{"id":5579,"date":"2025-05-04T15:48:26","date_gmt":"2025-05-04T14:48:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/?p=5579"},"modified":"2025-05-04T15:48:29","modified_gmt":"2025-05-04T14:48:29","slug":"guten-tag-allerseits-im-april-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2025\/05\/04\/guten-tag-allerseits-im-april-2025\/","title":{"rendered":"Guten Tag allerseits im April 2025"},"content":{"rendered":"<hr \/>\n<p>4.5.2025<\/p>\n<p>Freude. Wir haben Nachwuchs bekommen. Also nicht wir alten Leutchen nat\u00fcrlich. Eine unserer beiden h\u00fcbschen Nachbarinnen. Genauer: Eine der zwei Stuten, die gleich jenseits unseres Gartenzauns zuhause sind, hat geworfen. Oder sagt man gefohlt? Hei\u00dft ja bei K\u00fchen auch gekalbt und bei Schafen gelammt. Ich kenne mich nicht so aus mit Pferden. Gleichwohl war ich am heutigen Sonntag fr\u00fch um siebene der Erste, der beim noch verschlafenen Blick aus dem K\u00fcchenfenster feststellte: Es geht los. Das Mutterpferd lag am Boden, schnaufte schwer und strampelte mit allen Vieren. Da hie\u00df es rennen, die Pferdehalter am andern Ende unserer Gasse aus dem Bett bimmeln. Dann rannten auch die. Doch am Stallgel\u00e4nde angekommen, war die Sache schon erledigt: <strong>Ein braunes Stutfohlen<\/strong> mit wei\u00dfen Fleck auf der Stirne hockte im Gras und versuchte, seine elend langen Beine irgendwie zu sortieren. Hach, Landleben. Wunnebar.<\/p>\n<hr \/>\n<p>30.4.2025<\/p>\n<p>Man darf wohl annehmen, dass sehr viele der noch &#8222;werkt\u00e4tigen&#8220; Mitmenschen diesen Freitag als Br\u00fccke f\u00fcr ein <strong>verl\u00e4ngertes Wochenende<\/strong> nutzen. Zu selbigem seien allseits fr\u00fchsommerliche Freuden gew\u00fcnscht &#8211; nicht zuletzt jenen Zeitgenossen\/innen, die den <strong>1. Mai<\/strong> noch als Demonstrations- und Festtag in der Tradition der Arbeiterbewegung begehen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/quergedanken_logo_0.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-51\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/quergedanken_logo_0.jpg\" alt=\"quergedanken_logo\" width=\"150\" height=\"167\" \/><\/a> Als Dreingabe sei die Lekt\u00fcre der heute im mittelrheinischen Magazin &#8222;Kulturinfo&#8220; erschienenen Folge 238 meiner Monatskolumne &#8222;Quergedanken&#8220; empfohlen. Deren mal wieder zwischen Ernst des Zeitgeschehens und Lebensfreude changierendes Spektrum mag der folgende Satz aus der Mitte des Texte anrei\u00dfen: <em>Im Fr\u00fchling ist halt doch etwas mehr Leichtigkeit unter de\u2019 Leut\u2019. Selbst Ingo Zamperonis Tagesthemen-Rausschmei\u00dfer \u201eBleiben Sie zuversichtlich\u201c kommt einem in den Wochen der erwachten Natur \u00e4hnlich wohltuend vor wie dereinst Ulrich Wickerts Wunsch f\u00fcr eine \u201egeruhsame Nacht\u201c \u2013 m\u00f6gen die zuvor vermeldeten Nachrichten auch noch so furchtbar sein. <\/em><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2025\/04\/30\/freud-und-leid-dieser-fruehlingszeit-quergedanken\/\">&gt; Quergedanken 238: Freud&#8216; und Leid dieser Fr\u00fchlingszeit<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>28.4.2025<\/p>\n<p><strong>Ich begreife einfach nicht, was Merz da personell treibt.