{"id":5276,"date":"2024-12-31T12:21:18","date_gmt":"2024-12-31T11:21:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/?p=5276"},"modified":"2024-12-31T12:21:20","modified_gmt":"2024-12-31T11:21:20","slug":"guten-tag-allerseits-im-dezember-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2024\/12\/31\/guten-tag-allerseits-im-dezember-2024\/","title":{"rendered":"Guten Tag allerseits im Dezember 2024"},"content":{"rendered":"<hr \/>\n<p>31.12.2024<\/p>\n<p>Jetzt muss ich doch nochmal die Kiste hochfahren, um unbedingt einen TV-Tipp loszuwerden, genauer: einen Mediathek-Tipp. Am gestrigen 30.12.24 war ich nach Urban Priols famosem &#8222;Tilt 2024&#8220; auf 3SAT an einem weiteren Kabarettst\u00fcck h\u00e4ngengeblieben, das mich so tief beeindruckt hat, wie sonst keines im jetzt auslaufenden Jahr: 45 Minuten aus <a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/tv-programm\/6738e155d8190b1774055486\">&gt; <strong>Max Uthoffs Programm &#8222;Alles im Wunderland&#8220;<\/strong>.<\/a> Ein geniales Satire-Teil, intelligent, analytisch, frech, humorig, teils zynisch und auch gallenbitter. Uthoff teilt nach allen Seiten aus; nimmt eingefahrene, aber absurde Selbstverst\u00e4ndlichkeiten ins Visier; legt Finger in Wunden, die wir schon gar nicht mehr wahrnehmen; st\u00f6\u00dft Nachdenken an auch und gerade dort, wo man ihm nicht zustimmen m\u00f6chte. Schaut&#8217;s euch an, solange es noch in der Mediathek steht.<\/p>\n<hr \/>\n<p>30.12.2024<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/quergedanken_logo_0.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-51\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/quergedanken_logo_0.jpg\" alt=\"quergedanken_logo\" width=\"150\" height=\"167\" \/><\/a>\u00a0Ich darf mich jetzt f\u00fcr dieses Jahr verabschieden und allseits einen guten Rutsch ins n\u00e4chste w\u00fcnschen. Als Dreingabe zum Jahreswechsel hier die <strong>234. Folge meiner Monatskolumne &#8222;Quergedanken&#8220;<\/strong> unter der \u00dcberschrift <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2024\/12\/30\/2025-wirds-etwas-besser-oder-noch-schlimmer\/\">&gt;&#8220;2025: Wird&#8217;s etwas besser oder noch schlimmer?&#8220;<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>29.12.2024<\/p>\n<p>Obacht all\u00fcberall! Der derzeit fetteste Geldsack auf Erden ist nicht nur auf \u00f6konomischen Profit scharf. Er greift auch nach poltischer Macht und geistigem Einfluss. Ziel: Die Menschenwelt nach seinen &#8211; kruden &#8211; Vorstellungen umbauen. Und er hat Helfer, darunter Trump, D\u00f6pfner, die AfD &#8230;<\/p>\n<hr \/>\n<p>29.12.2024<\/p>\n<p>Habe nun, ach! Das Fernsehprogramm \/ durchaus studiert, mit hei\u00dfem Bem\u00fchn. \/ Da steh ich nun, ich armer Tor! \/ Und bin so klug als wie zuvor. \/ Denn nicht zu finden ward \/ des <strong>Priols Jahresendlamento.<\/strong> \/ Das gro\u00dfe, unartige &#8222;Tilt&#8220;, grantelnd tr\u00f6stlich alle Jahre.