{"id":5857,"date":"2025-11-03T15:42:20","date_gmt":"2025-11-03T14:42:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/?p=5857"},"modified":"2025-11-03T17:21:26","modified_gmt":"2025-11-03T16:21:26","slug":"guten-tag-allerseits-im-oktober-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2025\/11\/03\/guten-tag-allerseits-im-oktober-2025\/","title":{"rendered":"Guten Tag allerseits im Oktober 2025"},"content":{"rendered":"<hr \/>\n<p>3.11.2025<\/p>\n<p>Ein Foto sagt mehr als tausend Worte, hei\u00dft es. Ein Foto kann aber auch, zumal heutzutage, mindestens ebenso gut l\u00fcgen wie tausend Worte. Selbiges gilt f\u00fcr Videos. Ich glaube nicht mehr viel von dem, was mir da im Internet gezeigt wird; unter 100 Quellen gelten mir allenfalls f\u00fcnf noch als verl\u00e4sslich. <strong>Der von T-ONLINE dokumentierte Fall eines gef\u00e4lschten Videos<\/strong> (s. Link unten) ist eigentlich unfassbar, mittlerweile indes fast Netz-Normalit\u00e4t. Aus einer TV-Sendung von 2016 und einer von 2024 sind Szenen zu einer neuen, vorgeblich aktuellen &#8222;Realit\u00e4t&#8220; zusammengeschnitten. Da werden Merz und ein (gr\u00fcner) Rentner miteinander konfrontiert, obwohl die beiden sich niemals begegnet sind. Millionen User aber nehmen dieses Video als bare M\u00fcnze und authentische Abbildung von Wirklichkeit. &gt; <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/gesellschaft\/id_100980790\/wut-video-um-friedrich-merz-und-rentner-alles-schwindel.html\">Millionen fallen auf gef\u00e4lschtes Video herein<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>3.11.2025<\/p>\n<p><strong>&#8222;Weltm\u00e4nnertag&#8220;, heute<\/strong> (3.11.). Ui, ui, ui. Dazu kommt mir spontan in den Sinn: Sei kein Chauvi, sei kein Macho, sei kein Arschloch! Und bedenke stets: Die W\u00fcrde des Menschen &#8211; also aller Menschen &#8211; ist unteilbar. Vergiss auch dies nicht, oh Mann: Ohne die H\u00e4lfte des Himmels fiele dir die andere H\u00e4lfte einfach auf den Kopf.<\/p>\n<hr \/>\n<p>31.10.2025<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/quergedanken_logo_0.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-51\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/quergedanken_logo_0.jpg\" alt=\"quergedanken_logo\" width=\"150\" height=\"167\" \/><\/a>\u00a0 \u201e<em>Hey, alter Mann, wie is et?\u201c Derart begr\u00fc\u00dft mich Freund Walter bisweilen, und das seit vielen Jahren. Vor ein paar Tagen schob er grinsend nach: \u201eJetzt bist du endlich so alt, wie du seit langem aussiehst. Gl\u00fcckwunsch.\u201c Na danke f\u00fcr solch einen Gru\u00df zum 70. Geburtstag. (&#8230;.)<\/em><\/p>\n<p>Mit dieser typisch Walter&#8217;schen Frechheit beginnt die jetzt erschienene Folge 244 meiner Monatskolumne &#8222;Quergedanken&#8220;. Der Text ist tats\u00e4chlich drei Tage vor meinem 70. Geburtstag entstanden und hat passend dazu das &#8222;Alter&#8220; zum Thema. &gt; <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2025\/10\/31\/kein-lobgesang-aufs-aeterwerden-und-altsein-quergedanken\/\">Quergedanken 244 &#8222;(K)ein Lobgesang aufs Altwerden und Altsein&#8220; lesen hier<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>25.10.2025<\/p>\n<p>Ich h\u00e4tte da mal eine naive Frage: Ist ein Gro\u00dfteil der deutschen Bev\u00f6lkerung eigentlich gaga oder schizophren oder sonst irgendwie verdreht im Oberst\u00fcbchen?