<\/strong> Es gibt doch, man wei\u00df es, in der CDU und ihr nahestehenden Kreisen auch eine Menge kluger K\u00f6pfe. Der kommende Kanzler indes besteht darauf, m\u00f6glichst keinen davon ins Kabinett zu holen. Besonders fein hat er seine j\u00fcngste Benennung hingekriegt: Merz gibt bekannt, dass Wolfram Weimer sein neuer Kulturstaatsminister werden soll &#8211; und nahezu alles, bis hin zur FAZ, was im Land irgendwie mit Kunst und Kultur zu tun hat, bei\u00dft in die Tischkante. Es ist ein bisschen, als w\u00fcrde man einen Impfgegner zum Gesundheitsminister machen. *kopfsch\u00fcttel*<\/p>\n<hr \/>\n<p>24.4.2025<\/p>\n<p><strong>Vorgezogener Wochenendgru\u00df<\/strong>, <br \/>weil ich drei oder vier Tage raus sein werde aus der digitalen Kunstwelt. Bekanntlich leiste ich mir ja den Luxus, ohne Smartphone-Gebrauch durchs Leben zu gehen, weshalb der PC meine einzige Zugangst\u00fcr zum Reich der Bits und Byts ist. Und eben diese T\u00fcr, also mein PC, zieht nachher und \u00fcbers Wochenende um in die Werkstatt von Freund Technikus.<\/p>\n<p>Auf dem Plan stehen: Generalreinigung, raus mit allem analogen und insbesondere elektronischen Dreck, der sich eingenistet und angesammelt hat; Generalinspektion aller Funktionen\/Programme sowie n\u00f6tigenfalls Aktualisierung, Umr\u00fcstung, Aufr\u00fcstung. Ergo bin ich bis Montag oder Dienstag offline &#8211; und werde gewiss eine gute Zeit dabei haben. In diesem Sinne sei ein sch\u00f6nes (vielerorts wom\u00f6glich antifaschistisch-demonstrationsfeudiges) Wochenende gew\u00fcnscht. Wie&#8217;s Wetter wird, waass ma net so recht.<\/p>\n<hr \/>\n<p>23.4.2025<\/p>\n<p>Was mache ich heute am <strong>Welttag des Buches<\/strong>? Das, was ich fast jeden Tag ein Weilchen mache: In einem lesen. Derzeit in Klaus Viewegs Biographie &#8222;Hegel &#8211; Der Philosoph der Freiheit&#8220;. Nicht ganz einfach, diese Lekt\u00fcre. Aber auch das geh\u00f6rt zu den angenehmen Seiten der Lesekultur: Es darf ein Buch auch mal etwas anstrengen. Da geht es dem Hirn nicht anders wie dem K\u00f6rper beim Sport.<\/p>\n<hr \/>\n<p>22.4.2025<\/p>\n<p><em>Eigentlich m\u00fcssten all diejenigen, die der Ansicht sind, es handle sich auch beim jetzigen Klimawandel um einen nat\u00fcrlichen Prozess, gegen den der Mensch nichts machen kann, energisch vertreten und verlangen: Die Regierungen der Erde m\u00f6gen sehr schnell hunderte Milliarden Dollar\/Euro in Ma\u00dfnahmen zum Schutz der Weltbev\u00f6lkerung vor und zur Anpassung der Menschheitszivilisation an den unabwendbaren nat\u00fcrlichen Klimawandel investieren. Doch ich h\u00f6re keine\/n eine solche Forderung erheben. Wie ernst nehmen diese Leute eigentlich selbst, was sie da st\u00e4ndig reden? Oder zu welchem tats\u00e4chlichen Zweck reden sie so? (ape)<\/em><\/p>\n<p>Dieses Textchen ist mir in den Sinn gekommen, nachdem ich an mehreren Stellen im Internet, wo neuere Forschungsergebnisse zum Klimawandel publiziert worden sind, die Kommentarspalten dazu nachverfolgt hatte. Dort versuchen oft hunderte von &#8222;Gegenrednern&#8220; die wissenschaftlich fundierten Infos l\u00e4cherlich zu machen oder sie &#8222;sachlich zu widerlegen&#8220; und\/oder die gesamte Forschung zu verunglimpfen. Dabei sind zwei Hauptstr\u00f6mungen zu beobachten. Erstens die klassischen Klimawandelleugner, die unter dem kategorischen Motto zu Felde ziehen: &#8222;Es gibt gar keinen Klimawandel. Alles Erfindung und Hysterie-Mache.&#8220; Zweitens ehemalige Klimawandelleugner, die im Laufe der letzten zehn Jahre und angesichts der un\u00fcbersehbaren realen Klimawandelph\u00e4nomene ihr Motto ge\u00e4ndert haben in: &#8222;Ja, es gibt aktuell einen Klimawandel. Aber der ist nicht menschengemacht, sondern es handelt sich dabei um einen nat\u00fcrlichen, vom Menschen unbeeinflussbaren Prozess, wie er seit Urzeiten immer wieder aufgetreten ist.