{"id":5272,"date":"2024-12-03T16:55:05","date_gmt":"2024-12-03T15:55:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/?p=5272"},"modified":"2024-12-03T16:55:07","modified_gmt":"2024-12-03T15:55:07","slug":"boom-der-weihnachtsmaerkte-so-viele-gab-es-noch-nie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2024\/12\/03\/boom-der-weihnachtsmaerkte-so-viele-gab-es-noch-nie\/","title":{"rendered":"Boom der Weihnachtsm\u00e4rkte: So viele gab es noch nie"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>ape.<\/strong> <\/em>Manchmal machen mich eher randst\u00e4ndige Zeitgeist-Ph\u00e4nomene doch neugierig. So dieser Tage die Entwicklung hin zu immer mehr Weihnachtsm\u00e4rkten hierzulande. Vor f\u00fcnf Jahren war noch die Rede von bundesweit &#8222;gut 2000&#8220; solcher M\u00e4rkte. Inzwischen d\u00fcrften es deutlich mehr sein, denn der Blick in Regionalzeitungen und ein Streifzug durchs Netz erhellt: Sie finden nicht nur in den Traditionsorten und St\u00e4dten statt, sondern haben sich &#8211; von Vereinen oder gar Privatleuten veranstaltet &#8211; mittlerweile bis in die D\u00f6rfer ausgebreitet. Oft dauern sie da nur ein Wochenende oder auch nur einen Nachmittag\/Abend, f\u00fchren Dorfgemeinschaften zu mehr oder minder stimmungsvollem Umtrunk und Plausch zusammen.<\/p>\n<p>Nicht, dass ich was dagegen h\u00e4tte. Ich betrachte nur interessiert das Ph\u00e4nomen des Weihnachtsmarktbooms. Der hat in den meisten D\u00f6rfern, aber auch in sehr vielen kleinen und gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten gar keine Traditionsbasis. Die M\u00e4rkte sind oftmals Neueinrichtungen, keine zehn Jahre alt, viele in den vergangenen zwei, drei Jahren oder jetzt erst entstanden. Wie \u00fcberhaupt bei genauerem Besehen feststellbar ist, dass das Gros der Weihnachtsm\u00e4rkte, selbst in gro\u00dfen St\u00e4dten, recht jung ist, erst seit den letzten zwei, drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts aufgetaucht.<\/p>\n<p>Echte Traditions-Weihnachtsm\u00e4rkte mit 100, 200, 300 oder mehr Jahren auf dem Buckel gibt es in Deutschland gar nicht so viele. Ein paar Dutzend nur. Und die Mehrzahl davon kam urspr\u00fcnglich nicht als Weihnachtsmarkt zur Welt, sondern als letzter Versorgungsmarkt im Jahreszyklus &#8211; bevor Eis und Schnee die Wege von den Bauernh\u00f6fen in die Marktflecken\/St\u00e4dte gar zu beschwerlich machten. Erst allm\u00e4hlich verwandelten sich die meisten historischen Fr\u00fchwinterm\u00e4rkte in Weihnachtsm\u00e4rkte.<\/p>\n<p>Was nun die Bezeichnung dieser M\u00e4rkte angeht, so beschr\u00e4nkt sie sich bei den ganz alten wie bei den neuen oft nicht auf &#8222;XY-Ort Weihnachtsmarkt&#8220;. Man kann beim Bl\u00e4ttern oder Scrollen sogar den Eindruck gewinnen, &#8222;Weihnachtsmarkt&#8220; sei blo\u00df ein \u00fcbergeordneter Gattungsbegriff, w\u00e4hrend sich die \u00f6rtlichen Bezeichnungen in fast grenzenloser Vielfalt ergehen, mal auf heimische Besonderheiten abhebend, mal reine Fantasieprodukte. Ein paar Beispiele: Pfefferkuchenmarkt, Strietzelmarkt, H\u00fcttenzauber, Adventsmarkt\/-zauber, Christkindlmarkt, Nikolausmarkt, Lichtermarkt\/-zauber, Knuspermarkt, Sternenzauber, Winterzauber, Kugelmarkt &#8230;<\/p>\n<p>Bleibt die Frage: Woher und warum der aktuelle Weihnachtsmarkt-Boom. Da lie\u00dfe sich gewiss manche These fomulieren.<\/p>\n<p><em>Andreas Pecht<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ape. Manchmal machen mich eher randst\u00e4ndige Zeitgeist-Ph\u00e4nomene doch neugierig. So dieser Tage die Entwicklung hin zu immer mehr Weihnachtsm\u00e4rkten hierzulande. 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