<\/p>\n<p>Das aktuelle ZDF-Politbarometer setzte den Frageimpuls &#8222;An \u00f6ffentlichen Orten f\u00fchle ich mich in der Regel sicher&#8220; und bekam als Ergebnis: 66% sagen ja, 33% nein. N\u00e4chster Impuls &#8222;In meiner Wohngegend gibt es mit Gefl\u00fcchteten Probleme&#8220;. Ergebnis: 74% der Befragten geben an &#8222;nicht so gro\u00dfe&#8220;\/&#8220;keine&#8220;, nur 18% erkl\u00e4ren &#8222;gro\u00dfe&#8220;\/&#8220;sehr gro\u00dfe&#8220;. Bei der Frage, ob Merz mit seiner Stadtbild-Aussage recht habe, drehen sich die Antwortverh\u00e4ltnisse dann urpl\u00f6tzlich ins genaue Gegenteil: 63% sagen ja, 29 % nein.<\/p>\n<p>Ich versteh&#8217;s nicht. Es sei denn, es gibt mittlerweile zwei Arten von Wirklichkeit. Eine, die reale, die wir tats\u00e4chlich erleben, und eine irreale, die als Vorstellung, Einbildung, Gef\u00fchl, Albtraum ins Hirn einbricht resp. herbeigeredet wird. R\u00e4tsel \u00fcber R\u00e4tsel dieser Tage.<\/p>\n<hr \/>\n<p>24.10.2025<\/p>\n<p>So w\u00fcnsche ich nun am heutigen &#8222;Tag der Bibliotheken&#8220; und angesichts unwirtlicher Wetteraussichten allseits <strong>ein behagliches Wochenende<\/strong> &#8211; wom\u00f6glich mal wieder oder halt wie immer bei der Buchlekt\u00fcre.<\/p>\n<p>Gem\u00e4\u00df j\u00fcngster Forschungsergebnisse empfehle ich auf Papier gedrucktes Schriftgut. Denn, so die Wissenschaft, das liest der gemeine homo sapiens langsamer, genauer, intensiver und verarbeitet dessen Gehirn nachhaltiger als auf Bildschirmen, erst recht auf Minibildschirmen dargebotenes Schriftgut. Das kommt mir zwar zu pass, aber ich bin nicht verantwortlich daf\u00fcr, dass die Studienlage ist, wie sie ist. Also, liebe Freunde\/innen der Digitallekt\u00fcre: verkneift es euch, wieder mir die Schuld in die Schuhe zu schieben und mich als ewiggestrigen Analog-Schrat zu beschimpfen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>23.10.2025<\/p>\n<p>Da siehst du dich mit diesem <strong>\u201eStadtbild\u201c-Pallaver<\/strong> konfrontiert und erlebst sofort D\u00e9j\u00e0-vus im Dutzend. Och n\u00f6, nicht schon wieder die gleichen Reflexe, gleichen Reden, gleichen (Vor)Urteile, gleichen Forderungen wie schon in den 50ern, den 60ern, den 70ern, auch noch den 80ern und 90ern.<\/p>\n<p>(&#8230;) <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2025\/10\/23\/anmerkung-zum-stadtbild-streit\/\">Kleine Anmerkung zum &#8222;Stadtbild&#8220;-Streit hier<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>21.10.2025<\/p>\n<p><strong>TV-Tipp f\u00fcr heute,<\/strong> Dienstag 21.10.25: ARTE, 21.45 Uhr (bis 23.10 Uhr), Doku Teil 1 <strong>&#8222;Der digitale Tsunami&#8220;.<\/strong> Direkt anschlie\u00dfend die Doku &#8222;KI: Der Tod des Internet&#8220;.<br \/>\nNach allem, was vorab \u00fcber die beiden Sendungen zu lesen war, erwarte ich reichlich Info, Erhellendes und Nachdenkanregung dar\u00fcber, was die permanent und rasend schnell sich ausweitenden Vorherrschaft der digitalen Medien (und der sie betreibenden Konzerne) mit uns als Individuen, mit unserer Gesellschaft, mit der gesamten menschlichen Lebensweise anstellt.