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p>Mein Post-Text zielt auf diese zweite Gruppe. Denn sie muss sich fragen lassen, wie ernst sie selbst nimmt, was sie da sagt (und was in der \u00d6ffentlichkeit leider immer wieder verf\u00e4ngt). Denn wie reagiert die Menschheit normalerweise auf die Gefahren von Naturkatastrophen? Sie versucht seit Menschengedenken Schutzmechanismen zu organisieren. Wir installieren Deiche und D\u00e4mme hier, komplexe Bew\u00e4sserungssysteme dort; wir errichten erdbeben-resiliente Geb\u00e4ude, versuchen uns an Fr\u00fchwarnsystemen f\u00fcr Erdbeben und Vulkanausbr\u00fcche; wir organisieren Brandschutz- und Brandbek\u00e4mpfungssysteme, Katastrophenschutz, Notfallbevorratung &#8230;.\u00a0 Es m\u00fcsste also f\u00fcr all diejenigen, die Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung des Klimawandels f\u00fcr Unfug halten, weil es sich nach ihrer Ansicht dabei um einen nat\u00fcrlichen unaufhaltsamen Prozess handle, logischerweise ein dringliches Anliegen sein, dass allerorten weltweit gewaltige Anstrengungen zur Einrichtung von Schutzmechanismen unternommen werden. H\u00f6rt oder liest man davon bei diesen Herrschaften irgendetwas? Mir ist beim Zug durch die Kommentarspalten rein gar nichts in dieser Richtung begegnet.<\/p>\n<hr \/>\n<p>18.4.2025<\/p>\n<p><strong>Hanns Dieter H\u00fcsch.<\/strong> Erinnert ihr euch noch an ihn? &#8211; diesen vielleicht bedeutendsten, wundervollsten und besten unter den wunderbaren und guten K\u00fcnstlern des deutschen Kabaretts in der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts. Etliche der \u00c4lteren unter uns d\u00fcrften ihn noch live auf der B\u00fchne erlebt haben, mit seiner kleinen Schrammelorgel in der besonderen Spielart des Literarischen Kabaretts bewegend, best\u00fcrzend, erhellend, lachenmachend &#8211; brillierend. Mir ist er letztmals irgendwann in den 1990ern in der Koblenzer Kultufabrik begegnet. Wie ich jetzt auf H\u00fcsch komme? Durch den Hinweis auf ein Buch, das eben anl\u00e4sslich seines <strong>100. Geburtstages am 6. Mai 2025<\/strong> erschienen ist. Und das, so hoffe ich, nicht die einziger W\u00fcrdigung zum Jubil\u00e4um des leisen Wort- und Gedanken-Gro\u00dfmeisters bleibt.<\/p>\n<p>Der Buchhinweis: <br \/>&#8222;Hanns Dieter H\u00fcsch zum 100. Geburtstag. Erinnerungen von Freunden und Bewunderern&#8220; ( 274 Seiten, ISBN-13:9783769327830, Verlag: BoD &#8211; Books on Demand).<br \/>Mit Beitr\u00e4gen u.a. von J\u00fcrgen Becker, Matthias Brodowy, Katja Ebstein, Franz Hohler, Margot K\u00e4\u00dfmann, J\u00fcrgen Kessler, Renate K\u00fcnast, Manfred L\u00fctz, Jochen Malmsheimer, Manfred Maurenbrecher, Arnulf Rating, Lars Reichow, Mathias Richling &#8230;<\/p>\n<hr \/>\n<p>17.4.2025<\/p>\n<p>Netzfund. Leseempfehlung. Hochinteressant, des Nachdenkens wert und zugleich tief beunruhigend: Pers\u00f6nliche Erkl\u00e4rung einer Amerikanerin daf\u00fcr, was (ein Teil der) Trump-Anh\u00e4nger ihm nachlaufen l\u00e4sst, egal was er f\u00fcr Schweinereien anstellt. Da wirken Triebkr\u00e4fte jenseits aller Rationalt\u00e4t, wie sie &#8211; in etwas anderer Traditionslinie &#8211; wohl auch manche AfD-Anh\u00e4nger antreiben, und die f\u00fcr sachliche Argumentation v\u00f6llig unzug\u00e4nglich sind. (Der Text stammt von 2020, wer ihn ins Deutsche \u00fcbersetzt hat, ist mir unbekannt.)<\/p>\n<p>Aus Feminist News, 2020:<br \/><em>\u201eEs wurde die Frage gestellt: \u201eWarum unterst\u00fctzen die Leute Trump weiterhin, egal, was er tut?\u201c Eine Frau namens Bev antwortete darauf:<\/em><br \/><em>\u201eIhr versteht es alle nicht. Ich lebe in Trumps Gegend, in den Ozarks im S\u00fcden Missouris, einem der letzten Orte, wo der Ku-Klux-Klan noch relativ stark vertreten ist.