<\/p>\n<p><strong>Nachtrag<\/strong>. Dank Freundeshinweisen ist nun klar: Urban Priols satirische Jahressuada l\u00e4uft am morgigen Montag (30.12.24) ab 20.15 Uhr auf 3sat. Anschauen sei hiermit empfohlen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>28.12.2024<\/p>\n<p>Zwischen den Jahren. Das alte zuckt noch ein bisschen, das neue scharrt ungeduldig mit den Hufen. Zeitliches Niemandsland. F\u00fcr mich hie\u00df das von 1999 bis 2022 gedankenschweres Dasein in Klausur: Ich sa\u00df dann ab Mittag des zweiten Weihnachtsfeiertages am Schreibtisch, um mein allj\u00e4hrliches, zuvor \u00fcber Wochen herangereiftes, Neujahrsessay f\u00fcr die Rhein-Zeitung bis zum 30.12. fertig zu kriegen. Diese Tradition wurde just zu der Zeit begr\u00fcndet, als die Regionalbl\u00e4tter sich allesamt auf Textk\u00fcrze trimmten. Weshalb es anfangs bei einigen Redaktionskollegen\/innen nach Erscheinen des Essays jeweils am ersten Werktag des neuen Jahres Gemurre gab nach der Manier: &#8222;Sch\u00f6ner Beitrag, aber muss er denn so lang sein.&#8220; Reaktion meinerseits: Muss er. Und die Resonanz auf das Neujahrsessay war alle Jahre betr\u00e4chtlich.<\/p>\n<p>400 + X Zeilen, inklusive Bildmotiv also eine ganze Zeitungsseite, das war schon \u00e4u\u00dferlich ungew\u00f6hnlich damals. Auch Thematik und Herangehensweise geh\u00f6rten nicht zum Standard regionaler Tageszeitungen: Ein in vielen K\u00f6pfen rumorendes, den Geist der Zeit besch\u00e4ftigendes bis ersch\u00fctterndes oder aber zu unrecht vernachl\u00e4ssigtes resp. verdr\u00e4ngtes \u00fcberregionales bis globales Gro\u00dfthema von etlichen Seiten zu betrachten und in freiem Gedankenspiel durchzudeklinieren. Die L\u00e4nge ist heute, Gott sei Dank, nicht mehr ungew\u00f6hnlich und das essayistische Format wird inzwischen von etlichen Regionalzeitungen hin und wieder benutzt. <br \/>Meine Neujahrsessays &#8211; f\u00fcr mich jeweils der wichtigste Text im Jahr &#8211; sind nun Geschichte, obgleich alle noch vorhanden und die Themen meist keineswegs perdu. Wer mal reinlesen m\u00f6chte, findet sie (und noch ein paar andere &#8222;Pecht&#8217;sche Denkst\u00fccke&#8220;, wie sie in der Redaktion genannt wurden) hier frei zug\u00e4nglich. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/archiv_inhaltlich\/kolumnen\/essays\/\">&gt; Essays seit 1999<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>21.12.2024<\/p>\n<p>Eigentlich hatte ich am gestrigen Freitag in den weihnachtlichen Offline-Status gehen und nur noch Ruhe genie\u00dfen wollen. Doch dann kam die furchtbare Nachricht aus Magdeburg, hat das Gem\u00fct erf\u00fcllt mit Entsetzen, Trauer, Mitgef\u00fchl f\u00fcr Betroffene und Angeh\u00f6rige, aber auch mit Zorn. Inzwischen melden die Beh\u00f6rden f\u00fcnf Tote und mehr als 200 Verletzte.<\/p>\n<p>Zorn? Ja, wegen leichtfertiger Schnell(ver)urteiler, die schon nach Minuten lauthals alles wussten, obwohl noch gar keine handfesten Infos zu haben waren. Mehr noch Zorn auf rechtsextremistische Hetzer, die schon nach wenigen Minuten begannen, das Netz mit gezielten Falschinformationen zu fluten, wonach es sich in Magdeburg um den islamistischen Anschlag eines (syrischen) Fl\u00fcchtlings handle.<\/p>\n<p>Deshalb seien hier die wesentlichen, bisher bekannten und weitgehend gesicherten Tatsachen \u00fcber den T\u00e4ter zusammengefasst: Der Mann stammt aus Saudi-Arabien; er ist 50 Jahre alt; kam im Rahmen einer Facharztausbildung 2006 nach Deutschland; lebt und arbeitet seither hier; war zuletzt als Arzt (Psychologie) in einer Fachklinik in Bernburg (Sachsen-Anhalt) besch\u00e4ftigt. Er hat ein Daueraufenthaltsrecht in Deutschland (politisches Asyl), weil er sich nach eigenen Angaben vom Islam losgesagt habe, Atheist sei und bef\u00fcrchte, in Saudi-Arabien verfolgt zu werden.