<\/p>\n<hr \/>\n<p>19.10.2025<\/p>\n<p>US-amerikanische Stadtbilder vom gestrigen Samstag. Unter dem Leitmotto <strong>&#8222;No Kings&#8220;<\/strong> demonstrieren f\u00fcnf bis acht Millionen (differierende Angaben in den Medien) in rund 2600 St\u00e4dten gegen Trump\/MAGA. Die Trump-Entourage zetert, das seien alles Kommunisten, Linksextremisten, Terroristen, USA-Hasser; \u00fcberhaupt sei das Demostrieren gegen den &#8222;besten Pr\u00e4sidenten aller Zeiten&#8220; ganz unamerikanisch. Meine Reaktion auf diese Bilder: Es gibt noch Hoffnung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/567974989_122243817764068187_311775202420163393_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5877\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/567974989_122243817764068187_311775202420163393_n-414x480.jpg\" alt=\"\" width=\"414\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/567974989_122243817764068187_311775202420163393_n-414x480.jpg 414w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/567974989_122243817764068187_311775202420163393_n.jpg 518w\" sizes=\"auto, (max-width: 414px) 100vw, 414px\" \/><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>19.10.2025<\/p>\n<p>So, Feierabend &#8211; zum Ende eines an selbstbestimmter Arbeit reichen Wochenendes tags\u00fcber st\u00e4ndig im Freien. Am Samstagvormittag war gegen 11 Uhr nach mehreren Tagen die Operation &#8222;Staketenzaun reparieren und streichen&#8220; abgeschlossen. Wenn die Farbe so gut ist, wie sie teuer war und ihre Beschaffung via Internet mir E-Mails einbrachte (44 Mails bei drei Bestellungen), sollte diese Frischzellenkur mindestens bis zum meinem 75. Geburtstag im Oktober 2030 nachwirken.<\/p>\n<p>Ab Samstagnachmittag dann intensives Werkeln im Garten: Letzte Rasenmahd, dann sieben ebenerdige Gem\u00fcsebeete abger\u00e4umt, entunkrautet, durchgehackt, gemistet, gemulcht. Sonntagnachmittag, 17 Uhr, kann ich melden: Auftrag erledigt, die Beete gehen nun in den Winterschlaf. Die drei Hochbeete kommen erst im Fr\u00fchjahr dran, da steht noch das Wintergem\u00fcse plus Feldsalat drauf. Arbeit am Sonntag? Yes, als Rentner und Atheist habe ich mir erlaubt, die herrg\u00f6ttliche Weisung &#8222;am siebten Tage sollst du ruhen&#8220; einfach auf den achten zu verschieben. Weil: Am morgigen Montag soll&#8217;s regnen, weshalb ich den zum Ruhetag mache. Der auch wirklich n\u00f6tig ist, denn ich bin stehend ko &#8211; zugleich aber zufrieden und gl\u00fcckselig.<\/p>\n<p>Jetzt freue ich mich aufs Abendessen. Nachdem es gestern eine dicke H\u00fchnersuppe mit Nudeleinlage und hernach selbstgebackenen Apfelkuchen mit Schlag gegeben hatte, tischt Madame gleich H\u00fchnerfrikassee mit Reis und Zuckererbsenschoten (von der heutigen letzten Ernte der zweiten Aussaat) auf. Danach Sofa und fertig. Sch\u00f6nen Abend allerseits.<\/p>\n<hr \/>\n<p>18.10.2025<\/p>\n<p><strong>Klaus Doldinger ist im Alter von 89 Jahren gestorben.<\/strong> Er war ein Vollblutmusiker, Jazzer und Saxophonist h\u00f6chster G\u00fcte, bewandert in allen Stilrichtung des Jazz und von wunderbar kreativer Offenheit f\u00fcr viele andere musikalische Genres. Mir hat er bei Konzertbesuchen in den fr\u00fchen 70ern die T\u00fcr zum Jazz ge\u00f6ffnet. Mehrfach durfte ich nachfolgend Auftritte von ihm mit seiner Band Passport erleben und genie\u00dfen. Als Komponist unz\u00e4hliger Filmmusiken schrieb er am &#8222;Klang der Bundesrepublik&#8220; mit. Jede\/r hierzulande hat wohl seine Titelmusiken zu &#8222;Das Boot&#8220;, zu den &#8222;Tatort&#8220;-Krimis&#8220; oder zu &#8222;Liebling Kreuzberg&#8220; im Ohr. Doldinger, ein Gigant neuer deutscher Musikgeschichte. RiP<\/p>\n<hr \/>\n<p>17.10.2025<\/p>\n<p>Gr\u00fc\u00dfe zum und gute W\u00fcnsche f\u00fcrs Wochenende. Laut Wetterfr\u00f6schen stehen die Chancen gut, dass es weithin ein goldisch oktobriges wird. Genie\u00dft es.