{"id":5328,"date":"2025-02-03T14:37:18","date_gmt":"2025-02-03T13:37:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/?p=5328"},"modified":"2025-02-03T14:37:20","modified_gmt":"2025-02-03T13:37:20","slug":"guten-tag-allerseits-im-januar-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2025\/02\/03\/guten-tag-allerseits-im-januar-2025\/","title":{"rendered":"Guten Tag allerseits im Januar 2025"},"content":{"rendered":"<p>3.2.2025<\/p>\n<p>Folgenderma\u00dfen beginnt meine eben bei der Rhein-Zeitung online ver\u00f6ffentlichte Kritik der j\u00fcngsten Produktion am <strong>Theater Koblenz<\/strong>:<br \/><em><strong>\u201eDer Sturm\u201c<\/strong>, eines der allerletzten St\u00fccke aus der wunderbar produktiven Feder William <strong>Shakespeare<\/strong>s, kam jetzt auf die B\u00fchne des Koblenzer Theaterzeltes. Die 105 Minuten kurze Inszenierung von Caro Thum beginnt mit einem Miniprolog: Hinter einer das ganze B\u00fchnenportal verh\u00e4ngenden Plastikfolie baut ein gro\u00dfes dunkles Wesen mit sanfter Hand ein kleines zerbrechliches Etwas. Damit ist ein Ton gesetzt, der im Weiteren mehrmals wiederkehrt \u2013 und sich mit anr\u00fchrender Empfindsamkeit zum poetischen Zentrum des Abends aufschwingt: Der liebevolle Umgang des \u201eInselmonsters\u201c Caliban (Jona Mues) mit seiner Gliederpuppe aus \u201eInselm\u00fcll\u201c, der die Puppenspielerin Tanja Linnekogel zart-kindliches Leben einhaucht. (&#8230;)&#8220;<\/em><br \/><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/rheinland-pfalz\/kultur\/shakespeares-klassiker-als-fantasievolle-sozialkritik_arid-4019704.html\">&gt; Ganzen Artikel lesen hier<\/a> (4500 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text<\/p>\n<hr \/>\n<p>2.2.2025<\/p>\n<p>An diesem Sonntagabend (2.2.2025) ein kurzer Blick ins Netz, der sogleich bei vielen Medien Schlagzeilen mit dem Tenor findet: <strong>&#8222;160.000 Menschen demonstrierten in Berlin<\/strong> f\u00fcr Erhalt der Brandmauer&#8220;. Erst sprach die Berliner Polizei von 80.000, erh\u00f6hte im Laufe des Nachmittags dann auf &#8222;rund 160.000&#8220;, am fr\u00fchen Abend nannte der Veranstalter &#8222;bis zu 250.000&#8220;. Unter Dutzenden Aktionen heute auch in anderen Orten fand ich Zahlangaben f\u00fcr diese (\u00fcberwiegend laut Polizei): Bonn &#8222;mehr als 10.000&#8220;, Ulm 10.000+, Saarbr\u00fccken 15.000, Regensburg 20.000, Kiel 14.000, Chemnitz &#8222;mehrere Tausend&#8220; &#8230;.<br \/>In meiner heimischen Region (Mitttelrhein) h\u00f6re ich aus dem \u00d6rtchen Alflen in der Vordereifel &#8222;mehrere Hundert&#8220; und aus der westerw\u00e4lder Kleinstadt Altenkirchen von &#8222;rund 1500&#8220;.<\/p>\n<hr \/>\n<p>1.2.2025<\/p>\n<p>Am sp\u00e4ten Samstagabend (1.2.2025) ein schneller Rutsch durchs Netz. Zahllose <strong>Demos und Kundgebungen<\/strong> heute in ganz Deutschland <strong>gegen Rechtsradikalismus<\/strong>, &#8222;gegen Rechtsruck&#8220;, &#8222;gegen Zusammenarbeit mit der AfD&#8220;, vielfach unter der Losung &#8222;Wir sind die Brandmauer&#8220;; f\u00fcr ein demokratisches, tolerantes, humanes, buntes Deutschland&#8230; Nachfolgend einige unsystematische Funde von Aktionen heute mit Teilnehmerzahlen (gem\u00e4\u00df Angaben in den Medien, die sich zumeist auf Polizeimeldungen beziehen):<br \/>Die beiden gr\u00f6\u00dften gab es wohl in Hamburg (70.000) und Stuttgart (44.000). F\u00fcr Rheinland-Pfalz fand ich Koblenz und Trier mit jeweils um 4000. Karlsruhe und Mannheim jeweils 5000. Augsburg und W\u00fcrzburg ebenfalls jeweils 5000. G\u00f6ttingen und Hildesheim auch jeweils um 5000. Leipzig &#8222;mehr als 10.000&#8220;, Halle 8000+. Essen 15.000, Oldenburg und Bremen jeweils &#8222;mehr als 10.000. Dazu jede Menge kleinerer Orte mit je einigen hundert bis 3000 Teilnehmern. F\u00fcr den morgigen Sonntag sind in mehreren Dutzend anderen St\u00e4dten weitere Aktionen angek\u00fcndigt, darunter eine Gro\u00dfdemo in Berlin.<\/p>\n<hr \/>\n<p>1.2.2025<\/p>\n<p>Samstagmorgen, 10.30 Uhr. F\u00fcr den Moment bin ich ein recht gl\u00fccklicher Mensch. Seit Abschluss meiner 30+x Minuten K\u00f6rperert\u00fcchtigung in der Fr\u00fch lese ich <strong>Shakespeare<\/strong> (in deutscher \u00dcbersetzung). <strong>&#8222;Der Sturm&#8220;<\/strong>, eines seiner sp\u00e4testen Werke, vielleicht sein letztes \u00fcberhaupt; die Forschung ist sich da, wie bei so Vielem hinsichtlich des gro\u00dfen William, nicht ganz einig. Am heutigen Abend hat eine Inszenierung des St\u00fcckes am <strong>Theater Koblenz<\/strong> Premiere, genauer: im Theaterzelt, der Ausweichspielst\u00e4tte f\u00fcr die Renovierungszeit des Hauses. Jedenfalls f\u00fchle ich mich gut, denn ich habe freiwillig die Kritikerpflichten daf\u00fcr \u00fcbernommen &#8211; was mich nun zwangsl\u00e4ufig f\u00fcr rund zwei Tage den negativ aufregenden und anstrengenden Niederungen der akutellen Politik entrei\u00dft. Also: Erst St\u00fcck (wieder mal) lesen, am Abend dann schauen, hernach das Geschaute \u00fcberschlafen, es anderntags sorgsam \u00fcberdenken, dann ohne Hast nach bestem Wissen und Gewissen sprachlich m\u00f6glichst ansprechend rezensieren.