{"id":573,"date":"2019-12-12T23:00:00","date_gmt":"2019-12-12T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2019\/12\/12\/total-surreal-salvador-dali-am-rhein\/"},"modified":"2019-12-12T23:00:00","modified_gmt":"2019-12-12T22:00:00","slug":"total-surreal-salvador-dali-am-rhein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2019\/12\/12\/total-surreal-salvador-dali-am-rhein\/","title":{"rendered":"Total surreal: Salvador Dal\u00ed am Rhein"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Remagen. ape.<\/strong><\/em> So wird das vom 16. Februar an ein halbes Jahr lang sein: Besucher des Arp Museums in Remagen-Rolandseck schauen durch ein von Mediengestaltern der Fachhochschule Mainz eigens entwickeltes Fernglas auf die Landschaft am Rheinufer gegen\u00fcber \u2013 und sehen dort seltsam langbeinige Elefanten \u00fcbers Siebengebirge staksen, wilde Tiger um den F\u00e4hranleger springen, brennende Giraffen durch Bad Honnef rennen. Der irrwitzige, Kunst und Gegend raffiniert vetrbindende Ausblick geh\u00f6rt zur Hauptausstellung der Saison 2020. Die wom\u00f6glich teuerste Schau in der Geschichte des Kunstmuseums an der Nordgrenze von Rheinland-Pfalz tr\u00e4gt den Titel \u201eSalvador Dal\u00ed und Hans Arp. Die Geburt der Erinnerung\u201c und bildet den Angelpunkt des thematischen Jahresmottos \u201etotal surreal\u201c.<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Dali_Narcissus.JPG\" title=\"Die Metamorphose des Narziss, Salvador Dal\u00ed, 1937. (c) Fundacio Gala-Salvador Dal\u00ed, Figueres \/ VG Bild-Kunst Bonn 2019u\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-571\" alt=\"\" class=\"image-large\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Dali_Narcissus.JPG\" style=\"height:334px; margin:5px; width:480px\" title=\"Die Metamorphose des Narziss, Salvador Dal\u00ed, 1937. (c) Fundacio Gala-Salvador Dal\u00ed, Figueres \/ VG Bild-Kunst Bonn 2019u\" width=\"480\" height=\"334\" \/><\/a><\/p>\n<p>Immer wieder ganz gro\u00dfe Vertreter der Modernekunst zu pr\u00e4sentieren, ist dem Arp Museum seit Er\u00f6ffnung vor 13 Jahren ein Anliegen. 2016 etwa machte die Ausstellung mit Werken von Henry Moore Furore, 2020 wird mit Dal\u00ed der bekannteste aller Surrealisten Aufsehen erregen. 25 seiner Werke finden den Weg nach Rolandseck, darunter einige der ber\u00fchmtesten wie \u201eTraum der Venus\u201c, \u201eMetamorphose des Narziss\u201c oder das unverwechselbare \u201eHummertelefon\u201c. Darunter auch ein Bild, das bislang noch niemals Dal\u00eds Heimatstadt Figueres verlie\u00df: ein Beethoven-Portr\u00e4t, gemalt, getrampelt, gewischt aus Oktopus-Tinte und von den Spaniern nur ausgeliehen, um die rheinischen Feiern zum 250. Geburtstag des von Dal\u00ed besonders verehrten Komponisten im n\u00e4chsten Jahr zu bereichern.<\/p>\n<p>Dem Ausstellungskonzept haftet eine Besonderheit an, die Museumsdirektor Oliver Kornhoff sagen l\u00e4sst: \u201eDas hat es \u00fcberhaupt noch nie gegeben.\u201c Gemeint ist die Gegen\u00fcberstellung von Werken Dal\u00eds und solchen des Hauspatrons Hans Arp. Die beiden kannten sich gut, 1929 trafen der noch junge Exzentriker aus Spanien und der bereits etablierte deutsch-franz\u00f6sische K\u00fcnstler erstmals in Paris aufeinander. Rund ein Jahrzehnt begegneten sie sich immer wieder, nahmen zusammen an Ausstellungen und diversen Aktionen teil.<\/p>\n<p>Beide wurden durch das surrealistische Manifest von Andr\u00e9 Breton gepr\u00e4gt, das einer Kunst das Wort redet, die aus dem Unterbewussten erw\u00e4chst, in der Traum und Wirklichkeit eins werden. Beide transferieren Wesen und Dinge aus der Realwelt in fantastische Darstellungen. Doch w\u00e4hrend Arp auf dem Pfad des abstrakten Surrealismus voranschreitet, entwickelt sich Dal\u00ed zum Meister der Verwandlung zwar wiedererkennbarer, aber zu tr\u00e4umerischer Form mutierter Gestalt.