<\/p>\n<p>Als Dreingabe etwas Erbauliches aus der <strong>Rubrik &#8222;Heimwerkers Schicksal&#8220;<\/strong>:<\/p>\n<p>Jede der h\u00f6lzernen Staketen meines 100 cm hohen Gartenzauns vor dem Haus hat sechs Seiten: vorne und hinten, links und rechts, s\u00e4gerauer Kopf gerundet und s\u00e4gerauer Fu\u00df gerade. Der Zaun besteht aus 121 Staketen. Macht in summa 726 Seiten. Hei\u00dft bei doppeltem Anstrich: Du hast mit dem Pinsel 1452 Seiten zu beackern; zuz\u00fcglich der queren Tr\u00e4gerlatten. Der Zeitaufwand daf\u00fcr bemisst sich nicht nach ein paar Stunden, sondern nach Tagen. Genauer: 5 bis 6 Tage braucht&#8217;s (bei mir) &#8211; das sind 5 bis 6 Tage meditativer Geistentleerung im Dienste der handgef\u00fchrten Vereinigung von Holz und Holzschutzfarbe. Unterwegs kommt dir mehrfach die antike Sage von Sisyphus in den Kopf, denn die Schaffe zieht sich und zieht sich und &#8230;<\/p>\n<p>Alle f\u00fcnf Jahre lasse ich dem Konstrukt solch eine Frischzellenkur zukommen. Immerhin trotzt auf diese Weise das simple Fichtenholz nun bereits gut 35 Jahre Wind und Wetter. Wie schon bei fr\u00fcheren Durchg\u00e4ngen musste ich auch heuer leider feststellen, dass unsere Nachbarn, ebenso die vorbeikommenden Hundeausf\u00fchrer und Spazierg\u00e4nger allesamt literarisch beschlagen sind. Denn es mochte partout niemand auf mein gro\u00dfherziges &#8211; bei Mark Twain entlehntes &#8211; Angebot eingehen: &#8222;Gib mir 5 Euro, dann \u00fcberlasse ich dir f\u00fcr zwei Stunden das Vergn\u00fcgen der Streicherei.&#8220; Daf\u00fcr zeigten sich hierorts ans\u00e4ssige V\u00f6gel gleich begeistert von der wiederhergestellten Farbfrische des Zauns: W\u00e4hrend meiner Kaffepause drinnen verliehen sie ihrem anerkennenden Jubilate mit einem halben Dutzend Schissplatscher aufs heute fast vollendete Gewerk Ausdruck. *seufz*<\/p>\n<hr \/>\n<p>15.10.2025<\/p>\n<p><strong>&#8222;Israel und Pal\u00e4stina &#8211; Frieden unm\u00f6glich?&#8220;<\/strong>. Habe mir eben diese in drei Teile gegliederte zweieinhalbst\u00fcndige <strong>Doku auf 3SAT<\/strong> angesehen &#8211; \u00fcber jenen unseligen, unmenschlichen, entsetzlich verwickelten und immer wieder neue Feindschaft s\u00e4enden, scheinbar unl\u00f6sbaren Konflikt, der nun schon seit Ende des Zweiten Weltkrieges andauert. Ich m\u00f6chte allen diese Doku nachdr\u00fccklich ans Herz legen (s. Mediathek), auf dass man sich erinnere oder erstmals erfahre, wie alles begann, wie es sich entwickelt hat, welch gro\u00dfe Hoffnungen auf Frieden es zwischendurch immer wieder gab &#8211; und wie alle, teils weit entwickelten L\u00f6sungsans\u00e4tze stets durch Radikale aus Politik, Gesellschaft, Religion auf beiden Seiten torpetiert, hintertrieben, zertr\u00fcmmert wurden. Die Doku-Macher waren sichtlich um historische Korrektheit und Objektivit\u00e4t bem\u00fcht, was diese zweieinhalb Fernsehstunden zu einem wertvollen Quell des Lernens, Wissens und auch Verstehens macht.<\/p>\n<hr \/>\n<p>14.10.2025<\/p>\n<p>Mitteilung des Deutschen Bundestages:<br \/>\n<em>Die AfD-Fraktion hat einen Antrag mit dem Titel \u201eInneren Frieden in Deutschland wiederherstellen \u2013 Antifa-Verbote umsetzen sowie Linksterror entschlossen bek\u00e4mpfen\u201c angek\u00fcndigt, der am Donnerstag, 16. Oktober 2025, auf der Tagesordnung des Parlaments steht.