{"id":5810,"date":"2025-10-04T18:33:54","date_gmt":"2025-10-04T17:33:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/?p=5810"},"modified":"2025-10-04T18:33:56","modified_gmt":"2025-10-04T17:33:56","slug":"guten-tag-allerseits-im-september-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2025\/10\/04\/guten-tag-allerseits-im-september-2025\/","title":{"rendered":"Guten Tag allerseits im  September 2025"},"content":{"rendered":"<hr \/>\n<p>4.10.2025<\/p>\n<p>Wenn man in den letzten Jahren \u2013 und dieser Tage \u2013 durch die sog. Sozialen Netzwerke surfte, konnte man leicht den gef\u00fchlten Eindruck gewinnen, die ordentlichen Pressemedien, insbesondere der \u00d6ffentlich-Rechtliche Rundfunk (\u00d6RR), h\u00e4tten es beim Gros der Bev\u00f6lkerung in Deutschland v\u00f6llig verschissen, h\u00e4tten Vertrauen und Glaubw\u00fcrdigkeit weitgehend verloren. Die letzte Repr\u00e4sentativumfrage von Infratest\/Dimap belegt allerdings: Der \u201egef\u00fchlte Eindruck\u201c ist unzutreffend. &gt; <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2025\/10\/04\/fuer-wie-glaubwuerdig-halten-die-deutschen-hiesige-medien\/\">Kleiner Info-Artikel dazu hier<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>29.9.2025<\/p>\n<p>Heute in der Rhein-Zeitung online, am morgigen Dienstag in der Printausgabe: Meine <strong>Premierenkritik zu Brechts &#8222;Dreigroschenoper&#8220; am Staatstheater Mainz<\/strong> (&gt; <a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/rheinland-pfalz\/kultur\/im-spagat-zwischen-systemkritik-und-buehnen-comic_arid-4072192.html\">Kritik lesen hier<\/a> , kostenpflichtiger RZ-Text, 5200 Anschl\u00e4ge).<\/p>\n<p>Erstmals seit drei oder vier Jahren habe ich mal wieder die weite Kritikertour nach ausw\u00e4rts gewagt. Bange Frage: W\u00fcrde mein R\u00fccken das aushalten und meine Alterskondition noch hinreichen? Eineinhalb Stunden hin (wenn alles gut geht), drei Stunden im Theater, in der Nacht dann mit m\u00fcder Birne wieder eineinhalb Stunden zur\u00fcck. Fr\u00fcher, in der Hochphase meiner Berufszeit, hatte ich manchmal zwei, gelegentlich sogar drei solcher Touren an einem Wochenende &#8211; Freitag nach K\u00f6ln oder Bonn, Samstag nach Frankfurt, Sonntag nach Wiesbaden oder Mainz. Und dazwischen tags\u00fcber schreiben, schreiben, schreiben. Ein Gl\u00fcck war, wenn mal das nahe Koblenz oder Neuwied auf dem Einsatzplan standen.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher, ja fr\u00fcher, da steckte man sowas zwar nicht locker, aber doch weg. Heute mit fast 70 undenkbar. Ich habe die Tour am Samstag geschafft, aber sie auch mich. Zumal sie komplizierter wurde als gedacht, weil die Mainzer mal wieder einen ihrer vielen Massenevents feiern mussten, mein Auto deshalb schlussendlich nicht in einem theaternahen Parkhaus, sondern bei der Verwandtschaft im Stadtteil Weisenau zu stehen kam. Das \u00d6PNV-Pendeln zum Staatstheater und zur\u00fcck klappte zwar prima, brauchte aber seine Zeit. Ich kam dann erst weit nach 1 Uhr in der Nacht wieder daheim im Westerwald an. Kritikergl\u00fcck, ach.<\/p>\n<hr \/>\n<p>28.9.2025<\/p>\n<p>&#8222;Willst du dich nicht endlich mal zum <strong>Nahost-\/Gaza-Konflikt<\/strong> \u00e4u\u00dfern?!