<\/p>\n<p>Ich hoffe auf eine gut gemachte, poetische, sinnliche, hintergr\u00fcndige und sch\u00f6n ausgespielte Inszenierung einer schl\u00fcssigen und interessanten St\u00fcckinterpretation. Denn entgegen verbreiteter Volksansicht haben die meisten Vertreter\/innen der Kritikerzunft und sowieso meinereiner am liebsten Einsatzabende, die ihnen auch selbst Freude machen und anerkennende bis lobende Besprechungen zur Folge haben d\u00fcrfen. Auch bin ich gespannt, wie sich die Koblenzer Inszenierung im Reigen des guten halben Dutzend sehr unterschiedlicher &#8222;Sturm&#8220;-Umsetzungen ausmacht, die ich \u00fcber meine Berufsjahre auf diversen B\u00fchnen zu sehen bekam. Die Mainzer etwa ist mir noch ganz gut in Erinnerung (oder war das Frankfurt?), auch eine in K\u00f6ln (oder wa&#8217;s in Bonn?). Und nat\u00fcrlich Dieter Dorns 1994er Einrichtung f\u00fcr die M\u00fcnchner Kammerspiele mit Holzmann als Prospero und Gisela Stein als Ariel &#8211; gesehen bei irgendeinem Gastspiel (oder war&#8217;s im Fernsehen?). Es ist ein Kreuz mit dem Ged\u00e4chtnis, aber, hach, ich bin gespannt wie ein Flitzebogen auf den Abend &#8211; wieder einmal mit Shakespeare, dem f\u00fcr mich gr\u00f6\u00dften Dramatiker aller bisherigen Zeiten. Freude!<\/p>\n<hr \/>\n<p>31.1.2025<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/quergedanken_logo_0.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-51\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/quergedanken_logo_0.jpg\" alt=\"quergedanken_logo\" width=\"150\" height=\"167\" \/><\/a> Tja, bisweilen kommt es anders als man denkt und plant. Eigentlich hatte ich meinem Mundwerk und den Schreibfingern zwecks Ruhe- und Beruhigungspause von Hirn und Gem\u00fct f\u00fcr die jetzt auslaufende Woche Polit-Abstinenz verordnet. Daraus wurde nix. Selber schuld &#8211; denn ich h\u00e4tte vorab ahnen k\u00f6nnen, sollen, m\u00fcssen: Die Sache da im Bundestag wird eine h\u00e4ssliche Angelegenheit, und f\u00fcr Turbulenzen sorgen, die meinereiner nicht stillschweigend auf dem gem\u00fctliche Sofa aussitzen kann. Gleichwohl sei jetzt allerseits ein irgendwie angenehmes, vielleicht auch demokratisch engagiertes Wochenende gew\u00fcnscht.<\/p>\n<p>Als Dreingabe darf ich die <strong>Folge 235<\/strong> meiner Monatskolumne <strong>&#8222;Quergedanken&#8220;<\/strong> kredenzen. Sie steht unter der \u00dcberschrift <strong>&#8222;Humor ist, wenn man trotzdem lacht&#8220;<\/strong> und hat mit Karneval\/Fastnacht zu tun. Der Text ist zwar auch nicht ganz unpolitisch. Da er aber vor der Untat von Aschaffenburg Redaktionsschluss hatte, haftet ihm noch, wie ich glaube, eine gewisse Leichtigkeit und jenes Augenzwinkern an, das schon ein paar Tage sp\u00e4ter schwerlich durchzuhalten gewesen w\u00e4re. Aber vielleicht hat das auch seine gute Seite: Ein paar Minuten Lekt\u00fcre, die manch eine\/r mit etwas sinnierendem Schmunzeln genie\u00dfen kann. Obwohl sich auch dar\u00fcber wieder einige aufregen werden. Nun denn&#8230; <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2025\/01\/31\/humor-ist-wenn-man-trotzdem-lacht-quergedanken\/\">&gt; Quergedanken Nr. 235 lesen hier<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>30.1.2025<\/p>\n<p>Schneller noch als von mir gestern (29.1.2025) erwartet, werden <strong>Bruchlinien innerhalb der CDU<\/strong> deutlich, die <strong>Merz<\/strong> mit seinem Vorgehen im Bundestag aufrei\u00dft. Nicht nur reagieren viele demokratisch-humanistische Konservative darauf mit gro\u00dfem Unbehagen bis hin zur Schockstarre. Heute, bereits einen Tag nach der fatalen Abstimmung, bricht die Altbundekanzlerin und langj\u00e4hrige CDU-Bundesvorsitzende <strong>Angela Merkel<\/strong>, offenbar aus gro\u00dfer Sorge, ihr Prinzip, sich in die aktuelle Politik nicht mehr einzumischen. Merkel lie\u00df heute die <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2025\/01\/30\/erklaerung-angela-merkels-zu-den-vorgaengen-am-29-1-2025-im-bundestag\/\">&gt; im Wortlaut nachfolgende Erkl\u00e4rung ver\u00f6ffentlichen<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>29.1.2025<\/p>\n<p>Politisches Kalk\u00fcl, zumal wahltaktisches, ist eine hohe Kunst. Wer dabei aber die Falschen zum Hauptgegner erkl\u00e4rt und dem eigentlichen Hauptgegner ins offene Messer l\u00e4uft, wer zu diesem Behufe dem Land wie der eigenen Partei ein Ei ins Nest legt, an dem beide lange schwer zu schaffen haben werden &#8211; wer so verf\u00e4hrt, hat von dieser hohen Kunst offenkundig rein gar nichts verstanden.