{"id":4213,"date":"2023-07-01T05:46:00","date_gmt":"2023-07-01T04:46:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/?p=4213"},"modified":"2023-07-01T15:28:15","modified_gmt":"2023-07-01T14:28:15","slug":"365-jahre-koblenzer-orchestergeschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2023\/07\/01\/365-jahre-koblenzer-orchestergeschichte\/","title":{"rendered":"365 Jahre Koblenzer Orchestergeschichte"},"content":{"rendered":"<p><em>Am 1. Juli 2023 j\u00e4hrt sich die Verstaatlichung der in Koblenz ans\u00e4ssigen Rheinischen Philharmonie und ihre Umwandlung in ein Staatsorchester des Landes Rheinland-Pfalz zum 50. Mal. Aus diesem Anlass habe ich zwei im Herbst 2019 und im Fr\u00fchjahr 2020 im Publikumsmagazin &#8222;con moto&#8220; der Rheinischen Philharmonie &nbsp; erschienene Artikel von mir aus der Versenkung geholt und zu einem zweiteiligen Langtext zusammengepackt. Dieser gibt nachfolgend interessierten Leserinnen und Lesern in geraffter Form einen \u00dcberblick \u00fcber 365 Jahre Geschichte des Koblenzer Orchesters von 1654 bis 2019. &nbsp;&nbsp;<\/em><\/p>\n<hr>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Teil 1: 1654 bis 1973<\/strong><\/span><\/p>\n<p><strong><em>ape.<\/em><\/strong> <strong>Es ist gute Tradition in der Kulturpublizistik, nach l\u00e4ngstens einer halben Generation die Geschichte bedeutender Kulturinstitutionen mal wieder ins Ged\u00e4chtnis zu rufen \u2013 vor allem aber den zwischenzeitlich nachgewachsenen j\u00fcngeren Teil des Publikums erstmals damit vertraut zu machen. Dies soll nun hier im Hinblick auf die Rheinische Philharmonie und deren Vorgeschichte geschehen, mit einem knappen Artikel, der die wichtigsten Marksteine der Historie anleuchtet.<\/strong><\/p>\n<p>Eigentlich werden daf\u00fcr gerne runde Geburtstage als Anlass genommen. Da ein solcher derzeit nicht auf dem Kalender steht, behelfen wir uns mit einem unrunden: 365 Jahre Koblenzer Orchestergeschichte. Das ganz gro\u00df gefeierte 350er-Jubil\u00e4um liegt nun schon 15 Jahre zur\u00fcck. 2004 wurde es mit einem denkw\u00fcrdigen Gro\u00dfkonzert in der Sporthalle Oberwerth begangen: Unter Leitung von Shao Chia L\u00fc hatte ein Musizierapparat aus zwei Sinfonieorchestern (Koblenz und Heidelberg) sowie zehn Ch\u00f6ren vor 3000 Zuh\u00f6rern Sch\u00f6nbergs \u201eGurrelieder\u201c aufgef\u00fchrt. 2013 folgte ein Jubil\u00e4um, das sich auf die j\u00fcngere Geschichte im Koblenzer Musikleben bezog: Gemeinsam begingen Staatsorchester Rheinische Philharmonie und Musikschule Koblenz mit einem Konzert ihr 40-j\u00e4hriges Bestehen, damit verbunden der Freundeskreis der Rheinischen Philharmonie seinen 25. Geburtstag.<\/p>\n<p>Auf also 365 Jahre wird die \u00f6rtliche Orchestergeschichte nun gemeinhin definiert. An deren Anfang stand eine 20-k\u00f6pfige, anno 1654 vom Trierer Erzbischof und Kurf\u00fcrsten Karl Kaspar von der Leyen f\u00fcr seine Koblenzer Residenz gegr\u00fcndete Hofkapelle. Von dort f\u00fchrt die historische Entwicklung mehr oder minder geradlinig zum heutigen Staatsorchester Rheinische Philharmonie. Diese verbreitete Betrachtungsweise ist einerseits richtig, weil es in Koblenz die meiste Zeit \u00fcber immer nur ein einziges Orchester gab. Sie idealisiert allerdings auch etwas, denn dessen Geschichte ist \u00fcber die Jahrhunderte auch wiederholt v\u00f6llig abgerissen. Beispiel: Galt die Koblenzer Hofkapelle unter dem letzten Trierer F\u00fcrstbischof Clemens Wenzeslaus in den 1780er-Jahre noch als eine der gr\u00f6\u00dften in deutschen Landen, so hatte sie sich 1794 in Luft aufgel\u00f6st. Der kurf\u00fcrstliche Hof zu Koblenz hatte vor den anr\u00fcckenden franz\u00f6sischen Revolutionstruppen das Weite gesucht, anbei wurden die Hofmusiker in alle Winde zerstreut.