&#8220; So oder \u00e4hnlich wurde ich in den vergangenen Wochen mehrfach angesprochen\/angeschrieben. Antwort: NEIN, WILL ICH NICHT. Grund: Ich will mich nicht gegen v\u00f6llig absurde Vorhaltungen zur Wehr setzen m\u00fcssen, die mir einerseits Antisemitismus und\/oder Unterst\u00fctzung des Hamas-Terrors unterstellen, andererseits Bef\u00fcrwortung eines Genozids an den Pal\u00e4stinensern. Die Diskussionen in dieser Frage haben hierzulande ein Ausma\u00df an Alles-oder-Nichts-Polarisierung angenommen, dass meine Fragen und Gedanken zu diesem Konflikt nur Gegenstand w\u00fctenden Beschusses von mehreren Seiten w\u00fcrden. Deshalb belasse ich es bei dem einen Satz, den ich hier schon im Fr\u00fchsommer und auf alle Konfliktparteien gem\u00fcnzt \u00e4u\u00dferte: DER ZWECK HEILIGT NICHT JEDES MITTEL. Finis.<\/p>\n<hr \/>\n<p>26.9.2025<\/p>\n<p>Es sei allseits ein angenehmes erstes Herbstwochenende gew\u00fcnscht. Bei mir, dem Ruhest\u00e4ndler, steht ein Abstecher in den Kritikerdienst auf dem Plan; wenn ich es richtig sehe, erstmals wieder seit drei Jahren au\u00dferhalb von Koblenz: Premiere &#8222;Dreigroschenoper&#8220; am Staatstheater Mainz.\u00a0<\/p>\n<p>Als Dreingabe zum Wochenende wie meist am letzten Freitag eines Monats: Meine Kolumne <strong>&#8222;Quergedanken&#8220;. Die Nummer 243<\/strong> ist heute im mittelrheinischen Magazin &#8222;Kulturinfo&#8220; erschienen unter der \u00dcberschrift <strong>&#8222;Diabolus ex machina&#8220;<\/strong> und beginnt wie folgt:<\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/quergedanken_logo_0.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-51\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/quergedanken_logo_0.jpg\" alt=\"quergedanken_logo\" width=\"150\" height=\"167\" \/><\/a> &#8222;Hey, alter Bildungsfuzzi\u201c, meldet sich Freund Walter angesichts der \u00dcberschrift, \u201edas hei\u00dft Deus ex machina, der Gott, nicht der Teufel aus der Maschine.\u201c Klar, mein Lieber, die alten Griechen hatten ihn f\u00fcrs Theater erfunden: den g\u00f6ttlichen Retter, der mittels Maschine auf die B\u00fchne gehievt wird, um ein verfahrenes Geschehen zum Guten zu wenden. Aber mit solchen G\u00f6ttern ist das so eine Sache. Denn mit ihnen werden zugleich meist diabolische Geister gerufen, auf die eher Verse aus Goethes \u201eZauberlehrling\u201c passen: \u201eO, du Ausgeburt der H\u00f6lle! \/ Soll das ganze Haus ersaufen? (\u2026) Herr, die Not ist gro\u00df! \/ Die ich rief, die Geister \/ Werd\u2019 ich nun nicht los.\u201c (&#8230;)<\/em><\/p>\n<p>&gt; <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2025\/09\/26\/diabolus-ex-machina-quergedanken\/\">Ganzen Artikel lesen hier (freier Lesetext)<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>25.9.2025<\/p>\n<p>Himmelkreuzdunnergewittervermaledeitaberauch! Nach einer durchweg recht erfolgreichen Saison im Selbstversorgungsgarten meinen zwei Tierarten, mir auf den letzten Dr\u00fccker noch in die Suppe spucken zu m\u00fcssen. 