<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Jonas-Burgert_Stirnstand_1_2_AP_front_2019_Lepkowski-Studios.jpg\" title=\"Stirnstand, Jonas Burgert, 2019. (c) Jonas Burgert, Foto: Lepkowski Studios\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-572\" alt=\"\" class=\"image-medium\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Jonas-Burgert_Stirnstand_1_2_AP_front_2019_Lepkowski-Studios.jpg\" style=\"float:right; height:220px; margin:5px; width:166px\" title=\"Stirnstand, Jonas Burgert, 2019. (c) Jonas Burgert, Foto: Lepkowski Studios\" width=\"771\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Jonas-Burgert_Stirnstand_1_2_AP_front_2019_Lepkowski-Studios.jpg 771w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Jonas-Burgert_Stirnstand_1_2_AP_front_2019_Lepkowski-Studios-361x480.jpg 361w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Jonas-Burgert_Stirnstand_1_2_AP_front_2019_Lepkowski-Studios-768x1020.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 771px) 100vw, 771px\" \/> <\/a> Zeitgleich zur Dal\u00ed\/Arp-Ausstellung wird eine Etage des Museums dem in Berlin lebenden K\u00fcnstler Jonas Burgert gewidmet. Unter dem Titel \u201eSinn frisst\u201c schafft der derzeit international sehr hoch gehandelte 50-J\u00e4hrige eigens f\u00fcr diese Schau und die sieben Meter breiten W\u00e4nde des Meier-Baus einige monumentale Gem\u00e4lde und Skulpturen&nbsp; \u2013 in ihrer oft verr\u00e4tselten und symbolhaften, vielfarbig und vielgestaltig Archaik, Mythologie, Zeitgeist verkn\u00fcpfenden Art durchaus als heutige Fortentwicklung des Dal\u00ed\u2018schen Surrealismus interpretierbar. Vom 21. Juni an gesellt sich dann obendrein die klassische Abteilung des Arp Museums, die Kunstkammer Rau, zum Surrealismus Thema: mit k\u00fcnstlerischen Albtraumvisionen und Apokalypseprophezeiungen von mittelalterlichen Meistern \u00fcber Hieronymus Bosch bis zur blutigen Gegenwartkunst eines Peter Gilles.<\/p>\n<p>Wenn im September die Dal\u00ed- und auch etliche Arp-Leihgaben sich auf der R\u00fcckreise zu ihren Stammpl\u00e4tze in gro\u00dfen Museen weltweit befinden, klingt das Jahr im Arp Museum aus mit Pr\u00e4sentationen quasi heimischen Kunstschaffens. Von 13.9.2020 bis 24.1.2021 erinnert eine Ausstellung an das Schaffen des anno 2000 verstorbenen m\u00fcnsterl\u00e4ndisch-rheinischen Bildhauers und Malers Antonius H\u00f6ckelmann, der in den 1970ern f\u00fcr einen Studienaufenthalt im K\u00fcnstlerbahnhof Rolandseck zu Gast war. Von 4.10.2020 bis 14.3.2021 stellen die diesj\u00e4hrigen Stipendiaten des K\u00fcnstlerhauses Schloss Balmoral Bad Ems ihre Abschlussarbeiten vor. \u201eLuxus und Glamour? K\u00fcnstlerische Perspektiven in Mode und Schmuck\u201c lautete das der jungen internationalen K\u00fcnstlergeneration heuer vorgegebene Thema. Und es wird interessant sein zu sehen, auf welche Weise die Jungen dabei in die Dimensionen jenseits der blo\u00dfen K\u00f6rperversch\u00f6nerung vorgedrungen sind.&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Remagen. ape. So wird das vom 16. Februar an ein halbes Jahr lang sein: Besucher des Arp Museums in Remagen-Rolandseck schauen durch ein von Mediengestaltern der Fachhochschule Mainz eigens entwickeltes Fernglas auf die Landschaft am Rheinufer gegen\u00fcber \u2013 und sehen dort seltsam langbeinige Elefanten \u00fcbers Siebengebirge staksen, wilde Tiger um den F\u00e4hranleger springen, brennende Giraffen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":571,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"archiv":[82,140],"archiv_inhaltlich":[263,262],"class_list":["post-573","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-uncategorized","archiv-82","archiv-2019-12","archiv_inhaltlich-ausstellungen","archiv_inhaltlich-kunstsparten"],"acf":{"bild":572,"anhang":""},"wps_subtitle":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/573","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=573"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/573\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/571"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=573"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=573"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=573"},{"taxonomy":"archiv","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/archiv?post=573"},{"taxonomy":"archiv_inhaltlich","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/archiv_inhaltlich?post=573"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}