<\/p>\n<p>Es gab dann in der Stadt 14 Jahre lang gar kein Orchester. Ein Neuanfang erfolgte 1808 mit der Gr\u00fcndung des Musik-Instituts Koblenz durch den B\u00fcrger Joseph Andreas Anschuez.&nbsp; Der sammelte um sich Mitstreiter f\u00fcr die Einrichtung einer Institution zur Pflege und F\u00f6rderung der Musikkultur in der franz\u00f6sischen Rhein-Mosel-Stadt. Es entstand \u2013 jetzt nicht mehr unter feudaler, sondern&nbsp; b\u00fcrgerlicher \u00c4gide \u2013 ein ganz neues Orchester, zusammengesetzt aus Berufsmusikern der Region, passionierten Laieninstrumentalisten sowie Milit\u00e4rmusikern. Von Letzteren gab es ab der 1815 beginnenden preu\u00dfischen Zeit am Ort stets reichlich, denn Koblenz war eine riesige Garnison, und bisweilen hielten sich in den hiesigen Kasernen mehr als ein halbes Dutzend Armeemusikkorps auf.<\/p>\n<p>Von 1808 an war das Koblenzer Orchester f\u00fcr fast ein Jahrhundert prim\u00e4r das Orchester des Musik-Instituts, zugleich das Theaterorchester. Jedenfalls w\u00e4hrend der Hauptspielzeit im Winterhalbjahr. Man muss sich bewusst machen, dass viele Orchester jener Zeit \u2013 sofern sie nicht zum festen Inventar von F\u00fcrstenh\u00f6fen z\u00e4hlten \u2013 ganz anders strukturiert waren als heutzutage. Niemand hatte da eine Jahre oder Jahrzehnte w\u00e4hrende Festanstellung. Eher f\u00fchrten die hauptberuflichen Zivilmusiker ein unsicheres bis prek\u00e4res Dasein als saisonale Honorarkr\u00e4fte. Wer Gl\u00fcck hatte, erhielt f\u00fcrs Winterhalbjahr einen Vertrag f\u00fcr ein Konzert-\/Theaterorchester wie dem Koblenzer und kam in der anderen Jahresh\u00e4lfte bei einer der vielen Kur-Kapellen unter. Im Umfeld von Koblenz gab es solche ein bis vier Dutzend Musiker umfassenden Ensembles etwa in Bad Kreuznach, Bad Ems und Bad Neuenahr. Doch f\u00fcr jede Saison wurden die Karten neu gemischt, die Honorarstellen neu vergeben, der Klangk\u00f6rper neu zusammengesetzt, mit wechselnden Milit\u00e4rmusikern und Dilettanten aufgef\u00fcllt. Wunderlich ist weniger, dass die musikalischen Ergebnisse sich wohl von den heutigen Standards unterschieden haben d\u00fcrften. Beeindruckend ist vielmehr, dass in Koblenz immer wieder auch die gr\u00f6\u00dften und anspruchsvollsten Werke der Klassik zur Auff\u00fchrung kamen.<\/p>\n<p>Am \u00dcbergang vom 19. zum 20. Jahrhundert stand pl\u00f6tzlich die Idee im Raum, Koblenz m\u00f6ge sich von der vorherigen labilen Orchesterpraxis verabschieden und ganzj\u00e4hrig ein st\u00e4ndiges Profiorchester installieren. Hintergrund war der 1901 vollendete Erstbau einer repr\u00e4sentativen st\u00e4dtischen Festhalle. Deren Saal bot 1200 Pl\u00e4tze und eine so am Ort noch nie erlebte Akustik, was die zuvor auf Wirtshauss\u00e4le und Schulaula beschr\u00e4nkte Konzertkultur r\u00e4umlich auf ein v\u00f6llig neues Niveau heben w\u00fcrde. Dem sollte fortan auch die Qualit\u00e4t des Orchesters entsprechen. Anvisiert wurde ein K\u00fcnstler-Orchester in der Tr\u00e4gerschaft eines zu gr\u00fcndenden Philharmonischen Vereins, das sich finanziert aus kommunalen Zusch\u00fcssen und Einlagen der Vereinsmitglieder sowie Engagements bei Musik-Institut, Stadttheater, Casino-Gesellschaft und benachbarten Orten. Auf dieser Grundlage wurde im M\u00e4rz 1901 der Philharmonische Verein zu Koblenz als Orchestertr\u00e4ger gegr\u00fcndet und mit einem finanziellen \u201eGarantiefond\u201d ausgestattet.