{"id":43,"date":"2018-06-20T22:00:00","date_gmt":"2018-06-20T21:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2018\/06\/20\/juengstes-der-hiesigen-musikfestival-auf-gutem-kurs\/"},"modified":"2023-07-02T10:27:58","modified_gmt":"2023-07-02T09:27:58","slug":"juengstes-der-hiesigen-musikfestival-auf-gutem-kurs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2018\/06\/20\/juengstes-der-hiesigen-musikfestival-auf-gutem-kurs\/","title":{"rendered":"J\u00fcngstes der hiesigen Musikfestival auf gutem Kurs"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"http:\/\/pecht.koblenz-net.de\/D7\/sites\/default\/files\/styles\/thumbnail\/public\/Kloeckner.jpg?itok=1dcJ38zF\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-42\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Kloeckner.jpg\" style=\"border-style:solid; border-width:0px; float:right; height:220px; margin:5px; width:115px\" width=\"115\" height=\"220\"> <\/a> <em>Koblenz. Eigentlich h\u00e4tten wir uns gerne zum pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4ch in Koblenz getroffen. Zu beider Bedauern blieb die Plauderei anl\u00e4sslich des bevorstehenden 5. Internationalen Musikfestival Koblenz (IMUKO) schlie\u00dflich doch aufs Telefon angewiesen. Einen viel gefragten jungen Musiker wie Benedict Kloeckner treffen zu wollen, ist so eine Sache. Bei unserem ersten Fernkontakt hielt sich der Cellist gerade im brasilianischen Sao Paulo auf, gab dort einen Meisterkurs und hatte vor gro\u00dfer Kulisse einen Auftritt mit Schostakowitsch\u2018 Konzert f\u00fcr Cello und Orchester. Beim zweiten Mal erreichte ich ihn in London, wo er sich mit einem zeitgen\u00f6ssischen Komponisten traf. Zuletzt rief Kloeckner aus seiner Berliner Wohnung an. Da sprachen wir ein knappes St\u00fcndchen miteinander, bevor er weiter musste zu Proben in Dresden.<\/em><\/p>\n<p><!--break--><\/p>\n<p>Tage sp\u00e4ter wird der 29-J\u00e4hrige in seine alte Heimat am Mittelrhein zur\u00fcckkehren, im Elternhaus in Neuh\u00e4usel unterkommen \u2013 und sich von dort aus u.a. um die letzten Vorbereitungen f\u00fcr das am 12. Juli beginnende IMUKO k\u00fcmmern.&nbsp; Dieses j\u00fcngste unter den hiesigen Musikfestivals tr\u00e4gt zwar Koblenz im Namen, reicht indes \u00fcber die Grenzen der Stadt hinaus. 15 Konzerte stehen bis 23. September auf dem Saisonprogramm. Das startet mit einem Galaabend in Schloss Namedy\/Andernach, den der Gr\u00fcnder und k\u00fcnstlerische Leiter des Festivals, also Kloeckner selbst, mit der Pianistin Danae D\u00f6rken bestreitet. Neben Koblenz und Andernach erstreckt sich das Festival in diesem Jahr auf des Cellisten Geburtsort Neuwied, sowie Bendorf, Spay, Mayen, Lahnstein und Montabaur.<\/p>\n<p>Es ist ja keineswegs so, dass Benedict Kloeckner nichts zu tun h\u00e4tte. Als 17-j\u00e4hriges Talent erhielt er den Kulturf\u00f6rderpreis des Landes Rheinland-Pfalz. Im In- und Ausland sollten rasch viele Auszeichnungen folgen. Schon mit Anfang 20 hat man ihn zur ersten Riege der jungen Cellisten-Generation gez\u00e4hlt. Er tritt als Solist mit gro\u00dfen Orchestern unter bedeutenden Dirigenten auf, spielt Kammermusik mit ber\u00fchmten Partnern, darunter Anne-Sophie Mutter, Gidon Kremer oder Christoph Eschenbach, hat bereits ein halbes Dutzend CDS eingespielt. Wer sich ein bisschen im Musikgetriebe auskennt, wei\u00df: Eine solche Biographie wird dominiert von \u00fcben, proben, aus dem Koffer leben. Warum also hat er sich noch ein eigenes Festival an den Hals geh\u00e4ngt? Obendrein in einer Region, die an musikalischen Sommerevents nicht eben Mangel leidet; man denke nur ans Mittelrhein Musikfestival und Rheinvocal oder die gro\u00dfen alten Konzertreihen nebenan die Mosel hinauf sowie im Rheingau.<\/p>\n<p>2014 begann IMUKO mit nur f\u00fcnf Konzerten. \u201eAlles war noch ziemlich improvisiert. Anfangs hatte ich ja auch nur ein sch\u00f6nes verl\u00e4ngertes Konzertwochenende mit Freunden im Sinn\u201c, bemerkt Kloeckner lachend. Die Sache entfaltete dann ihre eigene Dynamik und ihren eigenen Geist, wie sich etwa am diesj\u00e4hrigen Motto \u201eGegen den Strich\u201c ablesen l\u00e4sst. Hinter dem verbergen sich gleicherma\u00dfen ausgefallende und spannende Konzertprogramme wie die W\u00fcrdigung von Komponisten, die teils nur unter Lebensgefahr ihrer Kunst treu bleiben konnten. Die regionale \u201eKonkurrenzsituation\u201c sieht er gelassen: \u201eWir haben uns mit den beiden Festivals am Ort terminlich und vom inhaltlichen Profil her ganz gut arrangiert, so dass wir uns nicht gegenseitig das Publikum abspenstig machen.