1. Der Rosenkohl wird wohl ein Totalausfall, weil ein gewaltiges Heer von Raupen die sechs Stauden okkupiert hat und dabei ist, sie vom Blattwerk bis zum kleinsten R\u00f6schen kahlzufressen. 2. J\u00fcngst hat sich eine Kolonie W\u00fchlm\u00e4use bei mir angesiedelt und baut nun einen Teil des Gartens und der Wiese unterirdisch zur Festungsanlage um. Gl\u00fccklicherweise sind die meisten Beete schon abgeerntet, denn was ebenerdig noch drau\u00dfen steht, wird von den M\u00e4usen erbarmungslos als Truppenverpflegung &#8222;aus dem Land&#8220; requiriert. Immerhin halten in den wehrt\u00fcchtigen Hochbeeten Lauch, M\u00f6hren, Sellerie, Feldsalat wacker die Stellung. Und, kleines Wunder: Unsere l\u00e4ngst ausgelutscht, ja fast tot geglaubte Salatgurkenpflanze hat sich einmal mehr wieder berappelt, schickt der zentnerschweren Sommerernte jede Woche noch ein bis drei Fr\u00fcchte als Epilog hinterdrein.<\/p>\n<hr \/>\n<p>24.9.2025<\/p>\n<p>Mit 14 Jahre galt sie mir als eine der sch\u00f6nsten Frauen der Welt, und ich tr\u00e4umte von ihr, was Buben dieses Alters in solchen F\u00e4llen eben tr\u00e4umen. Als ich sie mit 16 Jahren in &#8222;Der Leopard&#8220; und &#8222;Spiel mir das Lied vom Tod&#8220; sah, begann ich zu ahnen, dass gute Schauspielerei eine hohe Kunst ist und nicht nur das geschickte Herzeigen von Sch\u00f6nheit. <strong>RiP Claudia Cardinale<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>24.9.2025<\/p>\n<p>Kollege Christian N\u00fcrnberger hat im Nachgang zu <strong>Trumps uns\u00e4glichem Gelaber vor der UN-Vollversammlung<\/strong> folgenden kleinen Text geschrieben, der nmeine volle Zustimmung findet :<\/p>\n<p><em>&#8222;Ich wei\u00df immer noch nicht, vor wem ich mich mehr f\u00fcrchten sollte, vor diesem d\u00fcmmsten, niedertr\u00e4chtigsten, gemeinsten, verlogensten, kindischsten, unreifsten, ungebildetsten, egozentrischsten, eitelsten, rachs\u00fcchtigsten, wahnsinnigsten, US-Pr\u00e4sidenten aller Zeiten &#8211; Ihr d\u00fcrft die Aufz\u00e4hlung gerne erg\u00e4nzen &#8211; oder vor den Vielen, die dem l\u00e4cherlich nackten Kaiser in religi\u00f6ser Ergriffenheit zujubeln. Und vor seinen Anh\u00e4ngern bei uns. Die AfD pilgert ja, wie man h\u00f6rt, neuerdings nicht mehr nach Moskau, sondern nach Washington. Und wird dort empfangen und mit h\u00fcbschen Bildchen f\u00fcr TikTok zur\u00fcckkehren. Wir sollten diese deutschen Trumpisten, wenn sie wieder da sind, bitten, uns die \u201erostigen Windr\u00e4der\u201c &#8211; oder &#8222;Windm\u00fchlen&#8220;, wie er sie nennt &#8211; zu zeigen, von denen der Ahnungslose schwadroniert hat. Und wo die \u201esaubere Kohle\u201c ist, die er gelobt hat. Und ob sie wissen, welche Kohle er genau gemeint hat, die aus dem Bergbau oder die, die er verdient, seit er Pr\u00e4sident ist, und die noch schmutziger ist als die aus dem Bergbau. Und unsere Politiker*innen, Unternehmer*innen und Manager*innen sollten wir bitten, aufzuh\u00f6ren, vor ihm herumzukriechen. Baut ein Europa, das so stark ist, dass es den Durchgeknallten in Washington nicht mehr braucht, dann m\u00fcssen wir uns auch vor den anderen Wahnsinnigen &#8211; Putin, Xi und deren Nacheiferern dieser Welt &#8211; nicht mehr f\u00fcrchten.