<\/p>\n<p>Sehr schnell ging es dann mit dem \u201eAufbau\u201d des neuen Orchesters: Es wurde kurzerhand das Bad Kreuznacher Kurorchester mitsamt seinem Chefdirigenten Heinrich Sauer als neues Philharmonisches Orchester Koblenz engagiert. Die Sache lie\u00df sich gut an \u2013 doch ward ihr gleich zu Anfang ein schw\u00e4rendes Problem in die Wiege gelegt: Die Stadt Koblenz kn\u00fcpfte an ihre Bezuschussung unerwartet die Bedingung, das Orchester doch nur jeweils f\u00fcr die Wintersaison zu engagieren. Folge: Die Musiker um Heinrich Sauer mussten zusehen, wie sie den Sommer \u00fcber auf eigenes Betreiben ihr Brot verdienten. Bis 1907 hielt diese Konstruktion. Dann pl\u00f6tzlich wanderte der gesamte Sauer\u2018sche Klangk\u00f6rper mit Sack und Pack nach Bonn aus und gr\u00fcndete dort das Beethoven Orchester. Die Nachbarstadt hatte wohl bessere Konditionen angeboten. Koblenz indes stand nun, just wenige Monate vor den Jubil\u00e4umsfeiern zum 100. Geburtstag des Musik-Instituts, ganz ohne Orchester da. Weshalb man kurzerhand den Kreuznacher Coup von 1901 wiederholte, nur dass jetzt das Kurorchester aus Bad Neuenahr als Stadtorchester am Rhein-Mosel-Eck installiert wurde.<\/p>\n<p>Streng genommen w\u00e4re damit zu attestieren: Die Wurzeln des Koblenzer Staatsorchesters reichen weniger auf die kurf\u00fcrstliche Hofkapelle zur\u00fcck, sondern liegen weit im rheinland-pf\u00e4lzischen Hinterland, in Bad Neuenahr und Bad Kreuznach. Letzteres lie\u00dfe sich denn auch indirekt als eigentliche Wiege des Bonner Beethoven Orchesters bezeichnen. Am Rhein-Mosel-Eck spitzten sich derweil bis 1913 Probleme mit der Orchesterfinanzierung derart zu, dass der Bestand des Klangk\u00f6rpers nur gew\u00e4hrleistet werden konnte, indem die Stadt vollends seine Grundfinanzierung f\u00fcr die Winterhalbjahre \u00fcbernahm. Dann brach der Erste Weltkrieg aus. An der \u201eHeimatfront\u201c wurde zwar flei\u00dfig weitermusiziert, doch die L\u00fccken im Orchester wurden immer gr\u00f6\u00dfer. Nach Kriegsende und Revolution 1918\/19 stabilisierte es sich nur langsam wieder \u2013 weiterhin als Saisonorchester, das je ein halbes Jahr von der Stadt Koblenz getragen wurde, w\u00e4hrend die Musiker in den \u00fcbrigen Monaten sehen mussten, wo sie bleiben. 1922 beschloss die Reichsregierung eine \u00c4nderung des Versorgungsgesetzes f\u00fcr Angestellte. Daraus konnten die Musiker endlich einen Rechtsanspruch auf Festanstellung mit Pensionsberechtigung ableiten. Die Stadt str\u00e4ubte sich, diesem Anspruch gerecht zu werden. Folge war ein Jahre anhaltender heftiger Dauerzwist zwischen Musikern und Kommune. Dieser versch\u00e4rfte sich wiederholt derart, dass die Stadt Gehaltszahlungen einstellte und f\u00fcr die Gegenseite schlie\u00dflich der Deutsche Musiker-Verband 1925 eine \u201eGeneralsperre\u201c \u00fcber Koblenz verh\u00e4ngte (seinen Mitgliedern also deutschlandweit untersagte, in Koblenz zu gastieren).&nbsp; &nbsp;<\/p>\n<p>1928 kam die \u201eSparidee\u201c auf, die Orchester und Theater von Koblenz und Trier zu vereinen. 1929 machte der Vorschlag die Runde, ein Mittelrheinisches Orchester als GmbH ins Leben zu rufen, das Bonn, Koblenz und Trier bespielen sollte. Unter diese \u00dcberlegungen zog der Koblenzer Stadtrat am 26. Februar 1930 einen radikalen Strich: Das st\u00e4dtische Orchester wurde einfach aufgel\u00f6st. Nun aber erhob sich der kulturelle Selbstbehauptungswille von K\u00fcnstlern und B\u00fcrgern: Es wurde eine \u201eNotgemeinschaft ehemaliger Theater- und Orchestermitglieder der Stadt Koblenz\u201c aus der Taufe gehoben und das Orchester zum selbstverwaltet auf eigene Rechnung schaffenden \u201ePhilharmonischen Orchester\u201c r\u00fcckverwandelt. Damit war man wieder beim Zustand der Jahre 1901 bis 1913. &nbsp;<\/p>\n<p>Formal \u00e4nderten die Nazis ab 1933 an diesem Status nichts, zwangen gleichwohl die \u201eOrchestergemeinschaft Koblenzer Berufsmusiker\u201c in die NS-Kulturstrukturen hinein. Was