{"id":466,"date":"2011-09-25T22:00:00","date_gmt":"2011-09-25T21:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2011\/09\/25\/geldgedlgeldgeldgeldgeld\/"},"modified":"2022-03-15T16:24:19","modified_gmt":"2022-03-15T15:24:19","slug":"geldgedlgeldgeldgeldgeld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2011\/09\/25\/geldgedlgeldgeldgeldgeld\/","title":{"rendered":"GeldGedlGeldGeldGeldGeld"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"http:\/\/pecht.koblenz-net.de\/D7\/sites\/default\/files\/styles\/thumbnail\/public\/quergedanken_logo.jpg?itok=hEG8jpXv\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-47\" alt=\"\" class=\"image-thumbnail\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/quergedanken_logo_0.jpg\" style=\"float:left; height:100px; margin:5px; width:90px\" width=\"90\" height=\"100\" \/> <\/a><\/p>\n<p>Sagen die Fachleute: Was die B\u00f6rse bewegt, sind Ahnungen, \u00c4ngste, S\u00fcchte. Psychologie sei die Haupttriebfeder f\u00fcrs Handeln der B\u00f6rsianer respektive ihrer geheimnisvollen Auftraggeber, genannt Anleger. Schlie\u00dft man vom Erscheinungsbild der B\u00f6rse in j\u00fcngerer Zeit auf die Psyche besagter Akteure, fragt sich der Laie: Wieso gibt es in dieser Anstalt keine Therapeuten und Aufsichtspersonen, um die regelm\u00e4\u00dfig au\u00dfer Rand und Band geratenden Irren dort wenn nicht zu heilen, so wenigstens von gemeingef\u00e4hrlicher Randale abzuhalten?<\/p>\n<p>Mehr noch: Wie kann es sein, dass man derart labilen Patienten die Weltfinanzen, ja selbst&nbsp; die Richtliniengewalt f\u00fcr Staats- und Gesellschaftspolitik \u00fcberl\u00e4sst? In welche Zust\u00e4nde zwischen Euphorie und Depression die Insassen der Anstalt sich auch immer steigern: Sie genie\u00dfen Narrenfreiheit, und die Politik spendiert treulich zu jedem ihrer Feixt\u00e4nze die Musike. Noch mehr: Die uralte Frage, ob die Verr\u00fcckten verr\u00fcckt seien oder eher die \u201enormale\u201c Welt, ist zugunsten der Irren entschieden. Anders l\u00e4sst sich kaum erkl\u00e4ren, dass jetzt s\u00e4mtliche \u00fcber Jahrtausende entwickelten Weisheiten, Werte, Qualit\u00e4ten, Ziele des menschlichen Lebens verdr\u00e4ngt werden durch die h\u00f6chste Norm des b\u00f6rsianischen Irrenhauses: Der Zweck allen Daseins ist das Wachstum der Finanzrendite.<\/p>\n<p>Als Manfred Krug vor Jahren warb, Hinz und Kunz m\u00f6gen ihre Spargroschen in die Telekom stecken, beschlossen Walter und ich: H\u00e4tten wir Geld \u00fcbrig, wir w\u00fcrden es nie in Aktien anlegen. \u201eStell Dir vor, die Kollegen bei der Telekom streiken f\u00fcr mehr Lohn oder gegen Entlassungen. Dann m\u00fcsstest du als Aktienbesitzer die Daumen dr\u00fccken, dass sie verlieren. Wie furchtbar.\u201c So hatte Walter unseren Anschluss an die Mehrheit der Nichtaktienbesitzer begr\u00fcndet. 90 Prozent sind das heute in Deutschland. F\u00fcr die \u00fcbrigen 10 Prozent nudeln die Medien endlos das Innenleben der Finanzm\u00e4rkte durch. Bl\u00f6d nur, dass auch unsereins sich f\u00fcr den unsagbar dr\u00f6gen Stoff interessieren muss. Denn die Irren hauen nicht nur die eigenen K\u00f6pfe an die Wand. Wenn ihnen keiner Einhalt gebietet, verheizen sie noch die Staatskasse, ja selbst mein kleines Genossenschaftssparbuch.<\/p>\n<p>Aber wer sollte Einhalt gebieten \u2013 wo doch das Gef\u00fchl f\u00fcrs Lebenswerte aus den Hirnen gewaschen und durch Geldsucht ersetzt ist? Kindheit, Schule, Freizeit, Kultur, Natur&#8230;: Nichts gilt mehr als Zweck an sich, alles nur noch als sinnvoll, sofern es am Ende Geld anschafft. Walter f\u00e4hrt ein aktuelles lokales Beispiel auf, wie weit es damit gekommen ist: \u201eDie Koblenzer Sozialdemokratie l\u00e4sst sich von einem k\u00f6niglich-preu\u00dfischen Gartenbaudirektor links \u00fcberholen. Denn w\u00e4hrend jener Herr Lenn\u00e9 schon im 19. Jahrhundert quer durchs Rheinland eintrittsfreie B\u00fcrger- und Volksparks schuf, pl\u00e4dieren hiesige Sozis im 21. Jahrhundert daf\u00fcr, dem Volk Eintritt abzukn\u00f6pfen, wenn es nach der BUGA durch den Schlosspark seiner Stadt spazieren will.\u201c<\/p>\n<p>Es m\u00fcsste doch gerade f\u00fcr Sozialdemokraten zu begreifen sein, was selbst Augusta, Gemahlin von \u201eKart\u00e4tschenprinz\u201c Wilhelm I., begriffen hatte: \u201eEs soll dem Volke geboten werden ein Aufenthalt au\u00dferhalb der kleinen Wohnung und des Wirtshauses: reine Luft in jenem Sinne, auf dass die gottgesegnete Gegend auch diese Menschen zu erh\u00f6htem und warmem Daseinsgef\u00fchle erh\u00f6be.\u201c Also, liebe Freunde von der SPD Koblenz: Die F\u00fcrsten sind weg, gebt uns nun ihren Garten als freien Volkspark! Bebel will es.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sagen die Fachleute: Was die B\u00f6rse bewegt, sind Ahnungen, \u00c4ngste, S\u00fcchte. Psychologie sei die Haupttriebfeder f\u00fcrs Handeln der B\u00f6rsianer respektive ihrer geheimnisvollen Auftraggeber, genannt Anleger. 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