<\/p>\n<p>Nach aktuellen Recherchen mehrere Pressemedien ist der Mann auf seinen Netzwerk-Profilen und in Interviews als immer rabiaterer Warner vor dem Islamismus aufgetreten. Er sprach schlie\u00dflich davon, der deutsche Staat sei islamistisch unterwandert und Angela Merkel geh\u00f6re lebensl\u00e4nglich ins Gef\u00e4ngnis f\u00fcr ihre islamfreundliche Fl\u00fcchtlingspolitik. Seit mehreren Jahren sympathisiert er mit der AfD und hat zu deren Wahl aufgerufen. Laut einem, bislang unbest\u00e4tigten, Bericht der &#8222;Bild&#8220; soll er zum Tatzeitpunkt unter Drogen gestanden haben.<\/p>\n<p>Soweit die Fakten. Wie sich das alles zusammenreimt &#8211; ob pathologischer Wahnsinn, Horrortripp oder irrwitzige Politradikalisierung, dar\u00fcber mag ich nicht spekulieren. (Stand: Samstag 21.12.2024, 13 Uhr)<\/p>\n<hr \/>\n<p>20.12.2024<\/p>\n<p>So. Letztes Wochenende vor den Feiertagen, vorletztes im alten Jahr. Gibt es noch was zu sagen? Noch was zu erledigen? Alles &#8211; nichts. <strong>Behaltet die Nerven und gehabt euch wohl.<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>15.12.2024<\/p>\n<p>*schmunzel* Mit dem gro\u00dfem Interesse des Betroffenen habe ich in der j\u00fcngsten Ausgabe der &#8222;Zeit&#8220; einen opulenten Artikel unter der \u00dcberschrift &#8222;Was wollte ich gerade nochmal machen?&#8220; gelesen. Francesco Giammarcos Text handelt von allt\u00e4glicher Zerstreutheit und Vergesslichkeit auch bei geistig gesunden Menschen. Res\u00fcmee: Ich kann nix daf\u00fcr, bin nicht schuld und \u00fcberhaupt ist das alles normal. Nach der Lekt\u00fcre ist mir nun klar, warum ich \u00f6fter in den Keller oder sonstwohin gehe, wenn ich aber angekommen bin nicht mehr wei\u00df, was ich dort wollte. Oder warum mir bisweilen die Namen der Nachbarskinder entfallen. Oder weshalb mir beim Einkaufen nachher just jene Produkte fehlen, die Madame mir eigens ans Herz gelegt hatte, w\u00e4hrend ich die Fr\u00fchst\u00fcckzeitung las &#8230;. Warum also? U.a. weil diese wunderbare Maschine namens Gehirn schon jede Menge allein damit zu tun hat, zu entscheiden, welche gehabten Erlebnisse und welche Vorhaben f\u00fcr die n\u00e4chste Zukunft so bedeutsam sind, dass sie zu jenen 3 Prozent (sic!) kommen, die das Hirn im Ged\u00e4chtnis verankert. 3 Prozent nur &#8211; alles andere (97%) wird einfach entsorgt, vergessen, begraben oder in gew\u00f6hnlich unerreichbaren Tiefenschichten abgelagert. Jetzt wundert mich nix mehr. \ud83d\ude0e\ud83e\udd29<\/p>\n<hr \/>\n<p>12.12.2024<\/p>\n<p>Vorweg sei allseits ein angenehmes Wochenende gew\u00fcnscht.<\/p>\n<p>Am gestrigen Donnerstag (12.12.24) hatte ich einen Mainz-Tag, der mich u.a. nachmittags zu einem kleinen Staatsakt im Stammhaus der Villa Musica f\u00fchrte, am fr\u00fchen Abend zu einem Traditionstreffen mit Mainzer Freunden auf dem dortigen Weihnachtsmarkt.<\/p>\n<p>Zwar sind und waren Offizialakte nie mein Ding. An manchen kam man als Kulturjournalist von Berufs wegen nicht vorbei, nur zu wenigen zog es mich von Herzen hin. So im Falle des gestrigen: Barbara Harnischfeger erhielt aus der Hand von Katharina Binz ( RLP-Ministerin f\u00fcr Kultur und manches mehr) die Peter-Cornelius-Plakette des Landes Rheinland-Pfalz f\u00fcr ihr ehrenamtliches Engagement als Vorsitzende der Vereins Freunde der Villa Musica und \u00fcberhaupt ihre langj\u00e4hrige T\u00e4tigkeit auf dem Gebiet der F\u00f6rderung und Pflege von Musik und Musikleben in RLP auch als Leiterin des SWR-Studios Koblenz. Dazu an dieser Stelle nochmal herzlichen Gl\u00fcckwunsch. (Foto 1: Barbara mit ihrem Vorstandskollegen Pascal Badziong).