{"id":541,"date":"2005-08-25T22:00:00","date_gmt":"2005-08-25T21:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2005\/08\/25\/schwampel-reggae-und-stehwalzer\/"},"modified":"2022-03-15T16:24:24","modified_gmt":"2022-03-15T15:24:24","slug":"schwampel-reggae-und-stehwalzer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2005\/08\/25\/schwampel-reggae-und-stehwalzer\/","title":{"rendered":"Schwampel-Reggae und Stehwalzer"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"http:\/\/pecht.koblenz-net.de\/D7\/sites\/default\/files\/styles\/thumbnail\/public\/quergedanken_logo.jpg?itok=hEG8jpXv\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-47\" alt=\"\" class=\"image-thumbnail\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/quergedanken_logo_0.jpg\" style=\"float:left; height:100px; margin:5px; width:90px\" width=\"90\" height=\"100\" \/> <\/a><\/p>\n<p>Endlich hatten wir gew\u00e4hlt \u2013 und nun haben wir den Salat. Dennoch: War das nicht ein toller Abend neulich, der 18. September? Am Unterhaltungswert gab\u00b4s nichts zu m\u00e4keln. G\u00f6tterd\u00e4mmerung mit \u00dcberraschungsplot, Katharsis mit, je nach Veranlagung, Lach- oder Heulkr\u00e4mpfen, offenem Ausgang sowie Aussicht auf etliche spannende Fortsetzungen. Dazu Tanzfeten erster G\u00fcte: Wahlweise schwampelnde Ampel im Reggae-Rhythmus oder elefant\u00f6ser Schieber im Stehwalzertakt. Also das ganze Programm zeitgen\u00f6ssischen Entertainments und klassischer Hochkultur rauf und wieder runter. Einen bunteren Abschluss als 2005 hatten Koblenzer Sch\u00e4ngelmarkt und Mendelssohn-Tage nie; dank Bundestagswahl am selben Tag.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nMan soll sich nicht lustig machen, wenn die Lage ernst ist! Auch recht, dann eben die nachgezogene Grundsatz-Polit-Analyse: Das aktive Wahlvolk neigt mit knapper Mehrheit dazu, sich strukturell links von der CDU einzunisten und nach Kl\u00fcgerem zu verlangen als dem Ringelreihen ums g\u00fcldene Globalisierungs-Kalb. Obwohl die Roten selbst diesbez\u00fcglich eigentlich nur warme Worte zu bieten haben, erstreckt sich von Godesberg bis zur Ostsee&nbsp; neuerdings Rotland, wird an der Saar zwar noch schwarz regiert, aber durchaus andersfarbig gedacht. Und von Hessen aus zieht\u00b4s Herrn Koch m\u00e4chtig \u00b4gen Berlin, weil die Landsleute daheim zu wackeln begonnen haben. Das Parlament der Republik besteht jezto aus f\u00fcnf Fraktionen und die gro\u00dfen Parteien sind beide so furchtbar gro\u00df nicht mehr.<\/p>\n<p>Und? Geht davon das Abendland unter? Koblenz lebt schlie\u00dflich auch noch, obwohl im Rat f\u00fcnf Fraktionen sitzen und die Stadt gegen eine Oppositionsmehrheit regiert werden muss. Nat\u00fcrlich, die Dinge nehmen bisweilen einen etwas gem\u00e4chlichen Lauf. Bevor ein neues Stadion in Angriff genommen wird, muss erstmal die TuS weiter aufsteigen; und das kann dauern. Von der Idee einer Verkehrsreform bis zur Vision, gar zum Ausbau eines S-Bahn-Netzes am Mittelrhein braucht\u00b4s seine Reifezeit. Die Hiesigen vertreiben sich unterdessen die Jahre bei Umleitungs-Feldversuchen, innerst\u00e4dtischen Haltepunkten, kurf\u00fcrstlichen Parkh\u00e4usern, transrhenanischen Seilbahnen und dergleichen (Buga sei Dank!) Inspirationen mehr. W\u00e4re das anders, wenn wir nur drei Fraktionen im Rat und nicht diese Mehrheiten h\u00e4tten? Manche der Rhein-Mosel-Debatten n\u00e4hrt Zweifel. Bleibt die Gewissheit, dass \u201eEntschleunigung\u201c nicht die schlechteste unter den aktuellen Moden ist. Und am Ende z\u00e4hlt sowieso, was rauskommt.<\/p>\n<p>In gewissem Geschwindschritt allerdings sollte\/k\u00f6nnte das Problem&nbsp; Koblenzer Schloss beseitigt werden. Konkret: die Beutelschneiderei bei Raumvermietung an Kulturveranstalter und&nbsp; die Quasi-Aussperrung der Karnevalisten. Die republikanischen Bundesinhaber des einstigen F\u00fcrsten-Palazzo sticht wohl der Hafer! Herrschaften Obacht \u2013 ehedem gab\u00b4s Senge von Volkes Mistforke und Dreschflegel, wenn es Schlossherren zu arg trieben. So was regelt man heute anders:&nbsp; Der Oberb\u00fcrgermeister macht die Zumutung zur Chefsache, hat er gesagt. Sollte Schuwis diplomatische Mission in Sachen Nutzung des Schlosses durch das Volk jedoch scheitern, w\u00e4re es nicht zuletzt an den n\u00e4rrischen Heerscharen, zur Tat zu schreiten. St\u00fcrmen, besetzen, Schl\u00fcssel\u00fcbergabe erzwingen \u2013 das ganze Besteck eben, das \u00fcber Generationen Jahr um Jahr so trefflich gepflegt ward. Dann muss es sich, kann es sich im Ernstfall bew\u00e4hren. Dazu vom sonst passionierten Nicht-Fastnachter ein weder ampelndes noch schwampelndes noch hampelndes, sondern ein herzhaftes Olau!!!<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Endlich hatten wir gew\u00e4hlt \u2013 und nun haben wir den Salat. Dennoch: War das nicht ein toller Abend neulich, der 18. September? Am Unterhaltungswert gab\u00b4s nichts zu m\u00e4keln. G\u00f6tterd\u00e4mmerung mit \u00dcberraschungsplot, Katharsis mit, je nach Veranlagung, Lach- oder Heulkr\u00e4mpfen, offenem Ausgang sowie Aussicht auf etliche spannende Fortsetzungen. 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