auf keinen gro\u00dfen Widerstand stie\u00df, zumal ab 1937\/38 das Stadtamt f\u00fcr Musik ein Monopol als&nbsp; Konzertveranstalter am Ort innehatte \u2013 und noch w\u00e4hrend des Krieges \u201ezur St\u00e4rkung der Volksgemeinschaft\u201c die Zahl der Konzerte geh\u00f6rig steigerte. Am 25. August 1944 war allerdings Schluss: Zugunsten des \u201etotalen Kriegseinsatzes\u201c wurden s\u00e4mtliche Konzert- und Theateraktivit\u00e4ten untersagt. Im M\u00e4rz 1945 marschierten US-Truppen ins weitgehend zerst\u00f6rte Koblenz ein. Schon sechs Monate sp\u00e4ter kam ein v\u00f6llig neues Orchester zur ersten Probe zusammen, es w\u00fcrde sich bald \u201eRheinische Philharmonie\u201c nennen.<\/p>\n<p>Im September 1945 lockt eine Zeitungsannonce Musiker aus ganz Deutschland an den Mittelrhein. Das eben von einem Verleger gegr\u00fcndete Radio Koblenz will sich ein eigenes Orchester zulegen. Per Anhalter, als Schwarzfahrer auf Eisenbahnwaggons, mit dem Fahrrad und zu Fu\u00df str\u00f6men die Kandidaten zum Vorspiel am 15.9.1945 ins Kurhaus Bad Ems. Dieses Datum gilt als Gr\u00fcndungsdatum der Rheinischen Philharmonie. Im Oktober geht Radio Koblenz auf Sendung und nimmt das neue Orchester unter dem Dirigat von Walter May die Arbeit auf. Doch der Zauber des Anfangs verfliegt rasch: Nach allerhand Querelen entzieht die franz\u00f6sische Besatzung dem privaten Radiomacher die Lizenz. Im M\u00e4rz 1946 \u00fcbernimmt der S\u00fcdwestfunk (heute SWR) das Koblenzer Studio. Da der Sender sein eigenes Orchester hatte, verlor die Rheinische Philharmonie ihren Arbeitgeber. Doch das war nicht das Ende, sondern \u2013 wieder einmal \u2013 ein Anfang. Denn die Musiker blieben und hielten zusammen, als freiwillige Vereinigung, die sich selbst verwaltete. Der gew\u00e4hlte Orchestervorstand war fortan auch f\u00fcr Finanzen, Marketing und Organisation zust\u00e4ndig. Im Fr\u00fchjahr 1946 gab die Rheinische Philharmonie im notd\u00fcrftig hergerichteten \u201eFilmpalast\u201c vor 700 Zuh\u00f6rern dann ihr erstes Konzert als selbstverwaltetes Orchester.<\/p>\n<p>In den Folgejahren absolviert diese kollegiale Musikervereinigung im Konzert- und B\u00fchnenbetrieb von Stadt und Umgebung ein gewaltiges Pensum unter teils widrigsten Bedingungen. Ab 1955 flie\u00dft dann ein kontinuierlicher Finanzzuschuss vom Land. Die als Verein organisierte Rheinische Philharmonie bezahlt ihre Mitglieder von da an nach Tarif. W\u00e4hrend der wirtschaftlichen Rezession um 1967 verzichten die Musiker f\u00fcr eine Weile auf Teile ihres Gehalts, um den Fortbestand des Kollektivs zu sichern. 1969 erh\u00f6ht das Land die Zusch\u00fcsse. Und schlie\u00dflich kommt aus Mainz die in Koblenz umjubelte Nachricht: Die Rheinische Philharmonie wird verstaatlicht, wird zum 1. Juli 1973 Landesorchester und hei\u00dft von da an Staatsorchester Rheinische Philharmonie. Zw\u00f6lf Jahre sollte es allerdings noch dauern, bis das Orchester auch ein eigenes festes Domizil bekam. Der Einzug ins G\u00f6rreshaus am 15. August 1985 war zugleich gl\u00e4nzender Schlusspunkt des fast vier Jahrzehnte w\u00e4hrenden Engagements von Bassposaunist Erhard May: Der 2012 verstorbene May war 1947 zum Orchester gesto\u00dfen, ab 1962 dessen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und von 1975 bis zur Pensionierung 1985 dessen Intendant. Er war der zentrale Vordenker, K\u00e4mpfer, Strippenzieher, Verhandlungsf\u00fchrer auf Seiten des Orchesters \u2013 beim langen Nachkriegsmarsch von der Notgemeinschaft zum Staatsorchester der Gegenwart.