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/470053153_9303528579666324_5313675532609757338_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5288\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/470053153_9303528579666324_5313675532609757338_n-360x480.jpg\" alt=\"\" width=\"360\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/470053153_9303528579666324_5313675532609757338_n-360x480.jpg 360w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/470053153_9303528579666324_5313675532609757338_n-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/470053153_9303528579666324_5313675532609757338_n-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/470053153_9303528579666324_5313675532609757338_n.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 360px) 100vw, 360px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mit Barbara Harnischfeger verbindet mich eine mehr als 35-j\u00e4hrige Beziehung wechselseitiger kollegialer, sp\u00e4ter auch freundschaftlicher Wertsch\u00e4tzung. Weshalb es mir eine Freude war, an dieser Preisverleihung teilzunehmen. Dazu kam das Wiedersehen mit einer F\u00fclle von inzwischen \u00fcberwiegend verrenteten\/pensionierten Leuten, mit denen ich w\u00e4hrend meiner Berufsjahrzehnte im Segment klassische Musik regelm\u00e4\u00dfig, h\u00e4ufig, bisweilen als Kritiker naturgem\u00e4\u00df auch strittig zu tun hatte. Weshalb die Veranstaltung auch bald zum vergn\u00fcgten Veteranen-Treff wurde. (Rechtes Foto: v.l. Hermann Lewen, Gr\u00fcnder und langj\u00e4hriger Intendant der Moselfestwochen; J\u00fcrgen Hardeck, amtierender Kulturstaatssekret\u00e4r RLP, vordem Leiter Kultursommer RLP, vordem Kulturreferent Hachenburg; meinereiner im gro\u00dfen Dienstoutfit; Alfons Moritz, 2. Vorsitzender Freunde der Villa Musica, vordem Musikreferent der Landesregierung RLP).<\/p>\n<figure id=\"attachment_5289\" aria-describedby=\"caption-attachment-5289\" style=\"width: 480px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/470237518_8784587788243139_5638468258809197089_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-5289\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/470237518_8784587788243139_5638468258809197089_n-480x360.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/470237518_8784587788243139_5638468258809197089_n-480x360.jpg 480w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/470237518_8784587788243139_5638468258809197089_n-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/470237518_8784587788243139_5638468258809197089_n-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/470237518_8784587788243139_5638468258809197089_n-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/470237518_8784587788243139_5638468258809197089_n.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-5289\" class=\"wp-caption-text\">Veteranentreff Villa Musica bei Cornelius-Verleihung an Harnischfeger 2024. V.l.: Lewen, Hardeck, Pecht, Moritz<\/figcaption><\/figure>\n<hr \/>\n<p>10.12.2024<\/p>\n<p>Rubrik: Aus dem Supermarkt.