<\/em> (Quelle: Website Deutscher Bundestag).<\/p>\n<p>Der Dieb schreit &#8222;Haltet den Dieb!&#8220;.<\/p>\n<hr \/>\n<p>14.10.2025<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die gro\u00dfe Literaturwelt ihre Aufmerksamkeit auf die eben er\u00f6ffnete Frankfurter Buchmesse richtet, <strong>trauern Literaturfreunde<\/strong> vor allem im Nordwesten von Rheinland-Pfalz <strong>um<\/strong> einen Mann, der das literarische Leben in ihrer Region \u00fcber viele Jahre ungemein bereicherte: <strong>Josef Zierden<\/strong>, Initiator, langj\u00e4hriger Organisator und Leiter des 1994 gegr\u00fcndeten Eifel-Literatur-Festivals ist 71-j\u00e4hrig gestorben. Ehrenamtlich hat der Germanist und Gymmnasiallehrer das Festival, das seit 2008 alle zehn Eifel-Landkreise bespielt, zu einer wahrlich hochkar\u00e4tig besetzten B\u00fchne f\u00fcr deutschsprachige Literatur entwickelt.<\/p>\n<hr \/>\n<p>10.10.2025<\/p>\n<p>Mit einem gediegenen Muskelkater &#8211; aber bester Laune u.a. wegen des Gezeters aus White House \u00fcber die Osloer Entscheidung &#8211; darf ich mich <strong>ins Wochenende verabschieden<\/strong> und allseits ein angenehmes w\u00fcnschen.<\/p>\n<p>Der Leibesschmerz r\u00fchrt von mehreren Tagen mit teils umf\u00e4nglichen Reperaturarbeiten an Hochbeeten und dem Lattenzaun vorm Haus. All diese Eigenkonstruktionen aus Holz sind inzwischen in die Jahre gekommen, manche haben 25, andere mehr als 35 Jahre auf dem Buckel. Irgendwann hilft an besonders strapazierten Stellen auch keine Farbe mehr, selbst wenn sie p\u00fcnktlich geliefert w\u00fcrde. Ergo muss des seligen Schreinermeisters Pecht Sohn, trotz schreinerisch nur m\u00e4\u00dfiger Talente, h\u00f6lzerne Ersatzteile konstruieren und einbauen. Seit Mittwochmorgen kombiniert mit reichlich Farbanstrich, wirken Beete und Zaun jetzt nach der Reperatur-Endmontage zwar nicht wie neu, aber doch wieder recht solide.<\/p>\n<p>Mein Herr Papa w\u00fcrde, so er noch lebte, kritisch \u00e4ugend vor den Gewerken stehen und urteilen: &#8222;Neun von zehn Arbeitsschritten prima ausgef\u00fchrt, Bub. Beim zehnten jedoch, hat dich wohl die Geduld verlassen: Dat is doch schief.&#8220; Woraufhin mein Gro\u00dfvater, der ebenfalls von Hause Schreiner war, von Wolke sieben mir zur Seite springen k\u00f6nnte mit seinem alten Spruch: &#8222;Schief ist englisch, und englisch ist modern.&#8220;<\/p>\n<hr \/>\n<p>10.10.2025<\/p>\n<p><strong>Friedensnobelpreis.<\/strong> Mir f\u00e4llt ein Stein vom Herzen &#8211; die Welt ist noch nicht v\u00f6llig verr\u00fcckt geworden.<\/p>\n<p>&#8222;Wenn autorit\u00e4re Regime die Macht ergreifen, ist es entscheidend, mutige Verteidiger der Freiheit anzuerkennen.&#8220; So hei\u00dft es in der Begr\u00fcndung des Nobelpreiskomitees f\u00fcr die Vergabe des Friedensnobelpreises an die venezolanische Opposditionspolitikerin <strong>Mar\u00eda Corina Machado<\/strong>. DANKE, Oslo.<\/p>\n<hr \/>\n<p>8.10.2025<\/p>\n<p>Darf man \u00fcber Schreckensgestalten wie Hitler, Stalin oder Trump, Putin und ihre blaubraunen Apologeten hierzulande auch witzeln, spotten, sie zu Lachnummern machen? Oder w\u00e4re das, wie bisweilen kritisiert wird, verharmlosender Unernst? Ich hatte zu diesem Thema 2014 anl\u00e4sslich des 125. &#8222;Gr\u00f6FaZ&#8220;-Geburtstages einen Zeitungsartikel geschrieben, der auch ganz gut auf die Gegenwart \u00fcbertragbar ist. &gt; <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2014\/04\/20\/darf-man-ueber-hitler-und-das-ns-regime-witze-machen\/\">Wer mal hineinlesen will<\/a> (freier Lesetext, 3 Min. Lesezeit)<\/p>\n<hr \/>\n<p>6.10.2025<\/p>\n<p>Nachtgedanken.