendung um 23.15 Uhr mit der W\u00fcrdigung des mir seit jeher und noch immer liebsten Mediums verbringen wollen: dem gedruckten Buch. Ich wollte also lesen, und zwar neuklassische Lyrik; hatte mir auch schon die beiden alten B\u00e4nde mit Tucholsky-Gedichten aus dem Regal gezuppelt. Dann aber sah ich beim Abendbrot in der TV-Programmzeitung den Titel einer Sendung, der mich sofort elektrisiert hat: &#8222;Unser erstaunlicher Po &#8211; Warum die Natur das Hinterteil erfand&#8220;. Kommt auf 3sat (20.15 Uhr). Dazu habe ich aus dem Stand beim Futtern von Spaghetti mit Meeresfr\u00fcchten folgende steile Erkl\u00e4r-These aufgestellt: Die Natur erfand den Po, damit Frauen, M\u00e4nner, Diverse, j\u00fcngere wie \u00e4ltere und auch alte, \u00f6fter mal etwas H\u00fcbsches zum Gucken haben. Gerade der Kurt wird Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr haben, dass ich dieser Lockung nicht widerstehen kann und seine Gedichte f\u00fcr ein kleines Weilchen beiseite lege. \ud83d\ude1c\ud83e\udd29\ud83d\ude0e\ud83e\udd13<\/p>\n<hr \/>\n<p>23.4.2026<\/p>\n<p>Hach, mal was Erfreuliches: Sie sind doch wieder gekommen, Schwalben, die seit eilichen Sommern im benachbarten Pferdestall hausen. Sp\u00e4t sind sie dran heuer, weshalb ich schon bef\u00fcrchtet hatte, sie seien auf der Strecke geblieben.<\/p>\n<hr \/>\n<p>22.4.2026<\/p>\n<p>Ja nat\u00fcrlich ist es ein Problem (war es immer), dass Leute, die seit vielen Jahren, oft Jahrzehnten, einige schon ihr ganzes Leben hindurch materiell gut bis sehr gut gestellt sind, dar\u00fcber entscheiden, was weniger gut bis schlecht gestellten Leuten finanziell zugemutetet werden soll. Auch ohne soziale Kaltschn\u00e4uzigkeit und Ignoranz oder Bevorzugung der Reichen anzunehmen, bleibt doch die simple Tatsache: Wer sich keine Sorgen um sein Auskommen machen muss, der erlebt, erf\u00e4hrt, sp\u00fcrt die allt\u00e4gliche Lebenswelt ganz anders, als diejenigen, denen 200 oder 100 Euro weniger in der Haushaltskasse richtigen Kummer machen.<\/p>\n<p>Gewiss, auch Wohlhabende k\u00f6nnen sich \u00fcber gestiegene Lebenshaltungskosten und Krankenkassenbeitr\u00e4ge \u00e4rgern. Doch reale Einschr\u00e4nkung, gar Bedrohung bedeutet es f\u00fcr sie nicht. Sie haben keine echte Vorstellung davon, was es f\u00fcr Nichtwohlhabende bedeutet, wie es sich anf\u00fchlt, wenn etwa h\u00f6here Zuzahlungen zu Medikamenten, Arztpraxisgeb\u00fchren oder sinkende Renten angek\u00fcndigt werden, wenn forsch verlangt wird, fortan privat Altersvorsorge zu betreiben. W\u00e4hrend weniger gut gestellte B\u00fcrger sich fragen &#8222;wovon denn?&#8220;, denken saturierte Planer und Entscheider, vielfach auch Leitartikler und Wohlstandsdiskutanten prim\u00e4r in der Kategorie &#8222;die Systeme m\u00fcssen reformiert werden, und dazu m\u00fcssen alle ihren Beitrag leisten&#8220;. Dass f\u00fcr Erstere schon sehr kleine Betr\u00e4ge gravierende Realeinschnitte sein k\u00f6nnen, liegt au\u00dferhalb der Lebenswirklichkeit Letzterer, deshalb auch au\u00dferhalb von deren Wahrnehmung und abseits angemessener Gewichtung. Doch ja, das ist ein Problem.<\/p>\n<hr \/>\n<p>22.4.2026<\/p>\n<p>TV-Tipp (jetzt ARD-Mediathek).