{"id":5770,"date":"2025-07-01T10:35:46","date_gmt":"2025-07-01T09:35:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/?p=5770"},"modified":"2025-07-01T10:36:53","modified_gmt":"2025-07-01T09:36:53","slug":"in-the-summertime-quergedanken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2025\/07\/01\/in-the-summertime-quergedanken\/","title":{"rendered":"In the summertime (&#8222;Quergedanken&#8220;)"},"content":{"rendered":"<pre>     Monatskolumne Nr. 240, 1. Juli 2025<\/pre>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/quergedanken-logo.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-875\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/quergedanken-logo.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"167\" \/><\/a>\u00a0\u201eHurra, jetzt haben wir sie: der Deutschen liebste Jahreszeit, Hochsommer.\u201c Das ist allerdings nicht nur eine deutsche Vorliebe. Auch anderw\u00e4rts freuen sich ganz viele Leute \u00fcber die Wochen mit den langen Tagen, lauen Abenden, der beschwingt s\u00fcdl\u00e4ndischen Drau\u00dfenkultur in luftiger Kleidung. Sommerfreuden sind multikulturell. Im Grunde ist der Sommer in allen L\u00e4ndern beliebt, wo es auch Winter und nasskalte Zwischenjahreszeiten gibt. Indes: Nicht nur in klimatischen Regionen, die sich im Sommer auf 45 und mehr Grad aufheizen, h\u00e4lt sich die Begeisterung oft in Grenzen. Auch bei uns hier gibt es ein paar Millionen Mitb\u00fcrger, denen schon bei 25 bis 30 Grad eher pl\u00fcmerant als behaglich zumute ist.<\/p>\n<p>Ich erz\u00e4hle das nicht, um zu all der Miesepetrigkeit unserer Tage nun obendrein die Sommerfreuden zu zermeckern. Auch nicht, um gleich allerhand Verhaltens-Tipps aufzulisten, wie man sich in den h\u00e4ufiger und extremer werdenden Hitzephasen vern\u00fcnftig verh\u00e4lt. Das l\u00e4sst sich derzeit in allen Zeitungen nachlesen. Die einen wissen es und versuchen sich entsprechend zu verhalten. Andere interessiert es nicht \u2013 bis das ignorante Hirn kocht und sie mit etwas Gl\u00fcck von Ferne eben noch \u201etat\u00fctata\u201c mitkriegen. Wer partout nach der Devise verfahren will \u201estellt euch nicht so an, fr\u00fcher war es im Sommer auch schon hei\u00df\u201c, mag das tun. Er oder sie soll aber dann nicht rummaulen, wenn er oder sie mit 60 oder 70 Jahren merkt, dass er oder sie Hitze schlechter vertr\u00e4gt als mit 20 oder 30. Ganz davon abgesehen, dass Hitze heutzutage selbst hierzulande nicht mehr 25 bis 30 Grad meint, sondern 30 bis 35+; in den St\u00e4dten noch ein paar Grad drauf.<\/p>\n<p>Ich selbst liebe Sommer. Vorzugsweise bei Temperaturen zwischen 23 und 27 Grad; das ist meine Wohlf\u00fchlspanne. Freund Walter ist auch noch bei sechs Grad mehr quietschfidel. Da strecke ich bereits alle Viere von mir. Ich mag nicht, ich will nicht, ich kann nicht, lautet dann mein Bescheid aus dem Rentnerdomizil im Schatten des heimischen Haselgeb\u00fcsch\u2019, wenn der Freund nach seiner Fr\u00fchschicht vorschl\u00e4gt: \u201eLass uns in die Stadt fahren, ins Stra\u00dfencaf\u00e9 sitzen und Leute gucken.\u201c<\/p>\n<p>Ach, verlockend ist das schon. Denn sommermodisch gibt es ja so viel H\u00fcbsches zu sehen \u2013 neben all dem, was man eher nicht sehen will, gleichwohl freiz\u00fcgig gezeigt bekommt. Es fielen mir neulich zwei modische Randph\u00e4nomene ins Auge, bei deren Anblick ich mir sogleich eine uralte Volksweisheit in Erinnerung rief: \u201e\u00dcber Geschmack l\u00e4sst sich gar nicht oder heftig, aber v\u00f6llig vergebens, streiten.\u201c Marlene Dietrich trug einst sehr weite Hosen; davon abgeleitet war wohl das Beinkleid einer mir in der Stadt begegnenden Frau. Allerdings war deren bodenlange Hose so gewaltig ausladend, dass man die Dietrich in jedem Hosenbein zweimal h\u00e4tte verstecken k\u00f6nnen. Im Reich der jungen Herrenmode wurde es dann arg befremdlich: Weite dunkle Cordhose, auf halber Wade abgeschnitten; dazu stramm hochgezogene wei\u00dfe Socken in Badelatschen.<\/p>\n<p>Generell jedoch, so mein Eindruck, verh\u00e4lt es sich bei der Sommermode mittlerweile wie bei den Sommerfreuden: Sie ist multikulti \u2013 alles geht. Find\u2019 ich gut. Doch leider wird mir bei 30 plus X Grad im fortschreitenden Alter selbst das gen\u00fcssliche Gucken zu anstrengend. Ab 35 Grad halte ich es sogar im Haselschatten nicht mehr aus. Dann verkr\u00fcmel ich mich bis zum Abend ins Rolladen-verrammelte Wohnzimmer. Sommerfreuden, mal so, mal so.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatskolumne Nr. 240, 1. Juli 2025 \u00a0\u201eHurra, jetzt haben wir sie: der Deutschen liebste Jahreszeit, Hochsommer.\u201c Das ist allerdings nicht nur eine deutsche Vorliebe. Auch anderw\u00e4rts freuen sich ganz viele Leute \u00fcber die Wochen mit den langen Tagen, lauen Abenden, der beschwingt s\u00fcdl\u00e4ndischen Drau\u00dfenkultur in luftiger Kleidung. Sommerfreuden sind multikulturell. Im Grunde ist der Sommer [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[294,291,293,303],"tags":[9],"archiv":[351,358],"archiv_inhaltlich":[258,260,279],"class_list":["post-5770","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kolumnen","category-quergedanken","category-themen","category-vermischtes","tag-freier-lesetext","archiv-351","archiv-2025-07","archiv_inhaltlich-kolumnen","archiv_inhaltlich-quergedanken","archiv_inhaltlich-vermischtes"],"acf":{"bild":"","anhang":""},"wps_subtitle":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5770","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5770"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5770\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5772,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5770\/revisions\/5772"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5770"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5770"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5770"},{"taxonomy":"archiv","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/archiv?post=5770"},{"taxonomy":"archiv_inhaltlich","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/archiv_inhaltlich?post=5770"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}