<\/p>\n<p>Um auch das nochmal zu kl\u00e4ren: Ich werde mich auf keinen Fall pro Scholz oder pro Habeck oder pro sonstwem vereinnahmen lassen. Mein analytischer Gedanke galt allein der Merz&#8217;schen &#8222;Taktik&#8220; per se. Im Augenblick mache ich mir, hinsichtlich der politischen Kultur, sogar fast die meisten Sorgen darum, welchen Schaden Merz, Linnemann, Spahn, Kl\u00f6ckner und der Bayer dem demokratischen Konservatismus in Deutschland zuf\u00fcgen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>26.1.2025<\/p>\n<p>Abendgedanken.<br \/>Nein, ich bestreite das Problem der <strong>Zunahme entgrenzter Gewalttaten<\/strong> nicht, m\u00f6chte aber an dies erinnern: Der Mordsch\u00fctze von Hanau (Februar 2020, 9 Tote) war kein Migrant, sondern ein deutscher Tobias; der Amokfahrer von Trier (Dezember 2020, 7 Tote, 23 teils Schwerverletzte) war kein Migrant, sondern ein deutscher Bernd; der Akteur beim norwegischen Massenmord 2011 (77 Tote) war kein Migrant, sondern der Norweger Anders Breivik &#8211; um nur drei der bekanntesten Beispiele zu nennen. Oder: In den USA gibt es jedes Jahr mehrere Amokl\u00e4ufe, \u00fcberwiegend von us-geborenen Wei\u00dfen ausgef\u00fchrt. Die Reduktion des Problems auf eine blo\u00dfe Migrantenfrage ist politisch motiviert und geht obendrein am eigentlichen Kern des Problems vorbei. Denn selbst wenn es gar keine Migranten g\u00e4be, w\u00e4ren wir das Problem nicht los, weil einheimische Gewaltt\u00e4ter und Psychopathen damit eben nicht aus der Welt w\u00e4ren.<\/p>\n<hr \/>\n<p>26.1.2025<\/p>\n<p>Eigentlich hatte mir der Lauf der Dinge ein terminlich pralles Wochenende vor den Latz geknallt &#8211; vom Kritikerdienst beim Klassikkonzert \u00fcber Demonstrieren gegen Rechtsextremismus bis zum Verwandtenbesuch. Es ist dann doch anders gekommen, weil zwar der Besuch des <strong>5. Anrechtskonzerts beim Musik-Institut Koblenz<\/strong> am Freitag noch hinhaute, danach mir aber der R\u00fccken schmerzhaft die Gefolgschaft verweigerte. Also blieb es bei der Zeitungskritik eines Konzertabends mit dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie. Geboten wurde die Fledermaus-Ouvert\u00fcre von Johann Strauss (Sohn), Beethovens 3. Klavierkonzert sowie Franz Schuberts 8. Sinfonie &#8222;Die Gro\u00dfe&#8220;. Attraktives Programm, an dessen Umsetzung sich, trotz reichlich Publikumsbeifall, diesmal allerdings die Geister scheiden. &#8222;Der Rezensent jedenfalls fremdelt damit&#8220;. <a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/lokales\/koblenz-region\/spritziger-auftakt-vor-zwei-schwergewichten_arid-4017832.html\">&gt; Die Kritik bei Rhein-Zeitung online<\/a> (4200 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger Text)<\/p>\n<hr \/>\n<p>25.1.2025<\/p>\n<p>Tagesschau meldet (Stand 17.15 Uhr): <strong>In mehr als 60 Gro\u00dfst\u00e4dten und kleineren Orten Deutschlands fanden am heutigen Samstag Demonstrationen\/Kundgebungen gegen Rechtsextremismus,<\/strong> f\u00fcr ein demokratisches, tolerantes, buntes Land mit zehntausenden Teilnehmern statt. Eine der gr\u00f6\u00dften Aktionen heute erlebte K\u00f6ln, wo die Polizei die Teilnehmerzahl von anf\u00e4nglich 15.000 am Nachmittag auf 40.000 anhob (Veranstalter: 75.000). 5000 waren erwartet worden.<\/p>\n<p>In Berlin hatte man mit 10.000 Teilnehmern f\u00fcr die Aktion &#8222;Lichtermeer gegen den Rechtsruck&#8220; gerechnet. Die Sache l\u00e4uft noch, Zahlen habe ich noch keine. (Update 19 Uhr: Die &#8222;Welt&#8220; schreibt von &#8222;bis zu 100.000 Demonstranten am Brandennurger Tor&#8220;. In Halle (Sachsen-Anhalt) versammelten sich zum zentralen Auftakt des AfD-Wahlkampfes rund 10.000 Gegendemonstranten. Sch\u00f6ne Aktionen in den Fu\u00dfballstadien Mainz und K\u00f6ln: In Mainz prangte im Fan-Block ein gro\u00dfes Transparent mit der Aufschrift &#8222;F\u00fcr Erinnerung und Vielfalt&#8220;; Die Ultras des 1. FC K\u00f6ln gr\u00fc\u00dften mit einem Spruchband \u201e5vor12! K\u00f6ln stellt sich quer!\u201c solidarisch die gleichzeitig stattfindende Gro\u00dfdemo in K\u00f6lner Innenstadt.<\/p>\n<hr \/>\n<p>22.1.2025<\/p>\n<p>Trump hin, AfD her &#8211; wir lassen uns von solcher Bagage doch die Freude am Leben nicht verg\u00e4llen. Deshalb hier das j\u00fcngste Produkt aus meiner Malstube: <strong>&#8222;Fr\u00f6hliches Seniorenpaar&#8220;<\/strong> (80 x 50 cm, Acryl auf Leinwand). Sozusagen ein famili\u00e4res Gute-Laune-Bild, angeregt durch ein Foto, das vor drei Jahren im Umfeld der Erstkommunionfeier einer mit uns eng befreundeten j\u00fcngeren Familie in der Pfalz geknipst wurde.