<br \/>\nWaren es einst Musketen und Kanonen, so sind jetzt <strong>das Internet und Drohnen die neue Pest der Schlachtfelder.<\/strong> Billig, massentauglich, multifunktionell, heimt\u00fcckisch, t\u00f6dlich. Einmal mehr verwandelt sich der Deus ex machina in den Diabolus ex machina. Man k\u00f6nnte auf den Gedanken kommen, der Erfindungsreichtum des Homo sapiens st\u00fcrzt ihn selbst immer wieder eher ins Ungl\u00fcck, als ihm gedeihliches Fortkommen zu bescheren.<\/p>\n<hr \/>\n<p>4.10.2025<\/p>\n<p>Wenn man in den letzten Jahren \u2013 und dieser Tage \u2013 durch die sog. Sozialen Netzwerke surfte, konnte man leicht den gef\u00fchlten Eindruck gewinnen, die ordentlichen Pressemedien, insbesondere der \u00d6ffentlich-Rechtliche Rundfunk (\u00d6RR), h\u00e4tten es beim Gros der Bev\u00f6lkerung in Deutschland v\u00f6llig verschissen, h\u00e4tten Vertrauen und Glaubw\u00fcrdigkeit weitgehend verloren. Die letzte Repr\u00e4sentativumfrage von Infratest\/Dimap belegt allerdings: Der \u201egef\u00fchlte Eindruck\u201c ist unzutreffend. &gt; <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2025\/10\/04\/fuer-wie-glaubwuerdig-halten-die-deutschen-hiesige-medien\/\" data-wpel-link=\"internal\">Kleiner Info-Artikel dazu hier<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>29.9.2025<\/p>\n<p>Heute in der Rhein-Zeitung online, am morgigen Dienstag in der Printausgabe: Meine <strong>Premierenkritik zu Brechts \u201eDreigroschenoper\u201c am Staatstheater Mainz<\/strong> (&gt; <a class=\"wpel-icon-right\" href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/rheinland-pfalz\/kultur\/im-spagat-zwischen-systemkritik-und-buehnen-comic_arid-4072192.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow external noopener noreferrer\" data-wpel-link=\"external\">Kritik lesen hier<\/a> , kostenpflichtiger RZ-Text, 5200 Anschl\u00e4ge).<\/p>\n<p>Erstmals seit drei oder vier Jahren habe ich mal wieder die weite Kritikertour nach ausw\u00e4rts gewagt. Bange Frage: W\u00fcrde mein R\u00fccken das aushalten und meine Alterskondition noch hinreichen? Eineinhalb Stunden hin (wenn alles gut geht), drei Stunden im Theater, in der Nacht dann mit m\u00fcder Birne wieder eineinhalb Stunden zur\u00fcck. Fr\u00fcher, in der Hochphase meiner Berufszeit, hatte ich manchmal zwei, gelegentlich sogar drei solcher Touren an einem Wochenende \u2013 Freitag nach K\u00f6ln oder Bonn, Samstag nach Frankfurt, Sonntag nach Wiesbaden oder Mainz. Und dazwischen tags\u00fcber schreiben, schreiben, schreiben. Ein Gl\u00fcck war, wenn mal das nahe Koblenz oder Neuwied auf dem Einsatzplan standen.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher, ja fr\u00fcher, da steckte man sowas zwar nicht locker, aber doch weg. Heute mit fast 70 undenkbar. Ich habe die Tour am Samstag geschafft, aber sie auch mich. Zumal sie komplizierter wurde als gedacht, weil die Mainzer mal wieder einen ihrer vielen Massenevents feiern mussten, mein Auto deshalb schlussendlich nicht in einem theaternahen Parkhaus, sondern bei der Verwandtschaft im Stadtteil Weisenau zu stehen kam. Das \u00d6PNV-Pendeln zum Staatstheater und zur\u00fcck klappte zwar prima, brauchte aber seine Zeit. Ich kam dann erst weit nach 1 Uhr in der Nacht wieder daheim im Westerwald an. Kritikergl\u00fcck, ach.