{"id":511,"date":"2008-01-25T23:00:00","date_gmt":"2008-01-25T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2008\/01\/25\/und-ein-letztes-glas-im-stehn\/"},"modified":"2022-03-15T16:24:22","modified_gmt":"2022-03-15T15:24:22","slug":"und-ein-letztes-glas-im-stehn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2008\/01\/25\/und-ein-letztes-glas-im-stehn\/","title":{"rendered":"&#8230; und ein letztes Glas im Steh&#8217;n"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"http:\/\/pecht.koblenz-net.de\/D7\/sites\/default\/files\/styles\/thumbnail\/public\/quergedanken_logo.jpg?itok=hEG8jpXv\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-47\" alt=\"\" class=\"image-thumbnail\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/quergedanken_logo_0.jpg\" style=\"float:left; height:100px; margin:5px; width:90px\" width=\"90\" height=\"100\" \/> <\/a><\/p>\n<p>Was eine Aufregung! Die heimische Politik versorgt die B\u00fcttenredner am Mittelrhein noch geschwind mit Munition. \u201eDer Walter tut frohlocken \/ am Zentralplatz fliegen die Brocken\u201c \u2013 t\u00e4fft\u00e4\u00e4h, t\u00e4fft\u00e4\u00e4h. Das w\u00e4r\u2019 doch was f\u00fcr die B\u00fctt in Koblenz. Der betreffende Vortrag k\u00f6nnte mit einem literarisch-philosophischen Schlussbonmot sogar der hohen Fastnacht zu Mainz den Rang ablaufen: \u201ePfl\u00fcgt ein Schiffsbug durch die Stadt \/ Flanken hoch und gl\u00e4sern matt \/ setzt ein Dreieck sich aufs Loch mit vieren \/ l\u00e4sst sich einmal mehr studieren:\/ Das Business gl\u00e4nzt im Luxusliner \/ im Beiboot schwingt die Kunst den Eimer.\u201c Uijuijuijuijui, auauauauau \u2026<\/p>\n<p>Ich muss Nicht-Koblenzer Leser um Nachsicht bitten. Sie haben den Furor nicht erlebt, mit dem&nbsp; j\u00fcngst in der Mittelrhein-Hauptstadt jeder gegen jeden um die Neugestaltung des zentralen Platzes focht und noch ficht; Stichwort: Koblenzer Loch. Also m\u00fcssen Ihnen die Hintergr\u00fcnde obiger Kalauer ein Buch mit sieben Siegeln bleiben. Machen Sie sich nichts draus, das geht selbst langj\u00e4hrigen Beobachtern am Ort nicht wirklich anders. Die Sache zu erkl\u00e4ren, w\u00fcrde mehr Platz beanspruchen, als diese ganze Zeitschrift b\u00f6te. Obendrein k\u00e4me man flott vom H\u00f6lzchen aufs St\u00f6ckchen. Will sagen: Von der politisch beschw\u00e4rmten \u201eEinkaufsmetropole\u201c zur Justizmetropole, und damit vom neuen Einkaufstempel auf dem Zentralplatz zum neuen Justizpalast anstelle der noch zu schleifenden Deinhard-Halle.<\/p>\n<p>Gl\u00fccklich ist, wer vergisst \u2013 dass es f\u00fcr all die betroffenen \u00d6rtlichkeiten (Schlachthof inbegriffen) ehedem hochfahrende Kulturvisionen gab. Dass nach der Abhalfterung als Milit\u00e4rmetropole diese Stadt sogar mal den aufregenden Traum von der Kulturmetropole tr\u00e4umte. Ausgetr\u00e4umt? I wo, sagt der Sch\u00e4ngelche Michel, ein so reiches und hochkar\u00e4tiges Kulturleben wie hier gibt es doch nirgendwo sonst \u2013 zwischen Remagen und Boppard. T\u00e4fft\u00e4\u00e4h!<\/p>\n<p>Am Aschermittwoch ist alles vorbei. Heuer sowieso. Dann stehst du notgedrungen drau\u00dfen vor der T\u00fcr, grantelst \u00fcber Antirauch-Kreuzz\u00fcglerin B\u00e4tzing und fragst dich, ob die auch nur die Spur einer Ahnung von den pr\u00e4- wie postkoitalen Seligkeiten des Tabakgenusses hat. Ich will hier keineswegs dem Laster des Rauchens das Wort reden, allerdings die damit befassten Gerichte ermutigen,&nbsp; \u201eNichtraucherschutz\u201c beim Wortsinn zu nehmen. Auf dass nach der r\u00fccksichtslosen Diktatur der Qualmer-Mehrheit zur Mitte des 20. Jahrhunderts im 21. nicht ein Zwangsregiment der neuen Abstinenzler-Mehrheit \u00fcber die heutige Minderheit der Tabakfreunde hereinbreche. Denn Nichtraucherschutz und Freiheit, ihr Lieben samt und sonders, w\u00fcrden sich in vielen F\u00e4llen vern\u00fcnftig verbinden lassen nach dem simplen Motto: Wo du hingehst, da muss ich nicht hingehen.<\/p>\n<p>K\u00f6nnte sein, dass die Tabakfrage am Ende noch die US-Pr\u00e4sidentenwahl entscheidet. Gew\u00e4nne n\u00e4mlich Hillary, h\u00e4tte sie nicht blo\u00df damit zu tun, in Ordnung zu bringen, was ihr Vorg\u00e4nger auf der Welt versaubeutelt hat. Zugleich m\u00fcsste sie neuer Verwicklungs-Potenziale gew\u00e4rtig sein. Man stelle sich Staatsverhandlungen zwischen Frau Clinton und Herrn Sarkozy vor. Beide grinsen einander jedes Problem himmelblau \u2013 derweil im Beiprogramm der liebe Bill mit der sch\u00f6nen Carla eben mal ne gute Zigarre genie\u00dft. In solchem Moment k\u00f6nnte die Pr\u00e4sidentin der USA geneigt sein, den Pr\u00e4sidenten der Republik zu einem Schn\u00e4pschen zu \u00fcberreden. Die Folgen f\u00fcr die internationale Politik mag man sich gar nicht ausdenken. Weshalb Amerika wohl gut daran t\u00e4te, diesen cleanen Hansdampf Obama zu w\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Und von Walter sonst nichts? Der ist unansprechbar, weil in die Planung seiner Fastnachts-Sausen vertieft. Der Freund hat diesbez\u00fcglich einen Knall. Was soll\u2019s: Helolaulaf!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was eine Aufregung! Die heimische Politik versorgt die B\u00fcttenredner am Mittelrhein noch geschwind mit Munition. \u201eDer Walter tut frohlocken \/ am Zentralplatz fliegen die Brocken\u201c \u2013 t\u00e4fft\u00e4\u00e4h, t\u00e4fft\u00e4\u00e4h. Das w\u00e4r\u2019 doch was f\u00fcr die B\u00fctt in Koblenz. 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