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Froehliches-Seniorenpaar-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5385\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Froehliches-Seniorenpaar-2-480x362.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"362\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Froehliches-Seniorenpaar-2-480x362.jpg?v=1747137976 480w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Froehliches-Seniorenpaar-2-1024x771.jpg?v=1747137976 1024w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Froehliches-Seniorenpaar-2-768x579.jpg?v=1747137976 768w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Froehliches-Seniorenpaar-2-1536x1157.jpg?v=1747137976 1536w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Froehliches-Seniorenpaar-2-2048x1543.jpg?v=1747137976 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><\/p>\n<p>(c) Andreas Pecht<\/p>\n<hr \/>\n<p>21.1.2025<\/p>\n<p><em>&#8222;Nachtgedanken (sehr subjektiv).<\/em><br \/><em>Letztlich begreife ich nicht wirklich, warum US-Amerika gew\u00e4hlt hat, wie es gew\u00e4hlt hat. So wenig ich bis heute vollends begreife, warum Deutschland 1932\/33 w\u00e4hlte, wie es w\u00e4hlte. Ebenso wenig begreife ich, warum heute rund ein F\u00fcnftel der deutschen W\u00e4hler w\u00e4hlen, wie sie w\u00e4hlen, n\u00e4mlich rechtsextremistisch. Das Nichtbegreifen will auch nach der Lekt\u00fcre von tausenderlei banalen bis sehr klugen Analysen und Erkl\u00e4rungsversuchen f\u00fcr das Wahlverhalten in allen drei F\u00e4llen nicht schwinden &#8230;.&#8220;<\/em>\u00a0 So beginnt ein kleiner Text, der mir am sp\u00e4ten Abend nach Inauguration und Antrittsrede von Donald Trump in die Tastatur floss.<a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2025\/01\/21\/nachtgedanken-jubel-fuer-trump-putin-afd-und-co-ich-begreife-es-nicht\/\"> &gt; Ganzen Text lesen hier<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>20.1.2025<\/p>\n<p>Die Antrittsrede: Egomanie, Gro\u00dfm\u00e4uligkeit, Gr\u00f6\u00dfenwahn und eine Kriegserkl\u00e4rung an Menschlichkeit, Vernunft, Verantwortungsbewusstsein.<\/p>\n<hr \/>\n<p>20.1.2025<\/p>\n<p>Bis zum sp\u00e4ten Abend des gestrigen Sonntags sind bereits f\u00fcr mindestens 120 deutsche St\u00e4dte im Zeitraum 20.1. bis 15.2. Demonstrationen, Kundgebungen, Mahnwachen gegen Rechtsradikalismus, f\u00fcr ein demokratisches, tolerantes, buntes Deutschland angek\u00fcndigt worden.<\/p>\n<p>Wie schon bei der Demo-Bewegung im vergangenen Winter pl\u00e4diere ich auch jetzt entschieden daf\u00fcr, sie aus den Kontroversen zwischen den demokratischen Parteien herauszuhalten. So schwer das dem einen oder anderen gerade in Wahlkampfzeiten fallen mag. Auch wenn einige Parteien \/Parteigliederungen ebenfalls dazu aufrufen, handelt es sich hier dem Wesen nach um eine \u00fcberparteiliche zivilgesellschaftliche B\u00fcrgerbewegung, die jenseits von parteipolitischem Dissens f\u00fcr die Verteidigung der Grundwerte unserer Gesellschaft und die demokratische Verfasstheit unseres Staates eintritt. Dieser Bewegung den Parteienstreit aufzulasten, hie\u00dfe zugleich, sie untergraben.<\/p>\n<hr \/>\n<p>19.1.2025<\/p>\n<p>Nein, ich hatte nicht damit gerechnet, bin nun umso mehr erfreut: Fast aus dem Nichts heraus entwickelt sich im Moment quer durch die Republik <strong>neuerlich eine Demonstrationsbewegung gegen Rechtsradikalismus, f\u00fcr ein demokratisches, tolerantes, buntes Deutschland.<\/strong> Ein bundesweiter \u00dcberblick ist schwer zu gewinnen, weil viele Aktionen offenbar von mit schneller Nadel gestrickten \u00f6rtlichen B\u00fcndnissen auf die Beine gestellt werden. Erfahren habe ich: Am gestrigen Samstag kamen in Limburg a.d. Lahn mehr als 1000 Leute zusammen, in Kassel 7000 bis 9000, in Aachen mehr als 7000, in Karlsruhe &#8222;mehrere Tausend&#8220;. Im Bonner Hofgarten beginnt eben (So 12 Uhr) eine Demo.<\/p>\n<p>Ob das etwas n\u00fctzt, AfD-Anh\u00e4nger von ihrer Richtungsentscheidung abzubringen? Wohl kaum. Aber wichtiger scheint mir im Augenblick ohnehin ein Signal, dass die demokratische Zivilgesellschaft nicht resigniert und sich nicht in die Angst-Ecke dr\u00e4ngen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Nachfolgend eine (wohl unvollst\u00e4ndige) Liste f\u00fcr Demos gegen rechts seit gestern und in den n\u00e4chsten Tagen, die ich zuf\u00e4llig im Netz bei Terre des Hommes gefunden habe:<br \/>Bamberg, 18.01., 14:00 Uhr, Hauptbahnhof &#8211; Demonstration<br \/>Bergen am Chiemsee, 19.01. &#8211; Demo<br \/>Buxtehude, 08.02., 13:00 Uhr, Rathausplatz &#8211; Kundgebung<br \/>Chemnitz, 18.01., 15:00 Uhr, Br\u00fchl\/Georgstra\u00dfe &#8211; Demonstration<br \/>Falkensee, 