<\/em><br \/><em>Ihnen ist schei\u00dfegal, was er tut. Er ist einfach nur ein Anh\u00e4ngsel, um den man sich versammelt und Liberale hasst, das war\u2019s, Punkt. (&#8230;)&#8220; <\/em><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2025\/04\/17\/amerikanerin-erklaert-warum-viele-leute-trump-unterstuetzen\/\">&gt; Ganzen Beitrag lesen hier (freier Text)<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>16.4.2025<\/p>\n<p>Rubrik &#8222;Nette Allt\u00e4glichkeiten&#8220;:<\/p>\n<p>Der Mensch ist, was er isst. Im vorliegenden Fall: s\u00fc\u00df und deftig und scharf; traditionsbewusst und revolution\u00e4r; bodenst\u00e4ndig und innovativ; heimatverbunden und weltoffen; mehrheitsf\u00e4hig und v\u00f6llig unempfindlich f\u00fcr Zeitgeistmoden. Was also hatte ich heute zum Abendessen auf dem Teller? Jawoll: <strong>Toast Hawaii.<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>15.4.2025<\/p>\n<p>Es macht sich in einigen Teilen der \u00d6ffentlichkeit, bei einigen Politikern und jetzt obendrein in einigen f\u00fchrenden K\u00f6pfen deutscher Qualit\u00e4tsmedien ein <strong>fatales Fehlurteil<\/strong> breit: Weil die <strong>AfD<\/strong> von so vielen Menschen gew\u00e4hlt w\u00fcrde, handle es sich um <strong>eine normale Partei,<\/strong> die in den Parlamenten und Medien gleichgewichtig mit den anderen demokratischen Parteien behandelt werden m\u00fcsste. Dem steht allerdings der Tatsachenbefund entgegen: Die AfD ist so wenig eine normale Partei wie die derzeitige Belegschaft des Wei\u00dfen Hauses eine normale US-Regierung ist.<\/p>\n<hr \/>\n<p>14.4.2025<\/p>\n<p>Es sei aus mannigfach aktuellen Anl\u00e4ssen zur Erst- oder Wiederlekt\u00fcre resp. Theaterauff\u00fchrung nachdr\u00fccklich ans Herz gelegt: das Drama <strong>&#8222;Biedermann und die Brandstifter&#8220;<\/strong> von Max Frisch.<\/p>\n<hr \/>\n<p>14.4.2025<\/p>\n<p>Himmelarschundwolkenbruch! Das war ja jetzt wohl <strong>gar nix mit dem versprochenen Regen<\/strong>. Jedenfalls bei uns hierum trieben das ganze Wochenende hindurch lebhafte Winde zwar allerhand graue, aber impotente Wolken \u00fcbers Land. Geregnet hat es genau 15 Sekunden lang, mithin etwa zwei Dutzend Tropfen pro Quadratmeter. Wiesen, Felder, Wald, Garten sind so trocken und meine Regenf\u00e4sser so leer als wie zuvor. *grummel*<\/p>\n<hr \/>\n<p>13.4.2025<\/p>\n<p>An diesem Freitag hatte ich mal wieder Kritikerdienst. Die Besprechung des <strong>9. Anrechtskonzerts<\/strong> beim Musik-Institut Koblenz f\u00e4llt etwas aus dem gewohnten Muster, denn es war ein Abend des <strong>Abschied<\/strong>s: Nach nur drei Spielzeiten hat <strong>Benjamin Shwartz<\/strong> aus pers\u00f6nlich-famili\u00e4ren Gr\u00fcnden seine Position als Chefdirigent des in Koblenz ans\u00e4ssigen Staatsorchesters Rheinische Philharmonie aufgegeben, kehrt mit Gattin und Kindern in seine US-amerikanische Heimat zur\u00fcck. Zum Ausstand dirigierte er Mozarts Klarinettenkonzert A-Dur (Solist: Daniel Ottensamer) sowie Mahlers gewaltige 6. Sinfonie &#8211; und wurde vom Auditorium mit Standing Ovations verabschiedet. <a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/rheinland-pfalz\/kultur\/mozart-und-mahler-fuer-einen-bewegenden-abschied_arid-4035589.html\">&gt; Mein Artikel f\u00fcr die Rhein-Zeitung dazu<\/a> (4300 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text)<\/p>\n<hr \/>\n<p>12.4.2025<\/p>\n<p>Samstag, 12. April, fr\u00fcher Abend:<\/p>\n<p>Die g\u00e4hnend leeren F\u00e4sser sind ge\u00f6ffnet,<br \/>recken die gierigen M\u00e4uler &#8218;gen Himmel, <br \/>lechzend wie auch das Land ringsumher<br \/>nach dem Nass, das versprochen ward<br \/>von wetterkundigen Auguren in B\u00e4lde.