{"id":4755,"date":"2024-03-01T18:34:00","date_gmt":"2024-03-01T17:34:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/?p=4755"},"modified":"2024-03-11T10:45:58","modified_gmt":"2024-03-11T09:45:58","slug":"guten-tag-allerseits-im-februar-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2024\/03\/01\/guten-tag-allerseits-im-februar-2024\/","title":{"rendered":"Guten Tag allerseits im Februar 2024"},"content":{"rendered":"<hr \/>\n<p>28.2.2024<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/quergedanken-logo.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-875\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/quergedanken-logo.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"167\" \/><\/a> Obacht, dran denken: Dieser Februar (und damit das Jahr 2024) ist einen Tag l\u00e4nger; er hat einen 29., um unseren Kalender wieder dem Lauf der Gestirne anzupassen. Am heutigen Vortag dazu ist Folge 224 meiner Monatskolumne &#8222;Quergedanken&#8220; erschienen. Behandelt wird diesmal die Frage: Wie gelingt es, dass beim gem\u00fctlichen Beisammenhocken von politisch, weltanschaulich, lebensartlich doch sehr unterschiedlichen Leuten aus den Bekannten-\/Freundeskreisen von Freund Walter und mir h\u00e4ufig kontrovers disputiert wird, aber es &#8211; anders als im Internet &#8211; nie zu Dreckschleuderei unter der G\u00fcrtellinie oder Hasstiraden kommt? Eine nicht unwesentliche Rolle spielen &#8222;kleinste gemeinsame Nenner&#8220;, Grundansichten, die alle am Tisch teilen. Und davon gibt es, jedenfalls in unserem Umfeld, trotz sonst mannigfacher Differenzen eine Menge.\u00a0 <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2024\/02\/28\/kleinste-gemeinsame-nenner-quergedanken\/\">&gt; Quergedanken 224 &#8222;Kleinste gemeinsame Nenner&#8220; (hier)<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>26.2.2024<\/p>\n<p>Feine Sache an diesem Wochenende (24.\/25.2.) in meiner Wahlheimat <strong>Westerwald: Kundgebungen gegen Rechtsextermismus<\/strong> in den Kleinstst\u00e4dtchen Selters und Westerburg. 300 Menschen nahmen in Selters an der von f\u00fcnf Pritavleuten organisierten Aktion teil, in Westerburg kamen 500 zu der vom \u00f6rtlichen Arbeitskreis Soziales initiierten Manifestation. &gt; Eine weitere Kundgebung unter dem Motto &#8222;F\u00fcr Demokratie und Vielfalt&#8220; wird es am Samstag (2. M\u00e4rz) in der WW-Kreisstadt Montabaur geben. Alle demokratischen Parteien sowie diverse Organisationen und die beiden Kirchengemeinden laden zu der um 14 Uhr auf dem Konrad-Adenauer-Platz beginnenden Veranstaltung ein.<\/p>\n<hr \/>\n<p>25.2.2024<\/p>\n<p><em>&#8222;Koblenz. Wenn Veranstalter vors Publikum treten, schwant einem: Es gibt Ver\u00e4nderungen gegen\u00fcber dem Geplanten. So auch beim 7. Anrechtskonzert des Musik-Instituts Koblenz in der Rhein-Mosel-Halle. Instituts-Intendant Olaf Theisen muss ansagen, dass Solist Alexander Gavrylyuk wegen einer Handverletzung einige Passagen im avisierten 2. Klavierkonzert von Sergei Rachmaninow nicht realisieren k\u00f6nne und deshalb dies Werk entfalle. Allerdings s\u00e4he sich der Pianist in der Lage, stattdessen Peter I. Tschaikowskis Konzert f\u00fcr Klavier und Orchester Nr.1 zu spielen. Teils betr\u00fcbte Gesichter im Auditorium \u2013 man hatte den Rachmaninow mit Spannung erwartet. Nachher indes sollte Gavrylyuk f\u00fcr den \u201eErsatz\u201c bejubelt werden. (&#8230;)&#8220;<\/em><\/p>\n<p>So beginnt meine Besprechung des Konzerts vom Freitag in der Rhein-Zeitung. <a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/region\/rheinland-pfalz\/kultur_artikel,-anrechtskonzert-des-musikinstituts-koblenz-auf-enttaeuschung-folgt-jubel-fuer-einen-ersatz-_arid,2628339.html\">&gt; Ganzer Artikel hier<\/a> (4800 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text)<\/p>\n<hr \/>\n<p>24.2.2024<\/p>\n<p>Nachzutragen habe ich noch meinen Gru\u00df zum Wochenende. Ist am gestrigen Freitag untergegangen in den Vorbereitungen zum Kritikereinsatz beim 7. Anrechtskonzert des Koblenzer Musik-Instituts. Und heute war ich bis eben mit dem Schreiben der morgen\/\u00fcbermorgen erscheinenden Konzertbesprechung besch\u00e4ftigt. Auf dem Programm standen: Ouvert\u00fcre zu &#8222;B\u00e9atrice et B\u00e9n\u00e9dict&#8220; von Hector Berlioz, eine Suite aus Teilen der Ballettmusik &#8222;Romeo und Julia&#8220; von Prokofiew sowie Tschaikowskis 1. Klavierkonzert. Es musizierten einnehmend das Staatsorchester Rheinische Philharmonie und Pianist Alexander Gavrylyuk.