31.01., 17:00 Uhr, Falkensee Busbahnhof \u2013 Zubringer-Demo<br \/>17:30 Festplatz am Gutspark \u2013 Gegenkundgebung<br \/>Flensburg, 25.01., 16:30 Uhr, S\u00fcdermarkt &#8211; Kundgebung<br \/>Frankfurt, 15.02., 11:55 Uhr, R\u00f6merberg- Kundgebung<br \/>Gie\u00dfen, 08.02., 14:30 Uhr, Berliner Platz-Demonstration<br \/>Halle (Saale), 25.01., Hbf- Demo<br \/>Hamburg, 31.01., 14:00 Uhr, Reesendamm Ecke Jungfernstieg &#8211; Kundgebung und Menschenkette<br \/>Hankensb\u00fcttel, 26.01., 16:00 Uhr, Mahnmal Steimker Stra\u00dfe<br \/>Hannover, 17.01, 16:30 Uhr, B\u00fcrgerhaus Misburg<br \/>Hof, 08.02., 11:00 Uhr, Marienkirche &#8211; Kundgebung und Menschenkette<br \/>Kassel, 18.01., 13:00 Uhr, Friedrichsplatz &#8211; Demonstration<br \/>Karlsruhe, 18.01., 13:00 Uhr, Marktplatz Karlsruhe<br \/>Karlsruhe, 15.02, 11:55 Uhr, Marktplatz-Kundgebung und Demo gegen rechts und f\u00fcr Liebe<br \/>K\u00f6ln, 25.01., 11:55 Uhr, Heumarkt &#8211; Demonstration \u00bbLaut f\u00fcr Demokratie\u00ab<br \/>Leichlingen, 16.02., 14:00 Uhr, Marktplatz Br\u00fcckerfeld &#8211; Demonstration<br \/>Magdeburg, 18.01., 11:00 Uhr, verschiedene Orte &#8211; Aktionstag: Kundgebungen &amp; Aktionen<br \/>Mannheim, 18.01., 18:00 Uhr, Nachbarschaftshaus Rheinau- Kundgebung<br \/>M\u00fcnchen, 08.02., 14:00 Uhr, Geschwister-Scholl-Platz<br \/>M\u00fcnster, 31.01., 18:00 Uhr, Hamannplatz &#8211; Demonstration<br \/>Nordhastedt, 17.01., 17:00 Uhr, Bahnhofstra\u00dfe &#8211; Demonstration<br \/>N\u00fcrnberg, 08.02., 16:00 Uhr, Kornmarkt<br \/>Oldenburg, 18.01, 12:00 Uhr, Schlossplatz &#8211; Demonstration<br \/>Pfeffelbach, 19.01., 10:00 Uhr, Kuseler Stra\u00dfe &#8211; Demonstration<br \/>Ravensburg, 25.01., 15:00 Uhr, Bahnhof &#8211; Demonstration<br \/>Regensburg, 02.02. &#8211; Demonstration (weitere Informationen folgen)<br \/>Schwelm, 01.02., ab 11:00 Uhr, Parkplatz Schillerstra\u00dfe-Demonstration und Kundgebung (M\u00e4rkischer Platz 12:00 Uhr)<br \/>Winsen, 22.02., 15:00 Uhr, Bahnhof Linsen (Luhe) &#8211; Demonstration<\/p>\n<p><strong>Erg\u00e4nzungen:<\/strong><\/p>\n<p>&#8211; Neuwied, 25.1., 16.30 Uhr Heimathaus<br \/>&#8211; Westerburg, 26.1., 13.30 Uhr Stadthallenplatz<br \/>&#8211; Bremen, 8.2., 14 Uhr, Domshof<br \/>&#8211; Diepholz, 15.2.<\/p>\n<p><strong>Aktualisierung Sonntag 23 Uhr:<\/strong><\/p>\n<p>Bis zum sp\u00e4ten Abend des heutigen Sonntags (19.1.25) sind f\u00fcr mindestens 120 deutsche St\u00e4dte im Zeitraum 20.1. bis 15.2. Demonstrationen, Kundgebungen, Mahnwachen angek\u00fcndigt worden.<\/p>\n<hr \/>\n<p>16.1.2025<\/p>\n<p>So, dass ihr&#8217;s wisst: Das Virus M\u00e4nnerschnupfi befindet sich schon am dritten Tage nach seinem Einmarsch wieder auf der Flucht; vertrieben von H\u00fchnersuppe, Tee, Tabak, Ruhe, Liebe und einem wehrhaften Immunsystem. Nur noch ein paar Nachhutgefechte, dann ist der K\u00e4s&#8216; gegess&#8216;. \/\/ Ich darf mich nun hier f\u00fcr ein kleines Weilchen ausklinken, meine Monatskolumne ist zu schreiben. Im Hinblick auf die heranziehenden (d)tollen Tage (Bundestagswahl und Fastnacht\/Karneval) steht die \u00dcberschrift bereits: &#8222;Humor ist, wenn man trotz allem lacht&#8220; oder &#8222;Humor ist, wenn man allem zum Trotz lacht&#8220;.<\/p>\n<hr \/>\n<p>16.1.2025<\/p>\n<p><em>Abseits der weit verbreiteten antigr\u00fcnen Bei\u00dfreflexe will ich in aller Ruhe und zur Sache selbst es mal so formulieren: Man muss kein Parteig\u00e4nger der Gr\u00fcnen sein, um dem Vorschlag <strong>Habecks<\/strong> zur Einf\u00fchrung der <strong>Sozialbeitragspflichtigkeit auch f\u00fcr (h\u00f6here\/hohe) Kapitalertr\u00e4ge<\/strong> einiges abgewinnen zu k\u00f6nnen. Zumal diese Idee so furchtbar neu nicht ist &#8230;<\/em><\/p>\n<p>So beginnt meinje kleine Anmerkung zu diesem Thema. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2025\/01\/16\/anmerkung-zu-habecks-sozialbeitragspflicht-fuer-kapitalertraege\/\">&gt; Ganzen Text lesen hier<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>15.1.2025<\/p>\n<p>Ich freue mich heute (15.1.24) einfach mal, obwohl das alles noch sehr fragil ist. Und diese Freude lasse ich mir auch durch tausenderlei Einw\u00e4nde, Schuldzuweisungen, Abrechnungen beiderseits nicht zerreden. &gt;<br \/>Noch nie in den letzten 15 Monaten war die Chance auf einen Waffenstillstand, auf Freilassung der Geiseln, auf Versorgung der Bev\u00f6lkerung, vielleicht auf ein Ende des Leids in Gaza so gro\u00df wie heute.<\/p>\n<hr \/>\n<p>14.1.2025<\/p>\n<p>Sapperlottementkreuzdunnergewitter! Die Woche geht am heutigen Dienstag genauso &#8222;gut&#8220; weiter, wie sie begann. Gestern Feststellung meiner Nichtexistenz in Folge des seit einem halben Jahr abgelaufenen Personalausweises. Heute nun unausweichliche Feststellung, dass mich die brutalste aller Krankheiten erwischt hat: M\u00e4nnerschnupfen. Himmel hilf, ich bin am Arsch!