<\/p>\n<hr \/>\n<p>28.9.2025<\/p>\n<p>\u201eWillst du dich nicht endlich mal zum <strong>Nahost-\/Gaza-Konflikt<\/strong> \u00e4u\u00dfern?!\u201c So oder \u00e4hnlich wurde ich in den vergangenen Wochen mehrfach angesprochen\/angeschrieben. Antwort: NEIN, WILL ICH NICHT. Grund: Ich will mich nicht gegen v\u00f6llig absurde Vorhaltungen zur Wehr setzen m\u00fcssen, die mir einerseits Antisemitismus und\/oder Unterst\u00fctzung des Hamas-Terrors unterstellen, andererseits Bef\u00fcrwortung eines Genozids an den Pal\u00e4stinensern. Die Diskussionen in dieser Frage haben hierzulande ein Ausma\u00df an Alles-oder-Nichts-Polarisierung angenommen, dass meine Fragen und Gedanken zu diesem Konflikt nur Gegenstand w\u00fctenden Beschusses von mehreren Seiten w\u00fcrden. Deshalb belasse ich es bei dem einen Satz, den ich hier schon im Fr\u00fchsommer und auf alle Konfliktparteien gem\u00fcnzt \u00e4u\u00dferte: DER ZWECK HEILIGT NICHT JEDES MITTEL. Finis.<\/p>\n<hr \/>\n<p>26.9.2025<\/p>\n<p>Es sei allseits ein angenehmes erstes Herbstwochenende gew\u00fcnscht. Bei mir, dem Ruhest\u00e4ndler, steht ein Abstecher in den Kritikerdienst auf dem Plan; wenn ich es richtig sehe, erstmals wieder seit drei Jahren au\u00dferhalb von Koblenz: Premiere \u201eDreigroschenoper\u201c am Staatstheater Mainz.<\/p>\n<p>Als Dreingabe zum Wochenende wie meist am letzten Freitag eines Monats: Meine Kolumne <strong>\u201eQuergedanken\u201c. Die Nummer 243<\/strong> ist heute im mittelrheinischen Magazin \u201eKulturinfo\u201c erschienen unter der \u00dcberschrift <strong>\u201eDiabolus ex machina\u201c<\/strong> und beginnt wie folgt:<\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/quergedanken_logo_0.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-51\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/quergedanken_logo_0.jpg\" alt=\"quergedanken_logo\" width=\"150\" height=\"167\" \/><\/a> \u201eHey, alter Bildungsfuzzi\u201c, meldet sich Freund Walter angesichts der \u00dcberschrift, \u201edas hei\u00dft Deus ex machina, der Gott, nicht der Teufel aus der Maschine.\u201c Klar, mein Lieber, die alten Griechen hatten ihn f\u00fcrs Theater erfunden: den g\u00f6ttlichen Retter, der mittels Maschine auf die B\u00fchne gehievt wird, um ein verfahrenes Geschehen zum Guten zu wenden. Aber mit solchen G\u00f6ttern ist das so eine Sache. Denn mit ihnen werden zugleich meist diabolische Geister gerufen, auf die eher Verse aus Goethes \u201eZauberlehrling\u201c passen: \u201eO, du Ausgeburt der H\u00f6lle! \/ Soll das ganze Haus ersaufen? (\u2026) Herr, die Not ist gro\u00df! \/ Die ich rief, die Geister \/ Werd\u2019 ich nun nicht los.\u201c (\u2026)<\/em><\/p>\n<blockquote><p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2025\/09\/26\/diabolus-ex-machina-quergedanken\/\" data-wpel-link=\"internal\">Ganzen Artikel lesen hier (freier Lesetext)<\/a><\/p><\/blockquote>\n<hr \/>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/archiv_inhaltlich\/kolumnen\/guten-tag-allerseits\/\" data-wpel-link=\"internal\">Guten Tag allerseits in den Vormonaten<\/a><\/p>\n<hr \/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>3.11.2025 Ein Foto sagt mehr als tausend Worte, hei\u00dft es. Ein Foto kann aber auch, zumal heutzutage, mindestens ebenso gut l\u00fcgen wie tausend Worte. 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