<br \/>Gestern auf MDR gesehen: &#8222;Schwarz rot gr\u00fcn: Die Geschichte der deutschen Umweltpolitik&#8220;. M.E. ein ausgezeichneter Beitrag (45 Min.) \u00fcber 70 Jahre Aufbr\u00fcche, Bem\u00fchungen, Fortschritte, Widerst\u00e4nde, immer wieder Ausbremsungen, R\u00fcckschritte, politische Kapitulationen in Sachen Umweltschutz, sp\u00e4ter auch Klimaschutz. Eine Geschichte \u00fcber Hoffnungen und verpasste Chancen, \u00fcber Pioniere und Blockierer. Sehenswert, aufschlussreich. &gt;\u00a0<a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/tv-programm\/69c1ca1efc8d45cab160dddb\">https:\/\/www.ardmediathek.de\/tv-programm\/69c1ca1efc8d45cab160dddb<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>13.4.2026<\/p>\n<p>&#8222;Gibt es etwas Sch\u00f6neres als Frauen?&#8220; fragt ein Heteromann. &#8222;Ja nat\u00fcrlich: M\u00e4nner&#8220;, antwortet eine Heterofrau. &#8222;Gewiss nicht&#8220;, meint die Lesbe. &#8222;Aber sicher doch&#8220;, ist der Schwule \u00fcberzeugt. Und ich denke mal wieder schmunzelnd in mich hinein: \u00dcber \u00e4sthetische Vorlieben l\u00e4sst sich zwar trefflich, aber v\u00f6llig vergebens streiten. Ebenso \u00fcber sexuelle Neigungen oder kulinarische Geschm\u00e4cker. <strong>Wunderbar, dass wir so verschieden sind.<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>12.4.2026, 22.10 Uhr<\/p>\n<p>Soll ich, soll ich noch nicht &#8211; die Shampus-Flasche k\u00f6pfen und <strong>auf die Ungarn ansto\u00dfen<\/strong>? Es sieht im Augenblick (gut 50% der Stimmen sind ausgez\u00e4hlt) ganz danach aus, als h\u00e4tten sie die Orban-Bagage mit Schmackes vor die T\u00fcr gesetzt. Es gibt also auch noch gute Nachrichten in diesen finsteren Zeiten. <br \/>Ja, ja, ja, das wird alles sehr schwer f\u00fcr die neue Regierung mit dem System, zu dem Orban das Land umgebaut hat. Aber dar\u00fcber kann man sich nachher den Kopf zerbrechen. Und ja, ja, ja, der Neue ist kein Linker, kein Gr\u00fcner, kein Liberaler, auch kein Konservativer in unserem Sinne, sondern erstmal nur ein demokratisch orientierter Ungar. Aber das ist schon viel heutzutage, Weiteres wird man sehen. Jetzt erstmal: feiern.<\/p>\n<hr \/>\n<p>11.04.2026<\/p>\n<p>E<em>s ist manchmal ein arges Kreuz mit den \u201eDiskussionen\u201c im Netz, selbst wo die rechtsradikale Troll-Maschinerie ferngehalten wird. Da wirft jemand den durchaus nachvollziehbaren Gedanken ins \u00f6ffentliche Meinungsbecken, die Gasdame an der Spitze des Wirtschaftsministeriums m\u00fcsse entlassen werden. (&#8230;) <\/em>Anfang einer kleinen &gt; <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2026\/04\/11\/anmerkung-zum-streit-um-ministerin-reiche\/\">Anmerkung zum Streit um Ministerin Reiche (hier lesen)<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>10.4.2026<\/p>\n<p>Trotz alledem und alledem <strong>sei ein angenehmes Fr\u00fchlungswochende gew\u00fcnscht<\/strong>. Und nicht vergessen, f\u00fcr Ungarns Freiheit die Daumen zu dr\u00fccken.<\/p>\n<p>Als Dreingabe eine sch\u00f6ne Formulierung, die ich heute irgendwo auf FB gelesen habe: &#8222;Die eigentliche Frage ist nicht: Ist die Energiewende teuer? Sondern: Was kostet es uns, sie nicht zu machen?&#8220;<\/p>\n<p>Ceterum censeo: Friedrich muss die Amok laufende Gas-Dame entlassen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>9.4.2026<\/p>\n<p>Ach je, eben erst sehe ich, <strong>Mario Adorf (95) ist gestorben.