<\/p>\n<hr>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Teil 2: 1973 bis 2019<\/strong><\/span><\/p>\n<div class=\"entry-content alignwide wp-block-post-content is-layout-flow\">\n<p><strong>ape. In der vorigen Ausgabe des Magazins \u201econ moto\u201c hatte ich \u00fcber Marksteine der fr\u00fcheren und fr\u00fchesten Koblenzer Orchestergeschichte geschrieben \u2013 beginnend anno 1654, bis zur Gr\u00fcndung der Rheinischen Philharmonie 1945, endend bei der Umwandlung in ein rheinland-pf\u00e4lzisches Staatsorchester 1973. Seither wurde der Autor mehrfach gebeten, zumal von j\u00fcngeren und nicht schon seit Jahrzehnten in Koblenz lebenden Musikfreunden, diese Erz\u00e4hlung doch bis in die Gegenwart fortzusetzen. Dieser Bitte sei hiermit gerne entsprochen. <\/strong><\/p>\n<p>\u201eDas Land Rheinland-Pfalz \u00fcbernimmt das Sinfonieorchester des Vereins Rheinische Philharmonie e.V. mit Wirkung zum 1. Juli 1973 (\u2026) Mit der \u00dcbernahme des Orchesters in seine Tr\u00e4gerschaft will das Land zu einer Intensivierung des Musiklebens im Lande beitragen.\u201c So steht es im Paragraph 1.1 des \u00dcbernahmevertrags. Das Koblenzer Staatsorchester ist geboren, mit rund 70 Musikern, einem Dirigenten, einem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und einigen Angestellten, es tr\u00e4gt seither den Namen \u201eStaatsorchester Rheinische Philharmonie\u201c.<\/p>\n<p>Dessen erster musikalischer Leiter wird Wolfgang Balzer. Bereits in der Spielzeit 1972\/1973 haben die Musiker den jungen Dirigenten gew\u00e4hlt, der zuvor 1. Kapellmeister der Frankfurter Oper war. Balzer leitet auch das Festkonzert anl\u00e4sslich der Ernennung zum Staatsorchester am 5. September 1973. Zu Beginn der Spielzeit 1975\/1976 wird Pierre Stoll Generalmusikdirektor; er war zuvor 1. Kapellmeister der Stra\u00dfburger Oper. Ihm folgt 1981\/1982 James Lockhart als GMD nach Koblenz. Der hier bald sehr beliebte Schotte mit dem feurigen Naturell war zuvor gefragter Gastdirigent an vielen H\u00e4usern und Professor am Royal College in London. Als Lockhart 1991 aufh\u00f6rt, ernennt ihn der damalige Ministerpr\u00e4sident Rudolf Scharping zum Ehrendirigenten des Orchesters.<\/p>\n<p>Es sind Jahrzehnte voller Schaffensdrang. F\u00fcr den S\u00fcdwestfunk spielen die Koblenzer ab Mitte der 1970er-Jahre zahlreiche Aufnahmen ein. Zugleich entstehen in rascher Folge Schallplattenproduktionen. Neben dem opulenten heimischen Pensum als Konzert- und Theaterorchester stehen Tourneen nach S\u00fcddeutschland, Frankreich oder in die Schweiz auf dem Programm. Es kommt auch eine Zeit des Abschieds: Erhard May, der umtriebige Vork\u00e4mpfer des Orchesters und schlie\u00dflich dessen Intendant, geht 1984 in Pension. Doch bevor er sein Amt an Veit S. Berger \u00fcbergibt, verschafft er der Rheinischen noch ein neues, dauerhaftes Zuhause. Denn ein Problem bleibt mit der Verstaatlichung 1973 weiterhin ungel\u00f6st: Die Philharmonie hat kein eigenes Domizil. Das G\u00f6rreshaus, in dem die Musiker in der Nachkriegszeit unter anderem geprobt hatten, war aus baulichen Gr\u00fcnden von der Polizei versiegelt worden. Das kunsthistorisch wertvolle altdeutsch-neugotische Geb\u00e4ude drohte zu verfallen.<\/p>\n<p>Und das Orchester? Wechselt f\u00fcr jede Probe die S\u00e4le. Mit Handkarren transportieren die Orchesterwarte die Instrumente quer durch die Stadt. Zw\u00f6lf Jahre dauert dieser Zustand an. Jahre, in denen May so manche Mittagspause um das alte Haus herumschleicht und \u00fcberlegt, wie es wohl zu retten sei. Ein Zustand, der l\u00e4nger nicht akzeptiert werden kann \u2013 zumal zeitgleich das Land f\u00fcr die Staatsphilharmonie Ludwigshafen den Neubau eines eigenen Hauses beschlossen hat. \u201eIch nutzte dann meine politischen Kontakte, insbesondere zum Koblenzer Oberb\u00fcrgermeister Willi H\u00f6rter, sodass das Haus dann doch mit viel