&#8220; (Christian N\u00fcrnberger )<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>22.9.2025<\/p>\n<p>Nachtgedanken.<br \/>Seit ich <strong>die Reden von Trump, Vance und Miller auf der Kirk-Gedenkfeier<\/strong> n\u00e4her betrachtet habe, schleicht mir eine Frage durchs Hirn: Was unterscheidet diese MAGA-F\u00fchrer noch von den iranischen Mullahs, au\u00dfer ein paar \u00c4u\u00dferlichkeiten? Im Grunde und im Kern wurde da die Zukunft der USA als (evangelikaler) Gottesstaat angek\u00fcndigt.<\/p>\n<hr \/>\n<p>19.9.2025<\/p>\n<p>Gestern ist mir in der Buchhandlung ein kleines B\u00fcchlein ins Auge gestochen, das ich auch sogleich erworben habe: &#8222;Schwein gehabt! <strong>Redewendungen des Mittelalters<\/strong>&#8220; (Regionalia Verlag). 200 hat der Autor, Gerhard Wagner, versammelt und jeweils ihre wahrscheinliche Herkunft erl\u00e4utert. Schon beim ersten Bl\u00e4ttern noch im Laden wurde klar: Von den meisten mache ich in meiner Schreibpraxis noch immer &#8211; und das liebend gern &#8211; Gebrauch. \u00dcberhaupt ist eine Vielzahl der mittelalterlichen Wendungen so tief in die Alltagssprache eingesickert, dass zumindest die \u00e4lteren Zeitgenossen\/innen deren Bedeutung problemlos verstehen. J\u00fcngeren oder den ganz jungen Digitalnatives muss man, wie Wagner im Vortwort schreibt, wom\u00f6glich erkl\u00e4ren, was solche Ausdr\u00fccke bedeuten wie &#8222;das Heft in der Hand&#8220; oder &#8222;auf den Hund gekommen&#8220; oder &#8222;auf die hohe Kante legen&#8220;.<\/p>\n<p>Als Dreingabe zum Wochenende &#8211; f\u00fcr das ich allseits reichlich Sp\u00e4tsommerfreuden w\u00fcnsche &#8211; sei ein Abschnitt aus dem Vorwort zitiert, in dem Verfasser Wagner den Jungen verst\u00e4ndnisvoll beispringt: &#8222;Die jungen Leute haben ja kein Brett vor dem Kopf oder sind auf dem Holzweg, und um nicht den Teufel an die Wand zu malen werden wir sie auch nicht in Bausch und Bogen verdammen, sondern ein Auge zudr\u00fccken und nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Und wenn sie erstmal alles aus den EffEff beherrschen, darf man sie \u00fcber den gr\u00fcnen Klee loben, selbst wenn sie sich wie ger\u00e4dert f\u00fchlen. Pech gehabt? Umgekehrt wird ein Schuh draus: Dann ist alles in Butter.&#8220; Na, wieviele altert\u00fcmliche Redewendungen stecken in diesem Zitat?<\/p>\n<hr \/>\n<p>18.9.2025<\/p>\n<p>Ein evangelischer Pfarrer aus Baden-W\u00fcrttemberg hat nachfolgenden gescheiten, ebenso sachlichen wie empfindsamen Text \u00fcber den ermordeten amerikanischen Rechtsextremisten <strong>Charlie Kirk<\/strong> geschrieben. Sehr lesenswert \u2013 inmitten all des teils uns\u00e4glichen Netz-Geschreis in dieser Sache. &gt; <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2025\/09\/18\/nachruf-eines-deutschen-pfarrers-auf-kirk\/\">Hier Lesen &#8222;Mein Nachruf auf Charlie Kirk&#8220;<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>16.9.2025<\/p>\n<p>&#8222;Er war Hollywood-Legende, Umweltaktivist, Pate f\u00fcr Independent-Filme. Nun ist <strong>Robert Redford gestorben.<\/strong> Der US-Star, dem politisches Engagement oft wichtiger war als Glamour, starb im Alter von 89 Jahren.