<\/strong> Er war ein wirklich Gro\u00dfer in seinem Fach. Und niemand konnte so vielsagend, hintergr\u00fcndig bis hinterfotzig die Augenbrauen hochziehen und die Stirn in Falten legen wie er. Zweimal bin ich ihm in Mayen pers\u00f6nlich begegnet, konnte ein paar S\u00e4tze mit ihm wechseln und den Eindruck mitnehmen: ein K\u00fcnstler mit Bodenhaftung, eine ehrliche Haut und darunter eine herrliche leise Verschmitztheit. RiP<\/p>\n<hr \/>\n<p>8.4.2026<\/p>\n<p>Am kommenden Sonntag also <strong>Wahlen in Ungarn<\/strong>. Da hei\u00dft es Daumen dr\u00fccken im demokratischen Europa, dass der rechtspopulistische Despot und j\u00fcngst wieder selbsterkl\u00e4rte EU-Feind Orban f\u00e4llt (und die Macht dann tats\u00e4chlich auch abgibt). Leicht wird das nicht, denn das interessanterweise sowohl von Moskau wie von Trump\/Maga massiv unterst\u00fctzte Orban-System hat \u00fcber die Jahre jede Menge organisatorische und politische Ma\u00dfnahmen zum Vorteil der eigenen Partei auch bei Wahlen getroffen. Wir hoffen dennoch und werden sehen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>7.4.2026<\/p>\n<p>Zorniger Nachtgedanke.<br \/>Er ist ein L\u00fcgenmaul, ein Gro\u00dfmaul, ein Schandmaul, ein Profitgeier, ein Egomane und er ist wohl geisteskrank. Solche Typen gibt es eine Menge, doch dieser eine wurde an die Spitze der gr\u00f6\u00dften Wirtschafts- und Milit\u00e4rmacht auf Erden gew\u00e4hlt. Solange er dort schalten und walten kann, ist der wahnsinnige Millard\u00e4r-Barbar eine unberechenbare Gefahr f\u00fcr die ganze Welt. Und die es nicht glauben wollten, denen hat er es jetzt in aller Klarheit gesagt: \u201eEine ganze Zivilisation wird heute Nacht sterben, und niemals wieder zur\u00fcckgebracht werden.\u201c Was hei\u00dft: Das Schicksal des iranischen Volkes geht ihm v\u00f6llig am Arsch vorbei.<\/p>\n<hr \/>\n<p>5.4.2026<\/p>\n<p>Himmel hilf, \u00fcber Nacht sind K\u00fcche und Stube zum S\u00fcndenpfuhl geworden. Pl\u00f6tzlich stehen auf den Tischen so K\u00f6rbchen, gef\u00fcllt mit kleinen Zuckereiern, bunt eingewickelten massiven oder mit Cremes gef\u00fcllten Schokoeiern, mit Mini-Spiegeleiern aus Zuckermasse oder gezuckerter Gelantine, mit bunt gef\u00e4rbten hartgekochten echten H\u00fchnereiern. Und mittendrin in jedem K\u00f6rbchen hockt ein H\u00e4schen, das nachdr\u00fccklich verlangt: &#8222;Nimm mich, jetzt!&#8220;<\/p>\n<p>Da jubiliert das Pr\u00e4diabetis-Teufelchen, lacht das Cholesterin-Teufelchen, feixt das Cortisol-Teufelchen, legt sich das Ged\u00e4rms-Teufelchen grinsend schlafen. Die Gewissens- und Verantwortungssektionen im Hirn schreien &#8222;Alarm! Alarm!&#8220; Doch die Belohnungs- und Lustsektionen halten entschlossen dagegen: &#8222;Greif zu! Lass jucken, Kumpel! Nicht verdrie\u00dfen, nicht vermiesen, sondern genie\u00dfen! Zwei Tage Wollust bringen dich nicht um, drei Tage Kater hinterdrein auch nicht. Und ob es ein n\u00e4chste Mal gibt, wei\u00df sowieso niemand.&#8220; Ach, ich bin halt doch nur ein kleines S\u00fcnderlein.<\/p>\n<hr \/>\n<p>4.4.2026<\/p>\n<p><strong>Zwei Gedanken am Rande zum Wesen von Social Media.