Aufwand instand gesetzt und restauriert wurde\u201c, hei\u00dft es in Mays Erinnerungen. Das klingt einfacher, als es war. Nach z\u00e4hem Ringen \u00fcbereignet die Stadt Koblenz die Liegenschaft kostenlos dem Land \u2013 unter der Bedingung, das historische Geb\u00e4ude zu sanieren, zu restaurieren und f\u00fcr eine Nutzung durch das Orchester herzurichten. Es werden Probezimmer und B\u00fcror\u00e4ume eingebaut. Der Saal wird stilvoll rekonstruiert. Kronleuchter, Holzvert\u00e4felungen und Wandmalereien aus dem 19. Jahrhundert, durch S\u00e4ulen gegliederte Kopfemporen und eine Seitenloge geben ihm ein ganz eigenes Gepr\u00e4ge. Geb\u00e4ude und Saal in der Eltzerhofstra\u00dfe stammen aus dem Jahr 1865 und gehen wie so manches am Rhein-Mosel-Eck auf eine B\u00fcrgerinitiative zur\u00fcck. Das G\u00f6rreshaus ist eine Gr\u00fcndung des Katholischen Lesevereins Koblenz \u2013 und w\u00e4re wahrscheinlich nie gebaut worden, h\u00e4tten sich die Mitglieder zwecks Finanzierung ihres Vereinshauses damals nicht zu einer Spargemeinschaft zusammengetan. Lange Zeit eine gute Adresse f\u00fcr das st\u00e4dtische Geistesleben, schrieb das G\u00f6rreshaus nach dem Zweiten Weltkrieg auch Landesgeschichte: Von Sommer 1947 bis Mai 1951 war es Sitz des ersten rheinland-pf\u00e4lzischen Landtages.<\/p>\n<p>Am 16. August 1985 ist es soweit: Zu ihrem 40. Geburtstag zieht die Rheinische mit einem Gala-Konzert und der 2. Sinfonie von Gustav Mahler ins G\u00f6rreshaus als fester Heimstatt ein. Das Haus hat einen der bemerkenswertesten historischen S\u00e4le in Koblenz.&nbsp; Beim Probesaal allein konnte und sollte es nicht bleiben. Schon 1986 rief der damalige Intendant Richard Stracke \u2013 allf\u00e4llig mit dampfender Pfeife und gesegnetem Humor anzutreffen \u2013 eine Kammerkonzert-Reihe im G\u00f6rreshaus ins Leben. In Lockharts Nachfolge \u00fcbernimmt 1991 Christian Kluttig die Position des GMD \u2013 als Dirigent des H\u00e4ndel-Festspielorchesters in Halle ist er da in Kennerkreisen bereits ein Begriff. Unter seiner Leitung und der Intendanz (1986 \u2013 1997) von Stracke wurden die \u201eOrchesterkonzerte im G\u00f6rreshaus\u201c eingef\u00fchrt. Auch sie existieren bis auf den heutigen Tag, bieten an vier Sonntagnachmittagen pro Saison erlesene bis konzeptionell ungew\u00f6hnliche Konzertprogramme mit gro\u00dfem Orchester und namhaften Solisten. Zu den beiden Reihen der Kammermusik- und Orchesterkonzerte gesellt sich ein breites Spektrum von Kinder- und Jugendkonzerten, kommen \u00fcber die Jahre zahlreiche Sonderprogramme und diverse Gastveranstaltungen hinzu. So hat sich das historische G\u00f6rreshaus seit dem Einzug des Orchesters 1985 zu einem lebendigen Zentrum klassischer Musik mitten in der Koblenzer Altstadt entwickelt.<\/p>\n<p>Anfang der 1990er schreibt die Rheinische wieder lokale Musikgeschichte: Anl\u00e4sslich der 2000-Jahr-Feier der Stadt Koblenz 1992 macht Kluttig die Festung Ehrenbreitstein zur Freilicht-Musikb\u00fchne. Beethovens \u201eFidelio\u201c, gespielt in den historischen Gem\u00e4uern der preu\u00dfischen Befestigungsanlage, wird zum sommerlichen Jubil\u00e4umsereignis. Gleiches gilt f\u00fcr die Auff\u00fchrung von Mahlers \u201eSinfonie der Tausend\u201c in der Sporthalle Oberwerth, bei der nicht nur die Mitglieder der Rheinischen Philharmonie mitwirken, sondern auch ein Gro\u00dfteil des Orchesters der Bonner Beethovenhalle. Mahlers Sinfonie erreicht 9000 Zuh\u00f6rer \u2013 auch Haupt- und Generalprobe sind \u00f6ffentlich.