{"id":399,"date":"2016-12-13T23:00:00","date_gmt":"2016-12-13T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2016\/12\/13\/moore-skulpturen-zur-jubilaeumssaison\/"},"modified":"2016-12-13T23:00:00","modified_gmt":"2016-12-13T22:00:00","slug":"moore-skulpturen-zur-jubilaeumssaison","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2016\/12\/13\/moore-skulpturen-zur-jubilaeumssaison\/","title":{"rendered":"Moore-Skulpturen zur Jubil\u00e4umssaison"},"content":{"rendered":"<p><em>ape\/Remagen-Rolandseck.<\/em> Auf den ersten Blick sehr seltsam: Ausgerechnet im Jubil\u00e4umsjahr rund um seinen 10. Geburtstag wird das Arp Museum eine unterdurchschnittliche Zahl neuer Ausstellungen auflegen. Nur vier Pr\u00e4sentationen z\u00e4hlt man jetzt bei der Programmvorschau durch Direktor Oliver Kornhoff. Gleichwohl k\u00f6nnte es sein, dass 2017 die diesj\u00e4hrige Besucherzahl von rund 60 000 \u00fcberschritten wird. Denn im Zentrum der kommenden Saison steht ab Mai acht Monate lang eine Schau, wie es nach Machart, Gr\u00f6\u00dfe und vielleicht auch internationaler Bedeutung im Kunstmuseum Bahnhof Rolandseck noch keine gab. Gewidmet ist sie Henry Moore (1898 &#8211; 1986), einem der weltweit bedeutendsten Vertreter der klassischen Moderne in der Bildhauerei.<\/p>\n<p><!--break--><\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Henry-Moore-Three-Piece-Sculpture-Vertebrae.jpg\" title=\"Henry Moore, Three Piece Sculpture: Vertebrae, 1968\u201369, Reproduced by permission of The Henry Moore Foundation, Foto: Mick Vincenz\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-398\" alt=\"\" class=\"image-large\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Henry-Moore-Three-Piece-Sculpture-Vertebrae.jpg\" style=\"height:349px; margin:5px; width:480px\" title=\"Henry Moore, Three Piece Sculpture: Vertebrae, 1968\u201369, Reproduced by permission of The Henry Moore Foundation, Foto: Mick Vincenz\" width=\"480\" height=\"349\" \/> <\/a> Wenn Ende April im Meier-Bau des Museums die jetzige Ausstellung \u201eB\u00fchnenreif 1. Akt\u201d abgebaut ist, werden Kr\u00e4ne anr\u00fccken, um Schwertransporter mit Fracht aus Gro\u00dfbritannien zu entladen. Gewichtige Fracht, volumin\u00f6se St\u00fccke wollen vor und hinter dem Museum sowie auf allen Etagen&nbsp; platziert werden. Denn wie sagte der britische K\u00fcnstler \u00fcber sein Oeuvre: \u201eAlles, was ich mache, ist daf\u00fcr bestimmt, gro\u00df zu sein.\u201d Weshalb der Gang durch die Moore-Schau mit der neun Meter breiten und dreieinhalb Meter hohen Fiberglas-Skulptur \u201eLarge Reclining Figure\u201d schon unten an der Bundesstra\u00dfe 9 beginnen wird. Er endet dann mit der \u00e4hnlich gro\u00dfen Bronze \u201eThree Piece Sculpture: Vertebrae\u201d im Hanggel\u00e4nde hinter dem Museum.<\/p>\n<p>Zwischen den beiden Au\u00dfenexponaten werden ein Dutzend Gro\u00dfskulpturen auf eine Art pr\u00e4sentiert, die nach Kornhoffs Worten die Vertreter der Henry-Moore Foundation \u201eelektrisierte\u201d \u2013 und dazu bewegte, der schieren Entleerung ihres Parkes im s\u00fcdenglischen Perry Green zuzustimmen, in dem die Exponate normalerweise stehen. Das Arp Museum stellt sie in Innenr\u00e4umen aus, statt unter freiem Himmel. Korrespondierend mit der Museumsarchitektur Richard Meiers erwartet man davon eine v\u00f6llig ver\u00e4nderte Wirk- und Wahrnehmungsweise der ber\u00fchmten Plastiken. Die hierzulande wohl bekannteste Moore-Skulptur \u00fcbrigens lie\u00df Helmut Schmidt 1979 nur wenige Kilometer weiter am damaligen Bundeskanzleramt aufstellen.