<\/p>\n<hr \/>\n<p>12.1.2025<\/p>\n<p><strong>Die F\u00fchrerin<\/strong> als Geschichtsf\u00e4lscherin beim Ranwanzen an den gr\u00f6\u00dften Geldsack auf Erden: &#8222;Hitler war Kommunist&#8220;. Die F\u00fchrerin auf dem Parteitag in Goebbels&#8217;scher Sportpalast-Tonlage kreischend: &#8222;Nieder mit den Windm\u00fchlen der Schande! Nieder! Nieder!&#8220; Und der Saal tobt wie dunnemals. Die F\u00fchrerin im heute-journal: Autorit\u00e4res Rumpampen und Jonglieren mit Fake-&#8222;Fakten&#8220;. Die F\u00fchrerin = ein feines Fr\u00fcchtchen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>11.1.2025<\/p>\n<p>Wenn Trump, Musk, Zuckerberg, Weidel, H\u00f6cke und Co &#8222;unter dem Deckm\u00e4ntelchen vermeintlicher Meinungsfreiheit die Wahrheit zu einer bedeutungslosen Kategorie erkl\u00e4ren&#8220; (Lars Hennemann) m\u00fcssen sich aufgekl\u00e4rte Demokraten erst recht um Wahrheit bem\u00fchen, m\u00fcssen gegen\u00fcber deren Verdrehungen, Fakes, L\u00fcgen sich um Tatsachen und Fakten bem\u00fchen, daran festhalten und sie hochhalten. Hilfreich sind dabei vertrauensw\u00fcrdige Institutionen und Organisationen des objektiven <strong>Faktencheckings<\/strong>. Sieben davon im deutschsprachigen Raum sind hier aufgelistet, von denen jede\/r rege Gebrauch machen kann und sollte. (Bedienung ganz simpel: Namen des Checkerportals in die Suchmaschine und gleich ist man drin).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Faktenchecks.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5349\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Faktenchecks-480x428.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"428\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Faktenchecks-480x428.jpg 480w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Faktenchecks.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>9.1.2025<\/p>\n<p>Die jetzt millionfach um sich greifende Individualsuche nach einer passablen <strong>Alternative zu X und meta<\/strong> landet am Ende dann doch wieder in einer un\u00fcbersichtlichen d\u00fcsteren Gasse bei us-amerikanischen Privatkonzernen (oder russischen Oligarchen). Und niemand wei\u00df, wohin sich heute vielleicht noch halbwegs saubere Unternehmen schon morgen entwickeln, wenn das gro\u00dfe Geld lockt oder zuschl\u00e4gt. Deshalb nochmal und von nun an allerorten immer wieder der fordernde Hinweis: Es ist h\u00f6chste Zeit, in Deutschland und\/oder der EU ein Social Netzwerk nach \u00f6ffentlich-rechtlichen Prinzipien aufzubauen. Es kann doch nicht sein, dass wir eine kommunikative Verkehrsform, die inzwischen zum Grundbestand unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens geh\u00f6rt, ganz und gar in den H\u00e4nden ausl\u00e4ndischer Konzerne lassen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>9.1.2025<\/p>\n<p>Yep, kalendarisch haben wir <strong>Winter.<\/strong> Und wie ich jetzt eben (9.1.25, 14.30 Uhr) aus dem Fenster schaue, sieht es hier im Unterwesterwald auch ausnahmsweise mal genauso aus. Es schneit, was das Zeug h\u00e4lt; Wiesen, Veranda, Gass&#8216; sind schon dick gewei\u00dft, zugedeckt mit einer ordentlichen Schicht w\u00e4ssriger Schneepampe. Allzu lange wird das Zeug wohl nicht halten. Sobald Frau Holle die Sch\u00fcttellei einstellt, werden sich herunten die neuzeitlichen Standardwintertemperturen oberhalb der Eisgrenze bemerkbar machen.<\/p>\n<p>(Ceterum censeo, es ist hohe Zeit, dass in Deutschland und\/oder der EU ein Social Netzwerk nach \u00f6ffentlich-rechtlichen Prinzipien eingerichtet wird.)<\/p>\n<hr \/>\n<p>8.1.2025<\/p>\n<p><em>Pr\u00e4dentenwunschzettel zum neuen Jahr:<\/em><\/p>\n<p>&#8211; Putin: &#8222;Ich will die Ukraine haben.&#8220;<br \/>&#8211; Xi: &#8222;Ich will Taiwan haben.&#8220;<br \/>&#8211; Erdogan: &#8222;Ich will ganz Kurdistan haben.&#8220;<br \/>&#8211; Trump (heute): &#8222;Ich will Gr\u00f6nland haben, und den Panamakanal und Kanada sowieso.&#8220;<\/p>\n<p><em>Hach, wir haben sie endlich wieder, die gute alte Zeit.