<\/p>\n<p>Ich werde nicht mehr regentanzen. Vorbei.<br \/>Es braucht knackige Burschen und Maiden<br \/>f\u00fcr die wildsch\u00e4umenden zauberischen Riten.<br \/>Den faltigen Alten ist&#8217;s derweil aufgegeben,<br \/>f\u00fcrderhin nach weisem Ratschluss zu streben,<br \/>und den Begierden des Leibes mit Bedacht,<br \/>gleichsam in wohliger M\u00e4\u00dfigung zu begegnen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>10.4.2025<\/p>\n<p>Politisch: Faschisten, Imperialisten, Barbaren. \u00d6konomisch: Betr\u00fcger, Erpresser, Falschspieler, Diebe, Raubritter. In summa: <strong>Die derzeitige Regierung der USA.<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>8.4.2025<\/p>\n<p>Ordentliche Zeitungen zu lesen, das bildet. Habe jetzt bei der Lekt\u00fcre der \u201eZeit\u201c von vergangener Woche (Nr. 14, 2025) wieder etwas gelernt, und zwar \u00fcber mein eigenes Leben. Genauer: Mein Nachtleben. Noch genauer: Meine Schlafpraxis. Thema: die Wolfsstunde. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2025\/04\/08\/alltaegliches-unterbrochener-schlaf-durch-wolfsstunde\/\">&gt; Einige Bemerkungen dazu hier<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>6.4.2025<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Demos-USA-5.4.2025.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5578\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Demos-USA-5.4.2025-480x220.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"220\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Demos-USA-5.4.2025-480x220.jpg 480w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Demos-USA-5.4.2025-1024x468.jpg 1024w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Demos-USA-5.4.2025-768x351.jpg 768w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Demos-USA-5.4.2025.jpg 1082w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Es sind noch nicht Hunderttausende, <strong>aber es bewegt sich etwas in den USA<\/strong> gegen die Trump\/MAGA-Marodeure. In mehr als 1000 US-St\u00e4dten gab es am 5.4. Demonstrationen. Nach meinen Informationen bewegen sich die Teilnehmerzahlen je nach Ort zwischen einigen Hundert und 20.000 bis 30.000.<\/p>\n<figure id=\"attachment_5577\" aria-describedby=\"caption-attachment-5577\" style=\"width: 422px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/488866376_10163277001013792_977078526240987308_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-5577\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/488866376_10163277001013792_977078526240987308_n-422x480.jpg\" alt=\"\" width=\"422\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/488866376_10163277001013792_977078526240987308_n-422x480.jpg 422w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/488866376_10163277001013792_977078526240987308_n.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 422px) 100vw, 422px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-5577\" class=\"wp-caption-text\">Einige Bilder von Anti-Trump-Demos in den USA am 5.4.2025.<\/figcaption><\/figure>\n<hr \/>\n<p>4.4.2025<\/p>\n<p>So, dann sei nun allseits ein sinnenfrohes Teilwochenende in Hochfr\u00fchlings- resp. Fr\u00fchsommer-Flair gew\u00fcnscht \u2013 bevor Richtung Sonntag\/Montag das Thermometer wieder auf die Rutsche geht.