{"id":49,"date":"2018-02-06T23:00:00","date_gmt":"2018-02-06T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2018\/02\/06\/ein-trockener-befund-zur-sache-migranten-in-deutschland\/"},"modified":"2018-02-06T23:00:00","modified_gmt":"2018-02-06T22:00:00","slug":"ein-trockener-befund-zur-sache-migranten-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2018\/02\/06\/ein-trockener-befund-zur-sache-migranten-in-deutschland\/","title":{"rendered":"Ein trockener Befund zur Sache &#8222;Migranten in Deutschland&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>ape.<\/strong> Es liegt glasklar auf der Hand: Deutschland braucht mehr Kranken- und Altenpfleger, mehr Facharbeiter und Ingenieure, mehr Lehrer, Handwerker, Polizisten, Richter &#8230; Und zwar nicht nur ein paar Hundert mehr, sondern etliche Hunderttausend. Es liegt ebenso auf der Hand, dass dieser Bedarf insbesondere an jungen Nachwuchskr\u00e4ften aus dem heimischen Bev\u00f6lkerungspool nicht mehr gedeckt werden kann.<\/p>\n<p>Selbst wenn bei den jetzt hier zur Welt kommenden M\u00e4dchen im Erwachsenenalter die durchschnittliche Geburtenrate wider Erwarten auf die Reproduktionsrate von 2,1 Kindern hochschnellen sollte (wovon wir wie fast alle Industruiel\u00e4nder himmelweit entfernt sind): Es w\u00fcrde drei bis vier Generationen dauern, bis der Alterungsprozess der Gesamtgesellschaft sp\u00fcrbar verlangsamt w\u00e4re.<\/p>\n<p>Vor einigen Wochen hatte ich die These vertreten: In l\u00e4ngstens f\u00fcnf Jahren werden deutsche Wirtschaft und deutscher Staat Personalanwerber in alle Welt schicken. Dieser Prozess hat bereits begonnen. F\u00fcr die Werber bieten \u00e4rmere L\u00e4nder mit hohen Geburtenraten und also niedrigem Durchschnittsalter die gr\u00f6\u00dften Erfolgsaussichten. Ein wesentlicher Teil des unverzichtbaren Fachkr\u00e4ftenachwuchses wird also aus L\u00e4ndern der Dritten und Vierten Welt kommen (m\u00fcssen). Da nirgendwo gut ausgebildete Leute auf den B\u00e4umen wachsen, wird man sie hier ausbilden, bilden, sozialisieren m\u00fcssen. Und wenn sie anschlie\u00dfend hier arbeiten sollen, werden sie &#8211; wie es bei allen &#8222;Gastarbeiter&#8220;generationen zuvor der Fall war &#8211; in gro\u00dfer Zahl hier auch ans\u00e4ssig, Familien gr\u00fcnden, Teil der deutschen Gesellschaft.<\/p>\n<p>Gibt es einen anderen Weg? Ich w\u00fcsste keinen. Weshalb m.E. Deutschland mit seiner derzeitigen Migrantenabwehrpolitik eine Chance vertut und nur wertvolle Zeit vertr\u00f6delt &#8211; die es nachher unter versch\u00e4rftem Problemdruck hektisch wird aufholen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich: Jede Entwicklung hat stets mehrere Seiten, auch schwierige und dunkle. Wenn es aber zur Entwicklung selbst, wie in diesem Fall der Internationalisierung des Fachkr\u00e4ftenachwuchses, keine Alternative gibt, dann bedarf es umso gr\u00f6\u00dferer Bem\u00fchungen, L\u00f6sungen f\u00fcr die schwierigen Seiten zu finden. Jeder Lehrer etwa kennt dieses Problem seit jeher unter der Fragestellung: &#8222;Was mache ich mit den Lernschw\u00e4cheren, wie gehe ich mit Rabauken in der Klasse um?&#8220;<\/p>\n<p>Deshalb unterscheiden sich auch die Mittel und Methoden, die zur Beherrschung der schwierigen Seiten der Migration n\u00f6tig sind, kaum von denen, die zur Probleml\u00f6sung in den schwierigen Bereichen der stammdeutschen Gesellschaft angezeigt sind. In bildungsfernen, abgeh\u00e4ngten, untersozialisierten oder auch asozialen Milieus helfen nur Bildungsangebote,&nbsp; gezielte F\u00f6rderung, Unterst\u00fctzung, \u00d6ffnung beruflicher Perspekiven, Sozialarbeit, Integration ins und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben etc.&nbsp; Und hier wie da kommt in kriminellen Extremf\u00e4llen die rechtsstaatliche Exekutive zum Einsatz.<\/p>\n<p>Dieser Weg war noch nie einfach, aber einen anderen gibt es nicht. Leider sind derzeit viele Zeitgenossen von der SCHEINBAR einfachsten aller L\u00f6sungen wie besessen &#8211; obwohl das die gef\u00e4hrlichste ist, weil weder objektiv m\u00f6glich noch \u00fcberhaupt w\u00fcnschenswert: die Abriegelung des Landes gegen und seine Reinigung von allen Migranten. Denn ohne diese w\u00fcrde Deutschland absehbar seine wirtschaftliche St\u00e4rke verlieren und m\u00fcsste seine dann noch schneller alternde Gesellschaft bald mit vollends desolaten Sozial-, Kranken- und Pflegesystemen auskommen.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<em>Andreas Pecht<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ape. Es liegt glasklar auf der Hand: Deutschland braucht mehr Kranken- und Altenpfleger, mehr Facharbeiter und Ingenieure, mehr Lehrer, Handwerker, Polizisten, Richter &#8230; Und zwar nicht nur ein paar Hundert mehr, sondern etliche Hunderttausend. 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