&#8220; (tagesschau) Mein Respekt und meine Sympathie f\u00fcr einen bemerkenswerten Zeitgenossen und ein saustarkes filmk\u00fcnstlerisches Lebenswerk. RiP<\/p>\n<hr \/>\n<p>15.9.2025<\/p>\n<p>Yeah, Sportwoche bei mir &#8211; im Sessel vor der Glotze. <strong>WM in Tokio, Leichtathletik<\/strong> ist voll mein Ding. Stets auch in Erinnerung an jene drei Jugendjahre, da ich als Beinahe-Leistungsportler mal selbst aktiv dabei war, freilich nur auf Kreis- und Bundeslandebene; in der Sparte Hochsprung w\u00e4hrend der Umstellungsphase vom Straddle zum Fosbury Flop. Medaillen-Spiegel, Nationenvergleich interessieren mich nicht. Leichtathletik besteht aus Wettbewerben einzelner Sportler und Sportlerinnen. Und sch\u00f6n, zu sehen, dass wie schon zu meiner Zeit die Konkurrenten noch immer einander die Daumen dr\u00fccken und sich miteinander \u00fcber gelungene Leistungen freuen k\u00f6nnen &#8211; wie am heutigen WM-Montag etwa bei diesem herrlichen Stabhochsprungwettbewerb der M\u00e4nner oder beim Hammerwerfen der Damen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>9.9.2025<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich des heutigen <strong>Weltalphabetisierungstages<\/strong> las ich in der Zeitung: Hierzulande gibt es knapp 11 Millionen Analphabeten oder Menschen mit signifikanter Lese- und Schreibschw\u00e4che im Deutschen. Ohne irgendein politisches Fass aufmachen zu wollen, habe ich nun einfach mal versucht mir vorzustellen, wie das so sein k\u00f6nnte: In der deutschsprachigen Welt zu leben und jeden geschriebenen Text nur mit gr\u00f6\u00dfter M\u00fche oder gar nicht zu verstehen, obendrein mich selbst nie schriftsprachlich ausdr\u00fccken zu k\u00f6nnen&#8230;. &gt; <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2025\/09\/09\/anmerkung-anlaesslich-weltalphabetisierungstag\/\">Weiterlesen Anmerkung zum Thema und ein gedanklicher Selbstversuch<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>8.9.2025<\/p>\n<p>Nach l\u00e4ngerer Zeit hatte ich am Wochenende mal wieder einen <strong>Kritikereinsatz<\/strong> in Sachen Schauspielkunst. Es galt zu berichten und zu werten \u00fcber die erste Premiere der neuen Spielzeit 2025\/26 am <strong>Theater Koblenz<\/strong>. Diese fand nicht im Stammhaus statt, denn dort sind noch etliche Monate die Bauarbeiter am Werk. Das Ensemble um Regisseurin Caro Thum mochte f\u00fcr seine sehr spezielle Umsetzung von <strong>D\u00fcrrenmatts &#8222;Besuch der alten Dame&#8220;<\/strong> auch die Interimsspielst\u00e4tte im Theaterzelt auf dem Ehrenbreitsteiner Festungsplateau nicht nutzen, sondern zog damit einige Kilometer vor die Tore von Koblenz in die Stadthalle Vallendar.<\/p>\n<p>Dort spielt das St\u00fcck nicht auf einer ausgeleuchteten B\u00fchne vor Zuschauern im Dunkeln. Stattdessen agieren die Spielleute im hellen Saal zwischen dem an langen Tischreihen platzierten Publikum, als seien sie Teil desselben &#8211; als seien zugleich die Vallendarer Theaterbesucher die Bewohner von D\u00fcrrenmatts Handlungsort G\u00fcllen. Und die erleben nun auf eine f\u00fcr sehr viele Theaterfreunde ungewohnte Weise hautnah und quasi als Beteiligte mit, wie ein in Jubelmanier beginnender