<\/p>\n<p>Bei mir hinterm Haus ist seit gut einer Woche die Gartensaison voll im Gange und seither Muskelkater mein st\u00e4ndiger Begleiter. (Freude: Der R\u00fccken f\u00fchlt sich erstaunlich gut bei 2 bis 3 Stunden buddeln, hacken, rechen t\u00e4glich). Letzten Freitag hatte ich zehn Salat- und zehn Kohlrabi-Pflanzen unter Vlies ausgesteckt. Sie haben die hier teils noch frostigen N\u00e4chte \u00fcberstanden. Eben entdeckt: Die fr\u00fcheste eigene Aussaat, Radieschen, streckt keimende Nasen aus der Hochbeeterde. Der Pflaumenbaum bl\u00fcht, was das Zeug h\u00e4lt; die Johannisbeeren haben en masse Bl\u00fctenknospen angesetzt. Kartoffeln sind seit gestern in der Erde. Sorgen macht mir allerdings: Wir gehen mit leeren Regenf\u00e4ssern in die Vegetationsperiode und die Erde ist bereits mehr als spatentief knochentrocken.<\/p>\n<hr \/>\n<p>3.4.2025<\/p>\n<p><strong>Trump erkl\u00e4rt also der ganzen Welt den Krieg, den Wirtschaftskrieg.<\/strong> Nun denn: Weil der Aggressor keine andere annehmbare Wahl l\u00e4sst, wird die Welt diesen Krieg ausfechten m\u00fcssen. Verluste auf allen Seiten sind unausweichlich. Aber dass der Angreifer seine Kriegsziele erreicht, ist keineswegs ausgemacht, sogar eher unwahrscheinlich. Schlie\u00dflich wissen wir aus der Geschichte: Sich mit der ganzen Welt anzulegen, war letztlich noch nie eine erfolgreiche Strategie.<\/p>\n<hr \/>\n<p>2.4.2025<\/p>\n<p>Sie sind schon interessant, die <strong>Reaktionen auf das Le-Pen-Urteil<\/strong>. S\u00e4mtliche Rechtsau\u00dfen, Faschisten, Autokraten und Fans der Autokratie zetern dagegen; es sei ein \u201erein politisches Urteil\u201c. Manche Leute aus linken und antifaschistischen Kreisen auch hierzulande bejubeln es aus genau dem gleichen Grund. Ich halte beides f\u00fcr eine politisch motivierte Fehldeutung. Le Pen und 23 ihrer Mitstreiter wurden kriminaljuristisch verurteilt wegen Betrugs in Form von systematischer Veruntreuung und illegaler Zweckentfremdung von EU-Geldern (Steuergeld).<\/p>\n<p>Das Gericht brachte dabei ein Gesetz zur Anwendung, das vor einigen Jahren in Frankreich eingef\u00fchrt worden ist speziell, um Missbrauch von \u00f6ffentlichen Geldern durch politische und staatliche Amtstr\u00e4ger zu unterbinden. Marine Le Pen hatte damals selbst nachdr\u00fccklich ein noch strengeres Gesetz gefordert, um solchem Missbrauch durch Politiker kategorisch einen Riegel vorzuschieben \u2013 auch durch sofortige Aberkennung des passiven Wahlrechts, allerdings gleich \u201eauf Lebenzeit\u201c.<br \/>\u00dcbrigens: Einer j\u00fcngsten Umfrage zu Folge halten 57 % der Franzosen das Urteil angesichts der Vorw\u00fcrfe \u201ef\u00fcr normal\u201c, 68 % finden, dass der sofortige tempor\u00e4re Entzug des passiven Wahlrechts f\u00fcr Le Pen gerecht sei.<\/p>\n<hr \/>\n<p>1.4. 2025<\/p>\n<p><strong>1. April 2025.<\/strong> Bin eben mal durchs Internet gewuselt auf der Suche nach Scherzmeldungen, Verarschungen, irren Erfindungen, M\u00fcnchhausen-Stories anl\u00e4sslich des 1. April. Habe dabei festgestellt: Kann keinen Unterschied zu jedem anderen Tag in j\u00fcngerer Zeit feststellen.<\/p>\n<hr \/><hr \/>\n<p>30.3.2025<\/p>\n<p><strong>Aus der T\u00fcrkei erreichen uns dieser Tage Bilder,<\/strong> wie wir sie uns seit Wochen auch f\u00fcr die USA gew\u00fcnscht h\u00e4tten: Hunderttausende B\u00fcrger aus allen gesellschaftlichen Bereichen \u2013 an diesem Wochenende in Istanbul wohl bis zu zwei Millionen \u2013 gehen auf die Stra\u00dfe. \u201eF\u00fcr eine demokratische T\u00fcrkei\u201c, \u201eGegen den Diktator Erdogan\u201c. Und das trotz Versammlungsverbot; trotz staatlicher Beschr\u00e4nkung der Social.Media-Kan\u00e4le; trotz Nachrichtensperre in den Staatsmedien; trotz massiver Verhaftungswellen, die selbst vor Journalisten und Auslandskorrespondenten nicht halt machen. Mit der willk\u00fcrlichen Inhaftierung seines einflussreichsten Kontrahenten Imamoglu im Vorfeld der Pr\u00e4sidentschaftswahlen hat Erdogan zu erkennen gegeben, dass er gewillt ist, die T\u00fcrkei vollends in eine Diktatur unter seiner lebenslangen Herrschaft zu verwandeln. Die Massendemonstrationen gegen dieses Vorhaben sind in unseren gegenw\u00e4rtig d\u00fcsteren Zeiten ein bedeutender Hoffnungsschimmer weit \u00fcber die T\u00fcrkei hinaus.