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>6.1.2025<\/p>\n<p>Manchmal ist es hilfreich, sich vom medialen Sprachgebrauch und der Tonlage im Netz zu l\u00f6sen, um (wieder) zu einem realistischeren Bild zu gelangen. Beispiel \u00d6sterreich derzeit. Da kann man leicht den Eindruck gewinnen, die braune Kickl-FP\u00d6 h\u00e4tte bei den letzten Wahlen nahezu die Mehrheit der Stimmen errungen. Tats\u00e4chlich aber waren es knapp 29%. Gewiss, das ist entsetzlich viel. Gleichwohl ist unser Nachbarland himmelweit davon entfernt, durch und durch braun zu sein. Denn fast eine Dreiviertelmehrheit (71%) der W\u00e4hlerschaft hat nicht f\u00fcr die FP\u00d6 votiert. Im Grunde ist aktuell nicht diese Partei das Problem, sondern es sind die demokratischen Parteien, weil sie sich nichtmal auf einen Minimalkonsens zum Regieren einigen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nehmen wir die Lage in Deutschland. In einigen Gegenden ist die braune AfD entsetzlich stark. Doch bundesweit kommt sie im Durchschnitt der j\u00fcngsten Sonntagsfragerunde aller Umfrageinstitute auf etwa 19,5%. Gewiss, auch das ist viel zu viel. Aber von einer schieren Mehrheitsf\u00e4higkeit der braunen Bande kann wahrlich keine Rede sein, denn 80 % der W\u00e4hlerschaft w\u00fcrden nicht f\u00fcr die Weidel\/H\u00f6ckes stimmen. Selbst wenn man AfD und BSW zusammenrechnen wollte, k\u00e4men die (nach dem Durchschnitt aller Umfrageinstitute) knapp auf ein Viertel der Stimmen. Auch hierzulande haben es also die demokratischen Parteien es in der Hand, die Braunen von der Bundesmacht fernzuhalten.<\/p>\n<p>Das sind derzeit die Fakten. Ja, die weitere Entwicklung ist unsicher und birgt mancherlei Gefahren f\u00fcr die Demokratie. Die H\u00e4nde in den Scho\u00df zu legen, w\u00e4re fatal. Doch solange keine der Mitteparteien der AfD die T\u00fcr zur Macht \u00f6ffnet, gilt bis auf Weiteres: Wenn die Braun-Blauen schreien &#8222;Wir sind das Volk&#8220; ist das nur Ausdruck eines feuchten Traums.<\/p>\n<hr \/>\n<p>5.1.2025<\/p>\n<p><em>&#8222;Herrjeh, wie peinlich. Da steht in deinem Text pl\u00f6tzlich ein ganz banales, allt\u00e4gliches Wort, das du \u00fcber die Jahrzehnte wohl schon tausendemal richtig geschrieben hast, falsch drin. Mit etwas Pech kommt es in dieser Form einer Menge Leute im Netz oder in irgendeinem Printmedium so vor die Augen. Das passiert mir, dem Vielschreiber und Sprachliebhaber zwar selten, aber es passiert immer mal wieder. Was jedesmal die Frage zur Folge hat: Wie nur kann dir sowas passieren? In diesem Fall war es das Wort \u201eMalerin\u201c, das mir als \u201eMahlerin\u201c aus der Tastatur geflossen war. (&#8230;)&#8220; <\/em>So beginnt mein kleiner Text <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2025\/01\/05\/truebwettergedanken-verflixte-rechtschreiberei\/\">&gt; Tr\u00fcbwettergedanken: Das Rechtschreib-Hirn hat sich verlaufen (hier ganz lesen)<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>3.1.2025<\/p>\n<p>So, die Normalit\u00e4t hat uns wieder, weshalb schlicht ein angenehmes Wochenende gew\u00fcnscht sei. Vorbei die Serie mit Feiertagen, Br\u00fcckentagen, Festivit\u00e4ten. Von heute an ganz gew\u00f6hnliche Wochenenden bis zum n\u00e4chsten Ausnahmezustand: Fastnacht\/Karneval. Wenn ich richtig orientiert bin, haben nur Bayern, Badener\/Schwoben und Sachsen-Anhaltiner am Montag noch dreik\u00f6nigs-frei.<\/p>\n<p>Erz\u00e4hlt sei den Ausw\u00e4rtigen noch von den beiden herausragenden Ereignissen, die gleich nach dem Jahreswechsel hierum f\u00fcr allerhand Aufregung sorgten. Da gab es unten am Rhein im Ort Engers einen Gro\u00dfbrand, dem die dortige alte Lokhalle zum Opfer fiel. An umliegenden H\u00e4usern schmolzen die Rolll\u00e4den, 50 Menschen mussten vor\u00fcbergehend evakuiert werden; einige Feuerwehrleute erlitten Verletzungen. Fatal: Das Geb\u00e4ude diente der \u00f6rtlichen Karnevalsgesellschaft als Wagenbauhalle, Lager f\u00fcr Veranstaltungsrequisiten, Treffpunkt. Nun sind alle Vorbereitungen und Utensilien f\u00fcr die anstehende Kampagne beim Teufel.<\/p>\n<p>Mit Unannehmlichkeiten ganz anderer Art startete der Oberwesterwald in den Neujahrstag: Fast 90.000 Menschen hatten vom 5 Uhr in der Nacht bis 13.30 Uhr am Mittag keinen Strom. K\u00fcche kalt, Arsch kalt, Krankenh\u00e4user und Pflegeheime im (sofern vorhanden) Notstrombetrieb. \/\/ Erfreuliche Seite an der Engerser wie an der oberwesterw\u00e4ldischen Kalamit\u00e4t: Lokale Solidarit\u00e4t und Nachbarschaftshilfe funktionieren prima. Den Karnevalisten in Engers springen Vereine, Firmen, Beh\u00f6rden der Umgebung zur Seite, damit sie bekommen, was sie brauchen, um doch noch eine halbwegs ordentliche Fastnacht mit Sitzung und Umzug hinzukriegen. Aus dem Oberwesterwald h\u00f6re ich von zahlreichen Gemeinschaftsfr\u00fchst\u00fccken, zu denen sich Nachbarn bei jenen zusammenfanden, die einen Holzofen oder Kamin haben (Kaffee wurde n\u00f6tigenfalls auf dem Grill vor dem Haus gekocht).<\/p>\n<hr \/>\n<p>2.1.2025<\/p>\n<p>Da fiel mir am zweiten Tag des neuen Jahres bei der Zeitungslekt\u00fcre <strong>ein reizendes Wort deutscher Zunge ins Auge: &#8222;br\u00e4sig&#8220;.