<br \/>So in der Adventszeit oder auch um Ostern werde ich bisweilen ein leichtfertiges S\u00fcnderlein und g\u00f6nne mir beim Einkauf im Vorbeigehen ein Schokol\u00e4dchen aus konventioneller Produktion. Vorzugsweise in Form der jeweiligen Festfigur, also im Advent ein Nikol\u00e4uschen, zu Ostern dann ein H\u00e4schen, allemal so klein, dass man sie auf dem Weg von der Supertmarktkasse zum Auto verputzt hat. Gew\u00f6hnlich mache ich dabei einen Bogen um die (m.E. ungenie\u00dfbaren) Lila-Berge und greife zu Lindt-Schoki, Version &#8222;Vollmilch&#8220; pur.<\/p>\n<p>Heute nun war just Letztere ausverkauft. Im Lindt-Adventsregal nur noch Wei\u00dfe mit Krisp, Krasp, Krusp und derlei Ged\u00f6hns. Mag ich nicht, will ich nicht. Gegen\u00fcber milkaisches Lila noch zu Hauf; aber wie gesagt&#8230; Daneben allerdings ein neuer St\u00e4nder mit Palletten von Schoko-Nikol\u00e4usen diverser Gr\u00f6\u00dfe von Duplo und Ferrero in jeder Menge Versionen mit allerhand Ged\u00f6hns drauf, dran, drin, aber auch pur als Vollmilch, Halbbitter, Wei\u00dfe. Nikol\u00e4use von diesen Herstellern hatte ich noch nie wahrgenommen. Weil kein Lindt mehr da, kaufte ich mir versuchsweise die allerkleinste Vollmilch-Ausgabe von Duplo.<\/p>\n<p>Das End vom Lied: Von der Kasse zum Auto machte ich einen Umweg zum Au\u00dfenm\u00fclleimer &#8211; spuckte hinein, was ich im Maul hatte und warf den Rest hinterher, den ich noch in der Hand hielt. Kinners ne, so was Gruseliges ist mir schon lange nicht mehr auf die Geschmacksnerven gebatscht. Schon die Lindt war \u00fcber die Jahre leider immer noch s\u00fc\u00dfer geworden, aber dieses Duplo-Ding haut dem Fass den Boden aus. Zunge und Gaumen vermuten: 60 % Zucker, 39,9 % billiges Fett, 0,1 % Schokofarbstoff und Geschmacksverst\u00e4rker oder sowas.<\/p>\n<hr \/>\n<p>9.12.2024<\/p>\n<p>Krawumm!! Das ist ein arges Ding: Da f\u00e4hrt am gestrigen Sonntag (8.12.24) ein Frachtschiff ungebremst in die Schleusenkammer der Mosel-Schleuse bei M\u00fcden (oberhalb Koblenz), rammt wuchtig die beiden unteren Tore, rei\u00dft sie aus der Verankerung. Menschen kamen wohl nicht zu Schaden, aber vorerst ist <strong>Schluss mit der Schifffahrt auf Mosella<\/strong>. Und das m\u00f6glichweise bis in den M\u00e4rz, denn so lange k\u00f6nnten die Reperaturen dauern, hei\u00dft es. Bl\u00f6derweise geh\u00f6rt M\u00fcden zu den zehn Moselschleusen, die nur \u00fcber eine Kammer verf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Nur Stunden nach dem Unfall stauen sich bis nach Frankreich und in die Saar bereits mehr als 70 Schiffe, denen nun die Abfahrt in den Rhein versperrt ist. So wird einem pl\u00f6tzlich (wieder) bewusst, dass das immer so ruhig und beschaulich wirkende Gew\u00e4sser doch auch eine der wichtigsten Wasserstra\u00dfen in Deutschland darstellt, die den Rhein mit dem Saarland und Frankreich verbindet. Der gesamtwirtschaftliche Schaden einer monatelangen Stilllegung dieser Verbindung ist ungewiss, d\u00fcrfte aber betr\u00e4chtlich sein. Die betroffenen Binnenschiffer sind zu bedauern.<\/p>\n<hr \/>\n<p>8.12.2024<\/p>\n<p><strong>Die Assad-Diktatur ist weg.<\/strong> Gut so, endlich. Doch was kommt nun? Das l\u00e4sst sich seri\u00f6s heute (8.12.2024) nicht sagen. Eines indes scheint sicher: Es wird kompliziert. Vorerst bin ich in gro\u00dfer Sorge um die kurdischen Selbstverwaltungsgebiete und die vielen Menschen, die dort leben resp. Schutz gesucht haben.