<\/p>\n<hr \/>\n<p>30.3.2025<\/p>\n<p>Am Wochenende unternahm der Ruhest\u00e4ndler mal wieder einen Ausflug in den alten Beruf: Kritikerdienst f\u00fcr die Rhein-Zeitung beim <strong>8. Anrechtskonzert des Musik-Instituts Koblenz<\/strong>. Es war ein sch\u00f6nes Konzert, auch ein sehr gutes. Ich musste nicht kritteln oder diplomatisch durch die Blume sprechen, sondern konnte offen heraus loben, was ich immer schon gerne tat. Das Staatsorchester Rheinische Philharmonie spielte unter seinem Noch-Chefdirigenten Benjamin Shwartz Smetanas \u201eMoldau\u201c, das Cello-Konzert h-Moll op. 104 von Dvorak (Solist Julian Steckel) und B\u00e9la Bart\u00f3ks Konzert f\u00fcr Orchester Sz 116. Also zweimal tschechische Hochromantik; plus einmal klassische Moderne aus der Feder eines Ungarn im amerikanischen Exil, damals 1940, als die USA noch das Land der Freiheit waren. <a class=\"wpel-icon-right\" href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/rheinland-pfalz\/kultur\/vom-herzen-der-moldau-in-die-klassische-moderne_arid-4032275.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow external noopener noreferrer\" data-wpel-link=\"external\">&gt; Hier meine Konzertbesprechung<\/a> (4400 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text)<\/p>\n<hr \/>\n<p>28.3.2025<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/quergedanken_logo_0.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-51\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/quergedanken_logo_0.jpg\" alt=\"quergedanken_logo\" width=\"150\" height=\"167\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zum Monatswechsel wie gewohnt meine Kolumne \u201eQuergedanken\u201c. Die heute im mittelrheinischen Monatsmagazin \u201eKulturinfo\u201c erschienene Folge 237 steht unter der \u00dcberschrift <strong>\u201eGegen das Getrumpel: Vivat free Europe!\u201c <\/strong>und beginnt so: <em>\u201eKreuzdonnergewitter, jetzt muss ich schon wieder politisieren, obwohl mir das zum Halse heraush\u00e4ngt. Aber es nicht zu tun, k\u00e4me v\u00f6lliger Ignoranz gleich in diesen Tagen, da die Weltordnung von Grund auf umgekrempelt wird wie seit Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr. (\u2026)\u201c <\/em><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2025\/03\/28\/gegen-das-getrumpel-vivat-free-europe-quergedanken\/\" data-wpel-link=\"internal\">&gt; Ganzen Text lesen hier<\/a> (freier Lesetext)<\/p>\n<hr \/>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/archiv_inhaltlich\/kolumnen\/guten-tag-allerseits\/\">Guten Tag allerseits in den Vormonaten<\/a><\/p>\n\n\n<hr \/>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>4.5.2025 Freude. Wir haben Nachwuchs bekommen. Also nicht wir alten Leutchen nat\u00fcrlich. Eine unserer beiden h\u00fcbschen Nachbarinnen. Genauer: Eine der zwei Stuten, die gleich jenseits unseres Gartenzauns zuhause sind, hat geworfen. Oder sagt man gefohlt? Hei\u00dft ja bei K\u00fchen auch gekalbt und bei Schafen gelammt. Ich kenne mich nicht so aus mit Pferden. 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