<\/strong> Heutzutage begegnet es einem nur selten, in diesem Fall ist es aber sogar f\u00fcr die Haupt\u00fcberschrift einer der beiden Seite-1-Leitartikel der aktuellen &#8222;Zeit&#8220; benutzt. Was also hat es mit &#8222;br\u00e4sig&#8220; auf sich? F\u00fcr mich ist beim n\u00e4heren Ausleuchten des Wortes interessant, festzustellen: Ich kenne es, habe es aber, kaum je selbst benutzt. Wie wohl etiche tausend anderer Worte ist es in meinem passiven Wortschatz abgelegt, doch nie in den aktiven aufgenommen worden. Was schade ist und eigentlich unverst\u00e4ndlich, denn br\u00e4sig geh\u00f6rt zu jenen sch\u00f6nen Worten, deren Bedeutung sich in der Lautsprache spiegelt: br\u00e4s (alles weich und breit und schwammig und langsam).<\/p>\n<p>Doch bin ich ein misstrauischer Mensch und mochte deshalb pr\u00fcfen, ob der Sinn, den mein Hinterkopf dem Wort zuspricht, \u00fcberhaupt stimmt. W\u00e4re nicht das erste Mal, dass sich f\u00fcr einen selten gebrauchten altehrw\u00fcrdigen Begriff \u00fcber die Jahrzehnte eine teils oder ganz falsche Bedeutungszuweisung ins Sprachged\u00e4chtnis eingeschlichen hat. Bevor ich also zum Duden griff, vorweg die Selbstpr\u00fcfung: Was verstehst du unter &#8222;br\u00e4sig&#8220;. Auf dem Notizzettel landete: Geistig\/gedanklich langsam, tr\u00e4ge, phlegmatisch, unentschlossen. Dann der Griff zu den Lexika. Und siehe, ich liege tendenziell zwar richtig, habe aber nicht die ganze Spannbreite und Bedeutungstiefe des Begriffs intus. Der einfache Duden beschr\u00e4nkt sich auf &#8222;dickfellig&#8220;. Andere Nachschlagwerke (print und online) f\u00fchren weiters an: abgestumpft, gleichg\u00fcltig, schwerf\u00e4llig, gef\u00fchlskalt, schwunglos, verstaubt, altv\u00e4terlich, unflexibel &#8230;.<\/p>\n<p>&#8222;Was treibst du denn da?&#8220; werde ich gefragt. Nun, was Liebhaber eben so treiben: Scheinbar v\u00f6llig Sinnloses, das freilich gro\u00dfe Freude macht &#8211; hier dem Sprachliebhaber.<\/p>\n<hr \/><hr \/>\n<p>31.12.2024<\/p>\n<p>Jetzt muss ich doch nochmal die Kiste hochfahren, um unbedingt einen TV-Tipp loszuwerden, genauer: einen Mediathek-Tipp. Am gestrigen 30.12.24 war ich nach Urban Priols famosem \u201eTilt 2024\u201c auf 3SAT an einem weiteren Kabarettst\u00fcck h\u00e4ngengeblieben, das mich so tief beeindruckt hat, wie sonst keines im jetzt auslaufenden Jahr: 45 Minuten aus <a class=\"wpel-icon-right\" href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/tv-programm\/6738e155d8190b1774055486\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow external noopener noreferrer\" data-wpel-link=\"external\">&gt; <strong>Max Uthoffs Programm \u201eAlles im Wunderland\u201c<\/strong>.<\/a> Ein geniales Satire-Teil, intelligent, analytisch, frech, humorig, teils zynisch und auch gallenbitter. Uthoff teilt nach allen Seiten aus; nimmt eingefahrene, aber absurde Selbstverst\u00e4ndlichkeiten ins Visier; legt Finger in Wunden, die wir schon gar nicht mehr wahrnehmen; st\u00f6\u00dft Nachdenken an auch und gerade dort, wo man ihm nicht zustimmen m\u00f6chte. Schaut\u2019s euch an, solange es noch in der Mediathek steht.<\/p>\n<hr \/>\n<p>30.12.2024<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/quergedanken_logo_0.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-51\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/quergedanken_logo_0.jpg\" alt=\"quergedanken_logo\" width=\"150\" height=\"167\" \/><\/a>\u00a0Ich darf mich jetzt f\u00fcr dieses Jahr verabschieden und allseits einen guten Rutsch ins n\u00e4chste w\u00fcnschen. Als Dreingabe zum Jahreswechsel hier die <strong>234. Folge meiner Monatskolumne \u201eQuergedanken\u201c<\/strong> unter der \u00dcberschrift <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2024\/12\/30\/2025-wirds-etwas-besser-oder-noch-schlimmer\/\" data-wpel-link=\"internal\">&gt;\u201c2025: Wird\u2019s etwas besser oder noch schlimmer?\u201c<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>29.12.2024<\/p>\n<p>Obacht all\u00fcberall! Der derzeit fetteste Geldsack auf Erden ist nicht nur auf \u00f6konomischen Profit scharf. Er greift auch nach poltischer Macht und geistigem Einfluss. Ziel: Die Menschenwelt nach seinen \u2013 kruden \u2013 Vorstellungen umbauen. Und er hat Helfer, darunter Trump, D\u00f6pfner, die AfD \u2026<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/archiv_inhaltlich\/kolumnen\/guten-tag-allerseits\/\" data-wpel-link=\"internal\">Guten Tag allerseits in den Vormonaten<\/a><\/p>\n<hr \/>\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>3.2.2025 Folgenderma\u00dfen beginnt meine eben bei der Rhein-Zeitung online ver\u00f6ffentlichte Kritik der j\u00fcngsten Produktion am Theater Koblenz:\u201eDer Sturm\u201c, eines der allerletzten St\u00fccke aus der wunderbar produktiven Feder William Shakespeares, kam jetzt auf die B\u00fchne des Koblenzer Theaterzeltes. 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