<\/p>\n<p>Die bis Januar 2018 dauernde Ausstellung tr\u00e4gt den Titel \u201eHenry Moore. Vision. Creation. Obsession\u201d. Eingegliedert sind dann zwei thematische Spezialpr\u00e4sentationen. Zum einen in der klassischen Abteilung des Museums, der Kunstkammer Rau, eine Betrachtung der Inspirationsquellen des Briten: Meisterwerke der italienischen Renaissance und der franz\u00f6sischen Kunst des 19. Jahrhunderts, an der die Kunstsammlung Rau f\u00fcr UNICEF des Arp Museum reich ist und die Moore so liebte. Von ihnen sagte er, sie seien \u201eabsolute Gegenwart, und haben einen anhaltenden und m\u00e4chtigen Eindruck auf mich gemacht\u201d.<\/p>\n<p>Zum anderen setzen die Ausstellungsmacher die Oeuvres von Moore \u2013 der in den 1970ern mehrmals in Rolandseck zu Gast war \u2013 und von Hauspatron Hans Arp in einen Dialog miteinander. Im Mittelpunkt stehen dabei die 1930er Jahre, w\u00e4hrend derer beide K\u00fcnstler sich dem Surrealismus zuwandten und mit biomorphen, der Natur entlehnten Formen, arbeiteten. Die Verwandtschaften im Formschaffen der befreundeten M\u00e4nner d\u00fcrften unverkennbar sein, die dennoch vorhandenen Unterschiede zwischen ihnen aufzusp\u00fcren, eine spannende Herausforderung f\u00fcr die Besucher.<\/p>\n<p>Mit der Schwerpunktausstellung zu Henry Moore erf\u00fcllt sich passend zum 10. Geburtstag des Arp Museums ein lange gehegter Wunsch von Kornhoff. Seit f\u00fcnf Jahren laufen die Vorbereitungen f\u00fcr diese Schau, seit zwei Jahren die konkreten Planungen. Aber obwohl Moore das Jubil\u00e4umsprogramm dominiert und ab Mai den gesamten Meier-Bau mitsamt Unterf\u00fchrungen und \u00dcberg\u00e4ngen belegt, so ist er doch nicht ganz allein. Der Ausstellungstrakt im historischen Bahnhofsgeb\u00e4ude bleibt drei anderen Pr\u00e4sentationen vorbehalten. Vom 12. Februar an (bis 25.6.) stellen die aktuellen Stipendiaten des K\u00fcnstlerhauses Schloss Balmoral in Bad Ems ihre Arbeitsergebnisse vor. Thema dieses Jahrgangs ist eine zeitgen\u00f6ssische Standortbestimmung des Mediums Zeichnung.<\/p>\n<p>Es folgt ab Mitte Juli eine raumspezifische Arbeit von Werner Klotz, der mittels rotierender Spiegel durch die dann nach allen Seiten freigelegten Fenster des Bahnhofs das Umgebungsgeschehen in dessen Innenraum holt. Im November 2017 beginnt schlie\u00dflich die zweite Ausstellung mit Collagen aus der hochkar\u00e4tigen Sammlung Gerhard Meerwein, die der gleichnamige Mainzer Sammler 2015 dem Arp Museum als Schenkung vermacht hatte.&nbsp; <em>Andreas Pecht<\/em> &nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ape\/Remagen-Rolandseck. Auf den ersten Blick sehr seltsam: Ausgerechnet im Jubil\u00e4umsjahr rund um seinen 10. Geburtstag wird das Arp Museum eine unterdurchschnittliche Zahl neuer Ausstellungen auflegen. Nur vier Pr\u00e4sentationen z\u00e4hlt man jetzt bei der Programmvorschau durch Direktor Oliver Kornhoff. 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