{"id":46,"date":"2018-01-16T23:00:00","date_gmt":"2018-01-16T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2018\/01\/16\/zurueck-auf-anfang\/"},"modified":"2018-01-16T23:00:00","modified_gmt":"2018-01-16T22:00:00","slug":"zurueck-auf-anfang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2018\/01\/16\/zurueck-auf-anfang\/","title":{"rendered":"Zur\u00fcck auf Anfang"},"content":{"rendered":"<h3>Letzter Akt beim R\u00fcckbau der Orchesterreform Rheinland-Pfalz<\/h3>\n<p><em><strong>ape. <\/strong><\/em>Es k\u00f6nnte der letzte Akt eines Musikdramas sein, f\u00fcr das sich 2003 in Rheinland-Pfalz der Vorhang hob: Das Philharmonische Staatsorchester Mainz soll wieder ins Staatstheater Mainz integriert werden. Eine finale Rolle r\u00fcckw\u00e4rts also in der rheinland-pf\u00e4lzischen Kulturpolitik. Denn sollte dieses Vorhaben, wie j\u00fcngst avisiert, bis Anfang 2019 umgesetzt sein, w\u00e4re damit der R\u00fcckbau einer vor fast 15 Jahren vom damaligen Kulturminister J\u00fcrgen Z\u00f6llner durchgedr\u00fcckten Strukturreform f\u00fcr die drei Landesorchester weitgehend abgeschlossen. Seinerzeit war das Mainzer Orchester aus dem Theater ausgegliedert worden \u2013 um es mit den Staatsorchestern in Ludwigshafen und Koblenz in eine neue Kooperationsstruktur einzuf\u00fcgen. Diese zielte im Sinne eines Sparkurses ab auf deutliche personelle Verkleinerung der Klangk\u00f6rper und Nutzung vermeintlicher Synergien bei engerer Zusammenarbeit.<\/p>\n<p>Die Strukturreform hatte 2003\/2004 vor allem in Mainz und Koblenz st\u00fcrmische Entr\u00fcstung bei Musikern, Musikfreunden und in der breiten \u00d6ffentlichkeit hervorgerufen. Allein in Koblenz wurden bei zahlreichen Protestkonzerten und anderen Aktionen auch auf Stra\u00dfen und Pl\u00e4tzen der Stadt rund 60 000 Unterschriften gegen das Vorhaben gesammelt. Inzwischen ist die umstrittene Reform gr\u00f6\u00dftenteils Geschichte: Die urspr\u00fcnglich angedachte Generalintendanz f\u00fcr alle drei Orchester kam nie zustande; eine Doppelintendanz Ludwigshafen\/Koblenz schuf vor allem b\u00f6ses Blut und blieb Episode; die permanenten wechselseitigen Aufhilfsdienste von Musikern der drei Standorte erwiesen sich als wenig praktikabel und letztlich teuer.<\/p>\n<p>Die Orchester in Ludwigshafen und Koblenz haben l\u00e4ngst wieder ihre eigenen Intendanten und arbeiten unabh\u00e4ngig voneinander. Mit der Re-Fusion von Mainzer Staatstheater und Philharmonischem Staatsorchester w\u00e4re dann auch in der Landeshauptstadt der Status quo ante wieder hergestellt. Obwohl die Trennung 2004 dort etliche Doppelstrukturen hervorgebracht hat, soll die Wiedervereinigung nach Einlassungen von Staatstheaterintendant Markus M\u00fcller und Kulturstaatssekret\u00e4r Salvatore Barbaro sowohl \u201ekostenneutral\u201c wie auch ohne Stellenabbau vonstatten gehen. Damit w\u00e4re dann das ebenso unsinnige wie \u00fcberfl\u00fcssige Kapitel \u201erheinland-pf\u00e4lzische Orchesterstrukturreform\u201c abgeschlossen \u2013 bis auf einen Aspekt: Es hat zumindest das Staatsorchester Rheinische Philharmonie in Koblenz seine vorherige Kopfst\u00e4rke noch nicht wieder erreicht.<\/p>\n<p><em>Andreas Pecht <\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letzter Akt beim R\u00fcckbau der Orchesterreform Rheinland-Pfalz ape. Es k\u00f6nnte der letzte Akt eines Musikdramas sein, f\u00fcr das sich 2003 in Rheinland-Pfalz der Vorhang hob: Das Philharmonische Staatsorchester Mainz soll wieder ins Staatstheater Mainz integriert werden. 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