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens (weil man im Netz jetzt st\u00e4ndig dar\u00fcber f\u00e4llt): Heute, einen Tag nach dem Zusammenbruch der Assad-Diktatur, hierzulande die Frage nach der R\u00fcckkehr der syrischen Fl\u00fcchtlinge als das wichtigste Diskussionthema zu behandeln, ist v\u00f6llig absurd. Niemand wei\u00df, wie sich in den n\u00e4chsten Tagen und Wochen die Lage in Syrien entwickeln wird. Jeder vern\u00fcnftige Mensch w\u00fcrde in vergleichbarer Situation erstmal abwarten, ob die Lage sich stabilisiert oder ein neues Pulverfass explodiert &#8211; mag ihn auch das Heimweh noch so sehr plagen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>6.12.2024<\/p>\n<p>Padautz! Die <strong>Pr\u00e4sidentschaftswahl in Rum\u00e4nien<\/strong> muss vollst\u00e4ndig wiederholt werden. Das hat das Oberste Gericht des Landes entschieden. Rum\u00e4nien sei bei der Wahl Ziel eines &#8222;aggressiven russischen hybriden Angriffs&#8220; geworden. Das Oberste Gericht in Rum\u00e4nien hat die Stichwahl ums Pr\u00e4sidentenamt am Sonntag abgesagt. Die Ergebnisse der ersten Runde seien ung\u00fcltig, teilten die Richter mit.<\/p>\n<hr \/>\n<p>5.12.2024<\/p>\n<p>Ein ganz Gro\u00dfer der B\u00fchnenkunst, <strong>Milan Sl\u00e1dek<\/strong> ist jetzt im Alter von 86 Jahren <strong>gestorben<\/strong>. Der geb\u00fcrtige Slowake galt als einer der bedeutendsten Pantomimen-K\u00fcnstler Europas. Als Regisseur, Autor, Theaterinnovator leistete er Bahnbrechendes, verkn\u00fcpfte etwa klassisches Theaterspiel mit Puppentheater, Schwarzem Theater und Pantomime. Sl\u00e1dek lebte viele Jahre in K\u00f6ln, gr\u00fcndete und betrieb dort auch ein nach seiner eigenen Kunstfigur Kefka benanntes Theater. RiP<\/p>\n<hr \/>\n<p>4.12.2024<\/p>\n<p>Ampel-Chaos? Holla, das k\u00f6nnen andere offenbar noch besser.<br \/>Da verh\u00e4ngt in <strong>S\u00fcdkorea<\/strong> der Pr\u00e4sident so mir nichts dir nichts einfach mal das Kriegsrecht, weil das Parlament ihm die Gefolgschaft verweigert. Zuviel des \u00dcbermuts wird ihm jetzt wohl den Kopf (das Amt) kosten. Da schickt das <strong>franz\u00f6sische Parlament<\/strong> soeben die neue Regierung der Republik nach nur drei Monaten Amtszeit in die W\u00fcste. Nun schaut die Grande Nation erstmal betr\u00f6ppelt aus der W\u00e4sche. Demokratie ist wirklich nichts f\u00fcr schwache Nerven.<\/p>\n<hr \/>\n<p>3.12.2024<\/p>\n<p>Manchmal machen mich eher randst\u00e4ndige Zeitgeist-Ph\u00e4nomene doch neugierig. So dieser Tage die Entwicklung hin zu immer mehr Weihnachtsm\u00e4rkten hierzulande. Vor f\u00fcnf Jahren war noch die Rede von bundesweit \u201egut 2000\u201c solcher M\u00e4rkte. Inzwischen d\u00fcrften es deutlich mehr sein, denn der Blick in Regionalzeitungen und ein Streifzug durchs Netz erhellt: Sie finden nicht nur in den Traditionsorten und St\u00e4dten statt, sondern haben sich \u2013 von Vereinen oder gar Privatleuten veranstaltet \u2013 mittlerweile bis in die D\u00f6rfer ausgebreitet. (\u2026) <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2024\/12\/03\/boom-der-weihnachtsmaerkte-so-viele-gab-es-noch-nie\/\" data-wpel-link=\"internal\">&gt; Ganzen Text lesen: \u201eBoom der Weihnachtsm\u00e4rkte: So viele gab es noch nie<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>30.11.2024<\/p>\n<p>Es ist ein Trauerspiel, mitanzusehen, wie die letzte Generation des reinen Wirtschaftsliberalismus\u2018 das Erbe jenes politischen <strong>Liberalismus\u2018<\/strong> zu Schanden reitet, der mehr als 200 Jahre zum Grundbestand des demokratisch orientierten Geisteslebens in deutschen Landen geh\u00f6rt hat.