{"id":4510,"date":"2023-10-26T12:22:00","date_gmt":"2023-10-26T11:22:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/?p=4510"},"modified":"2023-10-26T16:29:19","modified_gmt":"2023-10-26T15:29:19","slug":"zeitung-ich-mag-vom-papier-nicht-lassen-randgedanken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2023\/10\/26\/zeitung-ich-mag-vom-papier-nicht-lassen-randgedanken\/","title":{"rendered":"Zeitung &#8211; Ich mag vom Papier nicht lassen (Randgedanken)"},"content":{"rendered":"\n<p> <\/p>\n\n\n<p><em><strong>ape.<\/strong><\/em> Im Grunde war ich als Schreiber wie auch als Leser mein Lebtag ein J\u00fcnger des Gedruckten. Und bin es noch immer. Papierene B\u00fccher und Zeitungen sind meine publizistische Prim\u00e4rwelt. Das mag manche irritieren, die mich nur als Verfasser kurzer Notate auf Facebook kennen oder von Ver\u00f6ffentlichungen auf meiner website hier respektive andernorts im Netz. Tats\u00e4chlich aber stand (und steht noch) der weit \u00fcberwiegende Teil meiner eigentlichen Artikel bereits beim Schreiben unter der Pr\u00e4misse &#8222;sie werden in gedruckter Form erscheinen&#8220; &#8211; und vor dem geistigen Auge des Schreibers sa\u00dfen\/sitzen Leser und Leserinnen \u00fcber bedrucktem Papier, um sich konzentriert zu Gem\u00fcte zu f\u00fchren, was ihm aus der Feder geflossen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich wei\u00df ich, dass das heute h\u00f6chstens noch die halbe Wahrheit ist, weil die andere H\u00e4lfte inzwischen aus Elektro-Lekt\u00fcre auch meiner Texte besteht. Dar\u00fcber soll hier nicht lamentiert und keineswegs gegen das Schreiben und Lesen auf elektronischen Medien pl\u00e4diert oder polemisiert werden. Das mag jede\/r nach eigenem Gusto halten. Ob Papier oder Bildschirm: Am Ende kommt es vor allem auf die Qualit\u00e4t des &#8222;Contents&#8220;, des Inhalts an. Zwar attestieren eine Menge Studien, dass im Netz anders gelesen und f\u00fcrs Netz auch vielfach anders geschrieben werde als in der Papierwelt. Ich selbst mag mich als betagter Leser und ruhest\u00e4ndlerischer Gelegenheitsschreiber von meiner eigenen \u00fcber Jahrzehnte gepflegten Lese- und Schreibkultur nun nicht mehr mit aller Gewalt trennen.<\/p>\n<p>Schon in Lehr- und Studentenjahren, erst recht nachher in journalistischen Berufszeiten war meine t\u00e4glich mehrst\u00fcndige Presseschau eine (genussreiche) Papierorgie &#8211; vorausgesetzt, die wichtigsten Zeitungen waren kostenfrei greifbar. Geblieben ist davon die t\u00e4gliche Lekt\u00fcre der Fr\u00fchst\u00fcckszeitung in Papierform, die w\u00f6chentliche Schlacht mit den \u00dcbergr\u00f6\u00dfen der &#8222;Zeit&#8220; und bisweilen der FAS sowie das Ausdrucken im Netz gefundener langer und gewichtiger Texte diverser Qalit\u00e4tsmedien von SZ bis nature. Man mag es verstehen oder nicht, goutieren oder nicht: MEIN Hirn jedenfalls erfasst, durchdringt, beh\u00e4lt schwarz auf Wei\u00df Gedrucktes wesentlich besser als Bildschirmtexte. Nur ein Frage der Gewohnheit? Mag sein.<\/p>\n<p>Wie komme ich an einem tr\u00fcben Herbsttag auf derartige Gedanken? Nun ja, die Fr\u00fchst\u00fcckszeitung brachte heute eine fette Sonderbeilage &#8222;175 Jahre Westerw\u00e4lder Zeitung&#8220; mit ins Haus. Damit ist dieses einst selbstst\u00e4ndige Blatt fast dreimal so alt wie das Kopfblatt Rhein-Zeitung (f\u00fcr das ich 35 Jahre geschrieben habe), in deren Verbund es seit Jahrzehnten als eine von 12 Lokalausgabe erscheint. Ein St\u00fcck Medienkulturgeschichte meiner westerw\u00e4ldischen Wahlheimat also, die in besagter Sonderbeilage hoffentlich auf interessante Weise aufbereitet ist. Was ich noch nicht wei\u00df, weil ich sie erst am Abend im Ruhe durchgehe.<\/p>\n<p><em>Andreas Pecht<\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ape. 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