{"id":3529,"date":"2022-10-19T11:03:30","date_gmt":"2022-10-19T10:03:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/?p=3529"},"modified":"2022-10-19T11:03:31","modified_gmt":"2022-10-19T10:03:31","slug":"keine-lust-auf-shopping-glueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2022\/10\/19\/keine-lust-auf-shopping-glueck\/","title":{"rendered":"Keine Lust auf &#8222;Shopping-Gl\u00fcck&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>ape.<\/em><\/strong> Doch ja, ich sehe mich gern als Albtraum der Werbefuzzis, Marketingstrategen, Besitzer\/Anteilseigner von Produkt-, Handels- und Internetkonzernen. Leider teilen nicht allzu viele Zeitgenossen meine Vorliebe f\u00fcr und Freude an Nichtkauf, Shoppinggl\u00fcck-Verweigerung, Gebrauchsverl\u00e4ngerung, Sch\u00e4ppchenjagd-Abstinenz, Werbeunempf\u00e4nglichkeit, Konsumreduktion aufs gute Einfache &#8230; (Manche k\u00f6nnen diese Freude auch gar nicht teilen, weil es ihnen schon am Notwendigsten mangelt). Ich damit kein Teil eines Millionenheeres, weshalb meine Freuden den Wachstumsrittern des Mainstreams auch keine allzu gro\u00dfe Sorge bereiten d\u00fcrfte. Gleichwohl bleibt mir der Spa\u00df, deren Bem\u00fchungen durch &#8222;kleiner, weniger, besser&#8220; zu konterkarieren &#8211; so an Freiheit und pers\u00f6nlicher Lebensqualit\u00e4t zu gewinnen.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df, es wirkt wie aus der Zeit gefallen, aber au\u00dfer DB-Fahrkarten kaufe ich nichts im Internet. Grunds\u00e4tzlich nicht, gar nichts. Fehlt mir deshalb was? N\u00f6. Im Gegenteil: Mir Schuhe, Klamotten und anderes Zeug zuschicken zu lassen, das ich nur von Fotos kenne, nie leibhaftig in Augenschein, in die Hand genommen oder anprobiert habe, k\u00e4me mir unpraktisch bis seltsam vor. Geradezu absurd dann das Umtauschprocedere per postalischem Hin-und-Her-Geschicke.<\/p>\n<p>Wenn etwas Neues gekauft werden muss, weil dringlich Ersatz geboten ist f\u00fcr etwas Aufgebrauchtes oder Ausgelutsches oder durch gezielten Verschlei\u00dfbruch der Hersteller vorfristig Zerst\u00f6rtes, dann, ja dann suche ich am liebsten Gesch\u00e4fte auf, wo ich die Angestellten kenne und man mich kennt. Seit Jahrzehnten halte ich &#8222;meinem&#8220; Metzger, B\u00e4cker, Supermarkt, Bio-, Klamotten-, Tabakladen, Autoh\u00e4ndler im Nachbarort, &#8222;meiner&#8220; Apotheke, Tankstelle, Buchhandlung, Stammkneipe die Treue. Jedenfalls solange sie noch existieren und n\u00f6tigenfalls auch mal Kritik von mir akzeptieren.<\/p>\n<p>Ich bin gewiss kein reicher Mann, aber diesen &#8222;Luxus der Vertrautheit&#8220; g\u00f6nne ich mir &#8211; mag auch das eine oder andere Produkt mal ein paar Cent teurer sein als im Megaeinkaufszentrum anderw\u00e4rts; mag auch die Produktauswahl ein klein wenig schm\u00e4ler sein als im unendlichen Internet. 250 Sorten Shampoo oder Schokolade, 100 Waschmaschinentypen oder zehn Dutzend Arten Jeans braucht eh kein Mensch. Kurzum: Verglichen mit dem deutschen Durchschnittskonsum kaufe ich ziemlich wenig und mit gro\u00dfem Spa\u00df immer weniger &#8211; das aber vollst\u00e4ndig in heimischen Gesch\u00e4ften.<\/p>\n<p><em>Andreas Pecht<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ape. Doch ja, ich sehe mich gern als Albtraum der Werbefuzzis, Marketingstrategen, Besitzer\/Anteilseigner von Produkt-, Handels- und Internetkonzernen. 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