\u201c W\u00e4hrend Rheinvocal prim\u00e4r der Sangeskunst verpflichtet ist, hat sich das Mittelrhein Musikfestival zur genre\u00fcbergreifenden Eventreihe entwickelt. IMUKO hingegen soll als Markenkern die klassische Instrumentalmusik behalten \u2013 \u201eauch wenn wir das hie und da ein bisschen \u00f6ffnen\u201c. Der Festivalleiter spricht damit etwa auf das \u201eN\u00e4chtliche Literaturkonzert\u201c in der Stommel Stiftung Urbar an (24.8.). Oder auf einen Abend ihn Koblenz w\u00e4hrend der langen Museumsnacht (8.9.), der Klezmer, Tango, Klassik und Jazz vereint. Oder auf die \u201eTango night\u201c im Koblenzer Theater (16.9.), die Musik von Sarasate \u00fcber Albinez bis Jos\u00e9 Bragato und Astor Piazzolla mit Tanz verbindet.<\/p>\n<p>Alle anderen Konzerte bieten an verschiedenen Orten Klassikprogramme von Barock bis Moderne. J.S. Bach ist ebenso vertreten wie Beethoven, Schubert, Schumann, Mendelssohn Bartholdy, wie Schostakowitsch, Bloch, Franck, Martinu, Messiaen oder Yannis Xenakis. Die Ausf\u00fchrenden in meist kammermusikalischen Besetzungen sind vor allem mit Kloeckner befreundete Musiker von Rang. Die holt er quasi \u00fcber die private Schiene an den Mittelrhein nach der Devise: \u201eKommt hierher, da haben wir eine gute Zeit in sch\u00f6ner Umgebung.\u201c Und siehe, sie kommen gern aus aller Welt ans Rhein-Mosel-Eck und dessen Umgebung: ob 17-j\u00e4hriges Jungtalent, ob viele Musiker in Kloeckners Altersklasse oder heuer Kompositions- und Piano-Altmeister Howard Blake, der am 9.9. in Spay bei einem Konzert anl\u00e4sslich seines 80. Geburtstages auftritt.<\/p>\n<p>Am selben Tag wird mit einem Konzert in Montabaur die 2017 begr\u00fcndete Partnerschaft zwischen IMUKO und dem von Hamburg aus bundesweit wirkenden Kulturprojekt TONALi erneut Fr\u00fcchte tragen. Das Konzert ist hochkar\u00e4tig besetzter Abschluss einer Workshop-Reihe an drei Westerw\u00e4lder Schulen, bei denen Kinder und Jugendliche auf ungew\u00f6hnliche Weise an Klassikmusik herangef\u00fchrt werden: Sie sind selbst als Konzertorganisatoren aktiv. Wenige Tage sp\u00e4ter (12.9.) finden \u00e4hnliche Workshops an drei Koblenzer Schulen ihren H\u00f6hepunkt bei einem Konzertabend in der Kufa. Das Festival wird am 23.9. beschlossen mit einem Benefizabend in der Rhein-Mosel-Halle, den f\u00fcnf IMUKO-Solisten mit dem M\u00fcnchner Kammerorchester unter Jonathon Heyward geben.<\/p>\n<p>Angesprochen auf seine Einsch\u00e4tzung der Entwicklung des Internationalen Musikfestivals Koblenz nach vier Durchg\u00e4ngen, wirkt Kloeckner recht zufrieden. Die Publikumsresonanz sei gut, der Kollegenzuspruchs gro\u00df. \u201eKlar, da ist noch Luft nach oben, aber eigentlich l\u00e4uft es prima\u201c, sagt er; und man merkt, da hat einer richtig Freude am eigenen Projekt. IMUKO wird inzwischen von der Stadt Koblenz, dem Kultursommer Rheinland-Pfalz und einigen regionalen Sponsoren unterst\u00fctzt. Gleichwohl w\u00e4re dieses Festival ohne das private Engagement des Cellisten sowie die Hilfe seiner Mutter und einiger hiesiger Mitstreiter kaum denkbar. Also sei dem f\u00fcnften IMUKO-Jahrgang \u201egutes Gelingen\u201c gew\u00fcnscht.<\/p>\n<p>Andreas Pecht<\/p>\n<p>IMUKO-Programminfo: &gt;&gt;www.internationales-musikfestival-koblenz.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Koblenz. Eigentlich h\u00e4tten wir uns gerne zum pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4ch in Koblenz getroffen. Zu beider Bedauern blieb die Plauderei anl\u00e4sslich des bevorstehenden 5. Internationalen Musikfestival Koblenz (IMUKO) schlie\u00dflich doch aufs Telefon angewiesen. Einen viel gefragten jungen Musiker wie Benedict Kloeckner treffen zu wollen, ist so eine Sache. 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