<\/strong><\/p>\n<p>1. Es gibt noch immer Zeitgenossen\/innen, die glauben, man k\u00f6nne aus der Anzahl der Reaktionen (Emojis , Kommentare) auf das Interesse und\/oder Zustimmung\/Ablehnung f\u00fcr den Inhalt einzelner Posts in Sozial Netzwerken schlie\u00dfen. Sofern es sich um von Algorithmen gesteuerte Netzwerke wie Facebook, Instagram und Co. handelt, ist das ein Irrtum. Denn es entscheidet nicht die Interessantheit eines Posts f\u00fcr das Publikum \u00fcber die &#8222;Einschaltquote&#8220;, sondern letztlich der Algorithmus im Sinne des Netzbetreibers, bei welchen und wievielen Menschen ein Post \u00fcberhaupt in der Timeline erscheint. Ja, es gibt ein paar kleine Tricks, darauf ein bisschen Einfluss zu nehmen, aber der bleibt marginal und \u00e4ndert am Grundprinzip des algorithmischen Informationsmonopols\/-diktats herzlich wenig.<\/p>\n<p>2. Es werden in den Sozialen Netzwerken weltweit 14 Milliarden (sic!) Fotos geteilt &#8211; T\u00c4GLICH. (Videos nicht eingerechnet). Etwa 92% davon sind mit Smartphones geschossen. Tendenz: Sehr schnell zunehmend. Noch schneller, n\u00e4mlich explosionsartig, w\u00e4chst nur ein einziges anderes Element der digitalen Bilderwelt: das KI-generierte Bild. Aus dieser &#8222;visuellen Inflation&#8220; ergeben sich u.a. diese zwei Ph\u00e4nomene: a) Weil der Mensch von einem \u00dcberma\u00df an Input schnell \u00fcberfordert ist, l\u00e4sst die schiere Flut von Bildern seine F\u00e4higkeit und auch seine Motivation sinken, deren Gehalt im Einzelnen zu pr\u00fcfen, einzuordnen, Fakten von Fake zu unterscheiden&#8230; b) Bedeutung &#8211; und eventuell Qualit\u00e4t &#8211; des einzelnen Bildes wird von der unfassbaren Massenproduktion der optischen Eindr\u00fccke, dem Rauschen von &#8222;shit&#8220;, erschlagen. Bildliche Wahrheit, sofern vorhanden, verschwindet nicht, wird aber schier unsichtbar im endlosen Strom des Belanglosen resp. Gelogenen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>3.4.2026<\/p>\n<p>Es seien nun allseits angenehme Osterfeiertage, frohgemutes Eiersuchen und H\u00e4schennaschen gew\u00fcnscht.<\/p>\n<hr \/>\n<p>3.4.2026<\/p>\n<p>Sorry, Tacheles ist zu reden: <strong>Friedrich muss die Amok laufende Gas-Dame vor die T\u00fcr setzen<\/strong>, bevor sie dem Land irreparable Sch\u00e4den zuf\u00fcgt.<\/p>\n<hr \/>\n<p>2.4.2026<\/p>\n<p>Gr\u00fcndonnerstags-These: <strong>Der Mensch ist seiner Natur nach auch ein Gutmensch.<\/strong><\/p>\n<p>Dazu habe ich einen kleinen Text, der folgenderma\u00dfen beginnt:<\/p>\n<p><em>Es ist eine seit Generationen sehr weit verbreitete Ansicht, wonach dem Homo sapiens eine alle Zivilisationsentwicklung im Guten wie im Schlechten dominierende und antreibende Eigenschaft seit fr\u00fchester Zeit NATURGEGEBEN innewohne: der Egoismus. Der Gier nach pers\u00f6nlichem Besitz, Reichtum, Macht, Vorteil gegen\u00fcber anderen Menschen wird eine nat\u00fcrliche Urkraft fast im Range des \u00dcberlebenstriebes zugesprochen. Diese Ansicht ist aber sachlich falsch, oder zumindest eine extrem einseitige Betrachtung (&#8230;) &gt; <\/em><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2026\/04\/02\/der-mensch-ist-seiner-natur-nach-auch-ein-gutmensch\/\">Ganzen Text lesen hier<\/a><\/p>\n<hr \/><hr \/>\n<p>30.3.2026<\/p>\n<p>Leseempfehlung \u2013 f\u00fcr M\u00e4nner und Frauen gleicherma\u00dfen!