<\/p>\n<p>Es f\u00e4llt mir etwas schwer, am zweiten Jahrestag des \u00dcberfalls der russischen Armee auf die Ukraine ein sch\u00f6nes und\/oder behagliches Restwochenende zu w\u00fcnschen. Andererseits aber sollte man Putin auch keinen Zugriff aufs eigene Lebensgef\u00fchl hier einr\u00e4umen. Also: W\u00fcnsche allseits einen angenehmen Samstagabend und Sonntag.<\/p>\n<hr \/>\n<p>14.2.2024<\/p>\n<p>So, Fassenacht w\u00e4re auch geschafft. Und nu? Obacht, liebe Leut&#8216;, Fastenzeit ist. Also ran an den Speck!\ud83d\ude1c<\/p>\n<hr \/>\n<p>9.2.2024<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/kostuemiert.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4762\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/kostuemiert-480x360.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/kostuemiert-480x360.jpg 480w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/kostuemiert-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/kostuemiert-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/kostuemiert-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/kostuemiert-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Und weil es in unseren west-\/s\u00fcdwestlichen Breiten der teutschen Lande seit Generationen dieser Tage so Usus ist, habe auch ich mich ins Kost\u00fcm geschmissen. Als nunmehr Edelstahlgrenadier in der glorreichen Blechb\u00fcchsenarmee darf ich allseits diesen ein recht dionysisches, jenen ein behagliches Wochenende w\u00fcnschen, halt je nach Plaisir mittendrin im Fassenachtsgetriebe oder aus freien St\u00fccken fernab desselben. Helolaulaaf!<\/p>\n<hr \/>\n<p>8.2.2024<\/p>\n<p>Der deutsch-franz\u00f6sische Journalist, Historiker und Politologe <strong>Alfred Grosser ist im Alter von 99 Jahren gestorben<\/strong>. Er war einer der ganz gro\u00dfen Denker und scharfen Analytiker Europas, &#8222;Mittler zwischen Franzosen und Deutschen, Ungl\u00e4ubigen und Gl\u00e4ubigen, Europ\u00e4ern und Menschen anderer Kontinente&#8220; wie es bei der Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels 1975 an ihn hie\u00df. Ein herausragender Intellektueller, dessen Haltung in der Philosophie Kants und im Humanismus gr\u00fcndete. Ein Zeitgenosse, der aus seinem gewaltigen Wissensschatz \u00fcber die Geschichte der Menschen einen wunderbar eigenen Humor sch\u00f6pfte. Ein Typus, wie er uns heute nur noch selten begegnet.<\/p>\n<hr \/>\n<p>8.2.2024<\/p>\n<p>Bemerkenswerter Leitartikel in der heute erschienen Ausgabe der \u201eZeit\u201c zu den Demos gegen Rechtsextremismus\/AfD. Ausz\u00fcge:<\/p>\n<p>\u201eNoch zum Jahreswechsel sah es so aus, als sei das radikal rechte Lager auf einem unaufhaltsamen Vorschmarsch. (\u2026) Auf der anderen Seite wirkte die demokratische Zivilgesellschaft mut- und kraftlos. Drei Wochen sp\u00e4ter erlebt die Bundesrepublik die wohl gr\u00f6\u00dften Stra\u00dfenproteste ihrer Geschichte, die AfD f\u00e4llt um jeweils drei Prozentpunkte und die Bruchlinien im radikal rechten Lager treten offen zutage.<\/p>\n<p>\u201aDas n\u00fctzt doch blo\u00df der AfD\u2018, dieser Diskurspresslufthammer wurde auch angeworfen, als der Protest sich formierte. Doch mit einem Mal sind die AfD-Vertreter hektisch bem\u00fcht, die Teilnehmerzahlen in Zweifel zu ziehen (\u2026). F\u00fcr eine Partei, die f\u00fcr sich in Anspruch nimmt, die schweigende Mehrheit zu vertreten, stellt es eben doch ein ernst zu nehmendes strategisches Problem dar, wenn eine laustarke Mehrheit aufsteht und auch rein zahlenm\u00e4\u00dfig die Verh\u00e4ltnisse einmal gerader\u00fcckt: 25.000 Teilnehmer demonstrierten auf dem H\u00f6hepunkt der rechten Mobilisierung im Pegida-Jahr 2015, zwischen einer und anderthalb Millionen Menschen waren es, je nach Z\u00e4hlweise, allein am vorvergangenen Wochenende. (\u2026)<\/p>\n<p>Diese Proteste m\u00f6gen oft von jenen organisiert werden, die sich verdienstvollerweise seit Jahren gegen die radikale Rechte engagieren. Aber sie sind nicht links in einem engeren Sinne, sondern eine Machtdemonstration der politischen und kulturellen Mitte. (\u2026) Es geht bei diesem Protest um ein B\u00fcndnis vom Ballermann bis zur Basisgruppe. Denn das ist es, was die AfD am meisten f\u00fcrchtet.