Gemeindeabend w\u00e4hrend zweieinhalb Stunden Echtzeit sich in eine Katastrophe menschlich-moralischer Abgr\u00fcnde verwandelt. Das funktioniert, ist schl\u00fcssig und erzeugt sp\u00fcrbaren Betroffenheits-Sog. Ein vom Original abweichender Schluss gibt, wie der gesamte Abend, allerhand Gespr\u00e4chs- und Denkstoff mit auf den Weg. Theater also, das mitzuerleben sich lohnt. <a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/rheinland-pfalz\/kultur\/theater-zum-miterleben_arid-4067096.html\">&gt; Meine Premierenbesprechung in der Rhein-Zeitung<\/a> (kostenpflichtiger RZ-Text, 4800 Anschl\u00e4ge).\u00a0<\/p>\n<hr \/><hr \/>\n<p>31.8.2025<\/p>\n<p>Das w\u00e4re dann ziemlich bl\u00f6d gewesen: Der Kritiker, in diesem Falle ich, steht vor dem Theaterzelt auf dem Koblenzer Festungsplateu, um seinen Dienst bei der Premiere von <strong>D\u00fcrrenmatts \u201eBesuch der alten Dame\u201c<\/strong> zu absolvieren. Damit er\u00f6ffnet das <strong>Theater Koblenz<\/strong> am 6.9. seine Spielzeit 2025\/26. Allerdings w\u00fcrde ich an dem Ort, den ich wie selbstverst\u00e4ndlich als Spielst\u00e4tte angenommen habe, am Premierenabend vor verschlossener Zeltt\u00fcre stehen und keine Menschenseele antreffen. Denn das Schauspielensemble hat sich entschlossen, seine Lesart des St\u00fcckes an ganz anderer Stelle und quasi ausw\u00e4rts vors Publikum zu bringen: in der Stadthalle Vallendar. Warum, wieso, weshalb werde ich noch in Erfahrung bringen. Wichtig ist erstmal, gl\u00fccklicherweise doch geschnallt zu haben, wo ich am kommenden Samstag hin muss, um die alte Dame zu treffen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>29.8.2025<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/quergedanken_logo_0.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-51\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/quergedanken_logo_0.jpg\" alt=\"quergedanken_logo\" width=\"150\" height=\"167\" \/><\/a>\u00a0 Es sei allseits ein angenehmes August-Schlusswochenende gew\u00fcnscht. Als dazu passende \u201estimmungsvolle\u201c Dreingabe sei die Folge 242 meiner Monatskolumne \u201eQuergedanken\u201c der Lekt\u00fcre anempfohlen, heute erschienen im mittelrheinischen Magazin \u201eKulturinfo\u201c. Viel Freude damit. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2025\/08\/29\/noch-einmal-sommernachtstraeume-quergedanken\/\" data-wpel-link=\"internal\">&gt; Noch einmal: Sommernachtstr\u00e4ume\u00a0<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/archiv_inhaltlich\/kolumnen\/guten-tag-allerseits\/\" data-wpel-link=\"internal\">Guten Tag allerseits in den Vormonaten<\/a><\/p>\n<hr \/>\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>4.10.2025 Wenn man in den letzten Jahren \u2013 und dieser Tage \u2013 durch die sog. Sozialen Netzwerke surfte, konnte man leicht den gef\u00fchlten Eindruck gewinnen, die ordentlichen Pressemedien, insbesondere der \u00d6ffentlich-Rechtliche Rundfunk (\u00d6RR), h\u00e4tten es beim Gros der Bev\u00f6lkerung in Deutschland v\u00f6llig verschissen, h\u00e4tten Vertrauen und Glaubw\u00fcrdigkeit weitgehend verloren. 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