<\/p>\n<p>Die zornige Suada einer gestandenen, wehrhaften und zugleich klugen Frau ln ihrem Blog. Ein Text, wie mit dem schweren Hammer geschmiedet und zugleich aus feinstem Garn gewebt. Sehr pers\u00f6nlich und zugleich von schmerzlicher Allgemeing\u00fcltigkeit. Aufr\u00fchrend und zugleich tiefe Nachdenklichkeit erzeugend.<\/p>\n<p><em>\u201e<strong>Sonntagmorgengedanken zur Debatte um Gewalt gegen Frauen.<\/strong> Gis\u00e8le P\u00e9licot, Noelia Castillo und Collien Fernandez: Drei Frauen, drei Leben, eins davon selbstbestimmt beendet (R.I.P.), allesamt Beleg, dass sich dringend etwas \u00e4ndern muss.\u201c &gt;&gt;&gt; <\/em><a class=\"wpel-icon-right\" href=\"https:\/\/gezeiten.heikerost.com\/zeit-dass-sich-etwas-aendert\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow external noopener noreferrer\" data-wpel-link=\"external\">Ganzen Text lesen hier<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>28.3.2026 (sp\u00e4ter Abend)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/usa-demonstrationen-no-kings-102.webp\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-6146\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/usa-demonstrationen-no-kings-102.webp\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"432\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nein, das sind keine Mainzer Schwellk\u00f6pp. Das ist das Schreckenskabinett der MAGA-Regierung, wie es heute (28.3.2026) im Rahmen des USA-weiten <strong>\u201eNon KIngs\u201c-Aktionstag<\/strong>es von Demonstranten in Washington DC gesehen wurde. Mehrere Millionen Menschen nahmen in allen 50 Bundesstaaten an mehr als 3100 Demonstrationen\/Kundgebungen teil.<\/p>\n<hr \/>\n<p>27.3.2026<\/p>\n<p>Es sei allseits ein entspannendes und weniger aufregendes Wochenende gew\u00fcnscht, als das vergangene eines war. Witterungsm\u00e4\u00dfig wird es wohl recht k\u00fchl und eher aprilig unberechbar.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/quergedanken-logo.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-875\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/quergedanken-logo.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"167\" \/><\/a>\u00a0Als Dreingabe, wie es zum Monatswechsel Tradition ist, meine heute wieder im Mittelrhein-Magazin \u201eKulturinfo\u201c publizierte Kolumne \u201eQuergedanken\u201c. In dieser Folge 249 geht um altes Wissen und neue wissenschaftliche Erkenntnisse \u00fcber die gesundheitsf\u00f6rdernden Wirkungen aktiven Kunstschaffens wie auch passiven Kunstgenusses. &gt; <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2026\/03\/27\/kunst-ist-ein-echter-gesundbrunnen-quergedanken\/\" data-wpel-link=\"internal\">Lesen hier \u201eKunst ist ein echter Gesundbrunnen\u201c<\/a> (freier Lesetext)<\/p>\n<hr \/>\n<p>&gt; <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/archiv_inhaltlich\/kolumnen\/guten-tag-allerseits\/\" data-wpel-link=\"internal\">Guten Tag allerseits in den Vormonaten<\/a><\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>30.4.2026 Den verehrten Hexenweibern seien diese Nacht genussreiche Walpurgisritte gew\u00fcnscht. Am morgigen 1. Mai wird das Wetter so sein, dass man alles m\u00f6gliche unternehmen kann. Es w\u00e4re freilich die Teilnahme an einer gewerkschaftlichen Mai-Kundgebung nicht die schlechteste Idee. 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