<\/p>\n<p>Von nun an zieht es die Rheinische zudem weiter hinaus in die Welt. 1998 wird Shao-Chia L\u00fc als Nachfolger von Christian Kluttig neuer GMD. Der stets zur\u00fcckhaltende, ernsthaft-freundliche&nbsp; Taiwanese hatte sich sp\u00e4testens mit seinem triumphalen Deb\u00fct als Konzertdirigent bei den M\u00fcnchner Philharmonikern einen Namen gemacht. Unter seiner Leitung \u2013 und der Intendanz von Rainer Neumann \u2013 geht es erstmals nach Asien. Das Orchester unternimmt eine China-Tournee nach Shanghai, Peking, Fuzhou. Und 2002 gastiert mit den Koblenzer Musikern erstmals ein Sinfonieorchester im zentralafrikanischen Ruanda. Die Afrika-Tour anl\u00e4sslich des 20-j\u00e4hrigen Bestehens der Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda umfasst sieben Konzerte.<\/p>\n<p>2003 taucht pl\u00f6tzlich ein mit der Verstaatlichung 1973 \u00fcberwunden geglaubtes Gef\u00fchl wieder auf: Sorge um den Fortbestand der Rheinischen Philharmonie als vollwertiges Sinfonieorchester. Denn das Land will sparen, und das Kulturministerium in Mainz plant deshalb eine Orchesterstrukturreform. In Rede steht f\u00fcr die drei landeseigenen Orchester in Ludwigshafen, Mainz und Koblenz eine erhebliche Reduzierung der Musikerstellen sowie ihre kooperative Vernetzung unter einer gemeinsamen Generalintendanz. Weil Musiker und Musikfreunde vor allem in Mainz und Koblenz einen die Spielqualit\u00e4t und Repertoiref\u00e4higkeit betr\u00e4chtlich einschr\u00e4nkenden Aderlass bef\u00fcrchten, kommt es beiderorts zu mannigfachen Protesten.<\/p>\n<p>Die ziehen sich \u00fcber Monate hin. Dabei wird deutlich, wie stark die Rheinische Philharmonie im \u00f6ffentlichen Leben der heimischen Region verankert ist: Zahllose B\u00fcrger beteiligen sich an&nbsp; Protestaktionen in Koblenz und Umgebung, gut 60 000 Unterschriften kommen f\u00fcr den Erhalt des Orchesters in seiner gewohnten St\u00e4rke zusammen. Der Protest erwirkt einen Kompromiss \u2013 Koblenz und das n\u00f6rdliche Rheinland-Pfalz erfreuen sich weiterhin an ihrem vollwertigen, bald auch wieder mit eigener Intendanz ausgestatteten Staatsorchester Rheinische Philharmonie. Als im M\u00e4rz 2004 rund 3000 Besucher zum Jubil\u00e4umskonzert \u201e350 Jahre Orchester Koblenz\u201c in die Sporthalle Oberwerth str\u00f6men, wirkt der Schulterschluss zwischen Orchester und \u00d6ffentlichkeit nach. Der Abend ist nicht nur musikalisch ein denkw\u00fcrdiges Ereignis. Shao Chia L\u00fc leitet einen Musizierapparat, den man hierorts in solcher Gr\u00f6\u00dfe noch nie erlebte: das Koblenzer Staatsorchester, die Philharmonie Heidelberg, zehn Ch\u00f6re, sechs Solisten \u2013 insgesamt 600 Mitwirkende sind f\u00fcr Arnold Sch\u00f6nbergs \u201eGurrelieder\u201c aufgeboten.<\/p>\n<p>2005 \u00fcbernimmt Daniel Raiskin von L\u00fc die Stabf\u00fchrung bei der Rheinischen. Rund elf Jahre pr\u00e4gt er Orchester und dessen Programmatik mit betr\u00e4chtlichem Erfolg \u2013 obwohl er und der 2010 als Nachfolger von Neumann ins Intendantenamt berufene Frank Lefers auch manche Widrigkeit zu bestehen haben. Anfangs hat Raiskin es noch mit unangenehmen Wirkungen der Orchesterreform zu tun. Dann trifft ihn, die Rheinische Philharmonie und das Musik-Institut Koblenz das Problem \u201eGeneralsanierung der Rhein-Mosel-Halle\u201c in den beiden Spielzeiten 2010\/11 und 2011\/12 mit voller Wucht. Wegen der Bauarbeiten m\u00fcssen die gro\u00dfen Anrechtskonzerte des Musik-Instituts in die Sporthalle Oberwerth ausweichen \u2013 die das Dreifache an Publikum fasst und klassikakustisch ein Albtraum ist.