<\/p>\n<hr \/>\n<p>29.11.2024<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/quergedanken-logo.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-875\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/quergedanken-logo.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"167\" \/><\/a>\u00a0W\u00e4hrend in den Einkaufsparadiesen der Schwarze Freitag hierzulande rumort, in den USA tobt, stellen ruhigere Zeitgenossen\/innen ihre Adventskr\u00e4nze auf, um an diesem Wochenende das erste Kerzlein anzuz\u00fcnden. Heute und morgen wird, sobald die Fr\u00fchnebel weggebrannt sind, weithin die Sonne scheinen \u2013 goldiges Wetter zum Spaziergehen oder B\u00e4umeschneiden. Zu diesem oder jenem und\/oder sogar einem Anfall von Fr\u00fchlingsgef\u00fchl sei allseits viel Freude gew\u00fcnscht.<\/p>\n<p>Letzter Freitag im Monat hei\u00dft auch: Meine Monatskolumne \u201eQuergedanken\u201c ist erschienen ( sie Link, freier Lesetext). Die Folge 233 erhebt gegen\u00fcber den Politparteien und Wahlk\u00e4mpfern die Forderung: Gebt Ruhe \u00fcber die Feiertage! Waffenstillstand! St\u00f6rt nicht! <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2024\/11\/29\/nun-feiert-ein-fest-des-friedens-der-liebe-und-stille-quergedanken\/\" data-wpel-link=\"internal\">&gt; Nun feiert ein Fest des Friedens, der Liebe und Stille<\/a><\/p>\n<hr \/>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/archiv_inhaltlich\/kolumnen\/guten-tag-allerseits\/\">Guten Tag allerseits in den Vormonaten<\/a><\/p>\n\n\n<hr \/>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>31.12.2024 Jetzt muss ich doch nochmal die Kiste hochfahren, um unbedingt einen TV-Tipp loszuwerden, genauer: einen Mediathek-Tipp. Am gestrigen 30.12.24 war ich nach Urban Priols famosem &#8222;Tilt 2024&#8220; auf 3SAT an einem weiteren Kabarettst\u00fcck h\u00e4ngengeblieben, das mich so tief beeindruckt hat, wie sonst keines im jetzt auslaufenden Jahr: 45 Minuten aus &gt; Max Uthoffs Programm [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[286,294],"tags":[9,12],"archiv":[338,350],"archiv_inhaltlich":[259,258],"class_list":["post-5276","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-guten-tag-allerseits","category-kolumnen","tag-freier-lesetext","tag-freier-text","archiv-338","archiv-2024-12","archiv_inhaltlich-guten-tag-allerseits","archiv_inhaltlich-kolumnen"],"acf":{"bild":"","anhang":""},"wps_subtitle":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5276","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5276"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5276\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5327,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5276\/revisions\/5327"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5276"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5276"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5276"},{"taxonomy":"archiv","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/archiv?post=5276"},{"taxonomy":"archiv_inhaltlich","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/archiv_inhaltlich?post=5276"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}