\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p>5.2.2024<\/p>\n<p>Zeitungbl\u00e4ttern, Fernsehgucken, Radioh\u00f6ren, Netzwerkscrollen \u2013 es f\u00fchrt an der Erkenntnis kein Weg mehr vorbei: Karneval, Fastelovend, Fassenacht, Fasching ist nun voll entflammt. Tja dann, was machste damit? Ich muss einr\u00e4umen: Bei Saalsitzungen mitzutun, die l\u00e4nger dauern als manch gro\u00dfe Wagner-Oper, und bei denen du wom\u00f6glich noch zum Schunkeln, gar zur Polonaise gedr\u00e4ngt wirst, ist nicht so meine Sache. Auch nicht, am Stra\u00dfenrand in Kamelleschlachten und Gutelauneschieberei verwickelt zu werden. Doch muss ich gestehen: Vom Wohnzimmersessel aus via Mattscheibe mancherlei Kokolores und knuffig-giftiger B\u00fcttenrednerei zu lauschen, das mag ich doch irgendwie. Selbstredend auch schaue ich den Mariechens gerne beim (scheinbar) federleichten Gardetanzen zu. Und das Sahneh\u00e4ubchen sind allemal Kameraschnitte auf Momente im Publikum \u2013 oft zum Kringeln, die Leut\u2018. In diesem Sinne mein Rheinland, Mittrelrhein und Rheinhessen \u00fcbergreifender Vergn\u00fcglichkeitsruf f\u00fcr die dollen Tage: Helolaulaaf!<\/p>\n<hr \/>\n<p>4.2.2024<\/p>\n<p>Die tagesschau sprach allein f\u00fcr den gestrigen Samstag (3.2.) deutschlandweit wieder von \u201emehreren hundertttausend Teilnehmern\u201c an Demonstrationen\/Kundgebungen gegen Rechtsextremismus\/AfD. Die gr\u00f6\u00dfte Manifestation gab es in Berlin mit \u201emehr als 150.000\u201c (Polizei) bis 300.000 (Veranstalter), gefolgt von Freiburg 30.000, Augsburg und N\u00fcrnberg je 25.000, Dresden 20.000+, Mainz und Krefeld je 10.000+ \u2026 Daneben fanden wieder in unz\u00e4hligen kleineren Orten Aktionen statt. Einige Beispiel seien genannt. Schon am Donnerstag hatte das Westerwald-\u00d6rtchen Hachenburg mit 3000+ Demonstranten vorgelegt; am Freitag waren es in Nierstein 1500. Am Samstag dann in Neuwied 3000+, Simmern\/Hunsr\u00fcck 4000, Linz am Rhein 600, Aalen\/Ostalb 5000+, Gifhorn 2000, Bad Wimpfen 600 \u2026.<\/p>\n<hr \/>\n<p>4.2.2024<\/p>\n<p>Nach l\u00e4ngerer Zeit war ich, der Ruhest\u00e4ndler, am Wochenende mal wieder f\u00fcr die Rhein-Zeitung im Kritikereinsatz. Das Musik-Institut Koblenz hatte bei seinem 6. Anrechtskonzert das Bonner Beethoven Orchester zu Gast. Auf dem Programm standen die dritte Leonoren-Ouvert\u00fcre und Richard Strauss\u2018 ber\u00fchmtes opus 30 \u201eAlso sprach Zarathustra\u201c. Zentrum des Abends, aus meiner Sicht, war freilich eine ganz frische, wohl von niemandem im Publikum bisher geh\u00f6rte Gegenwartskomposition von Fazil Say, die im Mai vergangenen Jahres Urauff\u00fchrung in Budapest hatte und im Dezember deutsche Erstauff\u00fchrung in Frankfurt: Konzert f\u00fcr zwei Trompeten und Orchester. <a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/region\/rheinland-pfalz\/kultur_artikel,-anrechtskonzert-mit-dem-beethoven-orchester-ein-abend-voller-opulenter-klangpracht-_arid,2621558.html\">&gt; Meine Konzertbesprechung<\/a> (4100 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text)<\/p>\n<hr \/>\n<hr \/>\n<blockquote><p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/archiv_inhaltlich\/kolumnen\/guten-tag-allerseits\/\">&gt; Guten Tag allerseits in den Vormonaten<\/a><\/p><\/blockquote>\n<hr \/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>28.2.2024 Obacht, dran denken: Dieser Februar (und damit das Jahr 2024) ist einen Tag l\u00e4nger; er hat einen 29., um unseren Kalender wieder dem Lauf der Gestirne anzupassen. 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