<\/p>\n<p>Dank betr\u00e4chtlichen Technikaufwands, reduzierter Anzahl von Konzerten, die aber mit Solisten von Weltrang wie Julian Rachlin, Mischa Maisky oder Eva Kupiec besetzt sind, sowie zahlreichen Unterst\u00fctzern und des spielfreudigen Engagements der Rheinischen Philharmonie unter Raiskin kann die \u201eNotsaison\u201c 2010\/11 doch mit Bravour und viel \u00f6ffentlichem Zuspruch \u00fcber die B\u00fchne gebracht werden. Dann die Hiobsbotschaft: Die Bauarbeiten an der Rhein-Mosel-Halle werden auch die gesamte Spielzeit 2011\/12 andauern. Traurige Folge: Erstmals muss in der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts ein Jahrgang Anrechtskonzerte vollst\u00e4ndig ausfallen. Es ist eine schwierige Zeit, die vor und hinter den Kulissen durchaus nicht spannungsfrei verl\u00e4uft, aber schlie\u00dflich doch gl\u00fccklich \u00fcberwunden wird.<\/p>\n<p>2014 \u00fcbernimmt G\u00fcnter M\u00fcller-Rogalla das Intendantenamt bei der Rheinischen Philharmonie \u2013 und sieht sich unerwartet sogleich mit dem Umstand konfrontiert, dass Raiskin sein Engagement in Koblenz beenden will und also ein neuer Chefdirigent zu suchen ist. Der \u00dcbergang zu Garry Walker verl\u00e4uft nicht ganz reibungslos, denn f\u00fcr die Spielzeit 2016\/17 ist der alte Orchesterleiter schon weg, der neue aber noch nicht verf\u00fcgbar. M\u00fcller-Rogalla muss die Saison im Alleingang managen, Orchester und Publikum erleben ein Jahr mit von Konzert zu Konzert wechselnden Dirigenten. Und siehe: Alle Beteiligten sprechen im Nachhinein zwar von einem anstrengenden, jedoch auch spannenden, lehrreichen, inspirierenden Jahr. Es erweist sich, dass Raiskin ein sehr stabiles und flexibles Orchester hinterlassen hat, das auch unter g\u00e4nzlich verschiedenen Stabf\u00fchrungen auf hohem Niveau musiziert. An dieses Niveau kann Garry Walker bei seinem Dienstantritt als neuer Chefdirigent im Herbst 2017 ankn\u00fcpfen \u2013 und es mit eigener Handschrift weiterentwickeln. Die musikalischen Ergebnisse dieser Arbeit haben bis dato schon viel Freude gemacht. Alles Weitere ist nun zu erlebende Gegenwart.<\/p>\n<p><strong><em>Andreas Pecht<\/em><\/strong><\/p>\n<p>(Aktuelle Erg\u00e4nzung: Mit der Spielzeit 2022\/23 \u00fcbernahm Benjamin Shwartz das Amt des Chefdirigenten)<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 1. Juli 2023 j\u00e4hrt sich die Verstaatlichung der in Koblenz ans\u00e4ssigen Rheinischen Philharmonie und ihre Umwandlung in ein Staatsorchester des Landes Rheinland-Pfalz zum 50. Mal. Aus diesem Anlass habe ich zwei im Herbst 2019 und im Fr\u00fchjahr 2020 im Publikumsmagazin &#8222;con moto&#8220; der Rheinischen Philharmonie &nbsp; erschienene Artikel von mir aus der Versenkung geholt [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[301,298,295,310,293],"tags":[9],"archiv":[324,331],"archiv_inhaltlich":[277,273,262,266,270],"class_list":["post-4213","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-geschichte","category-kultur","category-kunstsparten","category-musik-konzerte","category-themen","tag-freier-lesetext","archiv-324","archiv-2023-07","archiv_inhaltlich-geschichte","archiv_inhaltlich-kultur","archiv_inhaltlich-kunstsparten","archiv_inhaltlich-musik-konzerte","archiv_inhaltlich-themen"],"acf":{"bild":"","anhang":""},"wps_subtitle":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4213","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4213"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4213\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4261,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4213\/revisions\/4261"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4213"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4213"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4213"},{"taxonomy":"archiv","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/archiv?post=4213"},{"taxonomy":"archiv_inhaltlich","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/archiv_inhaltlich?post=4213"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}